Pilzsammler contra Jäger/Förster

Gelbfieber, (vor 9213 Tagen)

Hallo Ihr Lieben,

heute bin ich wie ich finde, auf eine für uns Pilzsammler interessante Seite gestoßen.
Es ist ein Forum (Jagd) in dem unter anderen auch die Beiträge
--Pilzesucher--
--Pilzesucher und anderes unnützes Gewürm--
stehen.
http://jagd.de/treff/forum/diejagd
Wenn Ihr mal Zeit habt, schaut doch mal rein.

Alles Gute
Gelbfieber

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

Martl, (vor 9213 Tagen) @ Gelbfieber

Hi Gelbfieber,

ich hab mir den u.g. Thread mal durchgelesen. Offensichtlich sind wir zumindest mit den Jägern und Förstern in dem Punkt "Profi-Pilzesammler" einer Meinung.
Ansonsten scheinen die bewaffneten Jungs eher gespaltener Meinung uns gegenüber zu sein.
Ich werde versuchen, die Kommunikation mit ihnen in deren Forum aufzunehemn. Vielleicht kann man hier durch Friedensverhandlungen ein gegenseitiges Verständnis erreichen...

Ciao,
Martl

Hallo Ihr Lieben,
heute bin ich wie ich finde, auf eine für uns Pilzsammler interessante Seite
gestoßen.
Es ist ein Forum (Jagd) in dem unter anderen auch die Beiträge
--Pilzesucher--
--Pilzesucher und anderes unnützes Gewürm--
stehen.
http://jagd.de/treff/forum/diejagd
Wenn Ihr mal Zeit habt, schaut doch mal rein.
Alles Gute
Gelbfieber

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

Gelbfieber, (vor 9213 Tagen) @ Martl

Hallo Martl,

im Punkt Profi-Pilzsammler ist das so eine Sache.....aber ich schließe mich der Meinung der Jäger/Förster an.
Aber.... die Beiträge eines gewissen Christian Kubits. sind für mich sehr empörend!!!!
Dieser Mensch "herrscht" ja regelrecht in seinem Revier. Mir fehlen da die Worte und ich möchte noch dazu sagen das ich noch nie, auch nur den kleinsten Ärger mit einem Jäger oder Förster hatte.

Liebe Grüsse
Gelbfieber

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

Marcus B., (vor 9213 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Martl,
im Punkt Profi-Pilzsammler ist das so eine Sache.....aber ich schließe mich
der Meinung der Jäger/Förster an.
Aber.... die Beiträge eines gewissen Christian Kubits. sind für mich sehr
empörend!!!!
Dieser Mensch "herrscht" ja regelrecht in seinem Revier. Mir fehlen
da die Worte und ich möchte noch dazu sagen das ich noch nie, auch nur den
kleinsten Ärger mit einem Jäger oder Förster hatte.
Liebe Grüsse
Gelbfieber

Hallo Gelbfieber

Vielleicht ist dieser Jäger auch nur grün vor Neid, weil er keinen Abschuß zu Stande bringt, während die Pilzsucher sein Revier regelmäßig mit vollen Körben verlassen.
Ich jedenfalls hatte bisher noch nie Probleme mit Jägern oder Förstern und finde das in Zeiten, wo die natürlichen Feinde von Reh und Wildschwein bei uns ausgerottet sind, diese Leute einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Regenerierung des Waldes leisten, indem sie den Wildbestand durch Abschuß dezimieren und so auch den Wildverbiß an Bäumen etwas einschränken (zumindest wenn sie ihre Sache gut machen).
Natürlich gibt es auch unter ihnen einige "besonders intelligente" Leute wie Herrn Kubits und die Jägerschaft sollte meiner Meinung nach ohnehin ihre Haltung zur Wiedereinbürgerung ausgerotteter Tierarten wie z. B. dem Luchs überdenken.
Im Großen und ganzen halte ich jedoch Leute wie Herrn Kubits eher für eine Minderheit, vor allem weil, wie auch im Jägerforum ersichtlich wird, die Weidmänner selbst um ein besseres Image bemüht sind und sich deshalb solch extreme Positionen eigentlich nicht leisten können.
Zudem können von guten Jägern und Förstern indirekt auch Pilzsammler profitieren.

Gruß

Marcus B.

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Dilemma

scipio, (vor 9212 Tagen) @ Marcus B.

Interessante Diskussion.
Trotzdem neige ich dazu, den Jägern eher Neid und Missgunst zuzuschreiben, anstatt des gern zitierten "Naturschutz-Aspektes".

Denn: Sie behaupten, dass durch Pilzsucher das Wild gestört wird. Sie erklären, dass die Wildtiere durch fehlende Ruhe bei der Reproduktion behindert werden.

Aber: Die Legitimation ihrer Naturschutzbemühungen beziehen sie einzig und allein daraus, dass fehlende Abschüsse zur Überpopulation führen würden - mit den allseits bekannten Konsequenzen.

Schlussfolgerung: Der Jäger führt nur das Argument an, welches ihm nutzt - denn Abschüsse bringen ja auch Geld. Im Endeffekt aber entbehren beide zusammenhängende Erklärungsversuche in Bezug auf den "gemeinen" Pilzsucher und -sammler jeglicher Logik.

P.S.: Wenn ich denn einmal das aussergewöhnliche Glück habe, in "meinem" Wald massenhaft leckerste Pilze zu entdecken - DANN SAMMLE ICH DIESE! ALLE! Es ist mir dann sowas von egal, wieviele Kilos man sammeln darf! Es ist ja nicht so, dass so etwas jedes Jahr passiert, oder dass man diese Pilze dann zuhause in die Mülltonne schmeisst.
Ich möchte behaupten, dass jeder Pilzsucher so handeln würde - und ich sehe nichts schlechtes daran.

In diesem Sinne...

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

damme, (vor 9213 Tagen) @ Gelbfieber

Hi und hallo,

das Thema ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Es besteht ein gewisser Interessenkonflikt zwischen Pilzesuchern und Jägern, wobei richtiggestellt werden sollte, dass es eigentlich nicht um die Jäger geht, sondern die Gejagten, also das im Walde lebende Wild.

Aus eigener Erfahrung als Wildbeobachter (dabei kommt man um die Pilze natürlich auch nicht herum) kann ich sagen, dass Jogger, Spaziergänger, Radfahrer, Reiter und andere, die gerne durch den Wald streifen, das Wild nicht im geringsten stören. Die oben genannten Gruppen bewegen sich in der Regel auf den Waldwegen. Damit kommen die Tiere problemlos zurecht, denn sie haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass von den Vorüberziehenden Spaziergängern usw. keine Gefahr ausgeht. Die meisten Rehe, die ich bei uns im Revier treffe, machen sich noch nicht mal mehr die Mühe, wegzulaufen, sondern bleiben in einer bemerkenswerten Nähe von manchmal noch nicht einmal 10m vom Wegesrand stehen. Sie beobachten zwar die Situation, rennen aber nicht weg.

Bei Pilzesammlern ist das etwas anders. Sie ziehen mitten durch den Wald. Klar, auf den Wegen gibts erstens nicht so viele Pilze und sie sind schneller weg. In der Zeit von Mai-Oktober brauchen zumindest die Rehe allerdings so viel Ruhe wie möglich. Einerseits kommen im Mai/Juni die Kitze zur Welt. Die Ricken (Muttertiere) sind dann ohnehin eher nervös und ergreifen bei geringen Störungen die Flucht (steigende Nervosität, Energieverlust). Naja, und die nasskalten Winter machen den lieben Rehen ebenfalls noch mehr zu schaffen als klirrende Kälte. Sie müssen sich ebenfalls ein gewisses Polster anfressen, das sie zusätzlich zur Winterdecke (Winterfell) schützt. Ein (wiederkäuendes und daher recht ruhebedürftiges) Reh, das täglich 3-4 Mal in seinem sichergeglaubten Revier die Beine in die Hand nehmen muss, schneidet da schon mal schlechter ab.

Ich bin weit entfernt davon, irgendwelchen Grünhüten das Wort zu reden, sondern mir gehts eher um die Tiere. Der Wald gehört natürlich allen und sollte auch für jedermann zugänglich sein. Allerdings sollte man sich auch vor Augen halten, dass sich das Wild in Sachen "Essenszeiten" ohnehin schon in die sehr frühen Morgen- und sehr späten Abendstunden verlegt hat (das ist eigentlich anders, alte Leute wissen noch von Rehsprüngen von 30-50 Tieren zu berichten, die den ganzen Tag über während der Heumahd auf den Wiesen ästen oder einfach rumlagen). Wenn die Tiere, über die wir uns ja alle freuen, wenn wir sie sehen, zusätzlich auch in diesen Zeiten gestört werden, ist das sicherlich von Nachteil.

Aber was soll man tun?

1) Vielleicht nicht ganz so früh in die Pilze ziehen (für einige sehr sicherlich sehr schwer).

2) Wenn man Wild sieht, einfach weitergehen, als hätte man es nciht gesehen, anstatt den Feldstecher auszupacken und mit dem Finger draufzuzeigen. Das Tier fühlt sich unentdeckt und verdrückt sich langsam, anstatt die wilde Flucht zu ergreifen und davonzurennen.

3) Stellen meiden, von denen man weiss, dass sie bevorzugte Rückzugsstellen des Wildes sind.

So, jetzt hab ich aber nen Roman abgelassen. Allen Lesern wünsche ich dennoch reiche Funde in der allmählich beginnenden Saison.

gruß

Damme

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

morch, (vor 9213 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Ihr Lieben,
heute bin ich wie ich finde, auf eine für uns Pilzsammler interessante Seite
gestoßen.
Es ist ein Forum (Jagd) in dem unter anderen auch die Beiträge
--Pilzesucher--
--Pilzesucher und anderes unnützes Gewürm--
stehen.
http://jagd.de/treff/forum/diejagd
Wenn Ihr mal Zeit habt, schaut doch mal rein.
Alles Gute
Gelbfieber

ist ja wohl der oberhammer. was bilden sich diese lebensvarachtenden schlachter eigentlich ein? der wald gehört uns allen.
bitte,sollte sich hier ein guter hacker befinden,so schickt dieser seite was fettes,auf das sie in die ewigen jagdgründe eingeht,so das denen der server explodiert.

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PS

morch, (vor 9213 Tagen) @ morch

ist ja wohl der oberhammer. was bilden sich diese lebensvarachtenden
schlachter eigentlich ein? der wald gehört uns allen.
bitte,sollte sich hier ein guter hacker befinden,so schickt dieser seite was
fettes,auf das sie in die ewigen jagdgründe eingeht,so das denen der
server explodiert.

bitte nicht zu ernst nehmen. aber empört bin ich schon.der wald gehört zuerst natürlich sich selbst,und er ist lebensgrundlage für die gesamte menschheit.

die nutzung des waldes sollte allen gleichermaßen offen stehen.
aber ich würde nicht mit jägern diskutieren. was ist schon dabei,wenn einem jäger sein schuß von einem pilzsucher vereitelt wird? wir finden ja auch nicht jedes mal pilze, und gehen dann halt ein paar tage später nochmal. wäre das von den jägern zu viel verlangt?
im übrigen bin ich ganz und gar gegen die jagt.ich finde das ist ein perverses vergnügen,das auch nicht viel besser ist,als wenn man einen menschen töten würde. ich bin nämlich der überzeugung,daß ein mensch keineswegs höher auf der evolutionsleiter steht als ein reh,ein wildschwein oder sonstewas.

JÄGER SIND MÖRDER

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Re: PS

Thomas Pruß, (vor 9213 Tagen) @ morch

ich bin nämlich der überzeugung,daß ein mensch

keineswegs höher auf der evolutionsleiter steht als ein reh,ein
wildschwein oder sonstewas.
JÄGER SIND MÖRDER

Moin morch,
ich gehe mal davon aus, dass du den gesamten Thread bei den Jägern gelesen hast, und dir die Galle übergelaufen ist. Anders sind deine beiden Bemerkungen, die ich oben habe stehen lassen, nicht zu verstehen.
Jäger sind keine Mörder, denn sie schießen das Wild nicht aus irgendwelchen psychopathischen Gründen, sondern aus hegerischen Gesichtspunkten. Bevor du also, auf ziemlich unfaire Weise polemisierst, solltest du dich schlau machen und schauen, was Jäger eigentlich für eine Arbeit leisten, damit auch du in Zukunft noch Pilze sammeln kannst im Wald. Im Moment stehst du auf einer Stufe mit den Mitgliedern der PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), die versucht haben, die Jugendarbeit der Angler (in Sonderheit des Royal-Fishing-Clubs und der Royal Fishing Kinderhilfe) mit der Aussage in den Dreck zu ziehen, Angeln und das Töten der Fische würde die Gewaltbereitschaft der Kinder verstärken. Einer unserer Leser der AngelWoche forderte die PETA daraufhin auf, ihren Namen zu ändern in PAHR – People against Human Rights.
Ohne die Arbeit der Jäger und Förster wäre unser Wald nicht mehr das, was er heute ist. Der Wildbestand wäre zu hoch oder schon längst zusammengebrochen. Wir hätten nur noch ganz wenige Arten in unseren Wälder, etwa so robuste wie Wildschwein oder Reh, aber keine Dachse, Marder, keine reiche Vogelwelt und, ja auch keine Luchse und Bären dort, wo es in unserem dichtbesiedeltem Land noch Lebensräume für sie gibt. An deren Wiederansiedlung sind die Jäger nämlich maßgeblich beteiligt!
Auch die Pflanzengesellschaften der Wälder wäre zusammengebrochen: Monokulturen aus Fichten und anderen schnellwachsenden, profitbringenden Bäumen. Und was im Unterholz wächst, wäre auch nicht der Rede wert.Auch was an Pilzen wächst, könnte höchstens noch eine Minderheit von Spezialisten reizen, wenn überhaupt.
Zugegeben: Lange Jahre wurde der Wald nach reinem Profitdenken bewirtschaftet, aber das Umdenken hat schon seit 20 Jahren eingesetzt.Die Sünden der Vergangenheit will ich nicht unter den Teppich kehren oder schön reden. Aber man kann immer nur so gut arbeiten wie es der Wissenstand zuläßt. Dass ein artenreicher Wald das Beste für unser Ökosystem ist, wird heute kein ernsthafter Mensch mehr bestreiten.
Aber lange, bevor das Wissen darum in die Köpfe der Öffentlichkeit gedrungen ist, haben Jäger schon alles daran gesetzt, den Wald, wo immer es ging, naturnah zu erhalten. Wäre dem nicht so, wäre das Wissen darum auch nicht erhalten geblieben. Nur in diesen naturnahen, von Jägern und Förstern erhaltenen Regionen, konnten die entsprechenden Forschungen durchgeführt werden.
Dass die Jägerschaft das nicht aus purer Nächstenliebe getan hat, sondern durchaus aus Eigennutz, ist durchaus legitim und in keiner Weise zu verurteilen.
Jäger (ich bin keiner, wäre aber gerne einer) und Angler (ich bin einer) eint ein gemeinsamer Wunsch: Wir wollen unserem Hobby – oder sagen wir lieber: unserer Passion – in einer halbwegs intakten Umwelt nachgehen. Die erhält sich aber in einem Land mit 80 Mio. Menschen nicht von selbst, sondern muss gepflegt, sprich: bewirtschaftet werden. Und dann haben wir auch das gottverdammte Recht, uns an den Früchten unserer Arbeit zu bedienen: Die einen jagen Hirsch & Co., die anderen angeln von Aal bis Zander. Wir heischen dafür nicht nach Anerkennung, aber wenn wir angegriffen werden, aus Unkenntnis oder Neid oder was auch immer, dann wehren wir uns! Der Verband deutscher Sportfischer (VDSF) hat z. B. gegen die PETA wg. ihrer oben angeführten Äußerungen Klage erhoben wegen übler Nachrede und der Ehrverletzung der Anglerschaft im Gesamten und des einzelnen Anglers. Eben, weil diese Äußerungen nicht nur jeder Grundlage entbehren, sondern schlichtweg falsch sind.
Und es ist uns durchaus recht, wenn sich alle anderen Menschen in den Wäldern und an den Gewässern, die wir gepflegt, erhalten und wiederbelebt haben, erholen.
Und wir sind so wenig Mörder wie du, wenn du dein Frühstücksei isst, oder dein Steak oder dein Schnitzel oder dein Fischstäbchen. Oder glaubst du, die wachsen auf Bäumen? Ich gehe mal davon aus, dass du nicht zu der absoluten Minderheit der Veganer gehört, die sogar das Trinken von Milch (man klaut sie ja den armen Kälbern) ablehnt.
Noch eine Bemrkung: Angler und Jäger sind vom Gesetzt anerkannte Naturschützer. Und sie sind die einzigen beiden Gruppen, die ihre Kenntnisse in staatlichen Prüfungen (in ziemlich harten sogar!) nachweisen müssen. Alle anderen Naturschutzorganisationen, heißen sie nun NABU, WWF, PETA usw. sind im Vergleich zu uns nur Dilletanten. Wobei ich ausdrücklich betone, dass „Dilletant“ nicht unbedingt negativ gemeint ist, denn „dilletare“ (lat.) bedeutet, etwas gerne tun.

Zu guter Letzt noch zu deiner Anmerkung, wir Menschen stünden evolutorisch betrachtet auf der selben Stufe wie die Tiere: Es mag sein, dass einige Zeitgenossen diesen Eindruck erwecken. Aber wenn dem so wäre, hättest du dich selbst widerlegt, denn dann könnten wir nichts für unsere Fähigkeit zu töten und wären demnach auch keine Mörder. Tiere zu töten, um satt zu werden, kann nicht mit der moralischen und ethischen Vokabel „Mörder“ belegt werden, da es eine Notwendigkeit ist. Menschen zu töten ist niemals notwendig, daher zu verachten und mit einem moralisch-ethischen Bann zu belegen.
Leider musste ich so viel schreiben, denn eine einzige Aussage wie die deine, vielleicht im Zorn in dieses Forum geworfen, das mehr Menschen lesen als wir glauben, kann so viel von der Arbeit der Angler- und Jäderschaft auf einen Schlag kaputt machen, dass sie nicht im Raum stehen bleiben kann. Und dass es unter uns „scharfe Hunde“ gibt, die genasuo intolerant ihren Zeitgenossen gegenüber sind, sollte uns nicht dazu verleiten, genauso zu reagieren.
Grüsslis
Thomas

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Mit der Passion hast Du recht aber...

R@lf, (vor 9213 Tagen) @ Thomas Pruß

vergiß bitte die ausschweifenden Bemerkungen zum Naturschutz. Unter den Jägern, die ich persönlich kenne (ich meine nicht Förster!)ist wirklich keiner, bei dem der Naturschutz Teil der Motivation zur Jagd ist. Wenn ich mit denen zusammensitze geht es immer nur um die Passion der Jagd, mit Ansitzen im Morgengrauen, Frankonia-Katalog, tollen Büchsen, tollen Schüssen, Geländewagen, Leica-Ferngläser,Trophäen etc(man glaubt nicht, was erwachsene Männer nach zwei Bier dann für einen Dünnschiss reden können). Ich kann dieses absolut heuchlerische "wir sind vorwiegend Naturschützer", das dann in der Öffentlichkeit verbreitet wird, nicht mehr ertragen. Mir wäre es viel lieber, wenn einer sagt "Jagd ist meine Leidenschaft, das Fleisch essen ich, ich trage vielleicht auch etwas zum Naturschutz bei".
P.S. die Klage dürfte sinnlos sein, wenn kein einzelner Angler direkt als Person beleidigt wurde. Allgemeine Aussagen wie "Angler sind Mörder" oder "Soldaten sind Mörder" sind zulässig, damit muß man schon umgehen können.
Gruß. R@lf

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Re: Mit der Passion hast Du recht aber...

Thomas Pruß, (vor 9212 Tagen) @ R@lf

vergiß bitte die ausschweifenden Bemerkungen zum Naturschutz. Unter den
Jägern, die ich persönlich kenne (ich meine nicht Förster!)ist wirklich
keiner, bei dem der Naturschutz Teil der Motivation zur Jagd ist. Wenn ich
mit denen zusammensitze geht es immer nur um die Passion der Jagd, mit
Ansitzen im Morgengrauen, Frankonia-Katalog, tollen Büchsen, tollen
Schüssen, Geländewagen, Leica-Ferngläser,Trophäen etc(man glaubt nicht,
was erwachsene Männer nach zwei Bier dann für einen Dünnschiss reden
können). Ich kann dieses absolut heuchlerische "wir sind vorwiegend
Naturschützer", das dann in der Öffentlichkeit verbreitet wird, nicht
mehr ertragen. Mir wäre es viel lieber, wenn einer sagt "Jagd ist
meine Leidenschaft, das Fleisch essen ich, ich trage vielleicht auch etwas
zum Naturschutz bei".
P.S. die Klage dürfte sinnlos sein, wenn kein einzelner Angler direkt als
Person beleidigt wurde. Allgemeine Aussagen wie "Angler sind
Mörder" oder "Soldaten sind Mörder" sind zulässig, damit
muß man schon umgehen können.
Gruß. R@lf

Moin R@lf,
du hast Recht: Jäger- und Anglerlatein hört sich für viele äußerst merkwürdig an. Aber das ist überall so, wo Leute über ihr Hobby schwadronieren. Du hast auch Recht, wenn man, ob Angler oder Jäger, zu seiner Passion steht, so wie du es ausgeführt hast. Da ist auch gar nichts dran zu verurteilen, und ich stehe genauso zu meiner Passion. Nur, dass das Wort „Naturschützer“ heuchlerisch verwendet wird, ist falsch. Ohne halbwegs intakter Natur könnten wir unseren Leidenschaften nicht nachgehen. Wenn Angler ihr Gewässer auf Vordermann bringen, so dass sich ein gesunder Fischbestand aufbauen kann, wenn Jäger sich bemühen, schwaches Wild zu schießen und den Wildbestand zu regulieren, wenn ihre nicht geringe Jagdpacht dazu verwendet wird, Wald aufzuforsten usw, usw, dann stellt sich der Rest fast von selbst ein – eagl, ob es an einem Gewässer Kröten, Lurche oder Ringelnattern sind, oder im Wald eine artenreiche Pilzgesellschaft etc.
Man muss das Wort „Naturschutz“ nicht im Munde führen, um ein Naturliebhaber und -nutzer zu sein.
Die Klage war übrigens nicht sinnlos: Als erster Erfolg darf PETA nicht mehr öffentlich behaupten, Angeln würde Kinder zu Gewaltmenschen erziehen. Das Urteil ist rechtskräftig.
Grüsslis
Thomas

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Re: Mit der Passion hast Du recht aber...

Henning, (vor 9212 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin R@lf,
du hast Recht: Jäger- und Anglerlatein hört sich für viele äußerst merkwürdig
an. Aber das ist überall so, wo Leute über ihr Hobby schwadronieren. Du
hast auch Recht, wenn man, ob Angler oder Jäger, zu seiner Passion steht,
so wie du es ausgeführt hast. Da ist auch gar nichts dran zu verurteilen,
und ich stehe genauso zu meiner Passion. Nur, dass das Wort
?Naturschützer? heuchlerisch verwendet wird, ist falsch. Ohne halbwegs
intakter Natur könnten wir unseren Leidenschaften nicht nachgehen. Wenn
Angler ihr Gewässer auf Vordermann bringen, so dass sich ein gesunder
Fischbestand aufbauen kann, wenn Jäger sich bemühen, schwaches Wild zu
schießen und den Wildbestand zu regulieren, wenn ihre nicht geringe
Jagdpacht dazu verwendet wird, Wald aufzuforsten usw, usw, dann stellt
sich der Rest fast von selbst ein - eagl, ob es an einem Gewässer Kröten,
Lurche oder Ringelnattern sind, oder im Wald eine artenreiche
Pilzgesellschaft etc.
Man muss das Wort ?Naturschutz? nicht im Munde führen, um ein Naturliebhaber
und -nutzer zu sein.
Die Klage war übrigens nicht sinnlos: Als erster Erfolg darf PETA nicht mehr
öffentlich behaupten, Angeln würde Kinder zu Gewaltmenschen erziehen. Das
Urteil ist rechtskräftig.

Angeln macht Kinder zu Gewaltmenschen? Selten so einen bloedsinn gehoert :-).

Aber ich will hier auch keine Grundsatzdiskusion ;-) - ich wollte mich nur
Deinen Ausfuehrungen im wesentlichen Anschliessen. Ich halte es fuer wesentlich
natuerlicher einen Fisch in freier Natur zu fangen und essen als ein
Schnitzel beim Schlachter kaufen. Wobei ich bei Anglern wie bei Jaegern
manchmal seltsame Entwicklungen sehe - die ich nicht gut finde.
Forellenteiche finde ich fragwuerdig und vor allem das sog. Sportangeln -
da sollte man mal drueber nachdenken ;-)

Wobei ich fuer sollche Fragen das Huhngesicht-Forum empfehlen kann - da ist
man richtig wenn man Grundsatsdiskussionen fuehren will.
(http://f23.parsimony.net/forum53693/)

CU
Henning

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Re: PS

morch, (vor 9213 Tagen) @ Thomas Pruß

hallo,hier meine antwort.

1. jäger ist nicht förster.ein jäger tötet zum spass an der freud.das töten befriedigt seine niederen instinkte (seeeehr niedrig). ein förster tötet aus gründen der regulierung,und einem guten förster (mit dem herz an der richtigen seite) muß das töten schon weh tun und nahe gehen.er darf es nicht mit spass tun,sonst wäre er im falschen beruf.

2. ihr habt sicher recht,der wald wurde seit jahrhunderten systematisch gestört/zerstört (vom menschen) und ist nun nicht mehr ursprünglich.somit glaubt der mensch nun ,eingreifen zu müssen.
trotzdem denke ich,daß er sich über die jahrhunderte auch von selbst regulieren würde.

3.die typen in diesem jagtforum kann ich mir bildlich vorstellen.

ca 1.65 ,knapp 100 kilo,in ihrer lächerlichen grünen uniform,eine schön verziehrte büchse,zuhause die 14ender an der fichtenpanelensitzecke,den HB-krug vor sich,frühs gehts dann mit dackel los,die 10 meter bis zum jeep,dan bis 100 meter an den hochstand,mit viel mühe klettern sie dann auf ihren hochstand (mit kaffebüchse und allerlei utensilien),wo sie dem infarkt nahe oben ankommen (natürlich wackelt der hochstand gewaltig unter der last).so sitzen sie dann rum bis ein nichtsahnendes reh daherkommt (noch besser ein kapitaler hirsch),welches sie dann erregt schießen.dabei füllen sich ihre schwellkörper mit blut,woraufhin sich ihr penis auf beträchtliche 6 cm ausdehnt,was aber unter dem HB-bauch aber gut vertuscht bleibt.

mehr weiß ich dazu nicht zu sagen.

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Re: PS

Wolfgang F., (vor 9212 Tagen) @ Thomas Pruß

Ohne die Arbeit der Jäger und Förster wäre unser Wald nicht mehr das, was er
heute ist. Der Wildbestand wäre zu hoch oder schon längst
zusammengebrochen. Wir hätten nur noch ganz wenige Arten in unseren
Wälder, etwa so robuste wie Wildschwein oder Reh, aber keine Dachse,
Marder, keine reiche Vogelwelt und, ja auch keine Luchse und Bären dort,
wo es in unserem dichtbesiedeltem Land noch Lebensräume für sie gibt. An
deren Wiederansiedlung sind die Jäger nämlich maßgeblich beteiligt!
Auch die Pflanzengesellschaften der Wälder wäre zusammengebrochen:
Monokulturen aus Fichten und anderen schnellwachsenden, profitbringenden
Bäumen. Und was im Unterholz wächst, wäre auch nicht der Rede wert.Auch
was an Pilzen wächst, könnte höchstens noch eine Minderheit von
Spezialisten reizen, wenn überhaupt.

das versteh' ich nicht:
"Monokulturen aus Fichten und anderen schnellwachsenden, profitbringenden
Bäumen" ist doch genau das, was wir heute haben, und die Forstwirtschaft hat das zu verantworten und von den Jägern habe ich nie ein Wort dagegen gehört - zumindest haben sie es in der Vergangenheit nie wirkungsvoll verhindern können.

Ohne Förster und Jäger wäre der Wald mit Sicherheit abwechslungsreicher, wenn auch mit einer geringeren Dichte an Großwild, weil das im Winter nicht mehr durchgefüttert würde, damit die Jungs in Grün was vor die Flinte kriegen.

Aber man sollte beide Gruppen nicht in einem Atemzug nennen, denn dazu sind die Ziele zu unterschiedlich.

Noch eine Bemrkung: Angler und Jäger sind vom Gesetzt anerkannte
Naturschützer. Und sie sind die einzigen beiden Gruppen, die ihre
Kenntnisse in staatlichen Prüfungen (in ziemlich harten sogar!) nachweisen
müssen. Alle anderen Naturschutzorganisationen, heißen sie nun NABU, WWF,
PETA usw. sind im Vergleich zu uns nur Dilletanten. Wobei ich ausdrücklich
betone, dass „Dilletant“ nicht unbedingt negativ gemeint ist, denn
„dilletare“ (lat.) bedeutet, etwas gerne tun.

Stimmt, das Gesetz kennt keine Unterscheidung zwischen Naturnutzern (Angler, Jäger, Pilzesammler, Wanderer) und Naturschützern, also denen, für die der Schutz von "Natur"(was immer das sein mag) als Selbstzweck betrachtet wird, wobei das ja auch nur eine Meta-Nutzungsform ist (jetzt wird's philosophisch...).

Aber die verschiedenen Naturnutzergruppen neigen dazu, aus Ihren Privatinteressen ein Schutzkonzept abzuleiten, dass sich an der geplanten Nutzung orientiert. Fische einzusetzen oder Wild zu füttern ist kein Naturschutz! Das Ziel der Naturschützer, eine hohe Artenvielfalt, orientiert sich aber genausowenig an der Natur, denn der deutsche "Urwald" wäre ein artenarmer Buchen-Hochwald.

Wolfgang

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Re: PS

DieterB, (vor 9213 Tagen) @ morch

JÄGER SIND MÖRDER

Hallo Morch,

Jagd ist mir wurscht, Pilze interessieren mich, ich sammele aber keine. Ich schreib das, um mich zu positionieren.
Mein Interesse gilt der Natur insgesamt. Und ich verstehe sehr gut, daß man sich über vieles Aufregen kann (ich am liebsten, wenn wieder mal jemand einen Anhänger voll Badezimmerfliesen ins Naturschutzgebiet gekippt hat und ich kenne viele solche Stellen). Ich seh das mit den Jägern aber etwas anders als Du. Zumindestens hier im oberbayerischen Voralpenland gibt es kaum größere ursprüngliche, von kulturellen Einwirkungen unberührte Naturräume. Bestimmt 95% der Wälder sehen maximal unnatürlich aus, teils wegen der Waldwirtschaft, aber insbesondere auch wegen der hohen Wildschäden. Die hohen Wildschäden sind auch Ergebnis ausgestorbener natürlicher Feinde des Rotwildes und folglich dessen enormer zahlenmäßiger Expansion. Und so muß man zur Kenntnis nehmen, daß der Wildbestand nichts mehr mit ursprünglicher Natur zu tuen hat.

Und da gibt es hier im Gebiet eine "Jagdgenossenschaft", für die das Wort "Naturschutz" wirklich Verpflichtung ist. Sie haben den Wildbestand so reduziert, daß er mit der Regenerationsfähigkeit des Waldes harmoniert. Und das sieht man. Hier muß es keine (monokulturellen) Aufforstungen nach Holzernte geben, denn die natürliche Samenverbreitung besiedelt die freien Standorte sofort in einer enormen Baumartenvielfalt und einer Dichte, daß man nur noch mit der Axt durchkommt. Und diese Wälder haben einen Aufbau in mehreren Etagen, wie ein echter "Ur"wald. Nur so sieht "natürliche" Natur aus. Genau das herzustellen, ist für mich Aufgabe der Jäger. Trotz schöner Bambiaugen des Rotwildes sind unsere Wälder mehr als Zuchtgehege für Reh und Hirsch, auch für die "uninteressanten" Naturbestandteile (Flora, Insekten, Kleinsäuger) muß Lebensraum da sein bzw. geschaffen werden. Und deshalb schätze ich die Jäger, sofern sie naturschützerisch in ihrer Gesamtheit arbeiten, was nicht ausschließt, daß das jägerische Brimborium dabei ist und Einzelne in der Auffassung von der Jagd daneben liegen mögen. (Ich vermute übrigens, daß einem nicht geringen Teil der Jäger das rituelle Getöse, die Protzerei der "Edel"jäger usw. ordentlich auf den Geist geht, denn das sind Leute wie Du und ich, nur halt mit einem anderen Hobby.)

Viele Grüße
Dieter

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Warum so aggressiv?

damme, (vor 9213 Tagen) @ morch

Hi morch!

Jetzt reg dich erst mal wieder ab. Ich bin ja auch kein großer Freund der Zunft in grün, sondern beobachte die Tiere lieber lebend. Lies mal meinen Beitrag durch, da stehen ein paar Dinge, die das Thema etwas ausholender behandeln.

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Bitte bitte - keine Grundsatzdiskussion hier !!! *oT*

Jogi, (vor 9213 Tagen) @ morch

- kein Text -

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Wie man sieht gibt's auf beiden sites solche u. s *oT*

Karl-Heinz ⌂, (vor 9213 Tagen) @ morch

- kein Text -

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Forstgesetz???

Wolfgang F., (vor 9213 Tagen) @ Gelbfieber

Die Diskussion unter Jägern fand ich 'den Umständen entsprechend' - die meisten Beiträge sind moderat, einer ironisch (was nicht alle gemerkt haben, weder dort im Forum noch hier im Forum...).

Ein Satz hat mich allerdings aufhorchen lassen:
"Klaubholz im Wald! Unterliegt, wie das Pilzesuchen dem Forstgestz
= Nutzung des Waldes. Ein unerlaubtes Entwenden kommt Diebstahl gleich und wird zur Anzeige gebracht."

Weiß jemand, ob diese Rechtsauffassung irgendeinen Hintergrund hat? Darf man in Privatwald sammeln? Ist es im Staatswald 'geduldet' oder erlaubt?

Wolfgang

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Re: Forstgesetz???

Thomas Pruß, (vor 9213 Tagen) @ Wolfgang F.

Ein Satz hat mich allerdings aufhorchen lassen: "Klaubholz im Wald!
Unterliegt, wie das Pilzesuchen dem Forstgestz
= Nutzung des Waldes. Ein unerlaubtes Entwenden kommt Diebstahl gleich und
wird zur Anzeige gebracht."
Weiß jemand, ob diese Rechtsauffassung irgendeinen Hintergrund hat? Darf man
in Privatwald sammeln? Ist es im Staatswald 'geduldet' oder erlaubt?
Wolfgang

Moin Wolfgang,
Holzsammeln zu gewerblichen Zwecken ist in jedem Wald untersagt, es sei denn, es wird ausdrücklich erlaubt. Pilzesammeln ist in jedem Wald erlaubt. Es sei denn es ist ein EINGEZÄUNTER Privatwald (sog. Gatterrevier). Dort ist das Betreten, wenn überhaupt, nur auf den ausgewiesenen Wegen erlaubt! Gewerbliches Pilzesammeln ist dagegen verboten.
Grüsslis
Thomas

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Re: Forstgesetz???

felix, (vor 9212 Tagen) @ Wolfgang F.

Die Diskussion unter Jägern fand ich 'den Umständen entsprechend' - die
meisten Beiträge sind moderat, einer ironisch (was nicht alle gemerkt
haben, weder dort im Forum noch hier im Forum...).
Ein Satz hat mich allerdings aufhorchen lassen: "Klaubholz im Wald!
Unterliegt, wie das Pilzesuchen dem Forstgestz
= Nutzung des Waldes. Ein unerlaubtes Entwenden kommt Diebstahl gleich und
wird zur Anzeige gebracht."
Weiß jemand, ob diese Rechtsauffassung irgendeinen Hintergrund hat? Darf man
in Privatwald sammeln? Ist es im Staatswald 'geduldet' oder erlaubt?
Wolfgang

hallo wolfgang!

ich weiß, dass im wienerwald holz nur gegen eine (allerdings sehr geringe) abgabe gesammelt werden darf. es gibt so eine pauschale, die meiner meinung nach eher symbolischen charakter hat.

felix

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Re: Forstgesetz???

Moise, (vor 9212 Tagen) @ Wolfgang F.

Die Diskussion unter Jägern fand ich 'den Umständen entsprechend' - die
meisten Beiträge sind moderat, einer ironisch (was nicht alle gemerkt
haben, weder dort im Forum noch hier im Forum...).
Ein Satz hat mich allerdings aufhorchen lassen: "Klaubholz im Wald!
Unterliegt, wie das Pilzesuchen dem Forstgestz
= Nutzung des Waldes. Ein unerlaubtes Entwenden kommt Diebstahl gleich und
wird zur Anzeige gebracht."
Weiß jemand, ob diese Rechtsauffassung irgendeinen Hintergrund hat? Darf man
in Privatwald sammeln? Ist es im Staatswald 'geduldet' oder erlaubt?
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

vorausschicken möchte ich, daß sich bei dem Geschreibsel der Jägerschaft Schmarrn mit Halbbildung vermischt und bei dem von dir erwähnten Satz auf das Österreische Forstgesetz bezug genommen wurde, woraus für D überhaupt nichts abzuleiten ist.

Aber auch nach Österr. ForstG steht das Sammeln von Pilzen bzw. Klaubholz mit der dort angesprochenen "Nutzung des Waldes" in keinem Zusammenhang und wird dort nichteinmal erwähnt.

Das ForstG gewährleistet vielmehr den freien Zutritt und Aufenthalt für jedermann in allen Wäldern (mit besonderen Ausnahmen) zu Erholungszwecken (was sonst durch die einzelnen Grund/Waldeigentümer ausgeschlossen werden könnte.

Gleichzeitig wird jedoch die unbefugte (= ohne Zustimmung des Waldeigentümers) Entnahme von Pilzen in einer Menge von mehr als 2 kg/Pers./Tag mit Verwaltungsstrafe (S 2.000,--) bedroht. (Von Klaubholz ist keine Rede)
Daneben gibt es in den einzelnen Bundesländern jeweils unterschiedliche Regelungen, durch die die genannte Menge noch eingeschränkt wird.

Dies betrifft aber nur den verwaltungsrechtlichen Teil des Pilzsammeln. Zivilrechtlich sind Pilze allerdings "Zubehör eines Grundstückes", sodaß diese ohne Zustimmung des jeweiligen Waldeigentümers - unabhängig von jedweder Menge -daher eigentlich garnicht gesammelt werden dürften. Dies wird in D wohl nicht anders sein (Besitzstörung).

Diebstahl wäre es aber dennoch keiner, da stafrechtlich das unbefugte Pilzsammeln vom Tatbestand der "Entwendung" ausdrücklich ausgenommen ist.

Alle Klarheiten beseitigt?
Auch wenn ich etwas weit ausgeholt habe, möchte ich noch hinzufügen, daß zu Kontrollen nach dem ForstG bzw. den einzelnen LandesG/VO nur besonders ermächtigte Organe befugt sind. Keinesfall kann bzw. darf sich jeder, der mit Knarre und grünem Jöppchen versehen im Geländewagen durch die Wälder fährt,
von eigenen Gnaden zum Waldpolizisten erheben. Also im Falle des Falles: Berechtigungsausweis zeigen lassen. (Wir hatten allerdings vor Jahren einen Fall, wo ein "Eigenmächtiger" einen Wilderer erschoß - also Vorsicht!)

Grüße, Moise

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Jäger und Pilzsucher - "Szenen einer Ehe"

Sven, (vor 9212 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Pilzfreunde!
Eine Frage würde mich interessieren: HAT JEMAND VON EUCH SCHON EINMAL PROBLEME MIT JÄGERN ETC. GEHABT??? Ich kann mich da (bisher zumindest) nicht beklagen. Man sollte aber immerhin bedenken, daß ein Jagdschein nicht automatisch mit einem verantwortungsbewußten Umgang mit der Natur bzw. mit den Mitmenschen gleichgesetzt werden kann. Leider leider gibt es neben vielen vernünftigen und verantwortungsbewußten Jägern auch immer wieder "schießwütige Wildsäue", die auf alles anlegen, was sich bewegt und den Wald, für den sie allein das Jagdrecht besitzen, als ihren Privatbesitz ansehen. So etwas darf nicht sein!

Als Pilzsucher sollte man sich behutsam und vorsichtig im Wald bewegen - keine Frage. Auch muß man sich die Frage stellen ob es immer sinnvoll ist, durch das tiefste Dickicht zu kriechen (getreu dem Motto: "Lieber Pilzsucher benutze deinen Verstand und such` Pilze nur am Waldesrand - suchst ´du in des Waldes Mitten, findest du nur jeden dritten!"). Im allgemeinen richtet der "normale" Pilzsucher jedoch keine (bzw. nur geringe) Schäden im Wald an - sein schädlicher Einfluß auf das Wild ist bestimmt nicht größer als der negative Einfluß, der von den Jägern selbst ausgeht.

Ein Problem ergibt sich sicher aus den "bandenmäßig organisierten" gewerblichen Sammlern. Hier wird Profitgier über Verstand gesetzt - solch` ein Sammelverhalten sollte man meiner Meinung nach keinesfalls unterstützen. Es hat auch schon Fälle gegeben, wo andere Pilzsucher massiv bedroht wurden von den (vorwiegend aus Osteuropa stammenden) Sammelkolonnen... ! Auch als "Privatsammler" sollte man meiner Meinung nach darauf achten, nur die Mengen mitzunehmen, die man auch verwerten kann. Insbesondere ärgere ich mich immer wieder darüber, wenn Sammler "Jüngstpilze" (die zudem sehr schwer zu identifizieren sind) sowie eigentlich schon vergangene Pilze mitnehmen und damit der Entwicklung der Pilze an sich schaden. Warum sollte man nicht auch seinem Nächsten einen Fund gönnen??? Es gibt so viele Pilze und nur so ein kleiner Teil wird gefunden... !

Ich glaube nicht, daß die Jäger (von Einzelfällen abgesehen) einen Grund zur Beschwerden über Pilzsammler haben. Einige Beiträge im Rahmen des Links fand ich doch eher geschmacklos (in der Art: "ICH HABE GELD; ICH BIN WICHTIG; ICH BIN EIN ARSCHLOCH UND JAGE NUR WEIL DAS HOBBY MIR EINEN SOZIALEN STATUS VERLEIHT UND NUR ICH BESTIMME WAS RECHT IST UND WAS NICHT"); solche Leute sollte man wohl einfach nicht ernst nehmen. Andere Beiträge wiesen eine recht feine Ironie auf oder bemühten sich, sich dem Thema sachlich zu nähern.

Grüße aus dem Norden

Sven

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

Frank Adam, (vor 9212 Tagen) @ Gelbfieber

Hallöle,
scheint ja eine sehr verschworene Geminde zu sein, diese sogenannten Wild>"Hüter<"
Kommt mir eher wie ein neonazistisches Forum vor, nach allem, was da so geschrieben wird.
Pilzesucher sind Freiwild, oder was??
Diese Pappnasen mit Gewehr sollten eher den Ball flach halten, sonst werden die ein Fall für die Exekutive. Die haben übrigens die Berechtigung, Waffen einzusetzen!
Gibt es eigentlich etwas adäquates zur MPU - Medizinisch psychologische Untersuchung - Für Jäger?
MfG: Frenki

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Re: Pilzsammler contra Jäger/Förster

Karl Keck ⌂, (vor 9211 Tagen) @ Gelbfieber

Ist schon ein Hammer, dass es Jäger gibt, die Pilzsammler als "unnützes Gewürm" bezeichnen ...
Die Meinung der Pilzfreunde über die Jäger ist aber auch nicht immer schmeichelhaft. Ich habe auch einmal eine etwas ungute Erfahrung mit einem bäuerlichen Jäger gemacht, dem ich unbeabsichtigt seinen Bock, den er schießen wollte, verjagt habe.
Andererseits stelle ich fest, dass es durchaus Bemühungen um ein gegenseitiges Verständnis gibt. So haben bei uns (Biberach an der Riss, südliches Baden-Württemberg) die Kreisjägervereinigung und die Forstverwaltung zusammen mit etwa 50 anderen Organisationen, Gruppierungen und "Waldnutzern" am 22. Juli zu dem "wohl erlebnisreichsten Spaziergang des Jahres" unter dem Motto "Lebensraum Wald - Nutzen für alle" in den Wald eingeladen. Mit schätzungsweise 5000 Besuchern war dieser Tag ein großer Erfolg. Unsere Pilzgruppe war mit einer Pilzausstellung, die großes Interesse fand, dort vertreten. Auch NABU, Jogger, Walker, Mountainbiker, Reitverein, Imker, Biolandwirte und viele andere waren mit Infoständen dort vertreten.
Man kann auch bei gegensätzlichen Interessen vernünftig miteinander umgehen.
Gruß
Karl

Hallo Ihr Lieben,

heute bin ich wie ich finde, auf eine für uns Pilzsammler interessante Seite
gestoßen.
Es ist ein Forum (Jagd) in dem unter anderen auch die Beiträge
--Pilzesucher--
--Pilzesucher und anderes unnützes Gewürm--
stehen.
http://jagd.de/treff/forum/diejagd
Wenn Ihr mal Zeit habt, schaut doch mal rein.
Alles Gute
Gelbfieber