Russula laeta? Frage zu Inkrustationen *PIC*

Andreas ⌂, (vor 5926 Tagen)

Hallo Täublingsfreunde,

natürlich insbesondere Felix *ggg*

Gestern hatten wir im Jenaer Forst einen Täubling, den ich zwar meine, richtig bestimmt zu haben, aber den ich erst aus einer Aufsammlung kenne - und da waren die Mikromerkmale nicht so ganz wie hier.
Es scheint mir eindeutig eine Art mit sowohl SV+ Zystiden als auch mit Inkrustationen zu sein. Ich denke, man kann das auf der Mikrotafel recht gut sehen. Die Inkrustationen waren im SV-Präparat sehr gut zu sehen und recht grobschollig für mein Empfinden. Was mich allerdings stutzig machte, war, dass diese Inkrustationen nicht säureresistent zu sein scheinen. EIn zweites Präparat in Karbolfuchsin, anschließend in HCl und dann in Wasser mikroskopiert ergab ein total entfärbtes Präparat mit völlig glatten Hyphen und Zystiden! Keine Spur von auch nur dem leisesten Inkrustationskrümelchen.

Meine Frage: Darf der das? In der Literatur steht nix davon, dass die Inkrustationen nicht säureresistent wären. Oder ist es womöglich doch eine andere Art?

Nachfolgend die Mikromerkmale, mit einer USB-Kamera aufgenommen, daher qualitativ nicht besonders prickelnd. Das Makrobild im zweiten Thread bei tageslicht auf der Fensterbank. Und im dritten Thread gleich noch ein Fund von Russula laeta von vor einigen Jahren, den Tanja gemalt hat. Damals fiel mir das mit den Inkrustationen nicht auf, weiß aber nicht mehr, ob ich's getestet habe.

Für sachdienliche Hinweise besten Dank!

viele Grüße,
Andreas

[image]

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Re: Russula laeta? Frage zu Inkrustationen *PIC*

Andreas ⌂, (vor 5926 Tagen) @ Andreas

[image]

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Re: Russula laeta? Frage zu Inkrustationen *PIC*

Andreas ⌂, (vor 5926 Tagen) @ Andreas

[image]

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Russula laeta? Frage zu Inkrustationen

Jochen Girwert, (vor 5926 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

laeta ist hier bei Erfurt nicht selten. Deshalb, und weil man doch immer wieder glaubt, es sei etwas anderes, habe ich laeta schon oft unterm Glas gehabt.
Entscheidend scheint mir, dass in der Huthaut zwei verschiedene Typen von Zystiden existieren: lange durchs Bild gehende und mehrminder tennischlägerartige kürzere. Die Inkrustrationen sind nicht allzu auffällig; vielleicht solltest Du das HCl nur ganz kurz einwirken lassen. MIT SV habe ich nie beprobt, weil ich meine, dass das bei milden Arten nichts bringt - die müssen eigentlich negativ bleiben.

Alles Gute, Jochen.

Hallo Täublingsfreunde,
natürlich insbesondere Felix *ggg*
Gestern hatten wir im Jenaer Forst einen Täubling, den ich zwar meine,
richtig bestimmt zu haben, aber den ich erst aus einer Aufsammlung kenne -
und da waren die Mikromerkmale nicht so ganz wie hier.
Es scheint mir eindeutig eine Art mit sowohl SV+ Zystiden als auch mit
Inkrustationen zu sein. Ich denke, man kann das auf der Mikrotafel recht
gut sehen. Die Inkrustationen waren im SV-Präparat sehr gut zu sehen und
recht grobschollig für mein Empfinden. Was mich allerdings stutzig machte,
war, dass diese Inkrustationen nicht säureresistent zu sein scheinen. EIn
zweites Präparat in Karbolfuchsin, anschließend in HCl und dann in Wasser
mikroskopiert ergab ein total entfärbtes Präparat mit völlig glatten
Hyphen und Zystiden! Keine Spur von auch nur dem leisesten
Inkrustationskrümelchen.
Meine Frage: Darf der das? In der Literatur steht nix davon, dass die
Inkrustationen nicht säureresistent wären. Oder ist es womöglich doch eine
andere Art?
Nachfolgend die Mikromerkmale, mit einer USB-Kamera aufgenommen, daher
qualitativ nicht besonders prickelnd. Das Makrobild im zweiten Thread bei
tageslicht auf der Fensterbank. Und im dritten Thread gleich noch ein Fund
von Russula laeta von vor einigen Jahren, den Tanja gemalt hat. Damals
fiel mir das mit den Inkrustationen nicht auf, weiß aber nicht mehr, ob
ich's getestet habe.
Für sachdienliche Hinweise besten Dank!
viele Grüße,
Andreas