Täublinge, Milchlinge, Schleimköpfe...

Martl, (vor 9211 Tagen)

Hi Pilzfreunde,

mich würd' mal interessieren, ob von Euch jemand auch mal was anderes als Röhrlinge, Pfifferlinge oder Perlis für die Küche mitnimmt.

Bei den Täublingen nehme ich schonmal den ein oder anderen schönen Speise- oder Wieseltäubling mit. Bei den anderen Täublingen bin ich auf die Geschmacksprobe angewiesen (scharf oder mild), da ich sie zuwenig kenne. Davor schrecke ich aber inzwischen zurück, nachdem ich mir ein paar mal die Zunge "verbrannt" hab!

Was Lactarius- und Cortinarius-Arten und weitere angeht, bin ich völlig unbeleckt. Die bewunder ich nur in ihrer Vielfalt und Vielzahl...

Was noch bei Gelegenheit dazukommt sind Reifpilz, Schafporling, Schopftintling, Parasol und kleine Semmelstoppis.

Meistens finde ich auch so genügend Essbares, daß ich vor Experimenten mit bisher unbekannten Gesellen absehe.

Wie ist das bei Euch?

Ciao,
Martl

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Re: Täublinge, Milchlinge, Schleimköpfe...

Birgit, (vor 9211 Tagen) @ Martl

Hi Martl,

mich würd' mal interessieren, ob von Euch jemand auch mal was anderes als
Röhrlinge, Pfifferlinge oder Perlis für die Küche mitnimmt.
Bei den Täublingen nehme ich schonmal den ein oder anderen schönen Speise-
oder Wieseltäubling mit. Bei den anderen Täublingen bin ich auf die
Geschmacksprobe angewiesen (scharf oder mild), da ich sie zuwenig kenne.
Davor schrecke ich aber inzwischen zurück, nachdem ich mir ein paar mal
die Zunge "verbrannt" hab!

Bei Täublingen nehm ich Speisetäubling, Frauentäubling, roten Heringstäubling. Meist teste ich die aber noch, weil ich mir auch bei Täublingen nicht so sicher bin.

Was Lactarius- und Cortinarius-Arten und weitere angeht, bin ich völlig
unbeleckt. Die bewunder ich nur in ihrer Vielfalt und Vielzahl...

Cortinarien nehm ich gar nicht, SChleiereulen gibts hier leider nicht (C. praestans) und eigentlich sind die auch zu selten, um sie zu sammeln.

Milchlinge: ja gerne, hab ja schonmal drüber erzählt. Sehr gerne esse ich Fichtenreizker (L. deterrimus), die sind hier nur immer wurmig, oder falls ich sie mal finden sollte Kiefernreizker. Eine Delikatesse, aber eigentlich auch schon schonenswert und sehr selten, der Milchbrätling (L. volemus). Langstielige Pfeffermilchlinge (L.piperatus) sind auch brauchbar und zur Not "eßbar" nach scharfem Braten, L. vellereus hingegen hab ich auch schon gekostet, ist aber nicht zu empfehlen.

Was noch bei Gelegenheit dazukommt sind Reifpilz, Schafporling,
Schopftintling, Parasol und kleine Semmelstoppis.

Parasol, Safranschirmling, Semmelstoppel natürlich auch, SChopftintling na klar, Schafporlinge sind lecker aber selten hier. Dann kommen noch Nelkenschwindlinge, Wiesen-, Schaf- und Riesenchampignons (A. augustus) dazu. Außerdem als Holzbewohner noch rauchblättrige Schwefelköpfe, Stockschwämmchen (jung mit schuppigem Stiel!) und Judasohren. Ach ja, dann noch die diversen Morcheln im Frühjahr. Außerdem noch die beiden Rötelritterlinge (L. personata und L. nuda) und Hallimasch. Falls mal wieder in größerer Zahl vorrätig werde ich auch mal kupferrote Gelbfüße kosten.

Meistens finde ich auch so genügend Essbares, daß ich vor Experimenten mit
bisher unbekannten Gesellen absehe.

Hier (Nähe Landsberg/Lech) gibts zumindestens in unmittelbarer Umgebung meist nicht soooo wahnsinnig viel Auswahl.

Bye

Birgit

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Re: Täublinge, Milchlinge, Schleimköpfe...

Boris, (vor 9211 Tagen) @ Martl

Hi Martl,

Mir gehts so etwa wie Dir. Es gab schon Tage an denen ich durch den Wald streifte und vor lauter Pilzen die Bäume nicht mehr sah. Doch konnte ich sie nur anschauen, denn sie waren mir total unbekannt.
Vor etwa 5 Jahren hab ich mir dann fest vorgenommen jedes Jahr etwa 2-3 neue Pilze in meine Wissens-Liste aufzunehmen. Dieses Konzept bewährt sich nicht schlecht. Denn, was Du mal kennst, das erkennst Du immer wieder. Braucht halt ein wenig Zeit für die Bestimmungen oder den Weg zum Spezialisten (oder ein wenig Mut für den Selbstversuch)...

Gruss

Boris

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Re: Täublinge, Milchlinge, Schleimköpfe...

Marcus B., (vor 9211 Tagen) @ Martl

Hi Pilzfreunde,
mich würd' mal interessieren, ob von Euch jemand auch mal was anderes als
Röhrlinge, Pfifferlinge oder Perlis für die Küche mitnimmt.
Bei den Täublingen nehme ich schonmal den ein oder anderen schönen Speise-
oder Wieseltäubling mit. Bei den anderen Täublingen bin ich auf die
Geschmacksprobe angewiesen (scharf oder mild), da ich sie zuwenig kenne.
Davor schrecke ich aber inzwischen zurück, nachdem ich mir ein paar mal
die Zunge "verbrannt" hab!
Was Lactarius- und Cortinarius-Arten und weitere angeht, bin ich völlig
unbeleckt. Die bewunder ich nur in ihrer Vielfalt und Vielzahl...
Was noch bei Gelegenheit dazukommt sind Reifpilz, Schafporling,
Schopftintling, Parasol und kleine Semmelstoppis.
Meistens finde ich auch so genügend Essbares, daß ich vor Experimenten mit
bisher unbekannten Gesellen absehe.
Wie ist das bei Euch?
Ciao,
Martl

Hallo Martl

Neben den von dir genannten Arten (soweit sie bei mir vorkommen) nehme ich noch Filzige Gelbfüße, Hallimasch, Graublättriger Schwefelkopf, Edelreizker, Grauer Wulstling, Krause Glucke und Roter Speisetäubling (soviele Täublinge gibt`s bei mir nämlich nicht), welche mir alle bisher noch nie irgendwelche Schwierigkeiten machten.

Dieses Jahr will ich noch den Ockertäubling, Rötlichen Holzritterling sowie Fichtenreizker und Sparrigen Schüppling probieren. Allerdings hängt das vom Vorkommen diesser Arten ab, vielleicht kommen noch Glimmertintling, Birkenreizker und Rotbrauner Milchling dazu (ist aber noch nicht sicher).

Hoffe, du bist mit der Antwort zufrieden.

Gruß

Marcus B.

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Re: Täublinge, Milchlinge, Schleimköpfe...

Christoph ⌂, (vor 9208 Tagen) @ Martl

Servus Martl,

leider komme ich nicht allzu häufig zum Fresschwammerlsuchen. Wenn aber, dann so richtig.
Im Frühjahr ist Morcheljagd obligatorisch.
Da ich selber wissenschaftlich mit Röhrlingen arbeite, esse ich die praktisch gar nicht, nicht mal Steinpilze (nur wenn wirklich viele da sind, meist mache ich "nur" Herbarbelege...).
Mir schmeckt's am besten, je mehr Arten zusammen in der Pfanne landen. Jede Art gibt ne eigene Komponente, die sich zum richtigen Schwammerl-Geschmack aufaddiert. Daher landet dann praktisch alles, was ich entsprechend bestimmen kann im Topf *grins*. Bis auf Raritäten natürlich. Und ich hab's auch gerne farblich etwas bunter. Sieht einfach lustig aus, wenn gelbe, grüne, blaue, rote, schwarze, weiße und was sonst noch für farbige Pilze im Essen sind...
Im Reingericht liebe ich den Erdschieber (=Wolliger Milchling). Der ist roh sauscharf, aber scharf gebraten schmeckt er wie gute Reizker. Er muss aber bei großer Hitze in dünnen Scheiben durchgebraten werden. Dann ist er weder giftig noch irgendwei bitter.
Ich bin bitterempfindlich, drum ist z. B. der sonst als essbar geltende Pfeffermilchling für mich ungenießbar (der bleibt leider bitter im Gegensatz zum Wolligen Milchling)... ebenso Schafeuter und manche Schnecklinge...
Mehr als 30 Arten habe ich aber selten in der Pfanne, sonst kann man's ja kaum noch aufessen... (ich glaube so gegen 40 Arten war mal das Maximum...).
Und Lactarius torminosus habe ich mal gegessen (in Lappland, 45 Minuten in Wasser gekocht, weggeschüttet, dann im Omlett verarbeitet - also ohne Silage!). Hat traumhaft geschmeckt. Wurde von einem Finnen in Nordlappland (Inarisee) zubereitet, der mitgegessen hat, drum hab' ich mich getraut. Bei uns habe ich den Birkenreizker noch nie zu essen getraut, da ich nicht gerne mit ner Kolik im Krankenhaus lande... Aber schmecken tut er...

Ach ja, und die meisten Schleierlinge meide ich, da mir die ganze Gattung wegen Orellanin suspekt ist! Cortinarius varius (wer ihn kennt!!!!) schmeckt aber sehr gut. Cortinarius armillatus ist ziemlich muffig... Cortinarius praestans ist fantastisch, aber leider zu selten, um ihn zu essen. Habe bei einem unserer Massenaspekte in den Kalkbuchenwäldern mal einen Fruchtkörper (von über hundert) entnommen... ganz was tolles, aber eben zu selten...! Die eine Hälfte wurde übrigens ein Herbarbeleg...
Ach ja, noch was fällt mir da ein: Rötelritterlinge mag ich gerne, da ich das süßliche Aroma schätze. Die Graukappe hingegen find ich furchtbar, aber die ist eh sehr ungesund (u. a. wegen der Antibiotika). Und Hallimasch mag ich auch noch...
Reifpilz, Marone, Semmelstoppelpilze sind wegen Caesium zu meiden...

Es gibt also wenig, was ich noch nicht gefuttert habe. Aber ich wusste auch, was ich esse, und habe keine "Experimente" gemacht...

Ich rate jedem dringend an. wirklich nur die Arten zu essen, die man sicher kennt (und wo man alle Doppelgänger sicher kennt)!!!!

In diesem Sinne, Christoph

Hi Pilzfreunde,
mich würd' mal interessieren, ob von Euch jemand auch mal was anderes als
Röhrlinge, Pfifferlinge oder Perlis für die Küche mitnimmt.
Bei den Täublingen nehme ich schonmal den ein oder anderen schönen Speise-
oder Wieseltäubling mit. Bei den anderen Täublingen bin ich auf die
Geschmacksprobe angewiesen (scharf oder mild), da ich sie zuwenig kenne.
Davor schrecke ich aber inzwischen zurück, nachdem ich mir ein paar mal
die Zunge "verbrannt" hab!
Was Lactarius- und Cortinarius-Arten und weitere angeht, bin ich völlig
unbeleckt. Die bewunder ich nur in ihrer Vielfalt und Vielzahl...
Was noch bei Gelegenheit dazukommt sind Reifpilz, Schafporling,
Schopftintling, Parasol und kleine Semmelstoppis.
Meistens finde ich auch so genügend Essbares, daß ich vor Experimenten mit
bisher unbekannten Gesellen absehe.
Wie ist das bei Euch?
Ciao,
Martl

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Re: Täublinge, Milchlinge, Schleimköpfe...

Moise, (vor 9208 Tagen) @ Martl

Hi Pilzfreunde,
mich würd' mal interessieren, ob von Euch jemand auch mal was anderes als
Röhrlinge, Pfifferlinge oder Perlis für die Küche mitnimmt.
Bei den Täublingen nehme ich schonmal den ein oder anderen schönen Speise-
oder Wieseltäubling mit. Bei den anderen Täublingen bin ich auf die
Geschmacksprobe angewiesen (scharf oder mild), da ich sie zuwenig kenne.
Davor schrecke ich aber inzwischen zurück, nachdem ich mir ein paar mal
die Zunge "verbrannt" hab!
Was Lactarius- und Cortinarius-Arten und weitere angeht, bin ich völlig
unbeleckt. Die bewunder ich nur in ihrer Vielfalt und Vielzahl...
Was noch bei Gelegenheit dazukommt sind Reifpilz, Schafporling,
Schopftintling, Parasol und kleine Semmelstoppis.
Meistens finde ich auch so genügend Essbares, daß ich vor Experimenten mit
bisher unbekannten Gesellen absehe.
Wie ist das bei Euch?
Ciao,
Martl

Servus Martl,

also wenn ich mir das Posting von Christoph so ansehe, da kriegt man Komplexe, was er alles so bestimmen kann (und sich zu essen traut)...sensationell!

Ich selbst habe bei meiner Sammlerei wirklich bei Null angefangen, kein Mensch in meinem Bekannten-/Verwandtenkreis hätte mir auch nur grundlegende Sachen beibringen können. Nur 2 Arten hab ich gekannt: Marone und Fliegenpilz - wirklich! Alles andere - sogar Steinpilze bestimmen (eigentlich völlig lächerlich) - habe ich mir aus Büchern selbst beigebracht. Ich mache es dabei wie Boris, ein paar Arten pro Pilzjahr versuche ich immer dazuzukriegen, und bei den Täublingen gehts mir genauso wie dir!

Neben den von dir erwähnten Pilzen (außer Schafporling, ist bei uns nicht häufig) kann ich dir einen Versuch empfehlen bei

Frauentäubling
weinroter und rotstieliger Ledertäubling
(alle häufig und geschmacklich gut)
Echten und Fichtenreizker (bringens mM nur in Essig eingelegt, da aber gut)
Lilafarbener, Lilastiel- und Violetter Rötelritterling (muß man mögen)
Boviste
Hallimasch
Champignonarten
Safranschirmling
Alle diese Arten sind leicht zu erkennen und sehr gute Speisepilze.

Ich habe daneben noch weitere "Experimente" gemacht, die ich aber entweder geschmacklich nicht unbedingt überzeugend fand (z. Bsp. Habichtspilz) oder wo es mangels entsprechender Mengen bei Einzelkostproben geblieben ist. Aber das Ausprobieren gehört bei mir unbedingt dazu (und - wer weiß - sofern ich ein entsprechendes Alter erreiche, werde ich vielleicht irgendwann mehr Arten als Christoph probiert haben (*gg*).

Viele Grüße
Moise