Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2 *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 5908 Tagen)

Hallo Forum,

Teil 2:

Lactarius flavidus - Hellgelber Violett-Milchling
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Russula cuprea var. cuprea - Purpurbrauner Dotter-Täubling
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Cantharellus melanoxeros - Schwärzender Pfifferling
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Limacella delicata var. vinosorubescens - Weinrötlicher Schleimschirmling
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Craterellus cinereus - Grauer Leistling
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Craterellus sinuosus - Krause Kraterelle
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Lactarius rubrocinctus - Rotgegürtelter Runzel-Milchling
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Amanita solitaria - Stachelschuppiger Wulstling
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Xerocomellus ripariellus CF (Xerocomus ripariellus CF) - Ufer-Filzröhrling)
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Russula farinipes - Mehlstiel-Täubling
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Russula spec. (pikant)
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Boletus pinophilus - Kiefern-Steinpilz
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Clitopilus cystidiatus - Zystiden-Räsling
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Cortinarius chevassutii - Marmordickfuß
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Cortinarius hinnuleoarmillatus CF
(hygrophane Tel. mit rotem Velum, weitere Vorschläge erwünscht)
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Viele Grüße FELIX

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Re: Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2

Marco, (vor 5908 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

Wieder einmal eine tolle Zusammenstellung! Aber die Cantharellus melanoxeros
von Jesko kleine sehen mir sehr nach Trompetenpfifferlingen aus.

Von wo sind eigentlich die B. fechtneri aus dem anderen Beitrag?

Liebe Grüße,
Marco

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Nix Trompetenpfifferlinge

Thüringer-Holz, (vor 5907 Tagen) @ Marco

@Jesko

Bitte um ein weiteres (Beweis)-Bild!

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Re: Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2

Thüringer-Holz, (vor 5907 Tagen) @ Marco

Hallo Felix,
Wieder einmal eine tolle Zusammenstellung! Aber die Cantharellus melanoxeros
von Jesko kleine sehen mir sehr nach Trompetenpfifferlingen aus.
Von wo sind eigentlich die B. fechtneri aus dem anderen Beitrag?
Liebe Grüße,

Hallo Marco,

die geilen Silberröhringe sind aus der Umgebung von Jena, Kollege Jochen Wiesner
hat mir das Bild zur Verfügung gestellt. Leider Leider habe ich die auch
nicht live gesehen. Auch um Jena wurde dieses Jahr B.fuscoroseus gefunden...

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Re: Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2

HARZPILZCHEN, (vor 5908 Tagen) @ Thüringer-Holz

Sehr scöne Sachen

Cantharellus melanoxeros - Schwärzender Pfifferling

sieht mir auch nach Trompetenpfifferling aus, aber Ihr habt diese ja im Feld gesehen

VG Hartmut

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Ich zeig wohl Trompetenpfifferlinge bei dem

Thüringer-Holz, (vor 5907 Tagen) @ HARZPILZCHEN

was im Wald rumsteht.....

@Jesko

Bitte um ein weiteres (Beweis)-Bild!

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Re: Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2

BrunoH, (vor 5908 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix

Ich wünschte, ich könnte solche Sachen finden, und so schön fotografieren...
Gratulation, einfach toll!

Grüsse,
Bruno

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Re: Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2

Ingo Wagner, (vor 5908 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hi Felix!

Das ist bestimmt ein Test?

Cantharellus melanoxeros - Schwärzender Pfifferling

Nehme ich dir nicht ab. Einfach junge Trompeten-Pfifferlinge in meinen Augen.

streitlüsternd
Ingo W

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Re: Der Thüringen & Sachsen Tanz Teil 2

Thüringer-Holz, (vor 5907 Tagen) @ Ingo Wagner

Ich habe sie live schwärzen sehen! Und drei weitere Personen auch!
100 pro!!

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An die Zweifler *PIC*

Jesko, (vor 5907 Tagen) @ Thüringer-Holz

Ihr wollt uns also unsere Pfifferlinge madig machen? Es sind doch keine Schweinsohren! Im Ernst: Diskussionsfreudige Kritik ist natürlich willkommen. Nur so gibt es Entwicklung! Hegel, Dialektik und so’n Kram, Ihr wisst schon. Ich hätte mir allerdings eher gewünscht, wir könnten über ordentlichen Stoff wie etwa die Telamonia mit dem roten Velum debattieren, und nicht einfach über Pfifferlinge. Also hier noch weitere Informationen zu dem Fund, den Ihr anhand des Fotos gern zur schnöden Trompete degradieren wollt:
Die Pilze haben Frauke, Inga und ich in einem Lindenwald ein paar km östlich von Leipzig gefunden. Über den Boden dort weiß ich nicht viel, aber einen pH-Wert im besseren Bereich legen zumindest einige in diesem Waldstück über die Jahre beobachtete Schleierlinge nahe (C. dionysae, melanotus, olidoamarus, olidus, xanthophyllus, übrigens alle teils rein bei Linde). Trompetenpfifferlinge, das war auch gleich mein zweiter Gedanke (der erste galt dem Abendbrot mit vermeintlichen cibarius), dann habe ich doch noch rasch zwei Fotos gemacht, 1. weil ich die Kamera für einen gleich daneben stehenden und bisher in diesem Gebiet noch nie gesehenen Lactarius luridus schon gezückt hatte, 2. weil es eine kuriose zumindest gelbhütige Form von Cantharellus tubaeformis schien und 3. weil der vielerorts häufige Trompetenpfifferling in Leipzig und im näheren Umkreis nach meiner Kenntnis (Jahre eigener Sammelerfahrung, Fachgruppentreffen, Pilzberatung, Pilzausstellungen ...) überhaupt nicht vorkommt. Der mitgenommene Beleg ist eher karg: Ich habe nicht die ganze Gruppe abgeräumt, sondern nur das weggepackt, was ich für das Foto herausgenommen hatte. Als ich sie mir dann zu Hause vornahm, hatten die Stiele dunkel graubraune Flecken (vermutlich an den zuvor manipulierten Stellen), und die ganzen Pilze fingen an, auf dem Hut und am Stiel auffällig grau bis schwärzlich zu verfärben. Auf dem In-situ-Foto sind die Pilze sehr frisch zu sehen, sie haben auch keine Fraßstellen. Neben jungen sind auch ordentlich ausgewachsene Pilze zu sehen. Ein Dreibisfünfstundennachderaufsammlungfoto habe ich leider nicht gemacht. Felix habe ich die Pilze ca. 24 h später gezeigt – sie sahen erbärmlich aus. Ich hänge noch ein Foto vom Exsikkat an. Nimmt man nun das Schwärzen, den nicht so typisch schlanken Habitus wie beim Trompetenpfifferling und die merkwürdige Farbe zusammen, ist C. melanoxeros im Vergleich zu C. tubaeformis für mich klar die passendere Bestimmung. Vergleiche mit der Literatur sind zunächst dadurch erschwert, dass bis in jüngste Zeit hier wohl (mindestens) zwei verschiedene Sippen zusammengeworfen wurden. F. Röger hat im Tintling C. melanoxeros ausführlicher dargestellt. Diese Funde weichen farblich und vom Geruch her von unseren Pilzen ab (zu Sporen s.u.). Auf der anderen Seite gibt es anscheinend eine konsolidierte Tradition, nach der C. melanoxeros eben C. tubaeformis durchaus sehr ähnlich ist, sich aber durch den etwas gedrungeneren Habitus und das Schwärzen unterscheidet. S. hierzu die Abbildungen im Bon und im Courtecuisse sowie eine Reihe von Fotos im Netz. Aber das Netz irrt bekanntlich oft, und auch der illustren Irrtümer gibt es in der Mykologie zur Genüge. Gestern habe ich noch einen kurzen Blick auf die Sporen geworfen (Quetschpräparat vom Hymeniphor in Wasser): größtenteils elliptisch, typisch etwa 8 x 5,5, aber auch bis 9 lang und bis 7 breit. Das passt einerseits nicht zu den von Röger postulierten rundlichen Sporen, andererseits werden in der Literatur für C. tubaeformis größere Sporen gegeben. Also unklar. Das ist für mich jetzt Stand der Dinge, und um mich in eine CantharellusmelanoxerossensuXYZ- bzw. Cantharellustubaeformisformanigricans-Diskussion einzulassen, fehlen mir die Literatur und im Übrigen auch ein oder ein paar Belege von C. tubaeformis (so was Häufiges nimmt man ja nicht mit ...).
Zum Abendbrot gab’s heute übrigens Pfifferlinge, aber richtige.
Grüße aus Leipzig

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Re: An die Zweifler

Nobi, (vor 5907 Tagen) @ Jesko

Hallo Jesko

Ihr wollt uns also unsere Pfifferlinge madig machen?

Das können doch nur Maden :-)

Spaß beiseite; einer der längsten und interessantesten Beiträge des Forums verlangt einfach eine Antwort.

Obwohl mir die Pfifferlinge allgemein etwas zu groß sind (ich mag's gern etwas kleiner) möchte ich folgendes anmerken: Sowohl Hutform als auch Hutfarbe sowie der kräftige Habitus (das Schwärzen sowieso) sprechen m.E. recht eindeutig für eben den Schwärzenden.
Vgl. auch "Die Großpilze BW, Bd.2"

C. tubaeformis kenne ich nur mit einem auffallend schlanken, leuchtendgelben Stiel.

Den Artenkomplex u.v.a.m. können wir ja demnächst zur Sachsentagung nochmal diskutieren.

Bis dahin und viele Grüße vom Nobi

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Re: An die Zweifler

Ingo Wagner, (vor 5907 Tagen) @ Jesko

Hallo!

Ok, ich gebe zu, die Begleitflora am Standort und die Beobachtungen der Seltenheit des Trompetenpfifferlings dort sprechen wohl gegen C. tubaeformis.

Die Mikrodaten scheinen eine Übereinstimmung zu einer der 2 fraglichen Arten zu verweigern.

Wie sich Trompetenpfifferlinge im Antrocknungszustand verhalten, weiß ich gerade nicht.

Das blasse Braun der Hutoberseite des Abgebildeten stört mich nach wie vor, ist auch nicht auf dem Bild in der BW-Flora zu sehen, auf anderen Bildern im Internet schon gar nicht (dort in der Regel gelber Hut, rosaliche Lamellen).
Die Hutform finde ich überhaupt nicht untypisch für den Trompetenpfifferling.

Ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich so schnell überzeugen ließe. Würde nicht vielleicht einfach ein Schnitt durch den Stiel die Lösung bringen? Dort liegt doch der Unterschied zwischen den Pfifferlingen und den Trompetenpfifferlingen, dachte ich immer.

VG Ingo W