Vater`s Pilzfunde *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen)

Hallo Forum

Den Vormittag vom Vatertag verbrachte ich mit unser aller Lieblingsbeschäftigung.
Der Wald füllt sich langsam und bringt bekanntes, für mich aber noch viel mehr unbekanntes hervor. Alle vorgestellten Pilze sind persönliche Erstfunde.

Zuerst der Gang über ein abgeholztes Grundstück mit einer dicken Schicht Fichtenholzhäcksel.
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Hutdurchmesser ca. 1-3 cm, kein bemerkenswerter Geruch
Sporenfarbe hellbraun, Sporengröße ca. 12x7,5 my
Könnte das ein Düngerling (Panaeolus) auf Häckselgut sein ??
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Am Rande des Häckselackers dann noch dieser in großer Anzahl, hier in 3 verschiedenen Entwicklungsstufen.
Kein bemerkenswerter Geruch.
Sporenfarbe dunkelbraun, Sporengröße ca. 8-9x5 my
Zu diesem habe ich noch keinen Zugang zu irgendeiner Richtung gefunden. Vielleicht ein Rötling? Wer kann mir Hinweise geben?
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Die Sporenformen für diese beiden Ständerpilze waren nicht ungewöhnlich. Bei Bedarf kann ich Mikro-Fotos nachreichen.

Im Wald dann gleich auf einem Kiefernstumpf ein Blut-Milchpilz (Lycogala epidendrum)
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Auf Fichtenholz fand ich dieses merkwürdige schwarze Gebilde. Etwa 10 cm lang, festgewachsen und hart wie Holz. Ist das überhaupt etwas pilziges ? Das kleine Stück konnte ich nur mit Gewalt heraushebeln.
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Dieses Gebilde direkt auf dem Boden wurde erst kürzlich hier diskutiert. An das Ergebnis kann ich mich leider nicht mehr erinnern und eine Rückwärtssuche ist äußerst ätzend. Wer hat das bessere Gedächtnis und gibt mir den Link?
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Zuletzt dann ein Struppiger Tintling (coprinus cinereus) am Rande eines Reitweges, der relativ einfach zu bestimmen war (Aussehen und Sporen).
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In der Zielkneipe gab´s dann Sauerbraten mit Spätzle und meine Chauffeurin hat mich dann heil nach Hause geholt.
Anmerkung zur Vorbeugung evt. spitzfindiger Kommentare: Der zweifache Vater war nicht betrunken !!!

Fröhlicher Gruß aus dem Pfälzerwald
Dieter

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Re: Vater`s Pilzfunde

Joschi Siembida ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Guten Morgen Dieter,

Dieses Gebilde direkt auf dem Boden wurde erst kürzlich hier diskutiert. An
das Ergebnis kann ich mich leider nicht mehr erinnern und eine
Rückwärtssuche ist äußerst ätzend. Wer hat das bessere Gedächtnis und gibt
mir den Link?

Das sieht mir wie ein Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon) aus. Den hatten wir doch schon bei unserem Ausflug in die Rheinauen gefunden.

So jetzt muss ich aber los zur Arbeit.

Gruß Joschi

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Re: Vater`s Pilzfunde

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen) @ Joschi Siembida

Das sieht mir wie ein Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon) aus. Den
hatten wir doch schon bei unserem Ausflug in die Rheinauen gefunden.

Hallo Joschi

So schlecht ist mein Gedächtnis auch wieder nicht :-)

Da bin ich aber noch sehr skeptisch. Der Schleimpilz in der Rheinaue war in seiner Oberfläche wesentlich feiner struktuiert und befand sich an einem Stamm.

Meine gestrigen Funde waren wesentlich voluminöser, lagen auf dem Boden und hatten eine viel gröbere Oberfläche. Ich dachte zuerst an Schneckeneier, aber so viel kann aus einer Schnecke nicht herauskommen. Die einzelnen Klumpen hatten das mehrfache Volumen einer Schnecke. Die einzelnen "Eier" hatten einen Durchmesser von etwa 2-3 mm.
Klar, ein Pilz wächst, aber so viel ?

Gruß Dieter

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Myxo

Joschi Siembida ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

So schlecht ist mein Gedächtnis auch wieder nicht :-)

War mir da nicht so sicher. *schnellwegduck*

Meine gestrigen Funde waren wesentlich voluminöser, lagen auf dem Boden und
hatten eine viel gröbere Oberfläche. Ich dachte zuerst an Schneckeneier,
aber so viel kann aus einer Schnecke nicht herauskommen. Die einzelnen
Klumpen hatten das mehrfache Volumen einer Schnecke. Die einzelnen
"Eier" hatten einen Durchmesser von etwa 2-3 mm.
Klar, ein Pilz wächst, aber so viel ?

Ach so, dann is es wohl doch was anderes. Aber ne bessere Idee hab ich trotzdem nicht.

Vielleicht äußert sich ja noch ein Experte dazu.

Gruß Joschi

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Re: Vater`s Pilzfunde

AK_CCM, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Zuerst der Gang über ein abgeholztes Grundstück mit einer dicken Schicht
Fichtenholzhäcksel.

Zu diesem habe ich noch keinen Zugang zu irgendeiner Richtung gefunden.
Vielleicht ein Rötling? Wer kann mir Hinweise geben?

es dürfte sich um ein Samthäubchen (Conocybe spec.) handeln.

Gruß, Andreas

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Re: Vater`s Pilzfunde

Karl-Heinz ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Hutdurchmesser ca. 1-3 cm, kein bemerkenswerter Geruch
Sporenfarbe hellbraun, Sporengröße ca. 12x7,5 my
Könnte das ein Düngerling (Panaeolus) auf Häckselgut sein ??

das sieht mir sehr nach Conocybe tenera, Rotstieliges Samthäubchen aus.

Am Rande des Häckselackers dann noch dieser in großer Anzahl, hier in 3
verschiedenen Entwicklungsstufen.
Kein bemerkenswerter Geruch.
Sporenfarbe dunkelbraun, Sporengröße ca. 8-9x5 my
Zu diesem habe ich noch keinen Zugang zu irgendeiner Richtung gefunden.
Vielleicht ein Rötling? Wer kann mir Hinweise geben?

das ist mit ziemlicher Sicherheit Agrocybe praecox, Voreilender Ackerling.

Gruß
Karl-Heinz

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Re: Vater`s Pilzfunde *PIC*

Gábor, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Am Rande des Häckselackers dann noch dieser in großer Anzahl, hier in 3
verschiedenen Entwicklungsstufen.
Kein bemerkenswerter Geruch.

---

Hallo Dieter,

wie Karl-Heinz bereits schrieb, ist das Agrocybe praecox, der Voreilende Ackerling.
Hier mal ein kleines Vergleichsbild vom Vorjahr:
[image] [image]

Allerding sollte er schon nach etwas gerochen haben.
Die einen sagen Rettich, die anderen Kakao - wobei ich ebenfalls zu Letzterem tendiere.
Und dann gibt es freilich auch noch die Fraktion, für die der Pilz irgendwie pilzig riecht :-)

LG, Gábor

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A. praecox *PIC*

Karl-Heinz ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

hier noch einige Beispiele.

Gruß
Karl-Heinz

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Re: A. praecox

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz, hallo Gabor

Paßt !!!! Danke für Eure Bemühungen.

Die feinere Nase in meinem Haushalt stellte auch einen leichten Kakaogeruch fest.
Meine Ex-Raucher-Nase ist offentsichlich ungeeignet.

Gruß Dieter

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Conocybe subovalis

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Zuerst der Gang über ein abgeholztes Grundstück mit einer dicken Schicht
Fichtenholzhäcksel.

Hutdurchmesser ca. 1-3 cm, kein bemerkenswerter Geruch
Sporenfarbe hellbraun, Sporengröße ca. 12x7,5 my
Könnte das ein Düngerling (Panaeolus) auf Häckselgut sein ??

Hallo Andreas, Karl-Heinz und Gabor

Das ging ja flott heute, vielen Dank für die schnellen Reaktionen.

Ich habe mir die 3 mitgenommenen Exemplare noch mal genauer angeschaut und meine, das es die Variation Gerandetknolliges Samthäubchen (Conocybe subovalis) ist. Das ausgeprägte Wurzelknöllchen ist, wie im Bon Seite 261 abgebildet, ganz klar vorhanden. Kommt auch auf Ruderalflächen vor, da ja auch eindeutig vorlag.

Gruß Dieter

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Re: Conocybe subovalis

Wolfgang D. ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Ich habe mir die 3 mitgenommenen Exemplare noch mal genauer angeschaut und
meine, das es die Variation Gerandetknolliges Samthäubchen (Conocybe
subovalis) ist. Das ausgeprägte Wurzelknöllchen ist, wie im Bon Seite 261
abgebildet, ganz klar vorhanden. Kommt auch auf Ruderalflächen vor, da ja
auch eindeutig vorlag.
Gruß Dieter

Hallo Dieter,

Conocybe stimmt, aber der Rest ist Raterei. Conocybe kann man nicht mit "Bon" bestimmen, sondern indem man als erstes die Zystiden und anderen Mikromerkmale an Hut, Lamellen und Stiel genau mikroskopiert und abmisst.

LG
Wolfgang

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Re: Conocybe subovalis

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen) @ Wolfgang D.

Conocybe stimmt, aber der Rest ist Raterei. Conocybe kann man nicht mit
"Bon" bestimmen, sondern indem man als erstes die Zystiden und
anderen Mikromerkmale an Hut, Lamellen und Stiel genau mikroskopiert und
abmisst.

Och Wolfgang.....mach mich nicht schwach!!! Das kann ich leider noch nicht.

Hoffe, das ich nach dem Mikroskopierkurs im Juni etwas schlauer bin. Im Moment beschränke ich mich lediglich auf die Sporen. Ich sehe zwar irgendwelche Schläuche, Bäuche, Ballone, Hyphen etc. aber das sind z.Z. großteils noch "Böhmische Dörfer" für mich. Auch keinerlei Erfahrung mit Sichtbarmachung durch Einfärbung, bzw. mittels Reagenzien. Viecher huschten auch schon vorüber.
Und dann krankt es noch gewaltig am fotografieren, bin hierzu noch am üben/experimentieren.

Ich bin noch lernwillig/-fähig und gelobe Besserung.

Gruß Dieter

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Re: Conocybe subovalis

Stephan Weißer, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Och Wolfgang.....mach mich nicht schwach!!! Das kann ich leider noch nicht.
Hoffe, das ich nach dem Mikroskopierkurs im Juni etwas schlauer bin. Im
Moment beschränke ich mich lediglich auf die Sporen. Ich sehe zwar
irgendwelche Schläuche, Bäuche, Ballone, Hyphen etc. aber das sind z.Z.
großteils noch "Böhmische Dörfer" für mich. Auch keinerlei
Erfahrung mit Sichtbarmachung durch Einfärbung, bzw. mittels Reagenzien.
Ich bin noch lernwillig/-fähig und gelobe Besserung.
Gruß Dieter

Hallo Dieter!
Fang doch gleich mal mit Agrocybe praecox (der ja zur Zeit wirklich überall in Massen wächst, wo Holz- und Rindenschnitzel herumliegen) an und suche an den Lamellen nach Pleuro- und Cheilozystiden. Das habe sogar ich hingekriegt. Dazu legst du ein Stück Lamelle auf den Träger, dann Wasser und Deckgläschen drauf und ein bisschen mit dem Radiergummi breitquetschen. Die Zystiden sind die babyflaschensauger-artigen Gebilde, die ein wenig über den Rand des Präparates hinausschauen. Bei Agrocybe praecox gibt es unterschiedlich lange "Saugernippel", das gehört wohl zur Variabilität der Art.

Vielleicht kann mir einer eine Frage dazu beantworten: was heißt in diesem Zusammenhang "lageniform", und was heißt "utriform"?

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Re: Conocybe subovalis

Gábor, (vor 6012 Tagen) @ Alpenhans

Hallo Hans,

vielen Dank für diese schöne und anschauliche Seite!
Besonders schön ist z.B. dieser Vergleich:
lecythiform
— Form wie die Eile mit Weile Spielfigürchen

:-)

LG, Gábor

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Re: Conocybe subovalis

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Dieter!
Fang doch gleich mal mit Agrocybe praecox (der ja zur Zeit wirklich überall
in Massen wächst, wo Holz- und Rindenschnitzel herumliegen) an und suche
an den Lamellen nach Pleuro- und Cheilozystiden. Das habe sogar ich
hingekriegt. Dazu legst du ein Stück Lamelle auf den Träger, dann Wasser
und Deckgläschen drauf und ein bisschen mit dem Radiergummi
breitquetschen. Die Zystiden sind die babyflaschensauger-artigen Gebilde,
die ein wenig über den Rand des Präparates hinausschauen. Bei Agrocybe
praecox gibt es unterschiedlich lange "Saugernippel", das gehört
wohl zur Variabilität der Art.

Hallo Stephan

Das was Du hier beschreibst mache ich eigentlich schon seit ich das Mikro besitze. Die unterschiedlichen Formen der Pilzinnereien sehe ich schon, (Basidien kenne ich schon, bei den verschiedenen Zystiden muß ich noch lernen) kann aber das Ganze noch nicht interpretieren. Außerdem habe ich noch nicht das Material für vergleichende Betrachtungen.
Die Kollektion PdS wird meine Finanzministerin noch nicht genehmigen, habe erst ein Mikro angeschafft. Da muß noch viel Überzeugungsarbeit geleistet, bzw. diverse Gegenforderungen abgewehrt werden .-)

Gruß Dieter

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Re: Conocybe subovalis

pilzmel ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,
das ist nicht C. subovalis (eine Art des Spärherbstes), sondern wahrscheinlich C. semiglobata.
Beste Grüße!
Andreas

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Conocybe

interhias ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

wie andere schon sagten, machte es nicht viel Sinn, Samthäubchen ohne vollständige Mikroskopie zu bestimmen, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen.

Bei so schönen und gut fotografierten Kollektionen lohnt es sich vielleicht, wenn du dir ein Exsikkat machst und den Fotos eine makroskopische Beschreibung zuordnest. Dann kannst du sie bestimmen, wenn du mit dem Mikroskopieren soweit bist;-)

Grüße aus München
Hias

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Re: Conocybe

Pfalz-Pilz, (vor 6012 Tagen) @ interhias

Bei so schönen und gut fotografierten Kollektionen lohnt es sich vielleicht,
wenn du dir ein Exsikkat machst und den Fotos eine makroskopische
Beschreibung zuordnest. Dann kannst du sie bestimmen, wenn du mit dem
Mikroskopieren soweit bist;-)

Hallo Hias

Zu spät !!! Eine putzwütige Hausfrau hat das ganze schon entsorgt. Der Fundort ist aber festgehalten, die kommen wieder.
Mache jetzt erst mal Urlaub nach diesem Stress hier. Mal sehn, vielleicht gibt´s nächste Woche französische Trüffel.

Gruß Dieter

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Re: Vater`s Pilzfunde

Andreas ⌂, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo,

ein Samthäubchen, wie ja auch die allgemeine Meinung dazu ist. Allerdings kann ich mich Pilzmels Vorschlag nicht anschließen. Das dürfte schon etwas aus der direkten verwandtschaft von C. tenera sein. Ich würde C. aurea noch als meinen Tipp ins Rennen werfen wollen.
Aber natürlich haben alle zumindest damit recht: Ohne Mikroskopieren werden wir's nie wissen ....

Zuletzt dann ein Struppiger Tintling (coprinus cinereus) am Rande eines
Reitweges, der relativ einfach zu bestimmen war (Aussehen und Sporen).

Den nehm' ich Dir nicht ab, die sind viel zu dünnfleischig für C. cinereus und der bereifte Stiel passt auch nicht. Das sind bestimmt alte Hasenpfoten (C. lagopus).

beste Grüße,
Andreas

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Re: Vater`s Pilzfunde

Pfalz-Pilz, (vor 6011 Tagen) @ Andreas

Den nehm' ich Dir nicht ab, die sind viel zu dünnfleischig für C. cinereus
und der bereifte Stiel passt auch nicht. Das sind bestimmt alte
Hasenpfoten (C. lagopus).

... ich bekomme hier noch Depressionen !!!

Hallo Andreas

Wenn man meint einen Pilz mal relativ schnell und sicher bestimmt hat, kommt dann einer daher, der es besser weis :-(

Ich habe das nochmal quer verglichen (mit Bon und Gerhardt) und akzeptiere Deinen Vorschlag. Dummerweise habe ich zu diesem schnell vergänglichem Pilz keine Mikrofotos gemacht.
Der ist ja recht häufig und an der Fundstelle komme ich öfter mal vorbei, dann versuch´s ich nochmal und etwas gründlicher.

Wir sehen uns Mitte Juni im Saarland. Bring gute Nerven und ein dickes Fell mit.

Gruß Dieter

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Re: Vater`s Pilzfunde

Nobi, (vor 6012 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

da sich bisher niemand traut, einen Tipp zu deinen schwarzen Gebilden an Fichte abzugeben, versuch ich es einfach mal mit
Camerops polysperma.

Beste Grüße vom Nobi

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Re: Vater`s Pilzfunde

Pfalz-Pilz, (vor 6011 Tagen) @ Nobi

da sich bisher niemand traut, einen Tipp zu deinen schwarzen Gebilden an
Fichte abzugeben, versuch ich es einfach mal mit
Camerops polysperma.

Hallo Nobi

In dem von Dir Benannten ist in der deutschen Bezeichnung Kugel... enthalten. Auch in dazugehörigen gegoogelten Fotos war immer was Rundes zu sehen.
Das glaube ich für meinen Fund eher nicht. Seine äußere Struktur ist eher kubisch/rhombisch, analog von diversen Mineralien.

Das ausgebrochene und mitgenommene Stück wird erst mal eingelagert. In besseren bzw. schlaueren Zeiten wird das noch genauer untersucht und hier evt. nochmal gebracht.

Gruß
Dieter

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Re: Vater`s Pilzfunde

Nobi, (vor 6011 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

man müsste schon mal durch's scharfe Glas schauen...
Kern- bzw. Kugelpilze sind halt so deutsche Bezeichnungen, das hat nicht unbedingt etwas mit der Form zu tun.
Fichte als Substrat gefällt mir auch nicht so recht, lieber wäre mir Erle :-)
Schau Dir dennoch bitte folgende Bilder an, vor allem den Querschnitt.

http://www.synopwin.de/Januar2006.htm

Falls es etwas Pilzliches ist, wüsste ich nicht, was es sonst sein sollte.

Nobi

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Re: Vater`s Pilzfunde

Pfalz-Pilz, (vor 6010 Tagen) @ Nobi

Fichte als Substrat gefällt mir auch nicht so recht, lieber wäre mir Erle :-)
Schau Dir dennoch bitte folgende Bilder an, vor allem den Querschnitt.

Hallo Nobi

Danke für den Hinweis.
Es war definitiv Nadelholz. Gefunden im Fichten-/Kiefernwald, stark durchmischt mit Buchen und Eichen.
In den Bergen/Hügeln des nördlichen Pfälzerwaldes sind mir Erlen noch nicht aufgefallen. Die stelle ich in nennenswerter Anzahl hier nur in den Bachtälern fest.

Ich schau mir das mal in nächster Zeit unterm Mikro an und komme ggf. nochmal auf Dich zurück.

Gruß Dieter