Warum sterben die polnischen Pfifferlinge nicht aus?

Leonie, (vor 9882 Tagen)

Aloha!
Das die Sammeleinschränkungsgesetze Unsinn sind, beweisen uns auch die polnischen und baltischen Pfifferlinge (verstrahlt oder nicht - ich esse sie mit Genuß - besser als jeder Zuchtpilz!). Seid Jahren kriegen wir tonnenweise billigste polnische Pfifferlinge Die Pilze werden schonungslos gesammelt, auch kleinste Fruchtkörper sind dabei. Die Mengen werden aber seltsamerweise nicht kleiner, sondern was der Preisverfall zeigt, größer (oft liegen die Preise ja kaum noch höher als bei Zuchtchampignons). Also kann auch radikales Absammeln die Bestände nicht gefährden!!! (Wenn ich alle Äpfel eines Apfelbaumes abflücke, gehts dem Baum auch nicht schlechter, als wenn ich nur ein paar pflücke und der Rest fällt vom Baum und vergammelt!) Vielleicht sollte wir mal unsere Moosbetten aufreißen und lüften?

Eintrag gesperrt
3 Aufrufe

Re: Warum sterben die Pfifferlinge bei uns aus?

Markus H., (vor 9882 Tagen) @ Leonie

Aloha!
Das die Sammeleinschränkungsgesetze Unsinn sind, beweisen uns auch die polnischen und baltischen Pfifferlinge (verstrahlt oder nicht - ich esse sie mit Genuß - besser als jeder Zuchtpilz!). Seid Jahren kriegen wir tonnenweise billigste polnische Pfifferlinge Die Pilze werden schonungslos gesammelt, auch kleinste Fruchtkörper sind dabei. Die Mengen werden aber seltsamerweise nicht kleiner, sondern was der Preisverfall zeigt, größer (oft liegen die Preise ja kaum noch höher als bei Zuchtchampignons). Also kann auch radikales Absammeln die Bestände nicht gefährden!!! (Wenn ich alle Äpfel eines Apfelbaumes abflücke, gehts dem Baum auch nicht schlechter, als wenn ich nur ein paar pflücke und der Rest fällt vom Baum und vergammelt!) Vielleicht sollte wir mal unsere Moosbetten aufreißen und lüften?

Hi Leonie!

Auch bei uns in Österreich waren Eierschwammerl früher Massenpilze, bis dann die "normale forstwirtschaftliche Nutzung" begonnen hat.
Durch das dauernde rumschlägern, ausforsten, dränagieren, wegebauen, erdeumwühlen und forsthüttenbauen werden die Biotopflächen, die der Pfifferling benötigt dauernd weniger.

Naja, und gemeinsam mit der "normalen forstwirtschaftl. Nutzung" boomte dann auch der Jagdsport: Die Jäger konnten ja jetzt, wo überall Forststrassen sind mit dem Pajero praktisch zu- u. abfahren (früher mußte man weitmächtig den Berg besteigen).
Immerhin habe sich seit 1970 die Abschußzahlen mehr als verdoppelt, und der Wildbestand (durch dauerndes Füttern) wahrscheinlich vervierfacht. (auch nicht gut für Pilze !).

Tja und zu guter letzt kommt dann noch der Wintersport: Die Strassen auf den Berg hat ja die Forstwirtschaft schon gebaut, jetzt braucht man nurmehr große Waldflächen abzuschlägern, um möglichst schöne Abfahrten zu erhalten. Ich möchte mir nicht vorstellen, wieviele Biotopflächen seit Beginn
des Wintersports in Ö. zerstört wurden - es muß gigantisch sein, denn sonst wäre die vor zwei Jahren in Auftrag gegebene Studie bereits veröffentlicht.

In Polen dürfte das noch nicht so ausgeprägt sein - wird aber auch noch kommen :-(

Ciao
Markus H.

Eintrag gesperrt
3 Aufrufe

Re: Warum sterben die polnischen Pfifferlinge nicht aus?

Harry, (vor 9882 Tagen) @ Leonie

Aloha!
Das die Sammeleinschränkungsgesetze Unsinn sind, beweisen uns auch die polnischen und baltischen Pfifferlinge (verstrahlt oder nicht - ich esse sie mit Genuß - besser als jeder Zuchtpilz!). Seid Jahren kriegen wir tonnenweise billigste polnische Pfifferlinge Die Pilze werden schonungslos gesammelt, auch kleinste Fruchtkörper sind dabei. Die Mengen werden aber seltsamerweise nicht kleiner, sondern was der Preisverfall zeigt, größer (oft liegen die Preise ja kaum noch höher als bei Zuchtchampignons). Also kann auch radikales Absammeln die Bestände nicht gefährden!!! (Wenn ich alle Äpfel eines Apfelbaumes abflücke, gehts dem Baum auch nicht schlechter, als wenn ich nur ein paar pflücke und der Rest fällt vom Baum und vergammelt!) Vielleicht sollte wir mal unsere Moosbetten aufreißen und lüften?

Hi Leonie,

Nicht wenige führende Mykologen sind der Ansicht,daß die dicker gewordene Streuschicht unserer Waldböden für den Rückgang des Pifferlings
ursächlich sind.Seit ewigen Zeiten war unser Wald für die Menschen Lieferant für Brenn.- und Düngematerial.Es blieb so gut wie kein Ästchen und keine Laubstreu in unseren Wäldern liegen.

Nun, dies hat sich geändert.In unserem Wald finden wir heute eine wesentlich dickere Steuschicht vor, als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Der Pfifferling scheint dies nicht zu mögen.

Die Menschen im ärmeren Osteuropa besorgen sich wie zu Urgroßvaters Zeiten ihr Brennmaterial immer noch aus den umliegenden Wäldern,sie sind dadurch wesentlich aufgeräumter als hierzulande,was dem Pifferling scheinbar zu gute kommt.

Dies ist allerdings nur eine,wenn auch ernstzunehmende, Vermutung.

Tscüß Harry