Giftpilzverwendung

Hias, (vor 9218 Tagen)

Ich bin sehr daran intressiert was man außer essen sonst noch so mit Pilzen aller Art anfangen kann, ich habe mal gehört dass früher mit Fliegenpilzen z.B. ein Sud als Fliegenfalle gekocht wurde. Wenn jemand andere Verwendungszwecke, auch historischer Art kennt bitte melden, Hias.

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Re: Giftpilzverwendung

Gottfried, (vor 9218 Tagen) @ Hias

Ich bin sehr daran intressiert was man außer essen sonst noch so mit Pilzen
aller Art anfangen kann, ich habe mal gehört dass früher mit Fliegenpilzen
z.B. ein Sud als Fliegenfalle gekocht wurde. Wenn jemand andere
Verwendungszwecke, auch historischer Art kennt bitte melden, Hias.

Hallo Hias,
folgende Textpassage kann ich Dir zur Verwendung des Fliegenpilzes anbieten:
"Auch der Fliegenpilz wird landläufig ebenfalls als gefährlicher Giftpilz verteufelt. Das ist jedoch unberechtigt. Seine Wirkung beschränkt sich allenfalls auf berauschende Zustände- ähnlich der von Rauschgiften. Dieser stattliche Pilz wird heute noch von Naturvölkern in Mexiko und Russland zu Kultzwecken verzehrt. So zum Beispiel wird von den Tschuktschen- einem Volk am russischen Eismehr lebend- berichtet, dass sie die Wirksubstanzen des Fliegenpilzes ein zweites mal 'genießen', indem sie ihren eigenen Urin trinken."

Guten Appetit G.

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Re: Giftpilzverwendung

Werner, (vor 9218 Tagen) @ Hias

Hallo Hias,

in vielen Pilzbuechern, u.a. Ryman/Holmassen usw. finden sich immer wieder Hinweise auf diverse ungeniessbare/giftige Pilze, die zum Faerben von Kleidungsstuecken verwendet wurden - insbesondere Cortinarien. Auch als Zunder bzw. Lunte wurde z.B. der Zunderschwamm verwendet.

Gruss,

Werner

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Re: Giftpilzverwendung

Huperzia ⌂, (vor 9218 Tagen) @ Hias

Hallo Hias,

zum Färben fällt mir grad noch ein, können sehr viele verschiedene Arten benutzt werden.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Giftpilzverwendung

Wolfgang F., (vor 9218 Tagen) @ Werner

Hallo Hias,
in vielen Pilzbuechern, u.a. Ryman/Holmassen usw. finden sich immer wieder
Hinweise auf diverse ungeniessbare/giftige Pilze, die zum Faerben von
Kleidungsstuecken verwendet wurden - insbesondere Cortinarien. Auch als
Zunder bzw. Lunte wurde z.B. der Zunderschwamm verwendet.
Gruss,
Werner

aus Zunderschwamm wurde, soweit ich weiß, auch ein Gewebe für Filzhüte gewonnen

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Re: Giftpilzverwendung

Moise, (vor 9217 Tagen) @ Wolfgang F.

aus Zunderschwamm wurde, soweit ich weiß, auch ein Gewebe für Filzhüte
gewonnen

Hallo Hias,
Zunderschwamm wurde früher - in Scheiben geschnitten und getrocknet - zu Räucherungen verwendet. Auf die lange glimmenden Zunderschwammstücke gab man die Räucherstoffe (Harze, Samen, getrocknete Pflanzenteile) und vertrieb damit böse Geister oder rief gute herbei. Bei der Verwendung der richtigen Samen kannst du dich auch in Trance versetzen. Auch Räucherungen zu medizinischen Zwecken wurden mir Zunderschwamm durchgeführt.
Moise
P.S.: Für den Fall, daß du im Wald mangels anderer Pilzfunde aus Entzugserscheinungen heraus Zunder und Harze zu sammeln beginnst: Jetzt wär die richtige Zeit, der antike Philosoph und Naturforscher Theophrast empfiehlt die Zeit des Sirius (Hundsgestirn).

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Funktioniert sehr gut mit den Hautköpfen. *oT*

Karl-Heinz ⌂, (vor 9217 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Re: Giftpilzverwendung

Andreas ⌂, (vor 9217 Tagen) @ Hias

Ich bin sehr daran intressiert was man außer essen sonst noch so mit Pilzen
aller Art anfangen kann, ich habe mal gehört dass früher mit Fliegenpilzen
z.B. ein Sud als Fliegenfalle gekocht wurde. Wenn jemand andere
Verwendungszwecke, auch historischer Art kennt bitte melden, Hias.

Beim letztjährigen Wochenendtreffen der Stuttgarter Pilzfreunde in Hornberg hat eine Gruppe Papier aus Porlingen hergestellt. Im Heft 1/2001 ist ein Bericht darüber und auch ein kleiner Probestreifen. Am besten eignet sich dazu die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta), der Birken-Zungenporling (Piptoporus betulinus) oder auch die Buckel-Tramete (Trametes gibbosa).
Im Heft 1/2000 berichten wir übrigens vom Wollefärben mit Pilzen, das ein Jahr zuvor in Hornberg ebenfalls eine Gruppe durchgeführt hat. Auch hier haben wir zwei Probe-Wollfäden ins Heft geklebt. Verwendet wurden neben den Hautköpfen auch der Samtfuß-Krempling. Die intensivste Färbung kann man mit dem Zimtfarbenen Weichporling (Hapalopilus nidulans) erzielen, ein für Naturfarben Violett.
In diesem zusammenhang auch interessant, dass die Skandinavischen Wollefärber schon seit Jahren wissen, dass der Habichtspilz aus der trockenen Kiefernheide die Wolle schön bläulich färbt, während der "normale" Habichtspilz ein wenig auffallendes braun ergibt. Inzwischen hat sich die Wissenschaft darum gekümmert und da weitere Unterschiede gefunden wurden erkennt man seit einiger Zeit an, dass es neben dem gewöhnlichen Sarcodon imbricatum noch eine zweite Habichtspilzart gibt (deren Namen ich aus dem Kopf nicht mehr weiß).

herzliche Grüße,
Andreas

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Garn und Wolle färben

bleem, (vor 9217 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas!

Habe da einen schwedischen Link der sich mit dem Färben von Garn mit Pilzen beschäftigt. Wenn jemand der schwedischen Sprache mächtig ist, ist diese Seite bestimmt interessant: http://hem.passagen.se/hjordis/

Ciao bleem

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Re: Garn und Wolle färben

Andreas ⌂, (vor 9217 Tagen) @ bleem

Hallo Andreas!
Habe da einen schwedischen Link der sich mit dem Färben von Garn mit Pilzen
beschäftigt. Wenn jemand der schwedischen Sprache mächtig ist, ist diese
Seite bestimmt interessant: http://hem.passagen.se/hjordis/
Ciao bleem

Hallo,

die Seite gibt es auch als englische Version.

Hjördis ist auch außerhalb Schwedens als Färberin bekannt. Wenn jemand sich mit dem Thema beschäftigt und Fragen dazu hat wird sie sie sicher gerne beantworten, sie spricht gut englisch. Ihr Buch (zusammen mit Hans Marklund, der die Fotos gemacht hat) ist STandardwerk in Skandinavien, aber ob es auch eine englischsprachige Ausgabe gibt ist mir nicht bekannt.

Gruß,
Andreas

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Re: Garn und Wolle färben

bleem, (vor 9216 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas!

Hans Marklund kenne ich von dieser Seite: http://www.svampkonsulent.nu/
Dort unter "Sporaden" oder gleich hier: http://www.svampkonsulent.nu/sporaden.htm gibt es auch ein Buch wo er mitgewirkt hat (eins der vielen Bücher). Ob englische Ausgaben dieser Bücher (von Hjördis Katarina Lundmark und Hans Marklund) existieren weiß ich auch nicht und eine Suche nach solchen war bisher ergebnislos.

Ciao bleem

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Re: Garn und Wolle färben

Andreas ⌂, (vor 9216 Tagen) @ bleem

Hi Andreas!
Hans Marklund kenne ich von dieser Seite: http://www.svampkonsulent.nu/
Dort unter "Sporaden" oder gleich hier:
http://www.svampkonsulent.nu/sporaden.htm gibt es auch ein Buch wo er
mitgewirkt hat (eins der vielen Bücher). Ob englische Ausgaben dieser
Bücher (von Hjördis Katarina Lundmark und Hans Marklund) existieren weiß
ich auch nicht und eine Suche nach solchen war bisher ergebnislos.
Ciao bleem

Hallo bleem,

Hans Marklund ist der Fotograf im Team des "Cortinarius Fotoflora Projects", die die Loseblattserie rausbringen (zusammen mit Brandrud, Lindström, Melot, und Muskos). ÜFr jeden Cortinarien-Freak ein absolutes Muss, die Bilder sind das Beste was ich kenne, obwohl Studioaufnahmen.
Die Seite "Svampkonsulent" (= "Pilzberater") ist übrigens die homepage der schwedischen Pilzberatervereinigung, "Sporaden" deren Zeitschrift.

1997 war die Cortinarien-Tagung in Schweden in Härnösand, da lernte ich die meisten schwedischen Mykologen kennen. Das Fotoflora-Team kannte ich schon von Hornberg her.

Gruß,
Andreas

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Re: Garn und Wolle färben

bleem, (vor 9216 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas!

Vielen Dank für Deine Info über diese Seite. Ich habe bis jetzt immer gedacht hinter "Sporaden" verbirgt sich ein Buch aber das liegt wohl daran das ich kein Schwedisch kann und die englische Version funktioniert bei mir nur auf einer Seite dieser Homepage!Ich werde diesen Link in mein Linkverzeichnis mit aufnehmen und vielleicht gibt es ja Interessenten für diese Pilzberatervereinigung.
Vielen Dank nochmal

Ciao bleem

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Re: Garn und Wolle färben

Piwo, (vor 9216 Tagen) @ Andreas

Hallo bleem,
Hans Marklund ist der Fotograf im Team des "Cortinarius Fotoflora
Projects", die die Loseblattserie rausbringen (zusammen mit Brandrud,
Lindström, Melot, und Muskos). ÜFr jeden Cortinarien-Freak ein absolutes
Muss, die Bilder sind das Beste was ich kenne, obwohl Studioaufnahmen.
Die Seite "Svampkonsulent" (= "Pilzberater") ist übrigens
die homepage der schwedischen Pilzberatervereinigung, "Sporaden"
deren Zeitschrift.
1997 war die Cortinarien-Tagung in Schweden in Härnösand, da lernte ich die
meisten schwedischen Mykologen kennen. Das Fotoflora-Team kannte ich schon
von Hornberg her.
Gruß,
Andreas

Hallo Andreas,

kannst du etwas zur Bezugsquelle und Preis der Loseblattserie "Cortinarius Fotoflora Projects" sagen?

im Voraus danke und herzliche Grüße von Piwo

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CFP

Andreas ⌂, (vor 9216 Tagen) @ Piwo

Hallo Andreas,
kannst du etwas zur Bezugsquelle und Preis der Loseblattserie
"Cortinarius Fotoflora Projects" sagen?
im Voraus danke und herzliche Grüße von Piwo

Hallo Piwo,

die einfachste Möglichkeit ist, sie bei Walter Pätzold zu bestellen (Pilzlehrschau.Paetzold.JEC@t-online.de - http://www.pilzzentrum.de/pilzlehrschau.html).
Ich hab' sein Programm nicht zur Hand, aber ich glaube so um die 150,- DM pro Serie kostets (4 Serien bisher). Direkt in Schweden ist's zwar billiger, aber wenn Du noch Porto und Bankgebühren dazurechnest bleibt kein großer Vorteil mehr übrig.
Ich hab' meine ersten beiden Bände direkt in Schweden bezahlt, Band 3 und 4 dann bei Walter gekauft.
Wenn Du lieber direkt bestellst:
Cortinarius HB, Klövervägen 13, 86400 Matfors (SCHWEDEN)
ISBN 91-971249-6-6 (deutsche Ausgabe). Der genaue Titel lautet "Cortinarius Flora Photographica"

Gruß,
Andreas

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Re: Giftpilzverwendung

Hias, (vor 9215 Tagen) @ Moise

Hallo Hias,
Zunderschwamm wurde früher - in Scheiben geschnitten und getrocknet - zu
Räucherungen verwendet. Auf die lange glimmenden Zunderschwammstücke gab
man die Räucherstoffe (Harze, Samen, getrocknete Pflanzenteile) und
vertrieb damit böse Geister oder rief gute herbei. Bei der Verwendung der
richtigen Samen kannst du dich auch in Trance versetzen. Auch Räucherungen
zu medizinischen Zwecken wurden mir Zunderschwamm durchgeführt.
Moise
P.S.: Für den Fall, daß du im Wald mangels anderer Pilzfunde aus
Entzugserscheinungen heraus Zunder und Harze zu sammeln beginnst: Jetzt
wär die richtige Zeit, der antike Philosoph und Naturforscher Theophrast
empfiehlt die Zeit des Sirius (Hundsgestirn).

Hawedere Moise
Finde das mit den Zunderpilzen sehr intressant aber wie sehen die Dinger aus und wie finde ich sie?
Fragt Hias

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Verwendung von Pilzen

Ralf, (vor 9215 Tagen) @ Hias

.........Wenn jemand andere Verwendungszwecke, auch historischer Art kennt bitte melden, Hias.

Hallo Hias,

für oben genanntes Thema, nämlich die ausserkulinarische Verwendung von Pilzen, interessiere auch ich mich und habe deshalb entsprechend Infos gesammelt.

Gruss

Ralf

1. Färben mit Pilzen

Sundström, Carla: Mit Pilzen färben Mit Pilzen färben : e. Fundgrube für Kunstgewerbler ; e. Führer für Pilzsammler u. Naturfreunde / Carla u. Erik Sundström Zürich u.a. : Orell Füssli, 1984. - 100 S. : zahlr. Ill. Aus d. Schwed. übers. - EST: Färga med svampar . - ISBN 3-280-01473-5Sundström,

Es werden auch entsprechende Kurse dazu angeboten.

2. Aufschluss von schwerverdaulichem Pflanzenmaterial zu Viehfutter durch Pilze:

Pilze verwandeln holziges Stroh in Tierfutter
Berliner Morgenpost 22.6.97

Delikatesse aus Stroh
Pilze sollen helfen, aus bislang unverdaulichem Stroh nahrhaftes Tierfutter zu machen (Forschungen von A. Hüttermann am Institut für Forstbotanik / Göttingen)

Habe auch gelesen (bin nicht sicher, wahrschweinlich aber in SCHMIDT, OLAF: Holz- und Baumpilze. Biologie, Schaeden, Schutz, Nutzen. 1999, dass man in bestimmten Regionen Chiles durch Weissfäulepilze zersetztes Holz (Aufschluss der Zellulose) als Viehfutzter Nutz oder genutzt hat.

3. Dekontamination verseuchter Böden / Schwermetallabbau / Abwasserreinigung / Recycling

z.B. Mit dem Rotbraunen Riesenträuschling:
GEOSKOP GEO MAGAZIN Nr. 03/März 1998 (S. 165)
Der Pilz, der Sprengstoff frißt - Dank einer neuen biotechnischen Methode sind mit TNT verseuchte Böden zu sanieren

Weißfäulepilze in Gel zur Abwasserreinigung
Die Welt 10.10.98

Wenn Pilze aus der Zeitung schießen
"Belesene" Pilze: Eine Alternative zum Altpapierrecycling
http://www.yeer.de/competition/1997/Country_Turkey.html.de

4. Ermittlung von Gold- bzw. anderen Erzadern unter der Erdoberfläche durch Analyse des Metallionengehaltes in Pilzfruchtkörpern

5. Einsatz von Weissfäulepilzen als Kleber zur Spanplattenherstellung
http://www.uni-goettingen.de/perspektiven/forst/technik.htm

6. Durch Pilze verfärbtes Holz für Möbelholz bzw. Intarsienarbeiten
z.B. Leberreischling (siehe Ryman/Holmasen: Pilze s. 201); Tropische Verwandte der Zinnoberroten Tramete; Grünspan-Becherling

7. Herstellung von Bleistiftholz.
Verfahren aus "schlechten Zeiten", wenn z.B. Zedernholz nicht zugänglich war.
Minderwertiges Holz lies man durch holzabbauende Pilze angreifen, wodurch es erst "anspitzbar" wurde.

8. Historisch: Mikropilze im Nilwasser
GEO MAGAZIN Nr. 01/Januar 1996 (S. 161)
Papiertrick vom Nil - Was antikem Papyrus seine Festigkeit verlieh, haben Forscher jetzt enträtselt

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Re: CFP

Piwo, (vor 9215 Tagen) @ Andreas

Herzlichen Dank Andreas *oT*

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Re: Verwendung von Pilzen

Hias, (vor 9214 Tagen) @ Ralf

Ich finde sehr intressant was du da erforscht hast und würde mich freuen wenn du mich weiterhin über deine Ergebnisse am Laufenden hältst. Hast du schon einmal ein solches "Rezept" ausprobiert, wenn ja könntest du mir mehr darüber mitteilen. Hawedere Hias

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Re: Giftpilzverwendung

Moise, (vor 9214 Tagen) @ Hias

Hawedere Moise
Finde das mit den Zunderpilzen sehr intressant aber wie sehen die Dinger aus
und wie finde ich sie?
Fragt Hias

Hallo Hias,
hier ein Foto vom Zunder:

http://www.pilzfotopage.de/Aphylloporales/p22.htm

Kommt dir bekannt vor, oder? Hierzulande, in Ö, kommt er sehr häufig vor, und zwar im Buchenwald. Es gibt hier (reine) Buchenwälder in z. T. beträchtlichem Ausmaß, die ausschließlich zu Brennholzzwecken bewirtschaftet werden, wo man den Zunderschwamm ganzjährig - förmlich auf Schritt und Tritt - findet, vorzugsweise auf liegenden bzw. geschnittenen Stämmen. Könnte mir vorstellen, daß dies auch andernorts so ist (wobei ich allerdings aufgrund deines Namens und der Anrede einfach davon ausgehe, daß du nicht gerade Nordfriese bist *gg*).
Aber jedenfalls: Buchen sollst du suchen!
Viel Erfolg
Moise
P.S.: Nimm geeignetes Schneidwerkzeug mit (Säge od. dgl.), mit dem Pilzmesser kommst du nicht weit!

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Re: Giftpilzverwendung

Christoph ⌂, (vor 9207 Tagen) @ Andreas

Beim letztjährigen Wochenendtreffen der Stuttgarter Pilzfreunde in Hornberg
hat eine Gruppe Papier aus Porlingen hergestellt. Im Heft 1/2001 ist ein
Bericht darüber und auch ein kleiner Probestreifen. Am besten eignet sich
dazu die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta), der Birken-Zungenporling
(Piptoporus betulinus) oder auch die Buckel-Tramete (Trametes gibbosa).
Im Heft 1/2000 berichten wir übrigens vom Wollefärben mit Pilzen, das ein
Jahr zuvor in Hornberg ebenfalls eine Gruppe durchgeführt hat. Auch hier
haben wir zwei Probe-Wollfäden ins Heft geklebt. Verwendet wurden neben
den Hautköpfen auch der Samtfuß-Krempling. Die intensivste Färbung kann
man mit dem Zimtfarbenen Weichporling (Hapalopilus nidulans) erzielen, ein
für Naturfarben Violett.
In diesem zusammenhang auch interessant, dass die Skandinavischen Wollefärber
schon seit Jahren wissen, dass der Habichtspilz aus der trockenen
Kiefernheide die Wolle schön bläulich färbt, während der
"normale" Habichtspilz ein wenig auffallendes braun ergibt.
Inzwischen hat sich die Wissenschaft darum gekümmert und da weitere
Unterschiede gefunden wurden erkennt man seit einiger Zeit an, dass es
neben dem gewöhnlichen Sarcodon imbricatum noch eine zweite
Habichtspilzart gibt (deren Namen ich aus dem Kopf nicht mehr weiß).
herzliche Grüße,
Andreas

Hi Andreas: das ist Sarcodon squamosus... von Schaeffer 1774 beschrieben und wächst unter Kiefer (der Kiefern-Habichtspilz...)

Grüße, Christoph