Liebes Forum, gebt fein acht.... *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 6125 Tagen)

.... ich hab Euch etwas mitgebracht !!

Und zwar die Funde meiner Spaziergänge von dieser Woche in unserer dörflichen Umgebung. Zum Großteil nichts Besonderes, aber in dieser tristen Jahreszeit schön anzusehen.

Auf einem Eichen-Ast in etwa 3 m Höhe in erfrischenden Gelbtönen: Der Zottige Schichtpilz (Stereum hirsutum)
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Am gleichen Baum dann noch ein Eichen-Rindenpilz (Peniophora quercina)
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Weiter, in etwa 5 m Höhe an einer alten knorrigen Buche: Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus)
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Der nächste Pilz ist ein persönlicher Erstfund und in meiner gängigen Literatur leider nicht aufgeführt. Er wächst auf einem alten liegenden Eichenstamm. Beim Reiben an der Pilzoberfläche blutet er etwas hellrot.
Nach vergleichenden Betrachtungen im Internet könnte es ein Eichen-Schichtpilz (Stereum gausapatum) sein.
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Dieser wächst auf der Rinde am Umfang des gleichen Stammes und ist möglicherweise der gleiche Pilz
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Für diese 3 Bilder bitte ich das Forum um Bestätigung bzw. um eine Korrektur.

Dann noch 2 Judasohren in XXL-Ausführung (uff Pälzisch: richdige Schlappohre)
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Auch dieser Pilz ist ein persönlicher Erstfund (nicht in Größe, sondern der Pilz direkt). Das Substrat kann ich leider nicht benennen. Es war ein großer Haufen Totholz der unterschiedlichsten Art. Laut Pilzbücher wäre Holunder am wahrscheinlichsten.

Zu allerletzt eine Frage an die Seitlingspezialisten im Forum:
Kann es im Juni Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) geben ? Der Sommerseitling (Pleurotus pulmonarius) ist nicht gemeint. Eines meiner ersten Pilzfotos mit Datum 5.6.2009 zeigt mit großer Wahrscheinlichkeit Austernseitlinge.

Gruß aus der fröhlichen Pfalz
Dieter

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Re: Liebes Forum, gebt fein acht....

HARZPILZCHEN, (vor 6125 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hi Dieter

Deine Austernseitlinge würde ich nicht kosten wollen, auch wenn sie frisch wären.
Wohl möglich schmecken sie etwas bitterlich.
LG Hartmut

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Re: Liebes Forum, gebt fein acht....

Pfalz-Pilz, (vor 6125 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut

Sind es keine ??? Womöglich die Gelbstieligen ??? Für eine Handprobe müßte ich eine Leiter in den Wald schleppen :-(

Gruß Dieter

Hi Dieter
Deine Austernseitlinge würde ich nicht kosten wollen, auch wenn sie frisch
wären.
Wohl möglich schmecken sie etwas bitterlich.
LG Hartmut

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Re: Liebes Forum, gebt fein acht....

Joschi Siembida ⌂, (vor 6125 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

deine Zeit müsste ich haben! :-)

Der Zottige Schichtpilz auf dem zweiten Foto ist richtig gut getroffen. Sehr schön!

Gruß Joschi

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Re: Liebes Forum, gebt fein acht....

Ingo Wagner, (vor 6125 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Hartmut
Sind es keine ??? Womöglich die Gelbstieligen ??? Für eine Handprobe müßte
ich eine Leiter in den Wald schleppen :-(
Gruß Dieter

Hallo Dieter!

Der gelbe Stiel und die rosalichen, engstehenden Lamellen zeigen eigentlich sehr schön, dass es der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) ist, von daher brauchst du nicht noch mal hin.
Bei den anderen Pilzen sehe ich die Benamung genauso wie du.

VG Ingo W

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Re: Liebes Forum, gebt fein acht....

MartinB, (vor 6125 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Dieter,

ich habe glaub ich auch irgendwo mal gelesen, daß die Auster auch noch im Alter weiße Lamellen hat.

Herzlich,

Martin

Hallo Dieter!
Der gelbe Stiel und die rosalichen, engstehenden Lamellen zeigen eigentlich
sehr schön, dass es der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina)
ist, von daher brauchst du nicht noch mal hin.
Bei den anderen Pilzen sehe ich die Benamung genauso wie du.
VG Ingo W

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19:38???Sandmännchen hat wohl verschlafen.

Joschi Siembida ⌂, (vor 6125 Tagen) @ Pfalz-Pilz

War zu lange im Wald unterwegs und ist dann über den Pilzen eingenickt! :-)

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Panus conchatus ??? *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 6123 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hi Dieter
Deine Austernseitlinge würde ich nicht kosten wollen, auch wenn sie frisch
wären.
Wohl möglich schmecken sie etwas bitterlich.
LG Hartmut

Hallo Forum

Nachdem Hartmut (Warum willst Du mich unwissend sterben lassen?), Ingo und Martin in mir erhebliche Zweifel zu dem von mir bezeichneten Austernseitling erweckt hatten, wurde ich weiter aktiv und das führte mich im Internet zum Panus conchatus.

Dieser Pilz ist auch in Rita Lüders Pilzbestimmungsbuch auf Seite 422 ganz winzig abgebildet und ist in Farbe und Gestalt meinem gefundenem Exemplar sehr ähnlich.
Weiterhin ist Thomas Pruß diesem Pilz vor etwa einem Jahr auch mal auf den Leim gegangen.
Beitrag 154733

Den Gelbstieligen Muschelseitling schließe ich zwischenzeitlich aus. Den hatte ich im Herbst 2x in den Fingern bzw. vor der Linse.

Um ganz sicher zu gehen, war ich heute morgen noch mal an der Buche und habe ihn mit einer Teleskopstange von seinem Sockel heruntergestoßen. (Mit einer Leiter durchs Dorf in den Wald hätte vermutlich Zwangsjackenalarm ausgelöst).

Und hier Detailfotos von dem irreführenden Übeltäter
Foto vom Mittwoch
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von heute
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Der Geschmack ist neutral und nicht bitter und der Geruch ist angenehm pilzig.

Wenn es denn tatsächlich ein Panus conchatus, Synonym Lentinus torulosus (Laubholz Knäueling) ist, verbuche ich das (für mich als Anfänger) als sensationellen Erstfund. Offensichtlich ist er nicht sehr häufig, da er in den gängigen Pilzbüchern nicht aufgeführt ist. Auch konnte ich im Internet keine Angaben über seinen Erscheinungszeitraum finden. Vielleicht ist mir hier das Forum behilflich ?

Gruß aus der Pfalz
und immer noch in diesem Fall leicht zweifelnd und unsicher
Dieter

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meine Zeit + Sandmännchen hat wohl verschlafen.

Pfalz-Pilz, (vor 6123 Tagen) @ Joschi Siembida

Hallo Joschi

Ich kann nur wiederholen: Hättest Du was Ordentliches gelernt..... :-))

Mein Navi versagte auf dem Heimweg aus dem Wald, deshalb die Verspätung für Deine Lieblingssendung :-))

Gruß Dieter

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Re: Panus conchatus ???

Ingo Wagner, (vor 6123 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter!

Den Gelbstieligen Muschelseitling schließe ich zwischenzeitlich aus. Den
hatte ich im Herbst 2x in den Fingern bzw. vor der Linse.

Für mich zeigen deine Fotos immernoch eindeutig Sarcomyxa serotina (Gelbstieliger Muschelseitling). Verwette ich meinen Pilzhut drauf.

VG Ingo W

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Ganz sicher Sarcomyxa serotina

HARZPILZCHEN, (vor 6123 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hi Dieter
Für mich der Gelbstielige Muschelseitling. Als ich den vor ca. 20 Jahren noch nicht kannte, landete er immer zwischen meinen Austern. Ohne Geschmackseinbußen.
Das der Pilz bitterlich ist, steht so in verschiedenen Büchern, ich habe ihn seitdem nie wieder probiert.

Ein Freund von mir hatte vor einigen Jahren sage und schreibe 10 Beutel davon eingefroren. Ich machte ihn solche Angst, das es sie wegwarf.

Also ich weiß nicht, ob er bitter schmeckt.

LG Hartmut

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Re: Panus conchatus ???

HARZPILZCHEN, (vor 6123 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Panus conchatus (den deine Bilder nicht zeigen) ist übrigens im Harz relativ häufig, da wir hohen Fagus Anteil haben. LG Hartmut

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Re: Panus conchatus ??? *PIC*

Rita_K, (vor 6122 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Forum
Nachdem Hartmut (Warum willst Du mich unwissend sterben lassen?), Ingo und
Martin in mir erhebliche Zweifel zu dem von mir bezeichneten
Austernseitling erweckt hatten, wurde ich weiter aktiv und das führte mich
im Internet zum Panus conchatus.
Dieser Pilz ist auch in Rita Lüders Pilzbestimmungsbuch auf Seite 422 ganz
winzig abgebildet und ist in Farbe und Gestalt meinem gefundenem Exemplar
sehr ähnlich.
Weiterhin ist Thomas Pruß diesem Pilz vor etwa einem Jahr auch mal auf den
Leim gegangen.
Beitrag 154733
Den Gelbstieligen Muschelseitling schließe ich zwischenzeitlich aus. Den
hatte ich im Herbst 2x in den Fingern bzw. vor der Linse.
Um ganz sicher zu gehen, war ich heute morgen noch mal an der Buche und habe
ihn mit einer Teleskopstange von seinem Sockel heruntergestoßen. (Mit
einer Leiter durchs Dorf in den Wald hätte vermutlich Zwangsjackenalarm
ausgelöst).
Und hier Detailfotos von dem irreführenden Übeltäter
Foto vom Mittwoch

von heute

Hallo Dieter,

ich denke auch, daß deine Fotos den Gelbstieligen Muschelseitling zeigen.

Hier mal zwei Fotos vom Laubholzknäueling (Panus conchatus), den ich bei uns regelmäßig finde. Einmal ganz jung und dann schon älter. Das Aussehen verändert sich bei diesem Pilz schon ziemlich.

LG aus dem Saarland
Rita

Der Geschmack ist neutral und nicht bitter und der Geruch ist angenehm
pilzig.
Wenn es denn tatsächlich ein Panus conchatus, Synonym Lentinus torulosus
(Laubholz Knäueling) ist, verbuche ich das (für mich als Anfänger) als
sensationellen Erstfund. Offensichtlich ist er nicht sehr häufig, da er in
den gängigen Pilzbüchern nicht aufgeführt ist. Auch konnte ich im Internet
keine Angaben über seinen Erscheinungszeitraum finden. Vielleicht ist mir
hier das Forum behilflich ?
Gruß aus der Pfalz
und immer noch in diesem Fall leicht zweifelnd und unsicher
Dieter

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Und hier älter *PIC*

Rita_K, (vor 6122 Tagen) @ Pfalz-Pilz

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Panus conchatus ??? Teil 2

Pfalz-Pilz, (vor 6116 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hi Dieter
Deine Austernseitlinge würde ich nicht kosten wollen, auch wenn sie frisch
wären.
Wohl möglich schmecken sie etwas bitterlich.
LG Hartmut

Hallo Forum

Nachdem mich Hartmut und Ingo mit Ihrer Hartnäckigkeit fast zum Wahnsinn treiben und Rita (aus dem Saarland) dies noch verstärkt, muß ich das wohl noch weiter über die Sporen verfolgen.

Zwischenzeitlich fand ich auch noch weitere Exemplare des strittigen Pilzes, ein Einzelexemplar von einem Eichenast in luftiger Höhe und dann gestern noch eine große tiefgefrorene Menge an einem toten Birkenstamm bis in etwa 10 m Höhe. Alle 3 Funde liegen km-weit auseinander.

Neben der heizkörpergetrockneten Probe (vom Erstfund auf Rotbuche) habe ich jetzt also auch frisches tiefgefrorenes Material.

Auch habe ich im Ort jetzt Zugang zu einem sehr guten Mikroskop (triokular) mit bis zu 1000 facher Vergrößerung und Mikroskala im Okular.

Es wurden winzigste Stücke von den Lamellen mittels Rasierklinge abgetrennt und mit Durchlicht betrachtet. Als Flüssigkeit zur Benetzung zwischen Träger und Deckglas stand mir nur Wasser zur Verfügung.
Hyphen konnte ich teilweise ganz gut erkennen, aber weit und breit keine Sporen.

Meine Fragen an das Forum:
1. Kann es sein, das die gefundenen Pilze schon zu alt sind und keine Sporen mehr haben?
2. Müßte ich ggf. andere Reagenzien zur Sichtbarmachung einsetzen?
3. Mache ich da bei der Probeaufbereitung etwas grundsätzlich falsch?

Zur Debatte steht der Gelbstielige Muschelseitling versus Panus Conchatus.

Beruflich hatte ich zuletzt 1974-1979 mikroskopiert und zwar zur Korngrößenbestimmung (bis unter 10 Mikron) von zerkleinerten Mineralien. Noch nicht alles verlernt :-))

Erste Mikrofotos (durch das Okular) wurden heute auch schon gemacht, allerdings mit unbefriedigten Ergebnis. Da muss noch geübt werden.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: Panus conchatus ??? Teil 2

Ingo Wagner, (vor 6116 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter!

Da hast du dir für den Wiedereinstieg in die Mikroskopie natürlich gleich einen denkbar schlechten Pilz ausgewählt.

Meiner Meinung nach haben deine Fruchtkörper alle Sporen, mindestens aber die größeren. Die Sporen sind aber wegen ihrer Winzigkeit und fehlender Farbe schon leicht zu übersehen. Das Problem ist weniger ihre Länge, sondern ihre Breite. Sporenmaße von ca. 5 x 1,5 erwarten dich, da wird ohne Ölimmersion und gute Mikroskopeinstellung wenig zu machen sein. Günstig wäre hier trotzdem erst mal ein Färbemittel.

Die andere Variante wäre vielleicht doch, bei ungefähr der Hälfte deiner Fruchtkörper den gelben Stielstummel zu entdecken, vorrausgesetzt, du hast gewissenhaft geerntet.

Dass jetzt die Form, Konsistenz, Stiel, Weite der herablaufenden Lamellen oder "Trichterformbestrebung" des Lentinus torulosus/Panus conchatus leicht anders sind, wird dich kaum überzeugen und lässt sich auch schwer in Worte fassen.

Viel Glück
Ingo W

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Re: Panus conchatus ??? Teil 2

Christoph ⌂, (vor 6116 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

für mich ganz eindeutig Sarcomyxa serotina. Schon rein makroskopisch. panus conchatus hat nicht diesen gelben Stiel, ihm fehlt die gallertige Fleischkonsistenz unter der Huthaut und ist ein ganz anderer Pilz.

Zur Mikroskopie: "Nur Wasser"? Ist doch das mit Abstand beste Medium für Frischmaterial.

LG
Christoph

Hallo Forum
Nachdem mich Hartmut und Ingo mit Ihrer Hartnäckigkeit fast zum Wahnsinn
treiben und Rita (aus dem Saarland) dies noch verstärkt, muß ich das wohl
noch weiter über die Sporen verfolgen.
Zwischenzeitlich fand ich auch noch weitere Exemplare des strittigen Pilzes,
ein Einzelexemplar von einem Eichenast in luftiger Höhe und dann gestern
noch eine große tiefgefrorene Menge an einem toten Birkenstamm bis in etwa
10 m Höhe. Alle 3 Funde liegen km-weit auseinander.
Neben der heizkörpergetrockneten Probe (vom Erstfund auf Rotbuche) habe ich
jetzt also auch frisches tiefgefrorenes Material.
Auch habe ich im Ort jetzt Zugang zu einem sehr guten Mikroskop (triokular)
mit bis zu 1000 facher Vergrößerung und Mikroskala im Okular.
Es wurden winzigste Stücke von den Lamellen mittels Rasierklinge abgetrennt
und mit Durchlicht betrachtet. Als Flüssigkeit zur Benetzung zwischen
Träger und Deckglas stand mir nur Wasser zur Verfügung.
Hyphen konnte ich teilweise ganz gut erkennen, aber weit und breit keine
Sporen.
Meine Fragen an das Forum: 1. Kann es sein, das die gefundenen Pilze schon zu
alt sind und keine Sporen mehr haben?
2. Müßte ich ggf. andere Reagenzien zur Sichtbarmachung einsetzen?
3. Mache ich da bei der Probeaufbereitung etwas grundsätzlich falsch?
Zur Debatte steht der Gelbstielige Muschelseitling versus Panus Conchatus.
Beruflich hatte ich zuletzt 1974-1979 mikroskopiert und zwar zur
Korngrößenbestimmung (bis unter 10 Mikron) von zerkleinerten Mineralien.
Noch nicht alles verlernt :-))
Erste Mikrofotos (durch das Okular) wurden heute auch schon gemacht,
allerdings mit unbefriedigten Ergebnis. Da muss noch geübt werden.
Gruß aus der Pfalz
Dieter

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4 : 1 für den Sarcomyxa serotina

Pfalz-Pilz, (vor 6115 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Rita, Christoph, Ingo und Hartmut

Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als die erfahrenere Mehrheit zu akzeptieren und mich für Eure Beiträge bedanken. Sollte aber meine Mikroskopiererei zu einem Erfolg führen und dabei ein anderes Ergebnis herauskommen, dann ist hier aber was los :-)).
Auch werde ich die 3 Fundstellen in der kommenden Saison im Auge behalten und vielleicht junge eindeutige Exemplare des Gelbstieligen Muschelseitlings (Sarcomyxa serotina) finden.

Ich habe mich bei der Bestimmung zum Panus conchatus auf die Bilder in dem Buch von Rita Lüders (Seite 334 und 423) und im Bon (Seite 123) und unter Anderem auch auf eine polnische Pilzseite http://www.grzyby.pl/foto/sj/sj-hliva_fialova.jpg festgelegt. Wie weit Foto aus dem Internet verbindlich sein können sei jetzt mal dahingestellt, den beiden Büchern sollte man aber doch vertrauen können, oder ? Ich halte die dort vorgestellten Bilder zu diesem Pilz jetzt nicht für repräsentativ bei seiner Vielgestaltigkeit in Form und Farbe.
Sogar die Fotos vom Panus conchatus / Lentinus torulosus in der Forums-Galerie zeigen mehr Ähnlichkeit zu meinen gefundenen Exemplaren als die dort vorgestellten Fotos vom Sarcomyxa serotina.

Mit einer Einfärbung von Pilzproben für das Mikroskop bin ich vollkommen unbeleckt. Kann mir jemand für diesen speziellen Fall kurzfristig etwas aus seinem Erfahrungsschatz abgeben ? Ist das mit haushaltsmäßigen Mitteln möglich oder muss ich in der örtlichen Apotheke etwas einkaufen ? Im Forum habe ich kürzlich etwas von Gemüsesäften, z.B. Rote Beete, gelesen. Meine Bücher sind diesbezüglich nicht hilfreich. Ich bitte um Tipps, ansonsten muss ich wild rumprobieren.
Wie werden getrocknete Pilzproben zum Mikroskopieren gehandhabt ? Abkratzen/abrechen oder vor einem Schnitt einweichen ?

Kann jemand Praxis-Literatur zur Pilzmikroskopie empfehlen ?

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: 4 : 1 für den Sarcomyxa serotina

Rita_K, (vor 6115 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Rita, Christoph, Ingo und Hartmut
Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als die erfahrenere Mehrheit zu
akzeptieren und mich für Eure Beiträge bedanken. Sollte aber meine
Mikroskopiererei zu einem Erfolg führen und dabei ein anderes Ergebnis
herauskommen, dann ist hier aber was los :-)).
Auch werde ich die 3 Fundstellen in der kommenden Saison im Auge behalten und
vielleicht junge eindeutige Exemplare des Gelbstieligen Muschelseitlings
(Sarcomyxa serotina) finden.
Ich habe mich bei der Bestimmung zum Panus conchatus auf die Bilder in dem
Buch von Rita Lüders (Seite 334 und 423) und im Bon (Seite 123) und unter
Anderem auch auf eine polnische Pilzseite
http://www.grzyby.pl/foto/sj/sj-hliva_fialova.jpg festgelegt. Wie weit
Foto aus dem Internet verbindlich sein können sei jetzt mal dahingestellt,
den beiden Büchern sollte man aber doch vertrauen können, oder ? Ich halte
die dort vorgestellten Bilder zu diesem Pilz jetzt nicht für repräsentativ
bei seiner Vielgestaltigkeit in Form und Farbe.
Sogar die Fotos vom Panus conchatus / Lentinus torulosus in der
Forums-Galerie zeigen mehr Ähnlichkeit zu meinen gefundenen Exemplaren als
die dort vorgestellten Fotos vom Sarcomyxa serotina.
Mit einer Einfärbung von Pilzproben für das Mikroskop bin ich vollkommen
unbeleckt. Kann mir jemand für diesen speziellen Fall kurzfristig etwas
aus seinem Erfahrungsschatz abgeben ? Ist das mit haushaltsmäßigen Mitteln
möglich oder muss ich in der örtlichen Apotheke etwas einkaufen ? Im Forum
habe ich kürzlich etwas von Gemüsesäften, z.B. Rote Beete, gelesen. Meine
Bücher sind diesbezüglich nicht hilfreich. Ich bitte um Tipps, ansonsten
muss ich wild rumprobieren.
Wie werden getrocknete Pilzproben zum Mikroskopieren gehandhabt ?
Abkratzen/abrechen oder vor einem Schnitt einweichen ?
Kann jemand Praxis-Literatur zur Pilzmikroskopie empfehlen ?
Gruß aus der Pfalz
Dieter

Hallo Dieter,

wenn ich mir nicht ganz sicher bin mit der makroskopischen Bestimmung, dann lege ich meine Pilze auch immer unters scharfe Glas. Wenn man wie bei dir schon die Pilzart ziemlich eingrenzen kann, müßte es doch möglich sein, herauszubekommen, welcher Pilz es ist. Dazu gehört natürlich entsprechende Literatur, in der Mikromerkmale abgebildet sind, wie z.B. Pilze der Schweiz. Hier kannst du sowohl Lentinus torulosus (Panus conchatus) als auch Sarcomyxa serotina finden.
Gebräuchliche Färbemittel in der Pilzmikroskopie sind z.B. Melzers Reagenz, Baumwollblau, Kongorot usw. Teilweise kannst du die Reagenzien in der Apotheke bekommen, aber nicht alles. Am besten du siehst dir mal die Seite von Walter Pätzold, Schwarzwälder Pilzlehrschau, an, dort kannst du alle Reagenzien, die du brauchst bestellen. Wenn du aber bisher in Richtung Pilzmikroskopie noch überhaupt nichts gemacht hast, dann solltest du vielleicht einen Kurs machen. Im Juni wird hier im Saarland ein Kurs mit Andreas Gminder angeboten. Schau mal hier: http://www.pilzfreunde-saar-pfalz.de/index1.htm

Vielleicht wäre das ja was für dich.

Hier kannst du dir noch die Mikrofibel, mit guten Tipps, kostenlos runterladen:

http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html

Ein Reagenz speziell für deinen Fall kann ich dir jetzt allerdings nicht empfehlen, aber wenn du Interesse hast kann ich dir einen Scan der Beschreibungen aus PdS per Mail zukommen lassen. Melde dich.

LG
Rita

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Re: 4 : 1 für den Sarcomyxa serotina

Pfalz-Pilz, (vor 6114 Tagen) @ Rita_K

Hallo Rita

Vielen Dank für deine vielen ausführlichen Antworten

Dazu gehört natürlich entsprechende
Literatur, in der Mikromerkmale abgebildet sind, wie z.B. Pilze der
Schweiz. Hier kannst du sowohl Lentinus torulosus (Panus conchatus) als
auch Sarcomyxa serotina finden.

Genau hier liegt bei mir der Hase im Pfeffer. Ich habe mir dazu zig Bilder und auch einige Beschreibungen von beiden Arten angeschaut und komme zu keinem eindeutigen Ergebnis. Der Schwerpunkt der Ähnlichkeit lag beim Panus conchatus. Leider fand ich vom Gelbstieligen im älteren Zustand keine Bilder. Mein Literaturbestand ist noch relativ dünn und wird aber nach und nach aufgestockt. Im Moment läuft noch viel übers Internet. Meine momentane Hoffnung liegt bei den Sporen.

Gebräuchliche Färbemittel in der Pilzmikroskopie sind z.B. Melzers Reagenz,
Baumwollblau, Kongorot usw.

Will erst mal rausbekommen was im Moment notwendig ist und dann kurzfristig beschaffen. Die ganze Palette der Reagenzien möchte ich momentan nicht kaufen.

Wenn du aber bisher in Richtung
Pilzmikroskopie noch überhaupt nichts gemacht hast, dann solltest du
vielleicht einen Kurs machen. Im Juni wird hier im Saarland ein Kurs mit
Andreas Gminder angeboten. Schau mal hier:
http://www.pilzfreunde-saar-pfalz.de/index1.htm

Dein Link ist übrigens nicht gültig. Kam aber trotzdem hin, da die Adresse Deines Vereins bei mir schon gespeichert ist. Ich bin ja nicht neugierig, aber man sollte immer wissen was beim Nachbarn los ist :-))
Der Besuch des Kurses ist in der Überlegung. Habe aber dafür kein eigenes Mikroskop. Mal abwarten was bis dahin geht.

Hier kannst du dir noch die Mikrofibel, mit guten Tipps, kostenlos
runterladen: http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html

Toll, genau das benötige ich, und dazu noch kostenlos!!

Ein Reagenz speziell für deinen Fall kann ich dir jetzt allerdings nicht
empfehlen, aber wenn du Interesse hast kann ich dir einen Scan der
Beschreibungen aus PdS per Mail zukommen lassen.

Habe zwischenzeitlich einen Zugang zu PdS ausgemacht (Pfälzer Vereinskamerad von Dir). Dort werde ich mir auch beide Arten nochmals genauer ansehen.

Vielleicht sehen wir uns mal bei einem Eurer Stammtischtreffen.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: 4 : 1 für den Sarcomyxa serotina

Ingo Wagner, (vor 6114 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter!

Vielleicht wäre es ja die schnellste Lösung, besagte Pilze aussporen zu lassen.
Normalerweise müssten sie das eigentlich schon getan haben (weißer Belag auf Unterlage oder darunterliegenden Pilzhüten), vorrausgesetzt, du hast sie überhaupt noch in einem akzeptablen Zustand dafür.

Zumindest weißt du dann, dass sich hauptsächlich Sporen auf deinem Objektträger befinden und nur wenig, vielleicht irreführende Bestandteile. Und du wüsstest dann auch sicher, dass sie da sein müssen. Erkennst du dann nichts, kann man weiter überlegen, woran es liegt.

VG Ingo W

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Re: 4 : 1 für den Sarcomyxa serotina

Pfalz-Pilz, (vor 6114 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo

Der allererste Fund lag 2 Tage auf weißem Papier. Habe dann nur eine leicht gelbe Verfärbung, ungefähr in der Farbe des gesamten Pilzes, festgestellt. Für den ersten Mikroskopierversuch habe ich ganz vorsichtig mit einer Rasierklinge diese Verfärbung auf einen Objekträger gekratzt. Dabei habe ich ein einziges sporenähnliches Gebilde, in der Form wie im Bon abgebildet, gefunden. Das hatte aber eine Sporenlänge von 39 Mikron, was wohl für beide Arten nicht sein kann. (Dieses Maß ist sicher, da ich 2 Tage später die Skala für alle 4 Objektive kalibriert habe). Danach legte ich einen Teil des Pilzes auf einen Heizkörper zum Trocknen und ist jetzt in einer geschlossenen Plastikdose aufbewahrt.
Die 3. Probe habe ich gefroren am Baum entnommen und lagert in einer verschlossenen Plastikdose auf dem Balkon.
Mein 2. Mikroskopierversuch mit abgeschnittenen Lamellenstückchen sowohl von der getrockneten als auch von der gefrorenen Probe zeigte mir keine Sporen.
Leider ist mir das Mikroskop nur gelegentlich und dann nur in einer begrenzten Zeit, zugänglich. Beim nächsten Mal will ich einfärben und mit Öl bei 1000x mein Glück versuchen.
Ob an dem hartgetrockneten Teilstück noch Sporen ausfallen, könnte ich probieren, aber wie bringe ich die dann sicher zum Mikroskop ? Ich werden am Mikroskop mal die Probe über einen Träger ausklopfen, vielleicht habe ich Glück.

Kannst Du mir eine andere Vorgehensweise bei einem externen Mikroskop vorschlagen ? Bin für jeden Tip dankbar.

Gruß aus der Pfalz
Dieter

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Re: 4 : 1 für den Sarcomyxa serotina

Ingo Wagner, (vor 6114 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter!

Ein Abwurf-Sporenpräparat ist nur mit Lebendmaterial günstig. Also lege einfach einen Objektträger unter die Lamellen der Balkonpilze. Sollten die aber schon verschimmelt sein oder fangen an, faulig zu stinken und zu zerlaufen, dann lass es!

Bei den getrockneten Pilzen ist Abwurfpräparat nicht mehr gut, es hängen aber noch genug Sporen in den Lamellen für den Fall, dass du Zeit und Möglichkeit für das Inspizieren des Exsikkats haben wirst.

VG Ingo W