heutige Funde - mit der Bitte um Hilfe *PIC*

Heidepilz, (vor 6309 Tagen)

Liebe Pilzfreunde,
nach den kräftigen Regengüssen der letzten Tagen war mein heutiger Besuch im Wald etwas erfolgreicher als in den letzten Wochen.
Dabei habe ich im Fichtenwald zwei Pilze gefunden, die ich nicht so recht zuordnen kann. Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben - schon mal vielen Dank dafür!

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Der Pilz ist etwa 5 cm groß, wächst im Moos; die Farbe des Hutes ist dunkelblau, ebenso der Stiel, nach unten etwas heller werdend. Ich konnte nur dieses eine Exemplar finden.

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Dieser Pilz mit schuppigem Hut wuchs etwa einen Meter von dem oben gezeigten ebenfalls im Moos; davon gab es mehrere Exemplare. Größe 6 cm. Hut weiß mit dunkelgrauer Mitte.

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Entoloma und Lepiota?

Violet, (vor 6309 Tagen) @ Heidepilz

Also ich würde ja den oberen für eine Entoloma und den unteren für eine Lepiota (vielleicht cristata?) halten.
Liebe Grüße
Ditte

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Re: Entoloma und Lepiota?

Heidepilz, (vor 6309 Tagen) @ Violet

Also ich würde ja den oberen für eine Entoloma und den unteren für eine
Lepiota (vielleicht cristata?) halten.
Liebe Grüße
Ditte

Ganz herzlichen Dank, Ditte,
da weiß ich jetzt wenigstens, wo ich weitersuchen kann.
Herzliche Grüße,
Hans-Peter

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Re: Entoloma und Lepiota?

phragmobasidie, (vor 6308 Tagen) @ Heidepilz

Hallo,

Lepiota cristata ist das aber nicht. Ich sehe dunkelgraue Schuppung. Dann wärs vielleicht Lepiota felina.
Passt auch in den Nadelwald. Behaupte aber nicht, dass von dem Bild her eindeutig erkennen zu können,
dafür kenne ich mich zu wenig aus.

schöne Grüße
Robin

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Re: Entoloma und Lepiota?

Heidepilz, (vor 6308 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo,
Lepiota cristata ist das aber nicht. Ich sehe dunkelgraue Schuppung. Dann
wärs vielleicht Lepiota felina.
Passt auch in den Nadelwald. Behaupte aber nicht, dass von dem Bild her
eindeutig erkennen zu können,
dafür kenne ich mich zu wenig aus.
schöne Grüße
Robin

Hallo Robin,
ich nehme an, dass du Recht hast, dass es nicht Lepiota cristata ist, denn er war so gut wie geruchlos.

Herzlichen Gruß
Hans-Peter

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Entoloma und Lepiotacee

Wolfgang P., (vor 6308 Tagen) @ Heidepilz


Der Pilz ist etwa 5 cm groß, wächst im Moos; die Farbe des Hutes ist
dunkelblau, ebenso der Stiel, nach unten etwas heller werdend. Ich konnte
nur dieses eine Exemplar finden.

...leider sieht man sehr wenig vom Hut. Rötlinge mit Hut und Stiel blau gibt's leider 'nen ganzen Sack voll, und meist braucht man ein Mikroskop. Zum Bild fällt mir am ehesten E. dichroum ein, aber der passt nicht so 100% in den Nadelwald oder lepidissimum. Wenn man mit der Lupe doch dunkle Lamellenschneiden sieht (auf dem Foto sieht's nicht so aus) dann wäre es E. serrulatum.

Dieser Pilz mit schuppigem Hut wuchs etwa einen Meter von dem oben gezeigten
ebenfalls im Moos; davon gab es mehrere Exemplare. Größe 6 cm. Hut weiß
mit dunkelgrauer Mitte.

Hier würde ich außer bei Lepiota auch bei Leucocoprinus suchen - weiß auch nicht warum.

Grüße,

Wolfgang
(der sich hiermit in 10 Tage Urlaub verabschiedet)

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Erhole dich gut! Liebe Grüße *oT*

Thüringer-Holz, (vor 6308 Tagen) @ Wolfgang P.

- kein Text -

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Re: Entoloma und Lepiotacee

Werner E., (vor 6308 Tagen) @ Wolfgang P.

Hier würde ich außer bei Lepiota auch bei Leucocoprinus suchen - weiß auch
nicht warum.

Weil er genauso aussieht und man die eigentlich nur aus den Blumentöpfen kennt!!
War auch mein erster Gedanke.

Liebe Grüße aus München, Werner

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Re: Entoloma und Lepiotacee

Heidepilz, (vor 6308 Tagen) @ Werner E.

Weil er genauso aussieht und man die eigentlich nur aus den Blumentöpfen
kennt!!
War auch mein erster Gedanke.
Liebe Grüße aus München, Werner

das verwirrt mich jetzt etwas, denn erstens ist er reinweiß und nicht gelb und zweitens wuchs er definitiv mitten in einem Fichtenwald ohne irgendwelche Gartenabfälle in der Nähe. Gibt es die denn auch in weiß?
Herzliche Grüße
Hans-Peter

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Re: Entoloma und Lepiotacee

zuehli ⌂, (vor 6308 Tagen) @ Heidepilz

das verwirrt mich jetzt etwas, denn erstens ist er reinweiß und nicht gelb
und zweitens wuchs er definitiv mitten in einem Fichtenwald ohne
irgendwelche Gartenabfälle in der Nähe. Gibt es die denn auch in weiß?

Hallo Hans-Peter,

klar gibts da auch in hell.
Für eine Lepiota ist der mir zu schmächtig und der sieht Leucocoprinus brebissonii ziemlich ähnlich.
Ich habe jetzt nicht im Kopf, inwieweit der außerhalb von Blumentöpfen wächst, aber das kann wohl schon mal vorkommen. Ist natürlich selten.

Gruß Harald

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Re: Entoloma und Lepiotacee

Andreas ⌂, (vor 6308 Tagen) @ Heidepilz

Hallo Hans-Peter,

bei dem Rötling musste ich sofort an Entoloma lepidissimum denken, den ich mal recht genau studiert habe, weil ich mit Manfred Enderle zusammen da eine neue Varietät zu publiziert habe. Diese Varietät zeichnet sich durch das Vorkommen in der Nadelstreu aus, durch etwas plüschiger wirkenden Stiel als beim eher glattstieligen Typus und durch weniger ausgeprägt eckige Sporen. Diese Varietät haben wir damals wegen dieser Sporen "var. pauciangulatum" genannt.
Das Entoloma lepidissimum in "Pilze der Schweiz" zeigt ebendiese var. pauciangulatum. Wenn Du das Buch hast kannst Du ja mal vergleichen. Ich müsste auch noch irgendwo einen Separatabdruck meiner damaligen Publikation haben, falls Dich das interessiert.
Entoloma lepidissimum ist einer der ganz wenigen blauen Rötlinge in der Nadelstreu und kommt auch an etwas saureren Standorten vor. Neben ihm kenne ich nur noch den Stahlblauen Rötling (Entoloma nitidum) an solchen Standorten, doch der hat eine andere Hutoberfläche, andere Größe und andere Form.

Der Schirmling ist auf jedenfalls was ebenso gutes wie dieses Entoloma. Es ist entweder ein Leucocoprinus oder ein Leucoagaricus. Da müsste man mikroskopisch untersuchen. Solltest Du Trockenbelege davon haben wäre ich sehr interessiert.
In Frage kommt z.B. Leucocoprinus brebissonii, Leicocoprinus heinemanii, aber auch Leucoagaricus melanotrichus. Er ist mitnichten reinweiß, sondern er hat ja eine gefärbte Hutmitte, deren Farbe ein wichtiges Merkmal in diesen Gattungen ist.

beste Grüße,
Andreas

das verwirrt mich jetzt etwas, denn erstens ist er reinweiß und nicht gelb
und zweitens wuchs er definitiv mitten in einem Fichtenwald ohne
irgendwelche Gartenabfälle in der Nähe. Gibt es die denn auch in weiß?
Herzliche Grüße
Hans-Peter

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Re: Entoloma und Lepiotacee

Heidepilz, (vor 6307 Tagen) @ Andreas

Hallo Hans-Peter,
bei dem Rötling musste ich sofort an Entoloma lepidissimum denken, den ich
mal recht genau studiert habe, weil ich mit Manfred Enderle zusammen da
eine neue Varietät zu publiziert habe. Diese Varietät zeichnet sich durch
das Vorkommen in der Nadelstreu aus, durch etwas plüschiger wirkenden
Stiel als beim eher glattstieligen Typus und durch weniger ausgeprägt
eckige Sporen. Diese Varietät haben wir damals wegen dieser Sporen
"var. pauciangulatum" genannt.
Das Entoloma lepidissimum in "Pilze der Schweiz" zeigt ebendiese
var. pauciangulatum. Wenn Du das Buch hast kannst Du ja mal vergleichen.
Ich müsste auch noch irgendwo einen Separatabdruck meiner damaligen
Publikation haben, falls Dich das interessiert.
Entoloma lepidissimum ist einer der ganz wenigen blauen Rötlinge in der
Nadelstreu und kommt auch an etwas saureren Standorten vor. Neben ihm
kenne ich nur noch den Stahlblauen Rötling (Entoloma nitidum) an solchen
Standorten, doch der hat eine andere Hutoberfläche, andere Größe und
andere Form.
Der Schirmling ist auf jedenfalls was ebenso gutes wie dieses Entoloma. Es
ist entweder ein Leucocoprinus oder ein Leucoagaricus. Da müsste man
mikroskopisch untersuchen. Solltest Du Trockenbelege davon haben wäre ich
sehr interessiert.
In Frage kommt z.B. Leucocoprinus brebissonii, Leicocoprinus heinemanii, aber
auch Leucoagaricus melanotrichus. Er ist mitnichten reinweiß, sondern er
hat ja eine gefärbte Hutmitte, deren Farbe ein wichtiges Merkmal in diesen
Gattungen ist.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,

ganz herzlichen Dank für deine sehr ausführlichen und interessanten Ausführungen.
Leider habe ich die Pilze nur fotografiert; ich werde aber morgen noch einmal losziehen und sehen, ob ich noch ein Exemplar zum Trocknen finde.
Ich fürchte, dass deine Publikation doch meinen derzeitigen Horizont übersteigen dürfte. Da ich bisher vor allem nur fotografiert habe, stürmt doch eine ganz neue Welt auf mich ein; das Mitlesen im Forum zeigt mir, dass ich nur einen ganz kleinen Bruchteil verstehe und noch viel zu lernen habe. Aber vielen Dank für das Angebot.

Herzliche Grüße
Hans-Peter

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zur Entoloma

Stephan Weißer, (vor 6308 Tagen) @ Heidepilz

das könnte Entoloma nitidum sein; starker Kontrast zwischen Stiel, Hut und Lamellen, der für Entoloma recht kräftige Habitus und das Vorkommen im Fichtenwald sind typisch.