Inocybe margaritispora? *PIC*

KARL, (vor 5905 Tagen)

Hallo Inocybefreunde

Kann das Inocybe margaritispora sein? Ich habe die Art
erstmals gefunden. Sporen bis 10 mµ lang, stark höckerig
metuloide Kaulos bis über die Stielmitte vrohanden.

Aber: auch bei jugem Exemplar keine Cortinagesehen und
sollte die Art nicht stärker schuppig sein?

LG Karl

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Re: Inocybe margaritispora?

Helmut, (vor 5905 Tagen) @ KARL

Servus Karl

eine sehr interessante Art und ein super Bild! Bitte unbedingt ein paar Exemplare trocknen und aufheben! I. margaritispora ist das aber m. E. nicht. Kannst Du genauere Angaben machen? Geruch, Größen von Sporen und Hymenialzystiden (v. a. Wandstärke) oder am Besten Mikro-Bilder ins Netz stellen?

Gruß

Helmut

Hallo Inocybefreunde
Kann das Inocybe margaritispora sein? Ich habe die Art
erstmals gefunden. Sporen bis 10 mµ lang, stark höckerig
metuloide Kaulos bis über die Stielmitte vrohanden.
Aber: auch bei jugem Exemplar keine Cortinagesehen und
sollte die Art nicht stärker schuppig sein?
LG Karl

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Re: Inocybe margaritispora? *PIC*

KARL, (vor 5904 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut

Getrocknetes Material ist reichlich vorhanden. Ein Sporenbild hänge ich an.
Ich suche die Stelle noch mal auf, um den Geruch eindeutig festzustellen, aber
an dem Tag gab es soviele Risspilze, das mein Geruchsinn mich irgendwann in
Stich ließ. Weitere Mikrobilder schicke ich Dir heute Abend zu.

Kurzbeschreibung:
28.08.10 Krefeld Stadtwald in dunkler mit Laub durchsetzter Erde
Begleitbäume: Eiche (Hain)Buche
Begleitpilze: Inocybe adaequata

Größter Fruchtkörper noch nicht völlig aufgeschirmt, Durchmesser 54 mm,
Hut bereits bei jungen Frk. feinschuppig,
Lamellen jung weiß, dann graulich, dann braun
Stiel weiß bis 12 mm dick und 6cm lang mit deutlicher Knolle
Gelbe Flecken auf einem Stiel waren beim herausziehen aus der Erde vorhanden
und sind nicht durch anfassen verursacht.
Geruch vorhanden jedoch nicht eindeutig zu beschreiben

Sporen: 8,4 - 10,4 X 6,3 - 7,8, stark höckerig,
Cheilos: 48 - 62 x 14 - 27, meist mit Kristallschopf, Wandstärke unterschiedlich 1 - 2,5 µm
Kaulos: bis über die Stielmitte reichend meist ähnlich Cheilos, einige dünnwandig.

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Re: Inocybe margaritispora?

Helmut, (vor 5904 Tagen) @ KARL

Servus Karl,

Sporen wie I. asterospora / pseudoasterospora (var. microsperma)und solche großen, gelben und feinschuppigen Fruchtkörper - das ist einfach zu bestimmen. Dummerweise hat's wohl noch keiner beschrieben, zumindest soweit ich die Inocybe-Literatur kenne. Nach den gängigen Schlüsseln bleibt nur I. margaritispora, die ich aber anders kenne (allerdings wird wohl alles, was irgendwie groß, schuppig, ganz stielbereift und höckersporig ist mit diesem Namen bestimmt)

Ratlosen (aber begeisterten) Gruß

Helmut

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Re: Inocybe margaritispora?

Georg, (vor 5903 Tagen) @ Helmut

Hi Helmut,

Sporen wie I. asterospora / pseudoasterospora (var. microsperma)und solche
großen, gelben und feinschuppigen Fruchtkörper - das ist einfach zu
bestimmen. Dummerweise hat's wohl noch keiner beschrieben, zumindest
soweit ich die Inocybe-Literatur kenne. Nach den gängigen Schlüsseln
bleibt nur I. margaritispora, die ich aber anders kenne (allerdings wird
wohl alles, was irgendwie groß, schuppig, ganz stielbereift und
höckersporig ist mit diesem Namen bestimmt)

also für mich sind das schon recht typische margaritispora wie sie auch hier im
nährstoffreichen Kalklaubwald wachsen (meist an stickstoffreichen Wegrändern).
Der Geruch erinnert mich etwas an grüne Äpfel. Der Pilz kann für einen
Risspilz sehr groß werden (bis nahe 10 cm Hutdurchmesser). Die Art
fruchtet nur unregelmäßig. Dieses Jahr ist sie wieder da, wenn auch nicht
so häufig und üppig wie zuletzt 2002.

Es könnte sich aber um einen Artenkomplex handeln, denn auf
ebenfalls kalkhaltigen, aber etwas ärmeren Böden wächst eine
schmächtigere und weniger schuppige Art mit leicht dunkleren Hüten.

Da diese Pilze generell selten sind und nicht jedes Jahr fruktifizieren
ist da sicher noch einiges unentdeckt.

Georg

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Re: Inocybe margaritispora? *PIC*

Helmut, (vor 5903 Tagen) @ Georg

Servus Georg,

ist ja interessant! Ich habe solche margaritispora noch nie gefunden, "meine" Kollektionen sahen anders aus und hatten viel weniger höckerige Sporen (Foto).

Die Originalbeschreibung von Berkeley habe ich leider noch nicht zum Vergleich. Vielleicht kann mir jemand aushelfen damit:

Handbook of British Fungi, 2nd Edn: 157 (1883)

Gruß

Helmut

Hi Helmut,
also für mich sind das schon recht typische margaritispora wie sie auch hier
im
nährstoffreichen Kalklaubwald wachsen (meist an stickstoffreichen
Wegrändern).
Der Geruch erinnert mich etwas an grüne Äpfel. Der Pilz kann für einen
Risspilz sehr groß werden (bis nahe 10 cm Hutdurchmesser). Die Art
fruchtet nur unregelmäßig. Dieses Jahr ist sie wieder da, wenn auch nicht
so häufig und üppig wie zuletzt 2002.
Es könnte sich aber um einen Artenkomplex handeln, denn auf
ebenfalls kalkhaltigen, aber etwas ärmeren Böden wächst eine
schmächtigere und weniger schuppige Art mit leicht dunkleren Hüten.
Da diese Pilze generell selten sind und nicht jedes Jahr fruktifizieren
ist da sicher noch einiges unentdeckt.
Georg

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