Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

AK_CCM, (vor 5920 Tagen)

Hallo Rötlingsfreunde,

Rudi hat gestern am Bf Eisenstein einen recht großen Rötling (Hutdurchmesser bis 9 cm, büschelig, im Schnitt nach Mehl riechend) gefunden, der im Ludwig der Abb. von E. clypeatum beinahe wie ein Ei dem anderen gleicht - aber jetzt ist Mitte August und nicht Frühjahr. Leider kann er nicht ausschließen, dass eine Rosacaee in der Nähe wuchs. Ansonsten standen am Fundort Linden und Ahorne. Auffallend waren die gilbenen Madenfraßgänge im unteren Stielbereich - ein Indiz für den Riesenrötling? Würde auch gut zum Funddatum passen. Mit Guajak verfärbt das Fleisch nach einiger Liegezeit (ca. 10-15 Minuten) übrigens grün, falls das weiterhilft. Bilder und Mikromerkmale muss ich zunächst einmal schuldig bleiben.

Hat jemand einen Tipp, wie ich die beiden Arten sicher unterscheiden kann?

Gruß, Andreas

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

phragmobasidie, (vor 5920 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

sinuatum hat recht gelbe Lamellen, ich weiß jetzt nicht, ob in allen Altersstadien,
aber ist schon auffällig.

schöne Grüße
Robin

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

Der Juergen, (vor 5920 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Der Riesenrötling steht gerade bei uns im Wald (bei Eichen). Da werde ich mal einen Guajak-Test machen. Eigentlich dachte ich bisher immer, dass man diese beiden Arten wohl kaum verwechseln kann, weil ich E. sinuatum nur mit weißer Hutfarbe kenne. Die Lamellen junger Exemplare sind, wie schon erwähnt, unübersehbar und deutlich gelb! Wie alt ist denn Deine Guajak-Lösung?

Grüßle
Juergen

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

AK_CCM, (vor 5920 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

Der Riesenrötling steht gerade bei uns im Wald (bei Eichen).

kannst Du bitte mal ein paar Bilder posten?

Da werde ich mal
einen Guajak-Test machen. Eigentlich dachte ich bisher immer, dass man
diese beiden Arten wohl kaum verwechseln kann, weil ich E. sinuatum nur
mit weißer Hutfarbe kenne.

So schlüsselt auch der Gröger.

Die Lamellen junger Exemplare sind, wie schon
erwähnt, unübersehbar und deutlich gelb!

Das war eher nicht der Fall: Sie waren rosabräunlich gefärbt, lediglich am Rand waren sie gelblich. Aber von deutlich Gelb war die Farbe weit entfernt.

Wie alt ist denn Deine Guajak-Lösung?

Soweit ich weiß vom Anfang des Jahres - aber ich kann's nicht beschwören, wann Andreas das Fläschchen an die Bayerwald-Basisstation geschickt hatte. Letztes Jahr war m.W. kein Guajak da. Werde diesbezüglich nochmals nachhaken.

Gruß, Andreas

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

AK_CCM, (vor 5920 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

sinuatum hat recht gelbe Lamellen, ich weiß jetzt nicht, ob in allen
Altersstadien,
aber ist schon auffällig.

mir fiel diesbezüglich nichts auf. Leider kenne ich weder die eine noch die andere Art aus eigener Anschauung. Vielleicht lässt sich mit der Mikroskopie etwas machen - hatte die beiden Noordeloos-Bände nicht zur Hand, die will ich Zuhause sichten.

Gruß, Andreas

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

Der Juergen, (vor 5920 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Fotos stell ich morgen (heute Abend:-) mal rein; muss da nochmal vorbei. Ich werde dann auch gleich mal Guajak und Anilin testen.

Grüßle
Juergen

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

AK_CCM, (vor 5920 Tagen) @ Der Juergen

Danke Juergen. Den Riesenrötling würde ich inzwischen aber ausschließen, wenn ich die bereiften Hüte und die deutlich gelben Lamellen bei jungen Frk. auf Georgs Fotos anschaue. Die Hüte von Rudis Kollektion waren nämlich glatt und hygrophan. Hege inzwischen den Verdacht, dass es sich bei dem Pilz um E. lividoalbum handelt - dann würde auch der Erscheinungszeitraum passen.

Werde den Pilz am Montag durchmikroskopieren - bin gespannt, was dabei herauskommt.

Gruß, Andreas

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Re: Entoloma clypeatum vs. E. sinuatum

Der Juergen, (vor 5919 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Hab meine Riesenrötlinge heute nicht mehr gefunden (hoffentlich hat da kein Schwammerlsucher zugegriffen - da hats nämlich auch Eichen-Steinpilze gehabt:-), deshalb leider kein Foto von den frischen Fruchtkörpern. An zwei gestrigen Frk habe ich aber Guajak und Anilin getestet; beide negativ! (Guajak erst nach Stunden etwas grünlich, Anilin gar keine Verfärbung). Vielen Dank für die Idee mit Guajak zu testen, das wollte ich schon immer mal:-) Im GRÖGER steht, dass man E. sinuatum tatsächlich auch mit E. clypeatum verwechseln kann, und zwar mit E. clypeatum var. xanthophyllum, eine Varietät mit gelblichen Lamellen. Allerdings findet man E. clypeatum auschließlich im Frühjahr. Der bereifte, nicht hygrophane Hut von E. sinuatum dürfte aber für eine sichere Abgrenzung sorgen. Wenn Du deinen Rötling rausbekommen hast, sag mir bescheid, das interessiert mich. Zur Zeit finde ich immer wieder und häufig E. rhodopolium.

Grüßle
Juergen