Re: Sporenabwurf Lackporling
: beim Kurs vergangenes Wochenende kam die Frage auf, wie denn zu erklären sei,
[quote]dass es z.B. der Flache Lackporling schafft, so deutlich seine Sporen auf
der Oberseite des Hutes abzulagern, während andere Porlinge
(Zunderschwamm, Rotrandiger...) das offensichtlich nicht machen.
Hat jemand eine Erklärung für diese Phänomen? [/quote]
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Hallo Harald,
grundsätzlich wird diese Ablagerung der Sporen bei allen genannten so funktionieren, dass die Sporen mit der sich erwärmenden Luft emporsteigen.
Die Konsolen der Pilzfruchtkörper bilden Hindernisse und werden von der emporsteigenden Luft umströmt.
Hierbei bilden sich kleine Lee-Rotoren (Luftwirbel), welche die Sporen auf die Oberseite transportieren.
Hier mal eine kleine Skizze von mir auf die Schnelle:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_09/LEEROTOR.jpg)
Ich denke, dass die flache, ausgebreitete Konsolenform bei G. applanatum zum einen ausgeprägtere Luftwirbel erzeugt, als dies z.B. bei rundlicheren Fruchtkörpern von F.fomentarius der Fall ist.
Die Oberflächenbeschaffenheit wird dann vermutlich auch noch eine Rolle spielen - z.B. ist die Hutoberfläche beim Zunderschwamm sehr glatt.
Aus der Literatur weiss ich zumindest, dass G. applanatum enorme Sporenmengen pro Wachstumsschub produziert.
Dass müsste man halt mit der Sporenproduktion der anderen Porlinge auch noch mal vergleichen...
LG, Gábor