Pilzbestimmung und Nordschwarzwaldbericht *PIC*

Tilman Bischoff, (vor 9181 Tagen)

So heute mal im Karlsruher Nordschwarzwald (Albtal) gestöbert:

Diesmal habe ich mir so ne Fichtenmonokultur vorgeknöpft, Nordhang.
Solche Schachbrettwälder haben den Vorteil dass man sehr leicht durchkommt.
Auch wir hatten keine Problem mit dem Kinderwagen durch die Monokultur zu fahren. Dieses Pilzesuchen "light" scheint anzukommen, denn es war schon auf dem Parkplatz recht voll.
Kurz nach der Entdeckung von Teppichen von stecknadelkopfgroßen Pfifferlingen und gerade mal so durch den Nadelboden durchbrechenden Steinpilzchen (alles schön stehen lassen und abwarten!) trafen wir auf ein Sammlerpärchen, die uns zeigen wie man "professionell" den Waldboden rasiert. Ihre Fundstellen waren komplett leergeräumt, nicht ein mini Pfifferling mehr da, ein Grauen das sich mir da bot. Ein paar Pfifferlinge in verwertbarer Größe (Cantharellus cibarius var. amethysteus) fand ich noch, sowie am Waldrand (da suche die "Profis" wohl nicht) einen etwas angefressenen aber schön ausgewachsenen Steinpilz.
Auf jeden Fall war in der Monokultur mächtig Potenzial an Pfifferlingen und Steinis. Die Frage ist nur ob bei dem Trubel im Wald die bekannteren Speisepilze mehr als nur ein oder 2 cm aus dem Waldboden herauswachsen können.

Ebenso fand ich einen Lamellenpilz, der mir gehörig Probleme bereitet ihn zu bestimmen. Es ist ein Pilz im frühen Jungstadium (größere gab es noch nicht). In diesem Stadium war er weiss bemehlt (Stiel und Hut) (im Bild hat er leider schon einige Druckstellen). Er wächst in kleinen Grüppchen so 2-4 Pilzchen näher beieinander, oder angewachsen. Standort war in der Fichtenmonokultur.

Meine Vermutung schwankt zwischen:

Dichtblättriger Rötelritterling

Bleiweisser Trichterling
Im Gerhard wird von firnisartiger Bereifung gesprochen. Das bedeutet für mich aber eher glänzend denn mehlig. Aber Gerhard warnt: .... der sehr veränderliche Bleiweisse Trichterling..... das macht das Unterscheiden vom Mehl Räsling nich eben leichter.

Mehl-Räsling
Mir wäre natürlich Mehl-Räsling schon recht, weil es davon ne ganze Menge Babys gab :-)

Aber sehet selbst, vielleicht hat jemand von euch eine Idee

der Tilman = namlit im chat

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Re: Pilzbestimmung und Nordschwarzwaldbericht

Piwo, (vor 9180 Tagen) @ Tilman Bischoff

So heute mal im Karlsruher Nordschwarzwald (Albtal) gestöbert: Diesmal habe
ich mir so ne Fichtenmonokultur vorgeknöpft, Nordhang.
Solche Schachbrettwälder haben den Vorteil dass man sehr leicht durchkommt.
Auch wir hatten keine Problem mit dem Kinderwagen durch die Monokultur zu
fahren. Dieses Pilzesuchen "light" scheint anzukommen, denn es
war schon auf dem Parkplatz recht voll.
Kurz nach der Entdeckung von Teppichen von stecknadelkopfgroßen Pfifferlingen
und gerade mal so durch den Nadelboden durchbrechenden Steinpilzchen
(alles schön stehen lassen und abwarten!) trafen wir auf ein
Sammlerpärchen, die uns zeigen wie man "professionell" den
Waldboden rasiert. Ihre Fundstellen waren komplett leergeräumt, nicht ein
mini Pfifferling mehr da, ein Grauen das sich mir da bot. Ein paar
Pfifferlinge in verwertbarer Größe (Cantharellus cibarius var.
amethysteus) fand ich noch, sowie am Waldrand (da suche die
"Profis" wohl nicht) einen etwas angefressenen aber schön
ausgewachsenen Steinpilz.
Auf jeden Fall war in der Monokultur mächtig Potenzial an Pfifferlingen und
Steinis. Die Frage ist nur ob bei dem Trubel im Wald die bekannteren
Speisepilze mehr als nur ein oder 2 cm aus dem Waldboden herauswachsen
können.
Ebenso fand ich einen Lamellenpilz, der mir gehörig Probleme bereitet ihn zu
bestimmen. Es ist ein Pilz im frühen Jungstadium (größere gab es noch
nicht). In diesem Stadium war er weiss bemehlt (Stiel und Hut) (im Bild
hat er leider schon einige Druckstellen). Er wächst in kleinen Grüppchen
so 2-4 Pilzchen näher beieinander, oder angewachsen. Standort war in der
Fichtenmonokultur.
Meine Vermutung schwankt zwischen: Dichtblättriger Rötelritterling
Bleiweisser Trichterling
Im Gerhard wird von firnisartiger Bereifung gesprochen. Das bedeutet für mich
aber eher glänzend denn mehlig. Aber Gerhard warnt: .... der sehr
veränderliche Bleiweisse Trichterling..... das macht das Unterscheiden vom
Mehl Räsling nich eben leichter.
Mehl-Räsling
Mir wäre natürlich Mehl-Räsling schon recht, weil es davon ne ganze Menge
Babys gab :-)
Aber sehet selbst, vielleicht hat jemand von euch eine Idee

Hallo Tilmann,
dein Pilz sieht mir eher nicht wie der Mehlräsling (Clitopilus prunulus) aus. Roch er denn nach Mehl (Gurke)? Konntest du die Sporenfarbe feststellen. Hätte beim Mehlräsling rosa sein müssen.

Gruß Piwo