Îch glaube, dass es diesen Pilz garnicht gibt. Ich finde im Inet keine Bilder
von diesem, und im Raum Potsdam hab ich in den letzten Jahren noch keinen
bläuenden oder grünenden Risspilz finden können. Soll n mykorizza-Pilz
sein, in der nähe von Pappeln auf sandigem Boden.
Ich werd auch mal nen Pilz erfinden. Vielen Dank Herr Gartz, der Spass ist
ihnen wahrlich gelungen. :)
Mal im Ernst hat den schon mal jemand gefunden, und oder gibts da sogar pics
von. Es ist erstaunlich auf wie viele Pilze man so auf Wiesen stöst, wenn
man erstmal darauf achtet. Ich werd demnächst noch meine Digi-Cam
mitschleppen. Das gibt n Klasse Album.
MfG
Baerbel
Hallo Bärbel,
den Pilz gibt's wirklich, und nach Hohmeyer im Berliner Raum nicht selten. Siehe Zeitschrift für Mykologie 50(2) von 1984, wo auch eine ausführliche Beschreibung aund eine schöne Farbtafel von E. Ludwig abgebildet ist.
Ein weiteres gutes Farbbild findet sich bei Cetto Band 7, Nr. 2700.
Letzteres zeigt auch deutlich das bestimmungstechnische Problem bei dieser Art: Der Grünton, den die Art im Stiel (und zwar NUR im Stiel!) aufweisen kann, ist beileibe nicht immer sichtbar. Und dann ist der Pilz natürlich nur mikroskopisch zu identifizieren.
Übrigens kann auch Inocybe corydalina ohne grünen Hutbuckel vorkommen und ist dann nur schwer erkennbar.
Weder ist I. aeruginascens an Pappeln gebunden (wohl aber an Laubbäume im allgemeinen), noch ist sie auf den Frühsommer beschränkt. Hohmeyer berichtet von Funden im September nach trockenem Sommer und von früheren Funden bis in den November.
Also an wärmebegünstigten, parkartigen Stellen unter Laubbäumen auf Sandboden gucken, ob nicht mal eine Kollektion dieser unzähligen ewig gleich braunhütigen Rißpilze grünlich schimmernde Stiele aufweist.
Ach ja, zum Bedröhnen würde ich diese Art nicht empfehlen. Die gastrointestinale (Neben-)Wirkung dürfte Euch den Trip auf der Toilette erleben lassen .....
Gruß,
Andreas