Moin Thomas,
hört sich nicht schlecht an. Das neueste Modell W90 hat sogar drei LEDs um
das Objektiv zur Ausleuchtung bei Makroaufnahmen. Liegt auch noch so
gerade im Preisrahmen. Da die Teile wasserdicht sind, könnte ich sogar
noch eine Fliege zusätzlich erschlagen (meine Tochter ist im örtlichen
Tauchverein).
Gute Nacht
Jürgen
Hallo, zusammen.
Da eine Kollegin grad auch eine Kamera sucht,
mit der sie ins Mik fotografieren kann, habe ich mich
etwas schlau gemacht.
Bei meinem Fotohändler, was die Preise betrifft,
und im Internet, was Bildqaualität und Handling
betrifft.
Die von Euch vorgeschlagenen Pentax-Modelle
(W90 und Vorgängermodelle)
sind zwar wasser- und schmutzdicht,
und man kann sie auch mal fallenlassen,
die Testbilder im Internet sind jedoch
für eine Kamera dieser Preisklasse katastrophal.
Ein Pixelmatsch vom Feinsten.
Man sollte auch bei schlechtem Aufnahmelicht
schon unterscheiden können,
ob ein Pilz Lamellen oder Röhren hat.
Da empfiehlt es sich, auf die Wasserdichtigkeit
zu verzichten und ein billigeres Modell
aus dieser Pentax-Optio-Serie zu nehmen.
E90 und M 90 sind sehr billig, aber nicht brauchbar.
Die H90 ist recht billig und macht recht gute Fotos
bei einem praktikablen Makro-Modus,
die RZ90 nur unwesentlich teurer,
mit sehr gutem Makromodus und
erstaunlich guter Bildqualität.
Auch sie ist immer noch deutlich billiger
als die Waterproof-Modelle.
Damit dies klar ist:
Wir reden hier nur über diese ganzen
handlichen, kleinen Taschenkameras.
Sie sind insofern für Pilzfotografie nur bedingt
zu empfehlen, als sie nur ein flaches Display
auf der Rückseite haben,
das sich aber nicht klappen lässt!
Der ganze Markt für diese Kameras
im Kreditkarten-Format ist ein
unübersichtlicher Sumpf.
Die technischen Angaben der Hersteller sind
zur Beurteilung der Kameras unbrauchbar.
Der Megapixel-Hype kennt keine Grenzen.
Es gibt Modelle, mit 14 oder 16 Megapixeln (!!!)
die jedoch in den Testbildern ein Pixelgeschmiere
bieten, das an die ersten Handy-Kameras erinnert.
Jeder Hersteller, ob Casio, Nikon, usw.
bietet irgend ein Modell, das preisgünstig
und für unsere Belange praktikabel ist,
jedoch muss man unbedingt Testbilder vergleichen
und sich die technischen Daten genau anschauen.
Etwa die Angaben zum Makromodus
und - (am wichtigsten!!!)
ob (grad bei den billigeren Modellen)
die ISO-Zahl manuell auf 80 oder 100 fixiert
werden kann.
Was nützt eine gute Optik, wenn die Kamera
die ISO selbst festlegt, und im Dämmerlicht des Waldes
mit 1600 ISO ein hübsches, kreatives Aquarell erstellt,
bei dem man leider den Pilz nicht erkennen kann.
Folgende Modelle sind mir (mit Vorbehalt)
bei diesen Kleinstkameras
für den Makrobetrieb
positiv aufgefallen:
Wie schon erwähnt von Pentax die RZ10 (billig).
Von Olympus, nur wenig teurer, die fe 5030.
Aus der Coolpix-Serie die S640, da weiss ich den Preis allerdings nicht.
Und (im obersten Preissegment für so eine Hosentaschenkamera)
die CX2 von Ricoh.
Da müsste ich fast mal mit dem Christkind reden:
Die Testbilder erinnern in ihrer Qualität fast an eine Spiegelreflex.
Der Makromodus ist phantastisch, eine HDR-Funktion ist eingebaut.
Da kann man Ueberstrahlungen in hellen Bereichen von Pilzhüten vermeiden.
Soweit meine Beurteilung der "Kleinen".
Sicher weiss noch jemand andere, bessere Modelle.
Für Pilzfotografie idealer sind nach wie vor
die etwas teurerer, grösseren,
sog. Bridge-Kameras mit Klappdisplay:
Für all die ganzen Nachfolger
meiner alten Panasonic Lumix FZ50,
(wie etwa die Canon SX 20 IS)
gilt, dass keine Nahlinsen mehr aufgesetzt werden müssen.
Die Optik schafft den Nahbereich selbständig.
Das ist ein wirklicher Fortschritt.
Gruss, Harald Andres