Speisewert von Hymenogaster

Huperzia ⌂, (vor 5895 Tagen)

Hallo,

Nur kurz: ich hatte eine etwas skurrile Dame in der Pilzberatung und sie brachte mir ein schwarzes Gebilde. Mit etwas Getrickse konnte ich es ihr abluchsen, um es in Ruhe zu bestimmen. (Hui war die mißtrauisch.)
Sie wird mich jedenfalls am Wochenende anrufen um zu fragen, was das für ein Pilz war und vor allem wird sie wissen wollen, ob sie ihn essen kann. Ich hab ihr zwar schon gesagt, daß man das bei den Dingern gar nicht immer so recht weiß ..... aber vielleicht weiß ja doch jemand was? Er roch zumindest angenehm aromatisch und es war übrigens Hymenogaster olivaceus.

Liebe Grüße,
Tanja

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Re: Speisewert von Hymenogaster

Seraph, (vor 5895 Tagen) @ Huperzia

Hallo,
Nur kurz: ich hatte eine etwas skurrile Dame in der Pilzberatung und sie
brachte mir ein schwarzes Gebilde. Mit etwas Getrickse konnte ich es ihr
abluchsen, um es in Ruhe zu bestimmen. (Hui war die mißtrauisch.)
Sie wird mich jedenfalls am Wochenende anrufen um zu fragen, was das für ein
Pilz war und vor allem wird sie wissen wollen, ob sie ihn essen kann. Ich
hab ihr zwar schon gesagt, daß man das bei den Dingern gar nicht immer so
recht weiß ..... aber vielleicht weiß ja doch jemand was? Er roch
zumindest angenehm aromatisch und es war übrigens Hymenogaster olivaceus.
Liebe Grüße,
Tanja

Hallo Tanja,

ich würde generell sagen, dass alle Basidiomyceten-Trüffeln, also Hymenogaster, Hysterangium, Melanogaster usw. ungenießbar sind, und zwar wegen dem schlechten, faden Geschmack. Prinzipiell kann man natürlich alles essen, solange es keine Giftwirkung hat...von Hymenogaster ist mir aber bei bislang keiner Art eine Giftwirkung bekannt. Vom Verzehr von hypogäischen Basidios rate ich aber trotzdem ab :P

LG Kazuya

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Re: Speisewert von Hymenogaster

Christoph ⌂, (vor 5895 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

nach neuerer Systematik gehören auch die Gattungen Galerina und Hebeloma zu den Hymenogasteraceae. Ich würde ungern einfach so einen hypogäischen Fälbling oder etwas ähnliches essen. Insofern kann man seriöserweise wohl nur sagen: Speisewert unbekannt.

Ein Freund von mir hat hingegen Melanogaster einmal probiert und war sehr angetan. Melanogaster wiederum ist im Prinzip ein hypogäischer Krempling, steht also Paxillus s.str. sehr nahe. Den würde ich daher auch nicht essen.

Wenn man irgendwelche Kostversuche anstellen möchte, dann eher noch mit Rhizopogon, die im Prinzip hypogäische Schmierröhrlinge sind. Und dort kennt man zumindest nichts giftiges in der Verwandtschaft. Ob das aber reicht, um Kostversuche zu tätigen, muss man selber entscheiden.

Insgesamt mein Rat:
Finger weg!

LG
Christoph

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Re: Speisewert von Hymenogaster

Huperzia ⌂, (vor 5895 Tagen) @ Christoph

Hallo und danke für eure Antworten!

So ähnlich hatte ich es der Frau ja schon allgemein angedeutet und da ich nun weiß was es ist, werd ich ihr das so weitergeben.
Ich werd´s ihr mit all den Warnungen freistellen und sie im Namen der Wissenschaft bitten falls sie es versucht zu berichten wie es ihr erging, weil sie es dann sicher am ehesten nicht probieren wird ;-).

LG, Tanja

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Re: Speisewert von Hymenogaster

Peter W., (vor 5894 Tagen) @ Huperzia

Hi Tanja und Christoph,

Ja, das kenne ich. Wenn Leute was von Trüffel hören, werden sie ganz wuschelig und wenn du dann erklärst dass diese Art nicht essbar ist, denken sie, du willst sie nur haben um selber zu verspeisen.

Ich weiß nicht, ob Christoph mich meint, aber es stimmt ich habe EIN MAL Melanogaster zu Probe verspeist. Habe diese erst angetrocknet (wegen dem Schleim), geschält und dann gehobelt über Rührei gegeben. Es war nicht schlecht aber auch nicht umwerfend und der Aufwand ist mir zu groß. Da ziehe ich mir andere Pilzgerichte wie z.B. Frauentäublinge, Schafporling (wenn zu bekommen) vor. Gunnar Hensel hat mir berichtet, dass in Ungarn eine ganze Gesellschaft der Trüffelfreunde mit Melanogaster bewirtet wurde. Wenn Melanogaster, wie Christoph schreibt, mit den Kremplingen verwandt ist, kann es natürlich gut sein dass die gleichen Symptome auftreten.

Gruß Peter