Ein Tag im Auwald *PIC*

Gernot, (vor 6201 Tagen)

Hallo,

gestern ging's in die Au und durch die anhaltende Feuchtigkeit war da auch einiges los. Hier mal die ersten Eindrücke. Ein paar Bilder werden auf diesen Beitrag im Laufe des Tages noch folgen.

1) Phaeosolenia platensis Speg. 1902 (=Phaeosolenia densa (Berk.) W.B. Cooke 1961) - Braunsporiges Pappel-Hängeröhrchen

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Ein ziemlich seltener Pilz. Charakterisiert durch den "Hängeröhrchen-Habitus" in Kombination mit den braunen Sporen. Ich kenne den Pilz zwar noch unter dem Namen Phaeosolenia densa, aber sowohl Index Fungorum als auch Mycobank geben P. platensis als aktuellen Namen an.

2) Marcelleina atroviolacea Delile ex De Seynes) Brumm. 1967

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Innerhalb der Gattung Marcelleina gut kenntlich durch die glatten Sporen.

3) Hymenoscyphus immutabilis (Fuckel) Dennis 1964 - Wohlgestaltiger Stängelbecherling

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Auf alten Eichenblättern. Die IKI-Reaktion der Asci war so schwach, dass man sie gar nicht fotografieren konnte.

4) Orbilia abutilonis E.K. Cash 1938

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Die Art wurde aus Hawaii beschrieben, Zotto fand sie zwei mal in Thübingen und das ist nun schon mein zweiter Fund dieser Art. Insgesamt dürfte es also der fünfte Fund weltweit sein, wobei die Art durch die Sporen eigentlich gut kenntlich ist. Gefunden auf der Schnittseite eines dicken Pappel-Astes (ø ca. 30 cm).
Die Sporen sind wie immer bei Orbilia fast unmöglich zu fotografieren, deshalb verzeiht mir bitte die schlechte Qualität. Die Apothezien waren leider auch schon ziemlich hinüber. Hier noch die Bilder meines ersten Fundes:

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Das war's erstmal aber wie gesagt werden noch ein paar Bilder folgen.

Schöne Grüße
Gernot

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Wow! Gernot, was für tolle Sachen! *oT*

MartinB, (vor 6200 Tagen) @ Gernot

- kein Text -

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Re: Ein Tag im Auwald

Klaus, (vor 6200 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,
über die Qualität deiner Dokumentation brauche ich ja eigenlich keine Worte mehr zu verlieren. Schönen Gruß vom Papst übrigens; er konnte sich nur noch schwach an dich erinnern.
Mir geht's aber mehr um die Phaeosolenia. Könntest du mir da wohl den genauen Fundort übermitteln. Meines Wissens nach ist das die zweite Aufsammlung für Österreich, und diese Art -warum nun platensis und nicht densa ist wohl ein Thema für sich und mir im Moment völlig unklar, aber 'the Index rules...'- liegt mir schon irgendwie am Herzen.
Herzliche Grüße und weiter so,
Klaus

Hallo,
gestern ging's in die Au und durch die anhaltende Feuchtigkeit war da auch
einiges los. Hier mal die ersten Eindrücke. Ein paar Bilder werden auf
diesen Beitrag im Laufe des Tages noch folgen.
1) Phaeosolenia platensis Speg. 1902 (=Phaeosolenia densa (Berk.) W.B.
Cooke 1961) - Braunsporiges Pappel-Hängeröhrchen


Ein ziemlich seltener Pilz. Charakterisiert durch den
"Hängeröhrchen-Habitus" in Kombination mit den braunen Sporen.
Ich kenne den Pilz zwar noch unter dem Namen Phaeosolenia densa, aber
sowohl Index Fungorum als auch Mycobank geben P. platensis als aktuellen
Namen an.
2) Marcelleina atroviolacea Delile ex De Seynes) Brumm. 1967


Innerhalb der Gattung Marcelleina gut kenntlich durch die glatten Sporen.
3) Hymenoscyphus immutabilis (Fuckel) Dennis 1964 - Wohlgestaltiger
Stängelbecherling


Auf alten Eichenblättern. Die IKI-Reaktion der Asci war so schwach, dass man
sie gar nicht fotografieren konnte.
4) Orbilia abutilonis E.K. Cash 1938


Die Art wurde aus Hawaii beschrieben, Zotto fand sie zwei mal in Thübingen
und das ist nun schon mein zweiter Fund dieser Art. Insgesamt dürfte es
also der fünfte Fund weltweit sein, wobei die Art durch die Sporen
eigentlich gut kenntlich ist. Gefunden auf der Schnittseite eines dicken
Pappel-Astes (ø ca. 30 cm).
Die Sporen sind wie immer bei Orbilia fast unmöglich zu fotografieren,
deshalb verzeiht mir bitte die schlechte Qualität. Die Apothezien waren
leider auch schon ziemlich hinüber. Hier noch die Bilder meines ersten
Fundes:

Das war's erstmal aber wie gesagt werden noch ein paar Bilder folgen.
Schöne Grüße
Gernot

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Re: Ein Tag im Auwald

Ingo Wagner, (vor 6200 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot!

Wieder sehr beeindruckend deine Doku und die Pilze ansich.

Nachdem du nach den letztens eingestellten Funden schon wieder solche Knaller vorzuweisen hast und auch noch nachfolgende ankündigst, zweifle ich schon wieder etwas an meinen Methoden. Ich sitze ja an einem Fund manchmal recht viele Stunden (manchmal auf mehrere Tage verteilt).

Deshalb: Kannst du mal gedanklich nachrechnen, wie lange du an den Funden insgesamt gesessen hast bis das alles so bestimmt und bebildert und für´s Forum aufbereitet gewesen ist?

VG Ingo W

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Re: Ein Tag im Auwald

Gernot, (vor 6200 Tagen) @ Klaus

Hallo Gernot,
über die Qualität deiner Dokumentation brauche ich ja eigenlich keine Worte
mehr zu verlieren. Schönen Gruß vom Papst übrigens; er konnte sich nur
noch schwach an dich erinnern.
Mir geht's aber mehr um die Phaeosolenia. Könntest du mir da wohl den genauen
Fundort übermitteln. Meines Wissens nach ist das die zweite Aufsammlung
für Österreich, und diese Art -warum nun platensis und nicht densa ist
wohl ein Thema für sich und mir im Moment völlig unklar, aber 'the Index
rules...'- liegt mir schon irgendwie am Herzen.
Herzliche Grüße und weiter so,
Klaus

Hallo,

danke euch drei erstmal fürs Lob!

Das mit dem Papst ist auch schon lange her, ich musste ihm da nämlich mal einen Korb mit Speisepilzen kontrollieren.
Die genauen Daten des Fundortes bekommst du morgen. Ist wirklich ein schöner und gar nicht mal so unscheinbarer Pilz, diese Phaeosolenia.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Ein Tag im Auwald

Gernot, (vor 6200 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Gernot!
Wieder sehr beeindruckend deine Doku und die Pilze ansich.
Nachdem du nach den letztens eingestellten Funden schon wieder solche Knaller
vorzuweisen hast und auch noch nachfolgende ankündigst, zweifle ich schon
wieder etwas an meinen Methoden. Ich sitze ja an einem Fund manchmal recht
viele Stunden (manchmal auf mehrere Tage verteilt).
Deshalb: Kannst du mal gedanklich nachrechnen, wie lange du an den Funden
insgesamt gesessen hast bis das alles so bestimmt und bebildert und für´s
Forum aufbereitet gewesen ist?
VG Ingo W

Hallo Ingo,

die nachfolgenden Pilze sind nicht mehr solche Knaller aber trotzdem recht schöne Sachen. Das mit den Funden ist natürlich unterschiedlich - wenn man das erste mal z.B. Orbilia abutilonis findet braucht man viel mehr Zeit als wenn man sie zum zweiten mal findet. Es ist halt immer so: Manche Pilze wollen einfach nicht bestimmt werden und bei manchen geht's recht schnell.
Bei diesem Beitrag vom Auwald hab ich die Bestimmungen, Fotos und Aufbereitungen der Pilze alle noch am Nachmittag nach der Exkursion gemacht. Damit ist der Pilztag auch schön abgeschlossen und man kann zufrieden schlafen. :)
Aber so drei Stunden werden's schon gewesen sein, die ich mit allen Pilzen verbracht habe (man merkt dabei gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht).

Schöne Grüße
Gernot