Eselsohren? *PIC*

MartinB, (vor 5897 Tagen)

Hallo,

ich habe gestern in einem Fichtenwald in Thüringen unglaubliche Mengen von Otideas gesehen. Ganze Teppiche davon. Die meisten scheinen mir O. alutacea gewesen zu sein, die ich hier schon öfters geglaubt als solchte bestimmt zu haben... ;-)
Eine Kollektion sah jedoch makroskopisch ganz anders aus. Fruchtkörper bis 6 cm Dm., gelborange, Außenseite feinfilzig und etwas dunkler als das Hymenium, Sporen ovoid mit zwei großen Öltropfen, 11,4-13,5 x 6,1-6,6 µm.
Mit dem Schlüssel von van Vooren komme ich da auf Otidea onotica (Eselsohr). Mit dem Schlüssel der Nordic Macromycetes nicht so leicht, weil da z.B. als Ökologie Laubwald angegeben wird.
Was sagen die Otidea-Experten?

Leider kann ich Euch nur "Studiofotos" zeigen, da ich im Wald keine Kamera dabei hatte.

Grüße,

Martin

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Re: Eselsohren?

Heinz Ebert ⌂, (vor 5897 Tagen) @ MartinB

Hallo Martin,
auf dem 1. Foto sieht man, dass der Fruchtkörper gestielt ist. Die kleiige Außenseite passt auch. Also schau mal unter Sowerbyella nach.
Beste Grüße,
Heinz Ebert

Hallo,
ich habe gestern in einem Fichtenwald in Thüringen unglaubliche Mengen von
Otideas gesehen. Ganze Teppiche davon. Die meisten scheinen mir O.
alutacea gewesen zu sein, die ich hier schon öfters geglaubt als solchte
bestimmt zu haben... ;-)
Eine Kollektion sah jedoch makroskopisch ganz anders aus. Fruchtkörper bis 6
cm Dm., gelborange, Außenseite feinfilzig und etwas dunkler als das
Hymenium, Sporen ovoid mit zwei großen Öltropfen, 11,4-13,5 x 6,1-6,6 µm.
Mit dem Schlüssel von van Vooren komme ich da auf Otidea onotica (Eselsohr).
Mit dem Schlüssel der Nordic Macromycetes nicht so leicht, weil da z.B.
als Ökologie Laubwald angegeben wird.
Was sagen die Otidea-Experten?
Leider kann ich Euch nur "Studiofotos" zeigen, da ich im Wald keine
Kamera dabei hatte.
Grüße,
Martin

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Nachtrag

Heinz Ebert ⌂, (vor 5897 Tagen) @ MartinB

Aber bei Beachtung der Mikros könnte auch O. onotica passen. Den kenn ich war auch aus dem Laubwald, aber viele Nadelbaumforsten sind halt "umgewandelte" Laubwälder. Das hört aber bald auf, nach den heftigen Stürmen der letzten Jahre/Jahrzehnte haben auch die Nadelholzförster dazugelernt.
Gruß, Heinz

Hallo,
ich habe gestern in einem Fichtenwald in Thüringen unglaubliche Mengen von
Otideas gesehen. Ganze Teppiche davon. Die meisten scheinen mir O.
alutacea gewesen zu sein, die ich hier schon öfters geglaubt als solchte
bestimmt zu haben... ;-)
Eine Kollektion sah jedoch makroskopisch ganz anders aus. Fruchtkörper bis 6
cm Dm., gelborange, Außenseite feinfilzig und etwas dunkler als das
Hymenium, Sporen ovoid mit zwei großen Öltropfen, 11,4-13,5 x 6,1-6,6 µm.
Mit dem Schlüssel von van Vooren komme ich da auf Otidea onotica (Eselsohr).
Mit dem Schlüssel der Nordic Macromycetes nicht so leicht, weil da z.B.
als Ökologie Laubwald angegeben wird.
Was sagen die Otidea-Experten?
Leider kann ich Euch nur "Studiofotos" zeigen, da ich im Wald keine
Kamera dabei hatte.
Grüße,
Martin

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Re: Nachtrag

MartinB, (vor 5897 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

danke für Deine Kommentare! Sowerbyella müßte, glaub ich, mehr oder weniger deutlich ornamentierte Sporen haben, was mir nicht aufgefallen ist. Der Fichtenwald war mit zahlreichen Birken durchsetzt (scheint hier in Thüringen üblich zu sein). Vielleicht sind die verantwortlich...?

Grüße,

Martin

Aber bei Beachtung der Mikros könnte auch O. onotica passen. Den kenn ich war
auch aus dem Laubwald, aber viele Nadelbaumforsten sind halt
"umgewandelte" Laubwälder. Das hört aber bald auf, nach den
heftigen Stürmen der letzten Jahre/Jahrzehnte haben auch die
Nadelholzförster dazugelernt.
Gruß, Heinz

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Tipp *PIC*

Gelbfieber, (vor 5897 Tagen) @ MartinB

Hallo und guten Abend Martin,

ich zähle mich nicht zu den Otidea-Experten aber meine Meinung zu deinem Fund gebe ich trotzdem mal ab.

Aus meiner Sicht scheidet die von Heinz erwähnte Sowerbyella aus. Bei dem von dir angegebenen Sporenmaß kommt bei Sowerbyella lediglich S. brevisspora in Betracht die aber warzige Sporen hat. Eine Warzigkeit ist im optischen Schnitt der Sporen nicht zu erkennen. Die Sporen sind glatt, zu erkennen am „makellos“ glatten Rand der Sporen. Makro- wie mikroskopisch passt bei deinem Fund m. E. alles zu Otidea onotica. Schau dir mal deine Bildchen genau an, ein leichter, für O. onotica typischer rosa Hauch ist an den Frkp. zu erkennen.
Ein Formblatt von Otidea onotica füge ich zum Vergleich an.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

PS.: Momentan „wimmelt“ es auch in meinen Revieren, wie lange nicht mehr, vor O. onotica und alutacea.

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Re: Eselsohren?

Gábor, (vor 5897 Tagen) @ MartinB

Hallo Martin,

meine vorjährigen Eselsohren schauten so aus:
Beitrag 173330

Sporenform und Maße, sowie diese typische Aprikosenfarbe mit Lachstupfern würde doch gut hinkommen...

LG, Gábor

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Re: Tipp

MartinB, (vor 5897 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Ursula und auch Gábor,

wie ich schon in meiner Antwort an Heinz geschrieben habe, vermisse ich eine Sporenornamentierung, wie bei S.
Der "rosa Hauch" ist mehr als vorhanden, kommt aber bei meinen Makros vielleicht nicht so rüber, höchstens bei Bild 3.
Ich hake die jetzt mal unter onotica ab.

Herzlich,

Martin

Hallo und guten Abend Martin,
ich zähle mich nicht zu den Otidea-Experten aber meine Meinung zu deinem Fund
gebe ich trotzdem mal ab.
Aus meiner Sicht scheidet die von Heinz erwähnte Sowerbyella aus. Bei dem von
dir angegebenen Sporenmaß kommt bei Sowerbyella lediglich S. brevisspora
in Betracht die aber warzige Sporen hat. Eine Warzigkeit ist im optischen
Schnitt der Sporen nicht zu erkennen. Die Sporen sind glatt, zu erkennen
am „makellos“ glatten Rand der Sporen. Makro- wie mikroskopisch passt bei
deinem Fund m. E. alles zu Otidea onotica. Schau dir mal deine Bildchen
genau an, ein leichter, für O. onotica typischer rosa Hauch ist an den
Frkp. zu erkennen.
Ein Formblatt von Otidea onotica füge ich zum Vergleich an.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co
PS.: Momentan „wimmelt“ es auch in meinen Revieren, wie lange nicht mehr, vor
O. onotica und alutacea.