Frage zum Thema Wildschwein

Jogi, (vor 9197 Tagen)

Bei uns hier in Norddeutschland ist momentan viel von gefährlichen
Wildschwein Attaken zu hören. Gerade die Gefährlichkeit von
Keilern sollte nicht unterschätzt werde. Ich selber bin zum Glück
noch keinem Keiler begegnet, aber ich frage mich, wie ich mich in
einer solchen Situation verhalten soll? Wegrennen ??? Ruhig
stehenbleiben??? Oder was ....
Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema oder einen Tipp ??
Oder sind diese Tiere so scheu, daß die von selber wegrennen ??

Generelle Frage: Nehmt Ihr (aus was für Gründen auch immer) irgend-
welches Verteidigungsmaterial mit in den Wald ??

Gruß

Jogi

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Re: Frage zum Thema Wildschwein

Klaus, (vor 9197 Tagen) @ Jogi

Hallo Jogi,

Berichte von Wildschweinangriffen halte ich für stark übertrieben. Wildschweine sind in der Regel sehr scheu und es ist schon selten, wenn der Mensch die Gelegenheit bekommt sie zu sehen. Nur wenn man ihren Jungen zu nahe kommt würden sie sich und ihre Jungen verteidigen. Ich für meinen Teil konnte mich bisher einmal an diesem Anblick erfreuen und habe mich sehr still dabei verhalten. Als es mich bemerkt hatte, war es ruckzuck weg.
Nunja, das ist meine Erfahrung.

Gruss, Klaus

Bei uns hier in Norddeutschland ist momentan viel von gefährlichen
Wildschwein Attaken zu hören. Gerade die Gefährlichkeit von
Keilern sollte nicht unterschätzt werde. Ich selber bin zum Glück
noch keinem Keiler begegnet, aber ich frage mich, wie ich mich in
einer solchen Situation verhalten soll? Wegrennen ??? Ruhig
stehenbleiben??? Oder was ....
Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema oder einen Tipp ??
Oder sind diese Tiere so scheu, daß die von selber wegrennen ??
Generelle Frage: Nehmt Ihr (aus was für Gründen auch immer) irgend-
welches Verteidigungsmaterial mit in den Wald ??
Gruß
Jogi

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Re: Frage zum Thema Wildschwein

Baerbel, (vor 9197 Tagen) @ Klaus

Wenn man dem Kessel(Nest der Frischlinge), ob bewusst oder nicht, zu nahe kommt, kanns schon unangenehm werden. Ich bin als Kind mal von einer Sau verfolgt worden, weil ich ihrem Nachwuchs zu nahe kam. Glücklicherweise war ich schneller auf einem Baum als das Tier. Ich hab aber mal gehört, dass die Tiere daraufhin unter dem Baum warten, ist bei mir nicht der Fall gewesen.
Aber der Nachwuchs ist um diese Jahreszeit bereits gross genung, so dass die komplette Manschaft eher das weite sucht.
Noch gefährlicher sind verletzte Keiler, ob durch Dresch- oder Mähmaschinen, durch Jäger, oder durch PKW´s, dieses zweifelhafte Vergnügen hatte ich aber noch nicht. Mit solch einer Begegnung ist nicht zu spassen.
Wegrennen bring in dem Fall der Wildschweine relativ wenig, die Biester sind weit flinker als jeder Pilzsammler. Auch die selbstverteidigung durch Waffen ist nicht angebracht, da der Tod meist nicht sofort eintritt und mit verletzten Tieren will es keiner zu tun bekommen.
Die Methode meines Kindheitserlebnisses, also das erklimmen des nächsten geeigneten Baumes, ist mir dabei noch das Sinnvollste.
hoffe geholfen zu haben
Baerbel

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Re: Da hast Du aber (Wild)-Schwein gehabt! *oT*

Gottfried, (vor 9197 Tagen) @ Baerbel

- kein Text -

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bewaffnet in den Wald...

Martl, (vor 9197 Tagen) @ Jogi

Hallo Jogi,

ich seh immer nur die Spuren (aufgewühlte Stellen), die die Wildschweine hinterlassen. Persönliche Bgegnung hatte ich noch nie, obwohl's bei uns schon welche gibt.
Außer meinem Taschenmesser habe ich keine Waffen dabei...
Ich hab allerdings schon zweimal dermaßen Schiß gekriegt, daß ich mir eine Wumme gewünscht hätte:

1) Beim Aufstieg im Morgengrauen in den bayerischen Alpen hörte ich eine heulende Kreatur (Wolf???, wilder Hund) in der Nähe irgendwo. Kein Mensch weit und breit morgens zwischen 5 und 6 Uhr... war schon ganz schön unheimlich!

2) In den Tiroler Alpen in einem abgelegenen Waldstück weit entfernt von jeglicher Zivilisation ertönt plötzlich ein unmenschlicher, lauter und durchdringener Schrei wie von einem gequälten Monster! Echt furchteinflößend!!! Ich hab - das Messer stichbereit in der Hand - gemacht, daß ich da wegkomm, mit ständigem Umsehen, ob mich das Biest verfolgt... Ich krieg heut noch fast 'ne Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke.

Aber ich hab's ohne Schaden überlebt. Die schlimmeren Biester sind meiner Meinung nach eh die Mücken, die einen überfallen sobald man stehenbleibt. Vor allem beim Abernten größerer Pfifferlingsfelder wird's wirklich unangenehm. Da hilft sogar Autan nur noch soweit, daß es den Tod durch Blutverlust verhindert... *ggg*

Ciao,
Martl

Bei uns hier in Norddeutschland ist momentan viel von gefährlichen
Wildschwein Attaken zu hören. Gerade die Gefährlichkeit von
Keilern sollte nicht unterschätzt werde. Ich selber bin zum Glück
noch keinem Keiler begegnet, aber ich frage mich, wie ich mich in
einer solchen Situation verhalten soll? Wegrennen ??? Ruhig
stehenbleiben??? Oder was ....
Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema oder einen Tipp ??
Oder sind diese Tiere so scheu, daß die von selber wegrennen ??
Generelle Frage: Nehmt Ihr (aus was für Gründen auch immer) irgend-
welches Verteidigungsmaterial mit in den Wald ??
Gruß
Jogi

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Re: bewaffnet in den Wald...

Galadriel, (vor 9197 Tagen) @ Martl

Außer meinem Taschenmesser habe ich keine Waffen dabei...
Ich hab allerdings schon zweimal dermaßen Schiß gekriegt, daß ich mir eine
Wumme gewünscht hätte
Ciao,
Martl

Eine Waffe brauchst du eher gegen Wilderer die du inflagranti ertappst und die dich deshalb beseitigen wollen oder gegen Kriminaltouristen die in den Wäldern hausen bzw. ihr "Sammelgut" zwischenlagern bevor sie damit wieder abzischen.
Die Tiere machen in der Regel niemandem etwas, es sei den sie haben Junge oder sind verwundet. Bei Angriffen hinter oder auf Bäume flüchten.

Vor ca. zwei Wochen hörte ich auf einer Waldlichtung einen Rehbock "bellen". Kurz darauf kam er direkt auf mich zugerannt (Zufall, nicht Attake) fünf Meter vor mir hat er einen Stopp gerissen.Wir haben einander in die Augen geschaut und er fand dann, dass dieses Bäumchen (ich) etwas seltsam aussah und spurtete ebenso rasch in eine andere Richtung davon.

Gruss Galadriel

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Re: Frage zum Thema Wildschwein

Ulm-Olli, (vor 9197 Tagen) @ Jogi

:-)

Hihihi!

Kleiner Tipp: Mach einfach etwas mehr Krach, wenn du im Wald herumschleichst, das schützt vor den sofort verscheuchten "Wildtieren" und hindert den nächsten kurzsichtigen Weidmann, eine Breitseite auf dich loszulassen. Bunte Kleidung ist auch nicht schlecht gegen Jäger, habe da so Erzählungen aus Insiderkreisen gehört..... (Au Weiha!)

Bewaffnung nützt im Falle eh nix, schon gar kein Messerle, wenn du mal Hauer von Schweinen gesehen hast, die sind besser bewaffnet und haben den dickeren Pelz.

Grüßlis Ulm-Olli (schon mehrfach unter Schweinen gewesen, ohne Schaden)

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Re: Frage zum Thema Wildschwein

Andreas ⌂, (vor 9197 Tagen) @ Jogi

Bei uns hier in Norddeutschland ist momentan viel von gefährlichen
Wildschwein Attaken zu hören. Gerade die Gefährlichkeit von
Keilern sollte nicht unterschätzt werde. Ich selber bin zum Glück
noch keinem Keiler begegnet, aber ich frage mich, wie ich mich in
einer solchen Situation verhalten soll? Wegrennen ??? Ruhig
stehenbleiben??? Oder was ....
Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema oder einen Tipp ??
Oder sind diese Tiere so scheu, daß die von selber wegrennen ??
Generelle Frage: Nehmt Ihr (aus was für Gründen auch immer) irgend-
welches Verteidigungsmaterial mit in den Wald ??
Gruß
Jogi

Hallo,

Im Schönbuch hat's auch ziemlich Wildschweine und mit der Zeit kriegt man auch raus an welchen Stellen sie sich gerne aufhalten. Es sind dann auch sehr deutliche Pfade vorhanden und auch Suhlen.
In dieser Gegend gehe ich immer etwas geräuschvoller als sonst, trete immer mal wieder auf trockene Äste oder raschel im Laub. Ab und zu sieht man mal ein Wildschwein und dann gehe ich eben einen Bogen. Ich denke mir, wenn das Tier trotz meinen Geräuschen sich nicht aus dem Staub gemacht hat, dann hat es das vielleicht auch nicht vor. Und da ich das Tier ja nicht unbedingt vertreiben muss wenn's da was so wichtiges zu tun hat, geb' ich als klügerer eben nach und latsch außenrum. Zugegebenermaßen immer mit einem Blick in die Richtung Wildschwein und mit einem zweiten Blick schon mal einen geeigneten Baum heraussuchend.
Einem Bekannten von mir kam in der Gegend mal beim Pilzsuchen ein schnuckeliger kleiner Frischling auf dem Waldweg entgegen, bis 2 Meter vor ihnen. War zwar putzig, aber der Gedanke an die Alte läßt dann doch etwas trocken schlucken. Der Kleine ließ sich auch nicht verscheuchen, ging dann aber nach ein paar Minuten von selber wieder zu Muttern. Die war gar nicht weit weg, er hat sie dann gesehen. Der Wind stand wohl günstig, aber andererseits glaube ich hätten die beiden längst das Weute gesucht gehabt hätte das Tier Witterung gekriegt. Dumm ist halt wenn in so einem Moment der Wind dreht und man schon zu nahe dran ist.
Selbstverteidigung halte ich für unmöglich und eher gefährlich. Wenn man das eh schon in die Enge getriebene Tier auch noch verletzt .... -ohne Worte-

In meinem Bannwald hatte ich eine kleine Bachschlucht in der ich natürlich auch die Pilze kartieren sollte und just dort hatte sich ein Wildsaupäarchen eingerichtet. Zum Glück stand ich oben am Schluchtrand, so konnten die Viecher auf der anderen Seite abhauen. Normalerweise bin ich bachaufwärts die Schlucht hoch und da wär's dann wohl etwas eng geworden mit dem Ausweichen ....Jedenfalls hab' ich seitdem immer erst mal von weitem eine Stein in Richtung Wildschweinunterkunft geschmissen um zu sehen/hören ob die Tiertchen zuhause sind und damit meine Bannwaldbegehung um diesen Abschnitt kürzer wird, oder ob die Luft rein ist.

Mein Fazit ist, das in meiner Gegend es eher Glück ist wenn man mal einen Hauch von Wildsau sieht.
Anders sieht es sicher z.B. im Rheintal aus, wo die Tiere vielleicht auch größere Rotten bilden. Zur Morchelzeit haben sie dann gerade Junge und ich würde schon empfehlen, wer in diesen meist unübersichtlichen Auwäldern dann Morcheln sucht, auf etwaige Geräusche zu achten und lieber einmal zuviel als zuwenig zurückzugehen.

Gruß,
Andreas

P.S.: Die gleiche Problematik stellt sich in Schweden übrigens bei der Kombination Pilzsammler Elch während Wildschweine dort offenbar kein Thema sind.