Ratepilz *PIC*
Hallo!
Damit das Forum was zu tun hat. Erkennt ihr ihn?
![[image]](http://img412.imageshack.us/img412/3917/rp09123001xsj.jpg)
liegender Birkenast
VG Ingo W
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Hallo!
Damit das Forum was zu tun hat. Erkennt ihr ihn?
![[image]](http://img412.imageshack.us/img412/3917/rp09123001xsj.jpg)
liegender Birkenast
VG Ingo W
...wäre so mein erster spontaner Gedanke.
Und juhuuu, ich bin wieder drin 
LG, Gábor
Ich vermute mal was Selteneres.
Großes I. kleines l.
Gruß Werner
Hallo!
Damit das Forum was zu tun hat. Erkennt ihr ihn?liegender Birkenast
VG Ingo W
Hallo Ingo,
ich tippe auf S. p.
Schöne Grüße
Gernot
PS.: Ich war jetzt einige Tage nicht da, deshalb wünsche ich dir und dem gesamten Forum nachträglich ein pilzreiches Jahr 2010!
Hallo!
Habe ich vergessen zu schreiben: solange es nicht in der "Betreffzeile" erscheint, ziehe ich Klartext vor
Also
Werner = Irpex lacteus,
Gernot = Schizopora paradoxa,
Gabor = bin noch am Rätseln.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
mein Vorschlag war einfacher Natur: Merulius tremellosus.
Da ich mich allerdings kaum erinnern kann, dass Du es uns schon mal so einfach gemacht hast - aber insbesondere, weil Du auch geschrieben hast, Du seist noch am Rätseln über mein Kürzel - wird es bestimmt etwas anderes sein.
LG, Gábor
Hallo,
ist das villeicht Hyphoderma radula?
Schöne Grüsse
Richard
Hallo,
ich tippe auch auf Schizopora.
Die anderen (Hyphoderma radula, Irpex lacteus sowie evtl. auch Radulomyces molaris) sollten mehr stachelig als porig sein.
LG
Wolfgang
Hallo!
Danke für die Antworten. Schön bunt, gefällt mir!
Die Sache mit den Bildern ist halt, man kann den Pilz nicht anfassen, und bei meinem Ratepilz-Bild war wohl auch kaum die Größe gut einzuschätzen.
![[image]](http://img707.imageshack.us/img707/3752/steccherinumoreophilum0.jpg)
Erschwerdend kommt hinzu, dass er sich hier gerade etwas untypisch präsentiert, nämlich mit vielfach zusammengewachsenen "Zähnen", was dem schlitzig-porigen Aussehen von Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) nahekommt oder, wenn man das Hymenium als ausgeprägt faltig einschätzt, man auch auf die Idee mit Merulius tremellosus (Gallertfleischiger Fältlng) kommen kann.
Ein makroskopisches Merkmal könnte die konzentrische Anordnung der Zähne bei Jungfruchtkörpern sein, zumindest fällt mir das immer wieder auf.
Genau dieses Merkmal und die ockerfarbene Mitte wird Richi auf die Idee mit Hyphoderma radula (Reibeisenrindenpilz) gebracht haben.
Im Gegensatz zu diesen sind meine Fruchtkörper sehr elastisch und dünnhäutig, so dünnhäutig, dass der Bereich neben dem weißen Frischzuwachs oft, besonders bei etwas geschädigten Fruchtkörpern, am Grund wässerig-grau erscheint.
![[image]](http://img412.imageshack.us/img412/3917/rp09123001xsj.jpg)
Ach so, ihr wollt ja wissen, was nun richtig ist: also ganz nah kommt Werners Lösung mit Irpex lacteus (Milchweißer Eggenpilz), bloß dass meine Pilzchen Schnallen haben:
![[image]](http://img696.imageshack.us/img696/3752/steccherinumoreophilum0.jpg)
![[image]](http://img527.imageshack.us/img527/3752/steccherinumoreophilum0.jpg)
Richtig ist also Steccherinum oreophilum (Berg-Resupinatstacheling), eine Art, die bei mir nicht so selten ist. Dafür konnte ich noch nirgends Irpex finden.
Besonders ausgewachsene Fruchtkörper kann man wohl makroskopisch nicht auseinanderhalten, und Bilder von jungen Irpex habe ich nirgends finden können.
Kennengelernt habe ich den Steccherinum an senkrechtem Substrat, wo er kleine Hutkanten bildet. Hier ein Bild dazu von Tomate (wo ist der eigentlich?):
Beitrag 135180
Die Bemerkung in PdS bei Irpex, dass man bei Kreuzungsvrsuchen belegen konnte, dass es sich bei Irpex lacteus und Steccherinum oreophilum um identische Arten handelt, glaube ich natürlich erst mal nicht. Sicherlich hat hier irgendwer einen Fehler gemacht, und sei es der Pilzbestimmer gewesen.
Jetzt noch 2 Fragen, die sich mir gestellt haben:
1. Mir ist aufgefallen, dass bei Steccherinum vermieden wird, bei den Kristallschopf-Zystiden von Lamprozystiden zu sprechen. Weil sie ihren Ursprung weit in der Trama haben?
2. Die langen Hyphen der Trama werden schnell dickwandig, sind aber reichlich septiert. Ist es richtig, die nicht als Skeletthyphen, sondern als skelettierte Hyphen anzusprechen?
VG Ingo W
Hallo Ingo,
schöne Doku einer schönen Art, die aber als Ratepilz kaum zu knacken ist, besonders mit diesem untypischen Hymeniophor 
Im Tintling 57 (2008: 23) gibt es noch eine Abbildung einer Aufsammlung aus der Umgebung von Chemnitz (bestimmt von Frank Dämmrich und somit einwandfrei).
Die kommt deinen Fotos und deiner Beschreibung schon sehr nahe, aber ist richtig stachelig, wie man es von einem Steccherinum erwartet.
Die Bezeichnungen der Elemente (Zystiden, skeletierte Hyphen etc.) sind oft mehr eine philosophische Frage als anatomisch gut begründet, und natürlich gibt es auch bei den Zelltypen jede Menge Übergangsformen.
LG
Wolfgang
Schöne Präsentation. Wäre ich nie darauf gekommen. Toller Fund.
So sehen für mich junge Irpex lacteus aus - wenn ich sie mal finde.
Gruß Werner
.
.
.
Hallo!
Danke für die Antworten. Schön bunt, gefällt mir!
Die Sache mit den Bildern ist halt, man kann den Pilz nicht anfassen, und bei
meinem Ratepilz-Bild war wohl auch kaum die Größe gut einzuschätzen.Erschwerdend kommt hinzu, dass er sich hier gerade etwas untypisch
präsentiert, nämlich mit vielfach zusammengewachsenen "Zähnen",
was dem schlitzig-porigen Aussehen von Schizopora paradoxa (Veränderlicher
Spaltporling) nahekommt oder, wenn man das Hymenium als ausgeprägt faltig
einschätzt, man auch auf die Idee mit Merulius tremellosus
(Gallertfleischiger Fältlng) kommen kann.
Ein makroskopisches Merkmal könnte die konzentrische Anordnung der Zähne bei
Jungfruchtkörpern sein, zumindest fällt mir das immer wieder auf.
Genau dieses Merkmal und die ockerfarbene Mitte wird Richi auf die Idee mit
Hyphoderma radula (Reibeisenrindenpilz) gebracht haben.
Im Gegensatz zu diesen sind meine Fruchtkörper sehr elastisch und dünnhäutig,
so dünnhäutig, dass der Bereich neben dem weißen Frischzuwachs oft,
besonders bei etwas geschädigten Fruchtkörpern, am Grund wässerig-grau
erscheint.Ach so, ihr wollt ja wissen, was nun richtig ist: also ganz nah kommt Werners
Lösung mit Irpex lacteus (Milchweißer Eggenpilz), bloß dass meine Pilzchen
Schnallen haben:Richtig ist also Steccherinum oreophilum (Berg-Resupinatstacheling), eine
Art, die bei mir nicht so selten ist. Dafür konnte ich noch nirgends Irpex
finden.
Besonders ausgewachsene Fruchtkörper kann man wohl makroskopisch nicht
auseinanderhalten, und Bilder von jungen Irpex habe ich nirgends finden
können.
Kennengelernt habe ich den Steccherinum an senkrechtem Substrat, wo er kleine
Hutkanten bildet. Hier ein Bild dazu von Tomate (wo ist der eigentlich?):
Beitrag 135180
Die Bemerkung in PdS bei Irpex, dass man bei Kreuzungsvrsuchen belegen
konnte, dass es sich bei Irpex lacteus und Steccherinum oreophilum um
identische Arten handelt, glaube ich natürlich erst mal nicht. Sicherlich
hat hier irgendwer einen Fehler gemacht, und sei es der Pilzbestimmer
gewesen.
Jetzt noch 2 Fragen, die sich mir gestellt haben: 1. Mir ist aufgefallen,
dass bei Steccherinum vermieden wird, bei den Kristallschopf-Zystiden von
Lamprozystiden zu sprechen. Weil sie ihren Ursprung weit in der Trama
haben?
2. Die langen Hyphen der Trama werden schnell dickwandig, sind aber reichlich
septiert. Ist es richtig, die nicht als Skeletthyphen, sondern als
skelettierte Hyphen anzusprechen?
VG Ingo W
und Bilder von jungen Irpex habe ich nirgends finden
können.
Hallo Ingo,
hier vielleicht:
http://www.kuusiluoto.info/kaapio/etusivu.html
siehe unter "Maitohampikka"
Grüße,
Martin
Hallo Werner!
So sehen für mich junge Irpex lacteus aus - wenn ich sie mal finde.
Gruß Werner
Aha, sehen die jung also auch so aus!
Hast du vielleicht noch eine Meinung zu meinen Fragen bezüglich der Zystiden und Hyphen, da du dich ja mit dieser Thematik verstärkt beschäftigst?
VG Ingo W
Hallo Ingo,ich kenne solche jungen Fk. von I. lactues nur aus den Alpen, z.B. Vorarlberg. St. oreophyllum ist mir bisher in natura unbekannt.
Lamprozystiden sind für mich eigentlich Zystiden mit einer inkrustierten Spitze.
Nun kann man sich darüber streiten, wie lange die Inkrustationen den sein sollen. Zystiden von I. lacteus sind auch nicht unbedingt Lamprozystiden nach dem Oxyporustyp. Egal. Deine Zystiden passen jedenfalls gut zu den Zeichnungen
Von Eriksson 1984. Keine Zweifel an dem tollen Fund.
Bei den Skeletthyphen ist das so eine Sache. Sklerifizierte Hyphen sind natürlich keine Skletthyphen. Ich denke aber auch, dass es viele Arten gibt, die einen Übergang vom di- zum trimitschen Hyphensytem haben, also ganz selten mal eine Schnalle. Hermann Jahn schrieb mir vor vielen Jahren über einen Artikel von Westhuizen, der z.B. C. unicolor, eine klassisch trimitische Art,
als pseudodimitisch bezeichnet, also die Skeletthyphen haben irgenwo dann doch Schnallen und sind keine. Für ihn war die Art dann sogar monomitisch. Ohne
weitere Diskussion. Er schrieb aber auch: "jeder kann sich da in seiner Bestimmung auslassen, wie es ihm gefällt.".
Gruß Werner
Hallo Werner!
Aha, sehen die jung also auch so aus!
Hast du vielleicht noch eine Meinung zu meinen Fragen bezüglich der Zystiden
und Hyphen, da du dich ja mit dieser Thematik verstärkt beschäftigst?
VG Ingo W
Hallo Ingo,ich kenne solche jungen Fk. von I. lactues nur aus den Alpen, z.B.
Vorarlberg. St. oreophyllum ist mir bisher in natura unbekannt.
Lamprozystiden sind für mich eigentlich Zystiden mit einer inkrustierten
Spitze.
Nun kann man sich darüber streiten, wie lange die Inkrustationen den sein
sollen. Zystiden von I. lacteus sind auch nicht unbedingt Lamprozystiden
nach dem Oxyporustyp. Egal. Deine Zystiden passen jedenfalls gut zu den
Zeichnungen
Von Eriksson 1984. Keine Zweifel an dem tollen Fund.
Bei den Skeletthyphen ist das so eine Sache. Sklerifizierte Hyphen sind
natürlich keine Skletthyphen. Ich denke aber auch, dass es viele Arten
gibt, die einen Übergang vom di- zum trimitschen Hyphensytem haben, also
ganz selten mal eine Schnalle. Hermann Jahn schrieb mir vor vielen Jahren
über einen Artikel von Westhuizen, der z.B. C. unicolor, eine klassisch
trimitische Art,
als pseudodimitisch bezeichnet, also die Skeletthyphen haben irgenwo dann
doch Schnallen und sind keine. Für ihn war die Art dann sogar monomitisch.
Ohne
weitere Diskussion. Er schrieb aber auch: "jeder kann sich da in seiner
Bestimmung auslassen, wie es ihm gefällt.".
Gruß Werner
Danke Werner!
Ist halt manchmal doch eher schwierig, alles Entstandene mit schön beschrifteten Schubladen ordnen zu wollen.
VG Ingo W