Im Millionenviertel.... *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 5943 Tagen)

Hallo Forum

Mit neuer Hardware / Software (Windows 7) und Netzwerkproblemen war ich jetzt einige Zeit pilzfremd beschäftigt. Jetzt bin ich diesbezüglich wieder voll funktionsfähig.

Zuvor möchte ich Hartmut zu dem gelungenen Forumstreffen gratulieren. Wäre gerne dabei gewesen, im Nachhinein gesehen….
Joschi wird mir sicher persönlich beim nächsten gemeinsamen Gang darüber berichten.

Heute Morgen, ganz früh, besuchte ich das sogenannte Millionenviertel bei Johanniskreuz. Das war vor den Orkanen Lothar (1999) und Wiebke (1990) mit seinen ca.300 jährigen Eichen einer der wertvollsten Waldstücke in Mitteleuropa. Wer mehr dazu wissen will, siehe hier
http://www.swr.de/unser-wald/wirtschaftsfaktor/-/id=3927764/nid=3927764/did=3872892/1ye....

Mittlerweile Ist davon zusammenhängend nur noch max. 1 ha übrig.
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Ein vereinzelt am Wegrand stehendes altes Exemplar mit meinem Hut (33cm breit) zum Größenvergleich.
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Der nachgewachsene Jungwald mit den dazwischenstehenden alten Baumstümpfen. Auch sind immer wieder alte Einzelexemplaren dazwischen sichtbar.
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Besonders gerad gewachsene und astreine Exemplare, also sehr wertvolle, haben sogar eigene Nummern.
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Pilzmäßig war wegen der andauernden Trockenheit kaum was vorhanden, einige vertrocknete Pfifferlinge und diese getrockneten Laubholz-Knäuelinge.
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Den hier kann ich allerdings nicht einordnen, keine Poren und Lamellen auf der glatten Unterseite vorhanden.
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Dafür gab es Eichen-Wirrlinge zwangsläufig häufig zu sehen.
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Wer sich persönlich diesen Wald ansehen möchte, sollte ab dem großen Parkplatz den markierten Rundweg Nr.6 (schwarze 6 auf weißem Grund) nehmen oder sich ab dem Haus der Nachhaltigkeit nach der Markierung rotes Kreuz mit roter 2 richten. Letztere Markierung ist aber nicht so gut sichtbar. Der Weg ist in 2-2,5 Stunden bequem zu begehen.
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Mangels Pilze habe ich einige Schmetterlinge fotografiert und zu Hause bestimmt.
Hier ein Braundickkopffalter mit einer Gammaeule.
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Ich werde diesen Wald im Auge behalten und evt. wieder darüber berichten.

Gruß aus der austrocknenden Pfalz

Dieter

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Re: Im Millionenviertel....

Pilzthomas, (vor 5942 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter:

Mit neuer Hardware / Software (Windows 7) und Netzwerkproblemen war ich jetzt
einige Zeit pilzfremd beschäftigt.

Auweh, das kann ich mir lebhaft vorstellen. Steht mir demnächst auch bevor. Ein Kleinnetzwerk mit 5 Rechnern "umsetzen". Da guck schon gegen an.

Den hier kann ich allerdings nicht einordnen, keine Poren und Lamellen auf
der glatten Unterseite vorhanden.

Nach meinem Dafürhalten ein junger Riesenporling. Die Poren sind so eng, dass amn eine starke Lupe braucht um sie deutlich zu sehen. Außerdem hat der so ein Bräunen und Schwaären an Druckstellen (meine ich bei Deinem Exemplar am Stiel zu sehen)

Die Falter dürften ebenfalls stimmen. Sind derzeit häufige Sommerflieger, selbst hier bei uns im Norden.

Historisch alte Wälder mit Überhältern sind immer etwas Schönes und Besonderes. Gibt es in meiner Umgebung auch ein paar Berühmtheiten: Hasbruch, Baumweg, Neuenburger Urwald.

Schönen Gruß

Thomas

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Re: Im Millionenviertel....

Pfalz-Pilz, (vor 5942 Tagen) @ Pilzthomas

Hallo Dieter: Auweh, das kann ich mir lebhaft vorstellen. Steht mir demnächst
auch bevor. Ein Kleinnetzwerk mit 5 Rechnern "umsetzen". Da guck
schon gegen an.
Nach meinem Dafürhalten ein junger Riesenporling. Die Poren sind so eng, dass
amn eine starke Lupe braucht um sie deutlich zu sehen. Außerdem hat der so
ein Bräunen und Schwaären an Druckstellen (meine ich bei Deinem Exemplar
am Stiel zu sehen)

Hallo Thomas, hallo Klaas

Für Eure Einschätzung zu den beiden gezeigten Pilzen möchte ich mich bedanken. Ich habe mir wegen den vorliegenden Trockenschäden zur Bestimmung wenig Mühe gemacht. Ich werde mir die Fotos aber noch mal genauer anschauen.

Wuste bis vor kurzem nicht, das dieser spezielle Naturschatz bei mir quasi vor der Haustür liegt. Hartmut hat mich während seinem Pfalz-Urlaub danach gefragt und da wurde ich hellhörig. Ein befreundeter Pilzfreund wusste zwar davon, aber die genaue Stelle haben wir bei unserem gemeinsamen Besuch leider um 1-2 km verfehlt.

Zwischenzeitlich habe ich mich auch mit einem befreundeten Forstbeamten darüber unterhalten und auch lokalisiert. Es gibt unweit noch 2 weitere viel größerer Gebiete mit 180-200 Jahre alten Eichen, die ich mir in Kürze vornehmen werde. In nächster Zeit werden diese Gebiete von ausländischen Baumarten gereinigt und danach sich weitgehend selbst überlassen. Möglicherweise werden sie dann unter Naturschutz gestellt, was aber noch nicht sicher sei.

Das besuchte Millionenviertel weist partiell auch einige bei uns nicht so häufig vorkommende Baumarten auf, was für unserer Region seltenere Funde (wenn es denn mal wieder welche gibt) erwarten lässt. Ein erster Ansatz war unweit davon unser Fund einer von Harmut benannten Androdia xantha.

Anmerkung am Rande: Regenmenge für die letzten 2 Wochen, gestern und heute zusammen sagenhafte 3mm!!!!

Gruß aus der Pfalz
Dieter

Off Topic für Thomas

Meine Probleme mit meinen Computer kam durch folgende Konstellation zustande: Führungsrechner und altes Laptop mit XP, neues Laptop mit Windows 7 und Palm Handheld mit eigenem OS. Dazwischen ein recht angejahrter Router Typ T Sinus 154 Basic. Beim Versuch der Integration des neuen Laptops habe ich mein ganzes Netzwerk zerschossen. Internet funktioniert jetzt wieder bei allen Rechnern, nur untereinander liegen noch Verständigungsschwierigkeiten vor.
Solltest Du ähnliches mit Deinen 5 Kisten planen, überlege bitte den Einsatz eines einheitlichen Betriebssystems und einen modernen Router. Das macht vieles einfacher, was ich zwischenzeitlich schmerzlich gelernt habe.

Gruß Dieter

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Re: Im Millionenviertel....

Klaas, (vor 5942 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

von den Bildern her hätte ich Deine Porlinge (sowie die getrockneten Laubholz-Knäuelinge) glatt für Polyporus varius gehalten.
Riesenporlinge sind bei mir noch nicht soweit, falls ich mich aber richtig zurückerinnere, sehen die in dieser Größe ganz anders aus. Ein richtiger Hut ist noch gar nicht ausgebildet, eher mehrere Hutansätze, Höcker, Knubbel, dicke Wülste am Rand, grobfilzige Oberfläche. Einen einzelnen, fast kreisrunden FK habe ich noch nie gesehen.
Ist aber nur meine Einschätzung, die Wahrscheinlichkeit, dass ich falsch liege, ist wie immer recht hoch.
Aber an solch wunderbaren uralten Eichen komme ich auch nie ohne Staunen und Ehrfurcht vorbei.

Viele Grüße,
Klaas