Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2 *PIC*

Gábor, (vor 6150 Tagen)

Hallo ihr pilzinteressierten Menschen da draußen,

die Exkursion war einfach der Hammer!

Zumal es auch schon die erste Novemberwoche war.
Und selbst wenn wir keinerlei Pilze vorgefunden hätten, war für mich allein diese bizarre Heidelandschaft schon ein Erlebnis der besonderen Art:
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Es gab viele ausgedehnte Brandstellen - wohl auch unterschiedlichen Alters, die genau von diesen auf Brandstellen spezialisierten Pilzen besiedelt waren:
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Pholiota highlandensis (Kohlen-Schüppling)

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Gymnopilus decipiens (Brandstellenflämmling)

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Faerberia carbonaria (Gemeiner Kohlenleistling)

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Lyophyllum anthracophilum (Kohlen-Graublatt)

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Hypholoma udum (Rausporiger Schwefelkopf)

Bei den Brandstellen wuchsen auch noch diese beiden Tintlinge:
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Coprinus radians (Strahlfüßiger Tintling)

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Coprinus angulatus (Mitrasporiger Kohlen-Tintling)
Ich finde, dieser Tintling hat etwas Elegantes an sich...

Ebenfalls hier wuchs noch dieser Becherling:
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Geopyxis majalis (Wiesen-Kohlenbecherling)
Leider habe ich versäumt an ihm zu schnuppern.
Er soll ja einen recht unangenehmen Geruch verströmen...

Diese beiden recht häufigen Arten wuchsen ebenfalls hier, sind jedoch nicht auf Brandstellen angewiesen:
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Psathyrella piluliformis (Weißstieliges Stockschwämmchen)

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Flammulina velutipes (Samtfußrübling)

Noch einmal zurück auf den Wiesen und Heideflächen gab es noch diverse Saftlings- und Rötlingsarten zu verzeichnen:
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Hygrocybe conica (Schwärzender Saftling)

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Hygrocybe conica f. chloroides (Grüne Form ohne Orange- und Rottöne)

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Hygrocybe conica f. conicopalustris (Kleine spitze Form in nassem Biotop)

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Hygrocybe miniata (Mennigroter Saftling)

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Entoloma infula (Rosablättriger Rötling)

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Entoloma sericellum (Mattweißer Rötling, gelbe Form)

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Entoloma caesiocinctum (Blaugerandeter Rötling)

Zwischen Moos und Flechten in Nachbarschaft der Rötlinge und Heidekeulen wuchsen noch diese leuchtend orangefarbenen kleinen Becherlinge:
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Byssonectria terrestris (Spindelsporiger Aggregatbecherling)

Es folgen noch einige der gefundenen Helmlinge im Gebiet:
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Mycena aetites (Graublättriger Ruß-Helmling)

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Mycena galopus (Weissmilchender Helmling)

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Mycena leucogala (Weissmilchender Schwarzhelmling)

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Mycena epipterygia var. viscosa (Schleimiger Helmling)

Diese Milchlinge gab es noch:
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Lactarius deliciosus (Edelreizker)

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Lactarius hepaticus (Leberbrauner Milchling)

Und noch ein Reizker aus der Liste seltener Raritäten:
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Lactarius quieticolor (Wechselblauer Edel-Reizker)

Der Vollständigkeit halber noch diese alten Flaschen hier:
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Lycoperdon perlatum (Flaschenstäubling)

Und ganz zum Schluß wieder ein seltener Pilz, den Hans Bender aus einer anderen Ecke des Exkursionsgebietes mitgebracht hat:
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Omphallina griseopallida (Filziger Nabeling)

Noch mal schnell Winke-Winke :-)
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Ich hoffe, es fand einigermaßen Zuspruch.
Auch wenn es bereits etwas zurückliegt und einige der Schmankerl schon von Rainer Wald hier gezeigt wurden...

LG, Gábor

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

Ingo, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,

Wahnsinn! Schade, dass solche Publikationen wie diese hier vorbei fahren, wie
ein Intercity. Sie hätte es sicher verdient, irgendwo geprintet zu werden.
OK, man lädt sich interessante Beiträge schon mal runter auf die Platte.
Allerdings zähle ich mich zu den Leuten, die gerne mal gerne Hochglanzprospekte
in der Hand halten. Solche von Karin Montag etwa.
Es steckt ja viel Arbeit (kann ich selbst beurteilen) und Können in deinem Beitrag.

Daher Vielen Dank und Liebe Grüße - Ingo

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

MartinB, (vor 6150 Tagen) @ Ingo

Da kann ich mich nur anschließen Ingo! Hochglanz!

Gàbor, da steckt doch wahnsinnig viel Arbeit drin in dieser tollen Dokumentation! In ein, zwei Tagen ist das in diesem Durchrauschforum leider Geschichte. (Ist keine Kritik an diesem Forum! Das ist hier so und gehört so!)
Ich meine nur, daß du das irgendwie noch woanders "aufbewahren" solltest, wo es auch anderen zugänglich bleibt.

Herzlich,

Martin

Hallo Gabor,
Wahnsinn! Schade, dass solche Publikationen wie diese hier vorbei fahren, wie
ein Intercity. Sie hätte es sicher verdient, irgendwo geprintet zu werden.
OK, man lädt sich interessante Beiträge schon mal runter auf die Platte.
Allerdings zähle ich mich zu den Leuten, die gerne mal gerne
Hochglanzprospekte
in der Hand halten. Solche von Karin Montag etwa.
Es steckt ja viel Arbeit (kann ich selbst beurteilen) und Können in deinem
Beitrag.
Daher Vielen Dank und Liebe Grüße - Ingo

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

Andreas 2, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

Bei den Brandstellen wuchsen auch noch diese beiden Tintlinge:
Coprinus radians (Strahlfüßiger Tintling) ...

Hallo Gábor,

wirklich wunderschöne Aufnahmen. Eine Frage zu Coprinus radians. Den suche ich seit vielen Jahren vergeblich. Auch habe ich trotz einiger Aufrufe zu dieser Art keine positive, belegbare Rückmeldung erhalten. Wie hast Du ihn bestimmt? Mich würden vor allem die Ergebnisse Deiner Mikrowerte interessieren.

Beste Grüße Andreas

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

AK_CCM, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Du brennst hier kurz vorm Jahreswechsel ein Feuerwerk ab, das zu toppen wirklich schwer ist. Gratuliere zu den tollen Funden und ebenso gelungenen Aufnahmen. Bin immer noch am Staunen.

Wünsche Dir auch im nächsten Jahr weiterhin viel Spaß mit den Pilzen!

Gruß, Andreas

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Wahnsinn; Neid frisst; Herzlichen Glückwunsch *oT*

Pilzmann, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

- kein Text -

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

DirkW, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

hallo gabor,

ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen. ein portrait dieses phantastischen gebietes (selbst ein mehr oder weniger rein fotografisches) mit ein paar ausgewählten highlights wäre längst fällig. ich bin sicher, karin montag wäre da sehr aufgeschlossen, vor allem, wenn so tolle bilder vorehanden sind wie deine.
hoffe, ich bin im nächsten jahr auch mal dort ... seufz.
lg
dirk

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

Andreas ⌂, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

supertolle Bilder, supertolles Gebiet!

Den Flaschenstäubling würde ich noch mal überdenken, der gefällt mir nicht (also bestimmungstechnisch gesehen natürlich nur).

beste Grüße,
Andreas

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

Christoph ⌂, (vor 6150 Tagen) @ Andreas

Yepp, fantastische Bilder und Arten, die Du vorzeigst (Gabor)

Und Yepp (@Andreas & Gabor) - der "Flaschenstäubling sieht sehr nach dem Stinkstäubling aus (Lycoperdon foetidum) - u.A. wegen der zusammengesetzten Stacheln der Peridie (mehrere Teilstacheln biegen sich an den Spitzen zusammen und ergeben einen zusammengesetzten) - Beim Flaschenbovist: ein zentraler Stachel, der von einigen feinen Warzen umrandet wird.

Es gibt mehrere Arten mit zusammenneigenden Stacheln. Wegen der jung weißen, alt braunen FK denke ich, dass es der Stinkstäubling sein müsste.

LG
Christoph

Hallo Gábor,
supertolle Bilder, supertolles Gebiet!
Den Flaschenstäubling würde ich noch mal überdenken, der gefällt mir nicht
(also bestimmungstechnisch gesehen natürlich nur).
beste Grüße,
Andreas

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

KARL, (vor 6150 Tagen) @ Gábor

die Exkursion war einfach der Hammer!

Hallo Gabor

Dein Bericht ist auch einfach der Hammer. Ich war übrigens seit der Exkursion noch vier Mal da und es standen bis zum 12.12. immer noch Knaller.

LG Karl

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Sammelantwort die zweite

Gábor, (vor 6149 Tagen) @ Gábor

Hallo noch mal an alle Mitleser,

@Ingo&MartinB
so ein Hochglanzheft ist natürlich keine schlechte Idee.
Allerdings fehlt mir hierfür momentan einfach die Zeit...

@andreas 2
ich selbst habe den Pilz nicht mikroskopiert und er wäre bei mir als unbedarftem Coprinus-Laien auch als C. domesticus durchgegangen.
Jedoch wird das Gebiet schon seit längerem kartiert und die einzelnen Standorte der hier vorkommenden Arten sind wohl auch ziemlich genau erfasst.
Ich denke, dass Karl den Pilz bereits mikroskopiert hat und noch etwas dazu schreiben wird.

@DirkW
na ich hoffe doch, dass Du im nächsten Jahr (das ist ja schon übermorgen!) auch mit dabei bist.
Dann lernen wir uns auch mal endlich persönlich kennen.

@Andres&Christoph
ich meine mich zu erinnern, dass anfangs L. foetidum auch diskutiert wurde.
Es ist dann aber doch beim zwar ungewöhnlich ausschauendem, doch gewöhnlichem Flaschenstäubling geblieben - wenn ich mich nicht irre...

@Karl
vielen Dank für Deine Einladung zu dieser tollen Exkursion!

Und überhaupt möchte ich mich an dieser Stelle bei so vielen bedanken.
Insbesondere natürlich bei den Pilzfreunden des APN, die mich auf die eine oder andere Tour mitnahmen.
Und auch das Seminar in Jena oder die Tagungen in Erfurt oder Alme waren sehr schön.
Zumal sie auch die Chance boten, neben bereits bekannten Gesichtern auch neue Pilzfreunde kennen zu lernen.
Nicht wenige dieser Pilzfreunde sind auch hier im Forum aktiv und tragen mit dazu bei, dass wir alle von- und miteinander lernen.
Und in unserem Wissen über die Pilze - und vielleich auch über Gott & die Welt :-) - stetig vorankommen.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und lasst es euch gut gehen im neuen Jahr!
Auf dass wir noch viele schöne Stunden gemeinsam (oder auch nur virtuell hier über das Forum) bei den Pilzen in der Natur verbringen!

LG, Gábor

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Entoloma caesiotinctum *PIC*

interhias ⌂, (vor 6149 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

erstmal auch von mir vielen Dank für die fantastische Dokumentation!

Eine Frage hätte ich zu E. caesiotinctum. Hast du zufällig am frischen Pilz die HDS untersucht und (körnig) blaues Pigment festgestellt? Bei Noordeloos ist das so beschrieben, glaube ich.

Mir ist im Herbst so ein Teil mitten im Wald über den Weg gelaufen, wohl auch aus der Serrulatum-Gruppe, mit blauer Schneide, aber ausschließlich braunem Pigment in der HDS.

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Lamellenschneide:
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HDS:
[image]

Grüße aus München
Hias

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2 *PIC*

KARL, (vor 6149 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Andreas

C. radians kommt in dem Gebiet auf ca. 3-jährigen Brandstellen regelmäßig vor. Zum ersten mal wurde er
von Hans Bender im Juli 2008 gefunden und tauchte dann von Anfang Okt. bis Ende November mehrfach auf.
Am 13.11.08 z.B. auf 7 von 20 untersuchten Brandstellen. In diesem Jahr hatten wir mehrere Funde
zwischen Ende Okt. und Ende Nov.

Velum gemischt teilw. braun inkrustiert
Sporen elliptisch und zylindrisch-elliptisch mit exentrischem Porus 8,6 - 10,6 x 5,5 - 6,6; Q > 1,5
Basidien 4 sp.
Cheilos flaschenförmig mit elliptischen und fast runden gemischt
Pleuros meist ellipsoid bis über 100 µm lang

und noch ein Bid von reifen Frk.

LG Karl

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Re: Sammelantwort die zweite

Christoph ⌂, (vor 6149 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor

ich meine mich zu erinnern, dass anfangs L. foetidum auch diskutiert wurde.
Es ist dann aber doch beim zwar ungewöhnlich ausschauendem, doch gewöhnlichem : Flaschenstäubling geblieben - wenn ich mich nicht irre...

Wie gesagt, es ist definitiv nicht Lycoperdon perlatum... ;-)

LG
Christoph

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Re: Entoloma caesiotinctum *PIC*

Gábor, (vor 6149 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

vielen Dank für Deine angefügten Vergleichsbilder!

Bei meinem Einzelexemplar fand ich blaues Pigment auch in der HDS, wenn auch spärlicher als in den Lamellenschneiden.
Mein Exemplar hatte auch makroskopisch sichtbar einen leicht bläulichen/violetten Ton in der Hutfarbe:
[image]

Und bitte jetzt keine Blauwert-Korrektur-Weißabgleichs-Diskussion starten :-)

LG, Gábor

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Re: Sammelantwort die zweite

Andreas 2, (vor 6149 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor und natürlich auch alle Andere,

vielen Dank für die Rückantwort. Wann warst Du denn in Alme? Ich war 2008 auch da. Dieses Jahr habe ich es zeitlich leider nicht in die Reihe bekommen.

Ich wünsche allen ein Gesundes Neues 2010.

Herzliche Grüße Andreas

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Re: Coprinus radians

Andreas 2, (vor 6149 Tagen) @ KARL

Lieber Karl,

vielen Dank für die ausführlichen Angaben. Ich habe ein generelles Problem mit dieser Art, speziell was die Abgrenzung zu C. xanthothrix betrifft. Mit Hans habe ich letztes Jahr in Alme auch darüber diskutiert. Soweit will ich aber jetzt nicht ausholen. Ich muss mich in die Materie nach 10-jähriger Ruhepause erst einmal wieder einarbeiten.

Alles Gute und Gruß
Andreas

Hallo Andreas
C. radians kommt in dem Gebiet auf ca. 3-jährigen Brandstellen regelmäßig
vor. Zum ersten mal wurde er
von Hans Bender im Juli 2008 gefunden und tauchte dann von Anfang Okt. bis
Ende November mehrfach auf.
Am 13.11.08 z.B. auf 7 von 20 untersuchten Brandstellen. In diesem Jahr
hatten wir mehrere Funde
zwischen Ende Okt. und Ende Nov.
Velum gemischt teilw. braun inkrustiert
Sporen elliptisch und zylindrisch-elliptisch mit exentrischem Porus 8,6 -
10,6 x 5,5 - 6,6; Q > 1,5
Basidien 4 sp.
Cheilos flaschenförmig mit elliptischen und fast runden gemischt
Pleuros meist ellipsoid bis über 100 µm lang
und noch ein Bid von reifen Frk.
LG Karl

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Re: Sammelantwort die zweite

Gábor, (vor 6149 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Andreas,

Hans Bender war so freundlich, mich Anfang Oktober zur Alme-Tagung mitzunehmen.
Und wirklich pünktlich zur Tagung sind auch nach langer Trockenheit die Pilze in großer Zahl erschienen.
Ich habe hier einen kleinen Bruchteil dessen, was wir vorfanden, versucht wiederzugeben:
Beitrag 171276

Vielleicht sieht man sich ja im neuen Jahr?

Schöne Grüße und auch Dir einen guten Rutsch!
Gábor

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Re: Heidepilze - ein Rückblick, Teil 2

Till, (vor 6148 Tagen) @ Gábor

Hallo ihr pilzinteressierten Menschen da draußen,
Ebenfalls hier wuchs noch dieser Becherling:
Geopyxis majalis (Wiesen-Kohlenbecherling)
Leider habe ich versäumt an ihm zu schnuppern.
Er soll ja einen recht unangenehmen Geruch verströmen...

Hallo, Gábor,

kannst Du mir sagen, wonach ihr diesen Becherling bestimmt habt und woher der dt. Name "Wiesen-Kohlenbecherling" kommt? Gibt es vielleicht eine neuere monographische Arbeit über diese Gattung erschienen, die mir entgangen ist?

Bei uns im Voralpenland erscheint in der Vorsaison der "stinkende", den ich (für mich) lieber G. foetida nenne. Der Konkurrenzname, der Priorität hätte, wäre G. alpina, nur fehlt sowohl bei alpina wie bei majalis (die auch eine andere textura hat als "unsere" foetida) in den Originalbeschreibungen der Hinweis auf den eigentlich unüberriechbaren Kloakengeruch.

So kräftig orange wie euer Fund ist foetida nie, eher trüb ockergelb. Alle Funde, die ich kenne (ca. 1 Dutzend) stammen von plusminus kiesigen Weg- oder Straßenrändern in Nadelwäldern.

Mein Problem ist, dass ich die "echte" G. majalis im Sinne der Typusrevision von M. A. Rifai noch nie gefunden habe. Schon möglich, dass euer Pilzchen diese majalis ist.

Guten Rutsch!
Till