Pilzvergiftungen in Coimbra/Portugal

rowi, (vor 6188 Tagen)

In den letzten zehn Tagen wurden fünf Patienten mit Pilzvergiftungen ins Universitätskrankenhaus Coimbra (HUC) eingeliefert.

Der Direktor der Abteilung für Lebertransplantationen, Fernando José de Oliveira, erklärte gegenüber DN, er könne sich nicht an ein so gehäuftes Auftreten von Fällen innerhalb eines kurzen Zeitraums erinnern.

Drei der Patienten benötigten eine Lebertransplantantion, einer ist inzwischen verstorben.

Die Vergiftungen wurden durch den Grünen Knollenblätterpilz hervorgerufen.

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Re: Pilzvergiftungen in Coimbra/Portugal

Andreas ⌂, (vor 6188 Tagen) @ rowi

In den letzten zehn Tagen wurden fünf Patienten mit Pilzvergiftungen ins
Universitätskrankenhaus Coimbra (HUC) eingeliefert.
Der Direktor der Abteilung für Lebertransplantationen, Fernando José de
Oliveira, erklärte gegenüber DN, er könne sich nicht an ein so gehäuftes
Auftreten von Fällen innerhalb eines kurzen Zeitraums erinnern.
Drei der Patienten benötigten eine Lebertransplantantion, einer ist
inzwischen verstorben.
Die Vergiftungen wurden durch den Grünen Knollenblätterpilz hervorgerufen.

Hallo Rolf,

vielen Dank für die Info!

beste Grüße,
Andreas

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Welcher Nationalität wohl diese Zeigenossen waren

Thomas Pruß, (vor 6188 Tagen) @ rowi

Denn unter den Spaniern dürfte doch wohl nicht das Pilzvergiftungsfieber ausgebrochen sein …
Grüßlis
Thomas

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Spanier in Portugal?!? :-))) *oT*

Joschi Siembida ⌂, (vor 6188 Tagen) @ Thomas Pruß

- kein Text -

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Hmmmpffff! Lesen 6, setzen! *oT*

Thomas Pruß, (vor 6188 Tagen) @ Joschi Siembida

- kein Text -

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Re: Hmmmpffff! Lesen 6, setzen!

Hagen Graebner, (vor 6187 Tagen) @ Thomas Pruß

Wieso nicht? Wenn man davon ausgeht, dass in "unseren" Wäldern auch Polen Pilze suchen und einige von uns zum Trüffelsuchen nach Frankreich fahren, ist von einer Ost-West-Verschiebung des Gemeinen Pilzsammlers auszugehen. Damit können durchaus Spanier in Portugal Grüne Knollenblätterpilze finden gehen. Blöd wirds nur für die Portugiesen- die müssen zum Sammeln bis Florida .....

Gruß

Hagen

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Re: Hmmmpffff! Lesen 6, setzen!

Goldsucher, (vor 6187 Tagen) @ Hagen Graebner

Außerdem spricht für das Eindringen der Spanier in Portugal, dass die Spanier ihre Umwelt bald so zerstört haben werden, dass es dort nur noch Wüste gibt.
Extrem-Natura

Bernd

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Re: Pilzvergiftungen in Coimbra/Portugal

vezi, (vor 6187 Tagen) @ rowi

Ich hätte da ein Frage, nicht direkt zu dem Vorfall oder den Knollenblätterpilzen sondern zu dem Gift, das drin ist.

Verursacht dieses Gift auch schon in kleineren Mengen nichtwiedergutmachbare Leberschäden?
Kann man sagen:
Kleine Menge, leichte Leberschäden
Mittlere Menge, schwere Leberschäden
Große Menge, tötliche Leberschäden?

Die Frage ist vor allem relevant, bei den Gifthäublingen.
Hier ein Exemplar zwischen den Stockschwämmchen, da eine kleine Handvoll und irgendwann hat man eine Fettleber ...

Ist das so, oder gibts die Leberschäden erst bei einer tötlichen Dosis? Daß Schäden an der Leber nicht wieder heilen können, so wie bei Muskeln oder Schleimhäuten, hab ich auch richtig verstanden, oder?

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Re: Pilzvergiftungen in Coimbra/Portugal

Ufo, (vor 6187 Tagen) @ vezi

Hallo Vezi,
wenn mans überlebt, erholt sich die Leber im Normalfall wieder zu 100%.
Mein Vater, der das vor 10 Jahren "durchgespielt" hat , trinkt mittlerweile wieder regelmässig sein "Viertele".
Zum Tod führt es, wenn die Leberfunktion einen gewissen Prozentsatz unterschreitet.

Gruss
Uwe

Ich hätte da ein Frage, nicht direkt zu dem Vorfall oder den
Knollenblätterpilzen sondern zu dem Gift, das drin ist.
Verursacht dieses Gift auch schon in kleineren Mengen nichtwiedergutmachbare
Leberschäden?
Kann man sagen: Kleine Menge, leichte Leberschäden
Mittlere Menge, schwere Leberschäden
Große Menge, tötliche Leberschäden?
Die Frage ist vor allem relevant, bei den Gifthäublingen.
Hier ein Exemplar zwischen den Stockschwämmchen, da eine kleine Handvoll und
irgendwann hat man eine Fettleber ...
Ist das so, oder gibts die Leberschäden erst bei einer tötlichen Dosis? Daß
Schäden an der Leber nicht wieder heilen können, so wie bei Muskeln oder
Schleimhäuten, hab ich auch richtig verstanden, oder?

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Re: Pilzvergiftungen in Coimbra/Portugal

Thomas Pruß, (vor 6187 Tagen) @ vezi

Moin Vesci,
die tödliche Dosis von Alpha-Amanitin beträgt beim Erwachsenen etwa 0,1 mg/kg Körpergewicht, bei Kindern sogar nur 1/20 dieses Wertes. Das bedeutet, dass 20 bis 40 g Knollenblätterpilz (bei einem Giftgehalt von 0,02 bis 0,04 %) bzw. 1 - 2 g tödlich sind.
Das Gift greift in die Proteinbiosynthese ein, d. h. es verhindert die Transkription (Übersetzung) der Informationen auf der DNA in die m-RNA.
Diese Wirkung hat das Gift auf alle Zellen im Körper. Da aber die Leber die Entgiftungsstation des Körpers ist, mithin hier eine sehr hohe Proteinbiosynthese (Enzyme) stattfindet, ist sie das Organ, dass zuerst betroffen ist.
Daher ist schon nachvollziehbar, dass selbst kleinere Mengen konzentrationabhängig schon Zellschäden verursachen. Da das Organ aber nicht großflächig davon betroffen ist, kommt es natürlich auch nicht zu einem Organversagen. Das ist erst dann der Fall, wenn die letale Dosis die Leber flutet.
Ich weiß jetzt nicht, wie hoch der przentuale Anteil der Amatoxine im Gifthäubling ist, aber die tödliche Dosis dürfte so bei 100 bis 150 g Frischpilz liegen (lt. Wikipedia).
Es ist aber bekannt, dass eine Vergiftung in kleinsten Mengen durchaus vom Körper so weit toleriert wird, dass er sich an die Giftmenge gewöhnt und so mit der Zeit immer höhere Dosen verträgt.
Das aber dürftest du nicht meinen, weil man da von permanenter Giftaufnahme über Jahre ausgeht.
Bei dem Genuss einzelner Gifthäublinge in einer ganzen Pilzmahlzeit dürfte man aufgrund der geringen Giftmenge, die von allen Essenden aufgenommen wird, keine Wirkung erwarten, aber willst du es darauf anlegen?

Übrigens: Die Leber ist das Organ im Körper mit dem höchsten Regenerationsvermögen, das sich auch von schweren Vergiftungen bzw. Verletzungen wieder ganz gut erholen kann. Daher ist ja auch eine Heilung durch Gaben von Penicillin G bzw. Sibilinin erst möglich. Diese Stoffe verhindern ein Andocken des Amanitins an die entsprechenden Rezeptoren.
Eine Lebertransplantation ist daher auch erst dann notwendig, wenn das Organ durch hohe Giftkonzentrationen unumkehrbar geschädigt ist.

Grüßlis
Thomas

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Re: Pilzvergiftungen in Coimbra/Portugal

vezi, (vor 6185 Tagen) @ Thomas Pruß

Da hab ich tatsächlich in der Schule nicht aufgepasst. Oder wir wurden damals von einem Alkoholgegner absichtlich mit falschen Informationen geimpft.

Vielen Dank für die Informationen!