Re: geschützte Pilze ?
Thomas und Florian haben schon einiges zu Deiner Frage beigetragen.
Dennoch möchte ich ergänzen, dass meiner Meinung nach eine Art, wie die
Eichenrotkappe (RL 3, Tendenz zu RL 2) gänzlich zu schützen ist. Man
sollte auch den Status beachten (RL 0-3 = verschollen bis gefährdet, R =
Rarität). Natürlich muss man ggf. erst mal ein paar FK sammeln, um die Art
daheim zu bestimmen. Doch wenn die Erkenntnis gereift ist, dass es sich um
eine seltene Art handelt, kann man sie doch beim nächsten Mal schonen. Es
gibt doch genug andere(nicht seltene) Speisepilze.
Es würde doch auch kaum jemand auf die Idee kommen, einen Salat aus
Orchideenblüten zu verspeisen, auch wenn die Orchidee davon nicht eingeht.
Gute Informationen über seltene Arten gibt die Rote LISTE der gefährdeten
Großpilze in Deutschland (DGfM & NABU 1992, IHW-Verlag, Eching,
ISBN 3-9803083-2-4) sowie die regionalen Listen der einzelnen Bundesländer.
Desweiteren existiert ja der Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands
(West),Krieglsteiner 1991, Eugen Ulmer Verlag ISBN 3-8001-3318-0 (3
Bände). Er wurde im letzten Jahr im Buchversand (Humanitas) für 49,95 DM
verscherbelt.
Die ausführlichsten Informationen über Ökologie und Verbreitung finden sich
im
noch nicht vollständigen Die Großpilze Baden-Württembergs (z. Zt. Bd. 1-3).
Alles Gute,
Peter
Hallo Peter,
ich kann Dir insofern nur bedingt zustimmen, als das mit der Eichenrotkappe und "Tendenz RL 2" vielleicht für Deine Gegend zutreffen mag. Im Stuttgarter Raum ist es die einzige Rotkappe die in nennenswerten Mengen vorkommt, alle anderen sind sehr selten. Für hier würde ich sagen, dass wenn schon Rotkappen sammeln, dann bitte die Eichenrotkappe ....
Gruß,
Andreas