Bilder vom Samstagnachmittag *PIC*

vezi2, (vor 5926 Tagen)

Hallo zusammen!

Heute gabs in meinem Wald mehr Pilze als in den ganzen Monaten von Januar bis Juli zusammen! Ich hab teilweise Pilze mit einem Seitenblick stehen lassen um die ich vor einem Monat noch einen Freudentanz aufgeführt hätte.
Ich schätze zwar, daß die Pilzchen, die ich jetzt zeigen werde eher gewöhnlich sind, aber zum einem kann ich das nicht richtig einschätzen und zum anderen ist's auch ziemlich egal. Bei Bildern zählen die äusseren Werte ;-)

Zum Beispiel mein neuer Bekannter, der Orangegelbe Heftelnabeling. Vor ein paar Tagen noch eine Sensation für mich, heute allgegenwärtig.
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Wie vor ein paar Tagen hab ich heute wieder einen orangefarbenen Minipilz gefunden. Diesmal hab ich erst nachgeschaut ob der Hut sich schon geöffnet hat, bevor ich ihn hab stehen lassen. Das wird vermutlich mal eine Galerina werden.
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Und hier nochmal so ein Minipilz, der allerdings den Hut schon offen hat und irgendwie reif aussieht. Den hab ich in Moos gebettet und mitgenommen. Schau ich später noch an.
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Der hier erinnert mich an den Pilz, den ich letztes Jahr als Weißmilchender Helmling bestimmt habe. Einfach, weil er so ausgesehen hat wie ein Bild aus dem Internet, das einen Weißmilchenden Helmling gezeigt hat.
Ich hätte mir nie ein Mikroskop anlegen sollen. Das macht alles nur komplizierter, hehe :-)
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Der hat nicht gemilcht. Bin gespannt was dabei rauskommt.

Sonnenschein macht die Pilzefotographiererei im allgemeinen sehr schwer. Manchmal kommen aber auch tolle Sachen raus wie das hier. Dieses Pärchen wuchs an einem liegendem Fichtenstamm.
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Derselbe Fichtenstamm, dieselbe Art, andere Kameraeinstellung, mit Schnecke.
Wenn ich mir die Schneiden so anschau, könnte ich mir vorstellen, daß die Bestimmung nicht ganz so schwer wird.
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Eleganz in rot.
Und so haben sie auch geblutet als ich grob werden musste. Das wird wohl auch leicht zu bestimmen sein.
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Ist das noch ein Klebriger Hörnling, oder muß ich mir schon über Korallen den Kopf zerbrechen?
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Damit war der ganze Wald gepflastert. Kann man das essen? Wenn man wollen würde?
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Abgesehen von vielen anderen Pilzen, für die ich nicht mehr die Zeit/Kraft hatte, hab ich noch meine Scutellinia N°2 gefunden.

Eigentlich wollte ich ja morgen wieder losziehen, aber so wie es aussieht werde ich den ganzen Sonntag mit Bestimmen zubringen. Ich reiche Namen/Mikros nach, wenn es sich ergibt.

lg vezi

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Re: Bilder vom Samstagnachmittag

Uli Esch, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo Vezi!
Feine Bilder! Langsam geht's dann doch noch los mit den Pilzen, gell?
Über meinem Mikroskop verzweifele ich auch immer noch, aber Spaß macht es doch trotzdem. Viel Spaß also beim Bestimmen!

LG
ULi

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Re: Bilder vom Samstagnachmittag

Villinger_hvi, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo Vezi,

Tolle Bilder.

Seit der Pilzexkursion letzte Woche kenne ich den Heftelnabeling jetzt auch ;-)

Leider gab es da sehr wenig an Pilzen, wodurch aber die kleinen dann mehr aufmerksamkeit bekommen haben.

Jetzt spriessen die Pilze.

Beste Grüße,
Harry

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Scutellinia spec *PIC*

vezi2, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo,
mehr als eine Beschreibung bekomme ich, ohne zusätzliche Literatur nicht hin. Vielleicht hat ja jemand von euch ein Porträt, das passen könnte.

Gewachsen ist der Becher auf einem dünnen Fichtenzweiglein, an einem Bach.
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Er hat 6 mm im Durchmesser. Eine dunkle Randzone fehlt diesmal. Pur orangefarben.
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Die Haare messen etwa 300x20 und sind nicht gegabelt.
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Der Inhalt der Parapyhsen scheint für die Farbe verantwortlich zu sein. Die Parapyhsen sind sehr variabel in ihrer Form.

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Die Sporen sind symetrisch elliptisch und messen um die 22x15µm rum.
Das Ornament war diesmal schwer erkennbar. Vermutlich ists recht flach. Breit aber flach.

Viele Grüße,
vezi

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Zaghafter Tipp

Gelbfieber, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo und guten Tag Vezi,

mit „etwa“ Angaben zum Pilzchen kommst du nicht weit!
Sollte die Haarlänge jedoch zwischen 200 und 700µm liegen und die Sporen statt „um 22x15µm rum“ bei 17-25 x 13-17µm messen kann, ich betone kann, es sich bei deiner Aufsammlung um S. umbrorum handeln.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Zaghafter Tipp

vezi2, (vor 5926 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo und guten Tag Vezi,
mit „etwa“ Angaben zum Pilzchen kommst du nicht weit!
Sollte die Haarlänge jedoch zwischen 200 und 700µm liegen und die Sporen
statt „um 22x15µm rum“ bei 17-25 x 13-17µm messen kann , ich betone kann,
es sich bei deiner Aufsammlung um S. umbrorum handeln.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

Hallo Gelbfieber & Co!

Leider muß ich gestehen, daß ich mykologisch noch nicht so weit fortgeschritten bin um zu verstehen was Du mir bezüglich der Sporenmessmethode mizuteilen versuchst.
Ich hab eine Spore gemessen. Die war etwa 22µm lang. Wie soll ich da auf 17-25 kommen?

Also auf S.umbrorum wäre ich ich bestimmt nicht von alleine gekommen. Immerhin möchte der Schlüssel von Trond Schumacher, der zZ meine einzige Informationsquelle ist, daß das Ornament von S.umbrorum aus runden, alleinstehenden Warzen besteht und daß die Haarbasis, dick und vielgegabelt ist. Aber da hab ich wohl einen Übersetzungsfehler reingebracht. Am besten ich warte, bis neuer Lesestoff eingetroffen ist. So macht das keinen echten Sinn.

Aber das mit den Sporen würde mich interessieren. Schlägst Du etwa vor, daß ich diagonal messen soll? Rundherum? o.O

lg vezi

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Re: Zaghafter Tipp

Gelbfieber, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo und guten Tag Vezi,

Leider muß ich gestehen, daß ich mykologisch noch nicht so weit fortgeschritten bin ….

da du gerade die Gattung Scutellinia mikroskopierst und zu bestimmen versuchst, habe ich angenommen du bist in der Mykologie bereits unter den „Fortgeschrittenen“. Solltest du tatsächlich eher zu der Anfängergruppe gehören ist die Gattung aus meiner Sicht für den Einstieg ungeeignet da du makroskopisch gar nichts machen kannst.

Ich habe eine Spore gemessen

Das ist natürlich zu wenig! Etwa 30 Sporen solltest du schon vermessen um zunächst einen groben Wert zu bekommen. Darüber hinaus stets min/max Längenmaß und min/max Breitenmaß angeben. So erklärt sich jetzt auch meine µm-Angabe 17-25µm – die Sporenlänge. Ebenso verfahren bei Maßangaben der Haare. Die Maßgenauigkeit ist da nicht auf 0,5 oder 1µm beschränkt sondern dort spielt es nicht so eine Rolle ob nun die Haare 312 oder 309µm lang sind. 310µm oder 300µm in der Angabe reichen „mir“ hin. Auch hier wieder eine breite Palette messen denn die Haare sind ja nicht alle gleich lang!
Zu deinem Pilzchen:
Es gibt nur eine recht kleine Auswahl an Scutellinen die rel. kurze Haare haben und einen solchen Quotienten der Sporen. Schlage vor, du machst weiter Sporenbildchen (Ornament) und stellst sie ein. So kann man, mit den fehlenden Maßangaben (wären nachzureichen) zusammen, nochmals vergleichen.

Aber da hab ich wohl einen Übersetzungsfehler reingebracht

Hast du denn keine deutsche Fassung des Schumacher-Schlüssels?

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Galerina alpestris *PIC*

vezi2, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo zusammen!

doch trotzdem. Viel Spaß also beim Bestimmen!
LG
ULi

Bin gerade dabei Spaß zu haben. Danke Dir :-)

Jetzt spriessen die Pilze.
Beste Grüße,
Harry

Die ganzen Knubbeln, die ich gestern gefunden habe, werden gerade nochmal gegossen. Das wird fett morgen :-)

Ich hab gerade versucht den ganz kleinen von gestern zu bestimmen. War nicht ganz einfach ...

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Cheilozystiden:
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HDS:
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Sporen: Länge unter 10µm, gelb
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Im Prinzip hab ich es am Ende so gemacht, daß ich erstmal alle Galerinas ausgeschlossen habe, deren Sporen länger als 10µm waren und die makroskopisch nicht gepasst haben.
Da waren es nur noch vier.
- G. alpestris - Alpiner Moos-Häubling
- G. laevis - Rasen-Häubling
- G. terrestris - Erd-Häubling
- G. vittiformis var vittiformis f tetraspora - Viersporiger Moos-Häubling

Den Rasen-Häubling habe ich schnell ausscheiden können: Der hat hat keine Schnallen, bei meinem waren aber welche drin.

Bei den anderen beiden war es schon schwerer: Die haben Pleurozystiden, der Alpine Moos-Häubling jedoch nicht. Also musste ich solange vergeblich suchen, bis ich mir sicher war, daß da keine Pleurozystiden in meinem Pilzchen waren. Und ich hab tatsächlich keine gefunden und bin mir da halbwegs sicher.

Alle Angaben in PdS zu G.alpestris passen auf meinen.
Lediglich der Name und die Angabe, das er alpin oder subalpin vorkommt schmeckt mir nicht so ganz.
Wenn jemand nähere Angaben zu dem Pilz machen kann oder mir sagen möchte, daß PdS auch in diesem Bereich zur Pilzbestimmung eigentlich gar nicht geeignet ist: Nur heraus damit :-)

lg vezi

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Re: Galerina alpestris

krötenhocker, (vor 5926 Tagen) @ vezi2

Hallo Vezi,

Dein erstes Ausschlußkriterium war die Sporenlänge. Auch hier gilt, wie Gelbfieber schon schrieb, dass man mehr als eine Spore messen muß und dass es da dann noch das eine oder andere zu beachten gibt: z.B. sind Sporen aus einem Quetschpräparat womöglich kleiner als welche aus einem Abwurfpräparat,usw. usw..

VG, Jens

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Re: Galerina alpestris

vezi2, (vor 5926 Tagen) @ krötenhocker

Hallo Vezi,
Dein erstes Ausschlußkriterium war die Sporenlänge. Auch hier gilt, wie
Gelbfieber schon schrieb, dass man mehr als eine Spore messen muß und dass
es da dann noch das eine oder andere zu beachten gibt: z.B. sind Sporen
aus einem Quetschpräparat womöglich kleiner als welche aus einem
Abwurfpräparat,usw. usw..
VG, Jens

Hallo Jens,

ich hab schon ein paar Sporen gemessen. Die waren alle unter 10. Ich hätte also auch schreiben können 8-10.
Daß junge Sporen kleiner sind als abgeworfene habe ich gerade feststellen müssen: Mycena sanguinolenta. Frisch aus dem Kühlschrank. Fix bestimmt, weils nur 3 rotmilchende Helmlinge gibt. Leider waren keine Sporen dran, zum überprüfen. Also geb ich Lugol zu um die sichtbar zu machen. Und plötzlich waren welche da. Aber halt alle zu klein. Jetzt ist der Pilz auf der Absporstation ;-)

lg vezi

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Die drei Blutgrazien *PIC*

vezi2, (vor 5925 Tagen) @ vezi2

Hallo!

Es gibt scheinbar nur drei Arten von Helmlingen die in einem rötlichen Ton milchen und diese Arten unterscheiden sich makroskopisch deutlich. Und so war die Bestimmung auch nur eine Frage von ein paar Minuten.
Mein Pilz ist wohl der, der am häufigsten im Wald gefunden werden kann. Das hab ich heute auch gemerkt. Jetzt wo ich ihn kenne, finde ich ihn überall.
Hier ein paar Bilder von Mycena sanguinolenta, dem Purpurschneidigen Bluthelmling:

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Ceilozystiden: Spitze Dinger, dicht gedrängt.
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Die Sporen sind klein und schauen lustig aus.
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lg vezi

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Re: Zaghafter Tipp

vezi2, (vor 5925 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber & Co!

Das ist natürlich zu wenig! Etwa 30 Sporen solltest du schon vermessen um
zunächst einen groben Wert zu bekommen.

Setzen wir doch einmal den Fall, daß meine Bereitschaft 30 Sporen für eine Pilzbestimmung auszumessen eher schwach entwickelt ist.
Wie würde hier Dein Alternativvorschlag aussehen, bzw welche Konsequenzen würden sich aus Deiner Sicht in diesem Fall für mich und meine Zukunft als Hobbymykologe ergeben?

lg vezi

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Re: Zaghafter Tipp

HARZPILZCHEN, (vor 5924 Tagen) @ vezi2

Wie würde hier Dein Alternativvorschlag aussehen, bzw welche Konsequenzen

würden sich aus Deiner Sicht in diesem Fall für mich und meine Zukunft als
Hobbymykologe ergeben? ...

lg vezi

Hallo Vezi

Mein Vorschlag: du machst genau so weiter, und Stück für Stück lernst du etwas dazu, so, wie alle hier. ... denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Liebe Grüße hartmut

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Re: Zaghafter Tipp

Gelbfieber, (vor 5924 Tagen) @ vezi2

Hallo und guten Tag Vezi,

Setzen wir doch einmal den Fall, daß meine Bereitschaft 30 Sporen für eine Pilzbestimmung auszumessen eher schwach entwickelt ist.
Wie würde hier Dein Alternativvorschlag aussehen, bzw welche Konsequenzen würden sich aus Deiner Sicht in diesem Fall für mich und meine Zukunft als Hobbymykologe ergeben?

eine Alternative gibt es m. E. nicht! Soll es eine belastbare Bestimmung bzw. Dokumentation werden sollte die Anzahl der gemessenen Sporen schon etwa 30 betragen. Wenn es nur 27 sind geht die Welt auch nicht unter.
Von Konsequenzen würde ich da nicht sprechen. Du solltest dir vor Augen führen das gerade beim Sporenmaß eine sehr große Differenz des Maßes auftreten kann und du z. B. bei einer Messung eine sehr kleine Sporen misst und zu keinem oder falschem Ergebnis kommst und nicht nur du, sondern auch die Leser die sich an dem Beitrag den du vielleicht hier einstellst beteiligen!

Mein Vorschlag: du machst genau so weiter,…

Der Vorschlag von Hartmut, genau so weiter zu machen ist in meinen Augen nicht nur schlecht sondern auch Dummheit. Denn wenn du nichts hinzulernst und eben genau so weiter machst und lediglich z. B. eine Spore misst, wirst du in der Pilzkunde nicht weit kommen.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Zaghafter Tipp

vezi2, (vor 5924 Tagen) @ HARZPILZCHEN

würden sich aus Deiner Sicht in diesem Fall für mich und meine Zukunft als
Hobbymykologe ergeben? ...
Hallo Vezi
Mein Vorschlag: du machst genau so weiter, und Stück für Stück lernst du
etwas dazu, so, wie alle hier. ... denn es ist noch kein Meister vom
Himmel gefallen.
Liebe Grüße hartmut

Hallo Helmut!

Ich denke, daß es keine gute Idee ist einfach so weiterzumachen.
In dem Fall würde ich immer wieder Proben beim Transport kaputtmachen, nie auf die Bäume in der Nähe des Fundortes achten, weiterhin tote Asci messen, usw...
Ich denke schon daß es wichtig ist, zu versuchen die eigenen Methoden an denen der älteren Pilzler anzugleichen und dabei zu verstehen warum man das tut.

lg vezi

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Re: Zaghafter Tipp

vezi2, (vor 5924 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo und guten Tag Vezi,
Setzen wir doch einmal den Fall, daß meine Bereitschaft 30 Sporen für eine
Pilzbestimmung auszumessen eher schwach entwickelt ist.
Wie würde hier Dein Alternativvorschlag aussehen, bzw welche Konsequenzen
würden sich aus Deiner Sicht in diesem Fall für mich und meine Zukunft als
Hobbymykologe ergeben?
eine Alternative gibt es m. E. nicht! Soll es eine belastbare Bestimmung bzw.
Dokumentation werden sollte die Anzahl der gemessenen Sporen schon etwa 30
betragen. Wenn es nur 27 sind geht die Welt auch nicht unter.
Von Konsequenzen würde ich da nicht sprechen. Du solltest dir vor Augen
führen das gerade beim Sporenmaß eine sehr große Differenz des Maßes
auftreten kann und du z. B. bei einer Messung eine sehr kleine Sporen
misst und zu keinem oder falschem Ergebnis kommst und nicht nur du,
sondern auch die Leser die sich an dem Beitrag den du vielleicht hier
einstellst beteiligen!
Mein Vorschlag: du machst genau so weiter,…
Der Vorschlag von Hartmut, genau so weiter zu machen ist in meinen Augen
nicht nur schlecht sondern auch Dummheit. Denn wenn du nichts hinzulernst
und eben genau so weiter machst und lediglich z. B. eine Spore misst,
wirst du in der Pilzkunde nicht weit kommen.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

Hallo Gelbfieber & Co!

eine Alternative gibt es m. E. nicht!

Erstmal vielen Dank für Deine Bereitschaft mit mir zu diskutieren und daß Du mir wohl bzgl meiner Arbeitsmethode weiterhelfen willst.

Allerdings muß ich mich hier um ehrlich zu bleiben ein wenig quer stellen. Mir erscheint der Arbeitsaufwand, der entsteht, wenn man 30 Sporen ausmisst hoffnungslos überdimensioniert. Ich denke nicht, daß ich das jemals machen werde.

Natürlich ist es Quatsch nur eine einzelne Spore zu messen. Da hab ich wohl ein wenig übertrieben. Aber ich denke, daß 4 bis 8 leicht reichen um einen guten Überblick zu gewinnen. Wenn man dann merkt, daß man an eine Stelle gekommen ist, wo es auf die Genauigkeit der Sporenmaße ankommt, dann kann man ja immernoch weitermessen.

Womit Du natürlich vollkommen recht hast ist der Punkt, daß auch Forumsleser durch meine Einstellung zur Sache betroffen werden. Es ist zugegebenermassen eine Frechheit mit schlampig oder falsch gemessenen Sporen Bestimmungsfragen zu stellen und damit hilfsbereiten Leuten die Sache schwerer bis unmöglich zu machen.
Das hab ich gemacht und dafür möchte ich mich entschuldigen. Und ich verspreche, daß ich den Sporenmaßen in Zukunft *deutlich* mehr Aufmerksamkeit widmnen werde als bisher, wenn ich einen Pilz zur Diskussion stelle oder eine Frage dazu stelle.
Wobei ich mich auch dann kaum zu der magischen 30 durchringen werden.

lg vezi

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Mycena rubromarginata *PIC*

vezi2, (vor 5923 Tagen) @ vezi2

Hallo nochmal!

Der Vollständigkeit halber hier noch der Name und ein paar zusammenhanglose Mikrobilder von dem Helmling auf toter Fichte, Bild 4 bis 6.
Wieder ein Pilz mehr in der Kategorie: "Ich erkenne ihn wenn ich ihn sehe."

Die farbigen Schneiden bringen die Schönheit einer Mycena so richtig zur Geltung.
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Die Sporen in Wasser und und in Lugol. Die Reaktion auf Jod ist eher bescheiden. Ich hab mich mal bemüht und etwa ein Dutzend Sporen überflogen: 10-13x6-7µm.
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Die gelben Inhalte in den Ceilozystiden von denen Ingo hier
Beitrag 187841
berichtet hat konnte ich nicht mehr nachvollziehen, weil mein Material, als ich die Zystiden angeschaut habe, schon ein bischen am Faulen war. Die bizarren Formen der Zystiden die er gezeigt hat sind wohl auch nicht ganz so häufig. Eine typische Form wäre diese:
[image]
Witzig finde ich, daß Ingo vornehmerweise vergessen hat in seinem Kurzporträt den Namen der Art zu erwähnen und daß das scheinbar niemandem aufgefallen ist :-)

lg vezi

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Re: Mycena rubromarginata

Ingo Wagner, (vor 5923 Tagen) @ vezi2

Hallo vezi!

Witzig finde ich, daß Ingo vornehmerweise vergessen hat in seinem Kurzporträt
den Namen der Art zu erwähnen und daß das scheinbar niemandem aufgefallen
ist :-)

Ich dachte, dieser Satz bei deinen Ausgangs-Helmlingen war so gut wie eine Bestimmung:
"Wenn ich mir die Schneiden so anschau, könnte ich mir vorstellen, daß die Bestimmung nicht ganz so schwer wird."

Die einfachen Cheilozystiden, wie du sie zeigst, sind in der Mehrzahl. Die mit den langen, unförmigen Auswüchsen und Gabelungen in der Unterzahl. Gerade die aber machen die mikroskopische Bestimmung für die Art sicher. Z.B. wenn man nur wenige ältere Fruchtkörper hätte (Schneidenfärbung dann nach Braun tendierend) und nicht sicher wäre, ob es tatsächlich rubromarginata ist oder nicht vielleicht doch M. capillaripes (= hauptsächlich Kiefernwald).

VG Ingo W

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Re: Mycena rubromarginata

HARZPILZCHEN, (vor 5923 Tagen) @ vezi2

Hallo nochmal!
Der Vollständigkeit halber hier noch der Name und ein paar zusammenhanglose
Mikrobilder von dem Helmling auf toter Fichte, Bild 4 bis 6.
Wieder ein Pilz mehr in der Kategorie: "Ich erkenne ihn wenn ich ihn
sehe."
Die farbigen Schneiden bringen die Schönheit einer Mycena so richtig zur
Geltung.


Die Sporen in Wasser und und in Lugol. Die Reaktion auf Jod ist eher
bescheiden. Ich hab mich mal bemüht und etwa ein Dutzend Sporen
überflogen: 10-13x6-7µm.


Die gelben Inhalte in den Ceilozystiden von denen Ingo hier
Beitrag 187841
berichtet hat konnte ich nicht mehr nachvollziehen, weil mein Material, als
ich die Zystiden angeschaut habe, schon ein bischen am Faulen war. Die
bizarren Formen der Zystiden die er gezeigt hat sind wohl auch nicht ganz
so häufig. Eine typische Form wäre diese:
Witzig finde ich, daß Ingo vornehmerweise vergessen hat in seinem Kurzporträt
den Namen der Art zu erwähnen und daß das scheinbar niemandem aufgefallen
ist :-)
lg vezi

Hallo vezi

Ja, die kleine Helmlinge, an denen ich auch ab und an mal übe.
Warum schließt du Mycena purpureofusca aus? neugierig fragend

Beitrag 183100

LG Hartmut

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Mycena purpureofusca *PIC*

vezi2, (vor 5923 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Ingo und Hartmut!

:Die einfachen Cheilozystiden, wie du sie zeigst, sind in der Mehrzahl. Die mit

den langen, unförmigen Auswüchsen und Gabelungen in der Unterzahl.

So meinte ich das. Gabelungen hab ich bei mir auch gefunden. Leider keine fotogenen ;-)

Mein Vorschlag: du machst genau so weiter, und Stück für Stück lernst du etwas
dazu, so, wie alle hier. ... denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Liebe Grüße hartmut

Tut mir leid, wegen meinem Kommentar, ich wollte nicht auf Dir herumtrampeln. Deine Antwort war bestimmt nur aufmunternd gemeint.
Tatsächlich lerne ich zur Zeit dauernd dazu, und zwar in ziemlich großen Stücken und so machts auch richtig Spass!
Gerade heute hatte ich ein Erlebnis, das in dem Zusammenhang ziemlich eindrucksvoll war. Und zwar hab ich deine Frage bgzl M.purpureofusca noch gelesen und bin dann ab in den Wald. Und tatsächlich finde ich da einen Helmling der rote Schneiden hatte und nicht geblutet hat. Und mit all den Sachen die ich in den letzten Tagen gelernt habe, konnte ich draussen im Wald von einem Pilz, den ich noch nie vorher bewusst gesehen habe, sagen, daß es wohl der ist, den Du gemeint hast.
Das war ein ziemliches Erfolgserlebnis! Ich mein: Vor ein paar Monaten wusste ich von Helmlingen nur, daß sie klein und hübsch sind und heute schau ich einen an und denke mir, daß der wohl apikal abgerundete Ceilozystiden haben wird *g*

Warum schließt du Mycena purpureofusca aus? neugierig fragend

Es ist wohl möglich M. purpureofusca und M. rubromarginata zuverlässig anhand der Form der Ceilozystiden zu unterscheiden:
- M. rubromarginata: langgezogen, schlank, bisweilen mit gabeligen Auswüchsen
- M. purpureofusco: deutlich runde Köpfe
Ausserdem hat M. rubromarginata Schnallen, M.purpureofusca nicht oder nur selten.

Makroskopisch sind meine Erfahrungen (die ich schon seit Samstag anhäufe), daß M.rubromarginata eher groß, fleischig, bräunlich und
M. purpureofusca eher klein, kompakt und violettich daherkommt. Aber auf meine Erfahrungen würde ich jetzt nicht gros was geben ;-)

Hier noch ein paar Bilder von meinem Fund heute:

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lg vezi

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Re: Mycena purpureofusca

HARZPILZCHEN, (vor 5923 Tagen) @ vezi2

Tut mir leid, wegen meinem Kommentar, ich wollte nicht auf Dir herumtrampeln.

Was denn?? Hast du doch nicht. Freundlich wink

Deine Antwort war bestimmt nur aufmunternd gemeint.

so war das gemeint, für alle ein immer fortlaufender Lernprozess

LG Hartmut

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Re: Mycena purpureofusca

Ingo Wagner, (vor 5923 Tagen) @ vezi2

Hallo vezi!

Na bei dir klappt das ja einwandfrei. Über einen Verwechslungskandidaten nachdenken und dann finden.

Übrigens denke ich, dass man die beiden makroskopisch nicht verwechseln kann aufgrund des Farbtons des gesamten Helmlings und der Lamellenschneiden (zumindest, wenn man sie leibhaftig vor sich sieht). Der Stiel von purpureofusca kommt mir auch immer(?) dunkel vor, der von rubromarginata hell.

Mit der Größe als Unterscheidung haut es nicht hin. M. purpureofusca wird genauso groß, wächst aber meist nur zu wenigen Exemplaren (oft nur 1-3, kaum mehr).

VG Ingo W