Hallo liebe Pilzfreunde
Unmittelbar hinter meinem Arbeitsplatz im schweizerischen Mittelland steht
ein grosser feuchter Tannenwald. Den suche ich ab und zu nach der Arbeit
auf. Hier sehe ich Arten die ich im Jura auf Kalk nicht finden kann. Bei
meinem gestrigen Besuch habe ich, im Gegensatz zum Jura ein reges
Pilzwachstum angetroffen.
Zwar nichts spezielles, dafür drei mir unbekannte Arten.
Für allfällige Tipps danke ich Euch schon im voraus bestens.
Liebe Grüsse
Max
Bereitet vermutlich einen Giftanschlag vor, war nämlich mit über hundert
Exemplaren vertreten. Mit cortinarius rubellus liege ich wohl nicht
falsch.
Ein Becherling mit einem Durchmesser von knapp 5cm und einem einzigen
Fruchtkörper. Den bewahre ich für Uschi auf.
Bei diesem Pilz habe ich ein Blackout. Rübling und Tellerling wollen mir
nicht so recht passen.
Ein schönes Pilzchen mit 3cm Hutdurchmesser und rosarotem Sporenpulver
Hallo Max,
eine wirklich schöne Kollektion von Cortinarius rubellus.
Zu dem Becherling ist es nicht leicht was zu sagen. Wenn der Standort an einem geschotterten (und damit aufmineralisierten) Wegrand war und in Verbindung mit den für mich im Bild erkennbaren olivgrünen Nuancen des Fruchtkörpers könnte man auf Peziza badia tippen. Das ist aber nur ein lockerer Schuss aus der Hüfte und den bitte ich nicht allzu ernst zu nehmen. Wenn dem so wäre, ist bei den ziemlich eingerollten Rändern under Größe von 5 cm der Fruchtkörper vermutlich noch ziemlich unreif.
Bei deinem Rübling handelt es sich wahrscheinlich um Rhodocollybia prolixa (früher Collybia prolixa) bzw. Rhodocollybia distorta. Das passt von der Ökologie auch sehr gut zum Cortinarius rubellus. Die Rh. prolixa und Rh. distorta werden je nach Artauffassung getrennt oder nicht. Da bin ich nicht auf dem laufenden.
Der kleine Rötling ist vermutlich Entoloma undatum. Die Art scheint nach meiner Beobachtung in diesem Jahr deutlich häufer zu sein als sonst.
Viele Grüße
pilzliebhaber