Hallo Peter,
...Aufgrund seines Habitus gehe ich mit Schnuffels Vermutung des Wulstigen Lackporling
(Ganoderma australe) konform. Zu dem mikroskopischen Feinmerkmalen kann dir Schnuffel
mehr sagen, der sucht den nämlich seit Jahren meist oder überhaupt vergebens.
Hier verwechselst Du mich mit Piwo. Ich habe den Wulstigen L. noch nie gezielt gesucht, bin aber hier im Marburger Stadtgebiet 5-mal fast über ihn gestolpert. An 2 Stellen ist er inzwischen ausgerottet (Fällen einer Linde vor der Alten Uni, Roden des Stumpfes eines exotischen Nadelbaums im Alten Bot. Garten). Wenn es sich einrichten läßt, bringe ich morgen einen Wulstigen L. zum Stammtisch mit.
Für mich ist das rein optisch der "Dicke" von den Lackporlingen.
Näheres wirst du wohl erst nach mikroskopischer Untersuchung festmachen
können.
Mikroskopisch besteht ein deutlicher Unterschied in der Sporengröße: 6-8 (9) x 4,5-5,5 (6) µm beim Flachen L., 9-11 x 6-7,5 µm beim Wulstigen L. (nach GERHARDT). Ein Schnitt durch den Fruchtkörper führt aber schneller zum Ziel: Während der Flache L. in der braunen Trama weiße Mycelbereiche aufweist, fehlen diese beim Wulstigen L. Mehrjährige Fruchtkörper des Wulstigen L. haben im Gegensatz zum Flachen L. keine Tramaschicht zwischen den Porenschichten.
Gruß – Schnuffel