Lanzarote-Pilz *PIC*

Roswitha, (vor 6117 Tagen)

Ich bin 2 Wochen lang dem Winter entflohen und habe auf Lanzarote Sonne getankt.
Auf dieser trockensten Kanareninsel einen Pilz zu finden hatte ich nicht einmal zu hoffen gewagt.
Und dann bei einem Ausflug nach Playa Teguise im Lapilli (grobe Vulkanasche) bei einer bewässerten !! Palme das hier:

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Ich vermute, es ist der Perlhuhn-Egerling / Agaricus moelleri, lasse mich aber gerne korrigieren. Vielleicht ist das ja auch eine bei uns nicht vorkommende Art. (Ich habe leider kein Exsikkat gemacht für irgend jemanden mit scharfem Glas)

Als ich mir gerade die chromgelbe Stielbasis anschaute kam ein Spanier, ich korrigiere auf spanisch sprechender Herr, vorüber und meinte, dass das gute Pilze seien. Ich sagte: No.
Er darauf: Doch das sind "champignones". Aber hier würde er sie auch nicht nehmen, wegen der "cacca".
Mein rudimentäres Spanisch hat zwar ausgereicht, ihn zu verstehen, aber nicht dafür ihm klarzumachen, dass es sich hier um Karbolegerlinge handelt, was man an der gelben Stielbasis und am Geruch erkennen kann.
Dann dachte ich mir, na gut, wenn er sie wegen der "cacca", die sich bei näheren Hinsehen als vertrocknete Champignons herausstellte, nicht nehmen würde, ist es ja auch in Ordnung. Außerdem gibt es ja auch Leute, die Karbol-Egerlinge vertragen.

Jetzt ergibt sich für mich eine ganz andere Frage, wovon ernährt sich ein Saprophyt in der groben Vulkanasche? Wenn auch keine "cacca " da war, so ist es doch ein Platz an dem Hundepippi durchaus vorstellbar ist. Reicht das? oder gibt es vielleicht doch eine "Notfall-Mykorrhizza"?

Liebe Grüße
Roswitha mit kalten Füßen und sonnigen Gedanken

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Re: Lanzarote-Pilz

Christoph ⌂, (vor 6117 Tagen) @ Roswitha

Hi Roswitha,

nein, Champignons machen auch keine Notfallmykorrhiza :-).
Wie hat denn das Fleisch verfärbt? Ansonsten sieht das für mich als Agaricus-Laien schon aus wie das Perlhuhn. Interessant wäre es jedoch, wenn das Fleisch zudem etwas röten würde.

LG
Christoph

Ich bin 2 Wochen lang dem Winter entflohen und habe auf Lanzarote Sonne
getankt.
Auf dieser trockensten Kanareninsel einen Pilz zu finden hatte ich nicht
einmal zu hoffen gewagt.
Und dann bei einem Ausflug nach Playa Teguise im Lapilli (grobe Vulkanasche)
bei einer bewässerten !! Palme das hier:


Ich vermute, es ist der Perlhuhn-Egerling / Agaricus moelleri, lasse mich
aber gerne korrigieren. Vielleicht ist das ja auch eine bei uns nicht
vorkommende Art. (Ich habe leider kein Exsikkat gemacht für irgend
jemanden mit scharfem Glas)
Als ich mir gerade die chromgelbe Stielbasis anschaute kam ein Spanier, ich
korrigiere auf spanisch sprechender Herr, vorüber und meinte, dass das
gute Pilze seien. Ich sagte: No.
Er darauf: Doch das sind "champignones". Aber hier würde er sie
auch nicht nehmen, wegen der "cacca".
Mein rudimentäres Spanisch hat zwar ausgereicht, ihn zu verstehen, aber nicht
dafür ihm klarzumachen, dass es sich hier um Karbolegerlinge handelt, was
man an der gelben Stielbasis und am Geruch erkennen kann.
Dann dachte ich mir, na gut, wenn er sie wegen der "cacca", die
sich bei näheren Hinsehen als vertrocknete Champignons herausstellte,
nicht nehmen würde, ist es ja auch in Ordnung. Außerdem gibt es ja auch
Leute, die Karbol-Egerlinge vertragen.
Jetzt ergibt sich für mich eine ganz andere Frage, wovon ernährt sich ein
Saprophyt in der groben Vulkanasche? Wenn auch keine "cacca " da
war, so ist es doch ein Platz an dem Hundepippi durchaus vorstellbar ist.
Reicht das? oder gibt es vielleicht doch eine
"Notfall-Mykorrhizza"?
Liebe Grüße
Roswitha mit kalten Füßen und sonnigen Gedanken

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Re: Lanzarote-Pilz

Pilzmann, (vor 6117 Tagen) @ Roswitha

Hallo Roswitha,

die Vulkan-Asche der Kanaren gilt als wahres Wundermittel zur Kultivierung von (Nutz-) Pflanzen. Sie enthalten folglich eine Menge hilfreicher Mineralien und sonstiger Chemie. M. W. fliegen Egerlinge vor allem auf Stickstoff-Verbindungen und die dürften in dieser Asche massig zu finden sein. Ausreichend für die Existenz der Karbol- bzw. Rebhuhn- / Perlhuhn-Egerlinge.

Mit liebem Gruß, Peter!

Ich bin 2 Wochen lang dem Winter entflohen und habe auf Lanzarote Sonne
getankt.
Auf dieser trockensten Kanareninsel einen Pilz zu finden hatte ich nicht
einmal zu hoffen gewagt.
Und dann bei einem Ausflug nach Playa Teguise im Lapilli (grobe Vulkanasche)
bei einer bewässerten !! Palme das hier:


Ich vermute, es ist der Perlhuhn-Egerling / Agaricus moelleri, lasse mich
aber gerne korrigieren. Vielleicht ist das ja auch eine bei uns nicht
vorkommende Art. (Ich habe leider kein Exsikkat gemacht für irgend
jemanden mit scharfem Glas)
Als ich mir gerade die chromgelbe Stielbasis anschaute kam ein Spanier, ich
korrigiere auf spanisch sprechender Herr, vorüber und meinte, dass das
gute Pilze seien. Ich sagte: No.
Er darauf: Doch das sind "champignones". Aber hier würde er sie
auch nicht nehmen, wegen der "cacca".
Mein rudimentäres Spanisch hat zwar ausgereicht, ihn zu verstehen, aber nicht
dafür ihm klarzumachen, dass es sich hier um Karbolegerlinge handelt, was
man an der gelben Stielbasis und am Geruch erkennen kann.
Dann dachte ich mir, na gut, wenn er sie wegen der "cacca", die
sich bei näheren Hinsehen als vertrocknete Champignons herausstellte,
nicht nehmen würde, ist es ja auch in Ordnung. Außerdem gibt es ja auch
Leute, die Karbol-Egerlinge vertragen.
Jetzt ergibt sich für mich eine ganz andere Frage, wovon ernährt sich ein
Saprophyt in der groben Vulkanasche? Wenn auch keine "cacca " da
war, so ist es doch ein Platz an dem Hundepippi durchaus vorstellbar ist.
Reicht das? oder gibt es vielleicht doch eine
"Notfall-Mykorrhizza"?
Liebe Grüße
Roswitha mit kalten Füßen und sonnigen Gedanken

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Re: Lanzarote-Pilz *PIC*

Roswitha, (vor 6117 Tagen) @ Christoph

Hi Roswitha,
nein, Champignons machen auch keine Notfallmykorrhiza :-).
Wie hat denn das Fleisch verfärbt? Ansonsten sieht das für mich als
Agaricus-Laien schon aus wie das Perlhuhn. Interessant wäre es jedoch,
wenn das Fleisch zudem etwas röten würde.
LG
Christoph

Hallo Christoph,

gute Frage, wie hat das Fleisch verfärbt? Ich weiß es nicht.
Ich bin da wohl etwas unprofessionell touri-mäßig vorgegangen:
Pilz gesehen, angeschaut, zum Auto zurück, Kamera geholt, Fotos gemacht, Kamera zurückgebracht, Ehemann hinterhergehetzt, der schon halb am Strand war. Keinen Pilz durchgebrochen, keinen Pilz mitgenommen. Solchen Blödsinn mache ich immer wieder mal (leider).

Ich habe noch 2 Fotos von Stielen auf denen man auch eine rötlich-braune Verfärbung erkennen kann. Der Stiel hat nach dem Anfassen sehr schnell und stark gegilbt (eigentlich müsste man schon sagen "gegelbt") und dann später sich ins Braun-rötliche verfärbt.

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Liebe Grüße
Roswitha

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Re: Lanzarote-Pilz

Christoph ⌂, (vor 6116 Tagen) @ Roswitha

Hallo Roswitha,

mir fehlt da etwas die praktische Erfahrungen, um den Rebhuhnegerling (Agaricus phaeolepidotus) vom Perlhuhnegerling (Agaricus moelleri oder Ag. placomyces) von außen zu unterscheiden. Die doch sehr deutliche Gelbverfärbung würde eher für das Perlhuhn sprechen. Das Flecken an der Stieloberflächedürfte wohl weniger verlässlich sein als ein Röten im Fleisch. Wie Du beobachtest hast, kann ja auch das Gilebn in schmutzig umschlagen.

Liebe Grüße
Christoph

Hallo Christoph,
gute Frage, wie hat das Fleisch verfärbt? Ich weiß es nicht.
Ich bin da wohl etwas unprofessionell touri-mäßig vorgegangen: Pilz gesehen,
angeschaut, zum Auto zurück, Kamera geholt, Fotos gemacht, Kamera
zurückgebracht, Ehemann hinterhergehetzt, der schon halb am Strand war.
Keinen Pilz durchgebrochen, keinen Pilz mitgenommen. Solchen Blödsinn
mache ich immer wieder mal (leider).
Ich habe noch 2 Fotos von Stielen auf denen man auch eine rötlich-braune
Verfärbung erkennen kann. Der Stiel hat nach dem Anfassen sehr schnell und
stark gegilbt (eigentlich müsste man schon sagen "gegelbt") und
dann später sich ins Braun-rötliche verfärbt.


Liebe Grüße
Roswitha