Tricholoma-Hilfe erwünscht *PIC*

Ulysses, (vor 6187 Tagen)

Hallo ans Forum,

bei diesem Tricholoma-Fund komm ich irgendwie nicht klar - Geruch und Statur lassen mich an T. stiparophyllum denken, aber kann der so dunkel werden?

Zum Standort: leicht saurer Lehmboden im Fichtenforst, eingestreute Pappeln, Lärchen, Buchen, Eichen und Birken, ziemlich feucht und eher nährstoffreich.

Zum Pilz: Höhe 12 cm, Hut-Durchmesser 12 cm, Stielfleisch sehr kompakt, Fleisch bleibend weiß, Geruch abartig (deutlich strenger als bei T. lascivum, aber mit ähnlichen Komponenten).

Lamellen- und Schnittbild folgen.

Erkennt jemand den Burschen? Über Hinweise und Bestimmungshilfe würde ich mich freuen.

Schöne Grüße,
Ulysses

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Von unten *PIC*

Ulysses, (vor 6187 Tagen) @ Ulysses

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Schnittbild *PIC*

Ulysses, (vor 6187 Tagen) @ Ulysses

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T. populinum var. campestre

Thüringer-Holz, (vor 6187 Tagen) @ Ulysses

Hi,

Das sind die ominösen Pappelritterlinge unter Espe, die hier schon mehrfach
diskutiert wurden. Der Geruch ist stark mehlig (oder wie frisch durchgeschnittene
grüne Gurke). Die fahl fleischrosa Färbung des Hutes ist typisch.
Alles natürlich unter Vorbehalt.

LG Felix

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Re: T. populinum var. campestre

Ulysses, (vor 6187 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hi,
Das sind die ominösen Pappelritterlinge unter Espe, die hier schon mehrfach
diskutiert wurden. Der Geruch ist stark mehlig (oder wie frisch
durchgeschnittene
grüne Gurke). Die fahl fleischrosa Färbung des Hutes ist typisch.
Alles natürlich unter Vorbehalt.
LG Felix

Super! Danke für die fixe Antwort.

LG

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Re: T. p var. campestre - Jepp! *oT*

Ingo, (vor 6184 Tagen) @ Thüringer-Holz

- kein Text -

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Re: T. p var. campestre - Jepp!

Andreas ⌂, (vor 6184 Tagen) @ Ingo

Hallo,

wieso var. campestre und nicht var. populinum?

beste Grüße,
Andreas

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Re: abgesoffener Beitrag

Ingo, (vor 6183 Tagen) @ Andreas

wieso var. campestre und nicht var. populinum?

Hallo Andreas,

ich hoffe, du findest noch den Fahrstuhl nach hier unten.
Es hat sich in der Vergangenheit oft gezeigt, dass es Probleme mit der
Einnordung verschiedener Pappelverwandter gibt. Ich glaube, fuzzi
hatte hier vergangene Woche einen typischen Campestre als Pappelfund
ausgewiesen. Felix hatte zu recht darauf hingewiesen, dass im Bild
Espenblätter zu sehen seien.

Hellbraune Ritterlinge unter Espen und sonstigen Weidengewächsen
sollten aber die var. campestre sein. Vor allem treten sie niemals
in Büscheln auf, sondern maximal in kleineren Gruppen.

Was mir noch aufgefallen ist. Echte Pappelritterlinge wachsen immer in
unmittelbarer Nähe derselben, meist direkt über einer Wurzel. Die Varietät
bei den Espen entfernt sich gerne mal von diesen, und steht öfters mal direkt
am Stamme eines Nadelgehölzes.
Daraus werden dann in schöner Regelmäßigkeit albobrunneum gemacht.
Schon teuflisch - nicht?

Sollte der Fund tatsächlich bei Pappel gewesen sein, wäre unser Einwand
natürlich blödsinnig. Dann ist es T. populinum var. populinum.

Allerdings - ehrlich gesagt, glaube ich an die var. mittlerweile genauso
wenig wie an die von T. equestre. Das sollten dann aber die Berufsmykologen
klären.

LG Ingo

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Re: abgesoffener Beitrag

Andreas ⌂, (vor 6183 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

irgendwie steh ich auf der Leitung, fürchte ich.

ich hoffe, du findest noch den Fahrstuhl nach hier unten.

??

Es hat sich in der Vergangenheit oft gezeigt, dass es Probleme mit der
Einnordung verschiedener Pappelverwandter gibt. Ich glaube, fuzzi
hatte hier vergangene Woche einen typischen Campestre als Pappelfund
ausgewiesen. Felix hatte zu recht darauf hingewiesen, dass im Bild
Espenblätter zu sehen seien.
Hellbraune Ritterlinge unter Espen und sonstigen Weidengewächsen
sollten aber die var. campestre sein. Vor allem treten sie niemals
in Büscheln auf, sondern maximal in kleineren Gruppen.
Was mir noch aufgefallen ist. Echte Pappelritterlinge wachsen immer in
unmittelbarer Nähe derselben, meist direkt über einer Wurzel. Die Varietät
bei den Espen entfernt sich gerne mal von diesen, und steht öfters mal direkt
am Stamme eines Nadelgehölzes.
Daraus werden dann in schöner Regelmäßigkeit albobrunneum gemacht.
Schon teuflisch - nicht?
Sollte der Fund tatsächlich bei Pappel gewesen sein, wäre unser Einwand
natürlich blödsinnig. Dann ist es T. populinum var. populinum.

Aber er war doch bei Pappel, es lagen doch überall Espenblätter rum?!?! Irgendwie versteh ich nicht was Du sagen willst ...

Allerdings - ehrlich gesagt, glaube ich an die var. mittlerweile genauso
wenig wie an die von T. equestre. Das sollten dann aber die Berufsmykologen
klären.

hmmm, was soll denn aber nun der Unterschied sein? Dass sie nicht büschelig sondern in kleinen Gruppen auftreten? Und dass populinum näher am Wirtsbaum wächst als campestre?

beste Grüße,
Andreas

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Re: Oh Schreck!

Ingo, (vor 6183 Tagen) @ Andreas

irgendwie steh ich auf der Leitung, fürchte ich.

: Aber er war doch bei Pappel, es lagen doch überall Espenblätter rum?!?!

Siehst du Andreas,

genau das hatte ich gemeint. Es lagen überall Espenblätter herum.
T. populinum in Reinkultur wächst bei Schwarzpappeln bzw. Kulturpappeln.
Dort meist in Büscheln und nahe am Baum.

Die var. campestre wächst nicht bei Schwarzpappel sondern bei Zitterpappel,
Weiden bzw., nach Literaturangabe Bon, auch bei anderen Laubbäumen.
Nach eigenen Beobachtungen dort eher einzeln bis gesellig und zum Teil
in einiger Entfernung vom Wirt.

Ich hoffe, das war nun etwas verständlicher. Es Ist schon ein Unterschied,
wenn man sich mit solcher Materie häufiger auseinandersetzt, oder das Ganze
eher mit Abstand betrachtet.
Eurer Mollisienbdiskussion letztens konnte ich auch keinen Meter weit folgen.
Nicht, daß ich die Buchstaben nicht erkannt hätte. Aber der Inhalt....;-))

Grüßlis Ingo

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Re: Oh Schreck!

Andreas ⌂, (vor 6183 Tagen) @ Ingo

Hallo,

naja, da soll mal einer draufkommen, dass Du zwar von Pappeln sprichst, aber damit keine Zitterpappel meinst ...

genau das hatte ich gemeint. Es lagen überall Espenblätter herum.
T. populinum in Reinkultur wächst bei Schwarzpappeln bzw. Kulturpappeln.
Dort meist in Büscheln und nahe am Baum.
Die var. campestre wächst nicht bei Schwarzpappel sondern bei Zitterpappel,
Weiden bzw., nach Literaturangabe Bon, auch bei anderen Laubbäumen.
Nach eigenen Beobachtungen dort eher einzeln bis gesellig und zum Teil
in einiger Entfernung vom Wirt.

Bei der einen Stelle von T. populinum die mir zuerst spoantan einfällt, wachsen die Fruchtkörper büschelig, in direkter Nähe des Baumes - um eine Zitterpappel herum ....

Ich hoffe, das war nun etwas verständlicher. Es Ist schon ein Unterschied,
wenn man sich mit solcher Materie häufiger auseinandersetzt, oder das Ganze
eher mit Abstand betrachtet.

Ja, das war verständlicher. Aber wie gesagt, woher soll jemand ahnen, dass Ihr mit Pappeln die Espe nicht meint?

Im übrigen kann ich aus meiner Erfahrung heraus diese Trennung nicht nachvollziehen. Dann hätte ich nie was anderes gefunden als var. campestre, denn ich kenne Pappelritterlinge ausschließlich von Zitterpappel. Und dort ím Regelfall büschelig. Mal mehr mal weniger weit vom Stamm weg ...

beste Grüße,
Andreas

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Re: Oh Schreck!

Ingo, (vor 6182 Tagen) @ Andreas

Im übrigen kann ich aus meiner Erfahrung heraus diese Trennung nicht
nachvollziehen. Dann hätte ich nie was anderes gefunden als var.
campestre, denn ich kenne Pappelritterlinge ausschließlich von
Zitterpappel. Und dort ím Regelfall büschelig. Mal mehr mal weniger weit
vom Stamm weg ...

Hallo Andreas,

ich folgte da nur dem Bestimm von Herrn M. Bon. Irgendwo anders hatte ich ja
bereits Zweifel angemeldet, ob da Veriante gerechtfertigt ist. Oder nur Forma.
Vielleicht ist alles auch pessundatum?!
Nach Bon wären die Einzelexemplare unter Espe auf jeden Fall gerechtfertigt.
Bei Riva gibt es die Trennung allerdings nicht. Dafür aber die geheimnis
umwitterte Tricholoma ezcarayense - als eigene Art.

Mein Geschreib ist nur als Gehhilfe gedacht, da die Espenritterlinge schon
anders aussehen können.
Vergleiche mal mit Dähncke 1500. Dort ist sogar ein Merkmal angeführt, welches
Artrang rechtfertigen würde.
Populinum: gelbes Myzelium; Campestre: weisses Myzelium.

Ich hab' allerdings noch nie darauf geachtet.
Was mir dazu noch aufgefallen ist: Die Büschel bei den Kulturpappeln hier im
Berliner Wohngebiet sind mild; die auf dem Parkplatz am Campingplatz deutlich
bitter. Die braunen Ritterlinge unter Espen am Campingplatz wiederum mild,
und die Einzelexemplare, mit leicht streifigen Hüten, wiederum bitter.
Möglcherweise sind es auch stans, da Kiefern dort waren.

Vielleicht sollte man mal eine Bilddiskussion starten, beginnend mit den
gezeigten Exemplaren aus den 1500 Pilzen. Das würde bestimmt interessant,
jedoch ohne zählbares Ergebnis.

Zum Glück kann ich mich nun 10 Monate auf die faule Haut legen, bevor es wieder
Neuigkeiten gibt. ;o))

Grüßlis Ingo