Hallo Pilzfreunde!
Viele von Euch wissen ja bereits das ich ursprünglich aus Thüringen komme.
Was ich damals sehr positiv fand war, das man in den meisten Städten und
Ortschaften Pilzberater hatte die man aufsuchen und sich beraten lassen
konnte (auch zu unchristlichen Zeiten
)
Solch ein flächendeckendes Netz ist ja heute in Gesamtdeutschland
"noch" nicht vorhanden und wäre aber von Nöten (meiner Meinung
nach).
Was haltet Ihr davon?? Dieses Beispiel ist in meinen Augen ein Vorbild und
sollte von möglichst vielen Städten und Gemeinden angeboten werden.
Natürlich wäre es dann nur richtig wenn die Stadt oder das Land diese
Pfennnigbeträge tragen und die Pilzberater bezahlen würde (Vorrausetzung).
Ciao bleem
Hallo,
die DGfM (Deutsche Gesellschaft für Mykologie) hat sich ja seinerzeit nach dem Mauerfall bemüht, die ex-DDR-Strukturen den hiesigen Politikern schmackhaft zu machen. Unter der Federführung des zwischenzeitlich verstorbenen Herrn Seibt wurde kaum etwas unversucht gelassen. Leider wurde dabei auch einiges an Porzellan zerschlagen, vor allem gegenüber den Ostdeutschen, die sich von seitens der DGfM überfahren gefühlt haben. Ich will auf die Details jetzt gar nicht nähers eingehen, zum einen weil mir nicht alle bekannt sind, zum anderen weil es doch etwas längeres ist und eigentlich müßig, hinterher alles aufzuwärmen was man damals hätte besser/anders/schneller/langsamer machen können.
Jedenfalls war klar, dass man nur dann eine Chance hat(te), die Pilzberater in irgendeiner Form amtlich zu belassen, wenn man den Politikern zum einen eine entsprechende Lobby nachweisen kann, zum anderen klar definierte Strukturen vorweist. Daher kam damals auch die vereinheitlichte Beraterprüfung und die Sache mit den Auffrischungskursen auf. Weils einfach eine wesentlich bessere Argumentationsbasis ist. Und wer weiß, hätte man damals das "Glück" gehabt, dass eine Knollenblätterpilz-Vergiftungswelle wie in den 70er-Jahren über uns hereingebrochen wäre, vielleicht hätte die DGfM ihr/unser Ziel sogar geschafft.
Jedenfalls bemüht sie sich auch weiterhin um solche Dinge, wie z.B. auch die Anerkennung und den Schutz des Titels "Pilzberater", Kontrollzwang für Marktpilze und natürlich auch für an Restaurants etc. verkaufte selbstgesammelte Pilze. Das Schweizer Modell wäre natürlich schon so ein Vorbild, aber wie immer mangelts den Politikern natürlich am Geld.
Natürlich sind Pilzberatungsstellen sinnvoll und notwendig aber um solche Bagatellen können sich unsere Oberen derzeit nicht kümmern. Somit bleibt es derzeit nur der Eigneinitiative jedes einzelnen Überlassen, mit seinem Bürgermeister oder LAndrat oder wem auch immer eventuelle Modalitäten abzuklären.
Schade, aber ich sehe offengestanden auch für die nähere Zukunft nichts was diesen Zustand ändern könnte.
Gruß,
Andreas