Anfrage von Torsten Richter, vielleicht kann ihm jemand helfen. Ich selbst
habe sowas noch nicht gefunden, Syzygospora effibulata sieht nach
Internet-Bild wohl so aus, habe aber keine Ahnung von Mikro-Details.
Habe ich im Oktober im Buchenwald an einer Böschung gefunden mit
Cortinarius citrinus. Habe lange nach Schläuchen gesucht, aber es ist wohl ein
Basidiomycet. Habe keine Ahnung und auch keine Literatur. Dachte nun an
Syzygospora cf. mycetophila?? Die Sporen waren hyalin, 7,5- 8,5 x 4- 4,5µm,
gleichmäßig warzig (ob sie dazu gehören?? waren aber in Massen vorhanden);
Hyphen mit Schnallen; der Fruchtkörper (Durchmesser bis 4 cm) war etwas
gallertig und hirnartig und saß dem lehmigen Waldboden direkt auf.
Hallo Ingo und Torsten,
die Rüblingsgalle ist das sicher nicht. Da fehlt einfach der Rübling.
Für mich sieht das Bild schwer nach Ascotremella foliacea aus. Wenn die Hyphen wirklich Schnallen hatten, kann es aber kein Asco gewesen sein, da hätten es Haken sein müssen. Ich vermute aber, dass die beschriebenen Merkmale (Sporen, Hyphen mit Schnallen) nicht zu dem gallertigen Pilz gehörten, sondern zu dem weißen bis gelblichen Belag, der den Fruchtkörper als Parasit oder Saprophyt überzieht.
Ich habe Ascotremella etwa 5-mal gefunden und nur bei 1 Fund Mitte Oktober waren Schläuche vorhanden, und zwar üppig. Bei allen anderen habe ich vergeblich gesucht. Nach dem Aussporen bleiben die Fruchtkörper offenbar noch sehr lange erhalten. Einen Fund hatte ich in geschlossenem Behälter im Freien von November bis Mai vergeblich aufbewahrt, um vielleicht die Bildung von Schläuchen zu beobachten. Der Fruchtkörper war völlig unverändert und in keiner Weise angegammelt, so dass ich ernsthaft an eine antibiotische Wirkung denke.
Gruß - Schnuffel