Mittelleichtes Rätsel *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5637 Tagen)

Hallo liebe Leseratten!

Wer errät, welche Buchdeckel als Hintergrund für die beiden folgenden Bilder gedient haben?

Das Rätsel ist für Literaturliebhaber eigentlich schon zu leicht, deswegen meine Bitte: Haltet euch am Anfang ein wenig zurück, damit auch die Micky-Maus-Durchblätterer die Gelegenheit bekommen mitzumachen!

Viel Spaß beim Rätseln wünscht
Jürgen

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Micky-Maus-Durchblätterer

Snowwhite ⌂, (vor 5637 Tagen) @ Jürgen Endres

Ich hoffe, das ist als liebvolle Kosename gemeint!
Habe es jedenfalls so aufgefasst und herzlich gelacht.
Dass ich nie zu den Pilzexperten gehören werde liegt vielleicht an den anderen Lebensumständen, die ich nicht näher erläutern möchte. - Aber ich habe ein großes Herz für die Mykologie. LG - Rebecca

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Re: Hallo Rebecca,Du bist nicht alleine!"lach"LG H *oT*

Hans hurter, (vor 5637 Tagen) @ Snowwhite

- kein Text -

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Re: Mittelleichtes Rätsel

DirkW, (vor 5637 Tagen) @ Jürgen Endres

hallo jürgen,

eigentlich kommen ja nur zwei möglichkeiten in frage:

sartre/camus (rororo) oder horak *g*. wobei letzterer sicher die größte schriftstellerische bedeutung von den dreien besitzt.
viele grüße

dirk

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Re: Mittelleichtes Rätsel

jesko, (vor 5637 Tagen) @ Jürgen Endres

Also vor so ca. 30 Jahren wäre es wohl an dem Ort, von dem ich schreibe, der Deckel des Buchs mit dem Gespenst, das in Europa umgeht, gewesen - das war ja mehr oder weniger immer greifbar und durfte im privaten Rahmen auch schon mal zweckentfremdet werden. Heute, da sich die Lesekultur immer stärker ausdifferenziert, würde ich das jedoch nicht als Tipp abgeben wollen ... zumal sich das Rätsel dann vermutlich auch nicht an Leseratten gerichtet hätte...
Übrigens - wie kriegt man eigentlich die Stackränder weg (ich meine von den Pilzchen)???

Viele Grüße

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Re: OT: Micky-Maus-Durchblätterer

Snowwhite ⌂, (vor 5637 Tagen) @ 42

Ach, was bin ich froh, dass Mykologen noch was anderes im Sinne haben als nur Pilze: Nämlich Unsinn! ;- )) LG

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Re: Mittelleichtes Rätsel

coco, (vor 5637 Tagen) @ Jürgen Endres

hallo jürgen,

wahrscheinlich hat dirk mit camus voll ins schwarze getroffen.
aber sonst?
ludwig? zu bunt. michael/schulz? zu alt.
ich rate schwantes, biologie der pilze.

ciao coco

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Re: Mittelleichtes Rätsel

coco, (vor 5637 Tagen) @ jesko

hallo jesko,

Übrigens - wie kriegt man eigentlich die Stackränder weg (ich meine von den
Pilzchen)???

wegkriegen ist mühsam, besser gar nicht erst erzeugen. mit combine zp geht das inzwischen sehr gut, zumindest bei objektiven mit innenfokusierung. perfekt wird es, wenn sich der abbildungsmassstab zwischen den aufnahmen nicht verändert. dazu muss man zum fokussieren das objekt selbst oder die gesamte kameraeinheit bewegen, anstatt den auszug zu verändern. hilfreich scheint mir auch, mit relativ offener blende zu arbeiten, was dann mehr einzelbilder erfordert.

lg coco

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Re: Mittelleichtes Rätsel

jesko, (vor 5637 Tagen) @ coco

Danke für die Tipps. Hast Du auch für Mikroskopbilder Tipps? Bislang kann ich die Ränder nur vermeiden, wenn ich nicht "zu tief" gehe. D.h. ich gehe mit derselben Einstellung bis zum optischen Schnitt. Dieses Bild nehme ich dann bspw. fürs Messen, aber beim Stacken muss ich es meistens herauslassen (bezieht sich konkret auf Russulaceaen-Sporen).
Danke und viele Grüße,
Jesko

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Guy Marson, (vor 5637 Tagen) @ jesko

Hallo´le

Übrigens - wie kriegt man eigentlich die Stackränder weg (ich meine von den
Pilzchen)???

CombineZM und CombineZP: nach dem Stacken einfach "A" eingeben, dann speichern und der Stack"spiegel" ist nicht mehr da..

Ciao,
Guy

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Der Juergen, (vor 5637 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

die literarischen Feingeister gehen fehl; es handelt sich um den Lehrbuchklassiker "Biochemie" von Lubert Stryer. Ein Über1000seiter der in leuchtendstem Signalrot daherkommt und jedem blassen Bücherregal sein eigenes Rotlichtviertel spendet.

Grüßle
Jürgen

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Frage *PIC*

Gelbfieber, (vor 5637 Tagen) @ jesko

Hallo und guten Tag Jesko,

Bislang kann ich die Ränder nur vermeiden ….

welche Ränder sind da gemeint??? Beim optischen Schnitt hast du um messen zu können einen scharfen Rand der Sporen. Wo genau sind da denn noch Ränder? Das Stacken macht doch eigentlich nur Sinn, wenn man alle Ebenen zu einem Bild zusammenfasst oder aber man spart sich den „Aufwand“ des Stackens und zeigt den optischen Schnitt und das Ornament.
Stell doch mal die Einzelbilder hier ein und dann schauen wir mal was geht.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Krötenhocker, (vor 5637 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

ich habe mal Wischmeyers "Das Paradies der Bekloppten und Bescheuerten" an den Monitor gehalten und die Farbe des rückseitigen Buchdeckels passt perfekt.

VG, Jens

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Jürgen Endres, (vor 5637 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko!

Die Bilder habe ich gemacht mit einer Tubuskamera durch eine Stereolupe, wobei die komplette Optik und die Kamera bewegt wurde. Dabei verschiebt sich das Bild regelmäsig nach seitlich. Ich weiss nicht warum. Diese regelmäsige Verschiebung wird von CZM einfach und zuverläsig weggerechnet.

Die Bilder bestehen aus 20-30 Einzelbildern, für deren Aufnahme ich etwa eine Minute benötige.
Die Ränder in den Bildern entstehen dadurch, daß sich die Pilze während dieser einen Minute bewegen. Das Problem sind die Wassertröpfchen, die von der Lampe erhitzt werden und dann irgendeinen Unfug treiben, wie zB verdunsten oder zusammenfliessen oder abfliessen. Daruch gibt es Gewichtsumverlagerungen und Bewegungungen.

Vermeiden könnte ich das vielleicht durch die Verwendung von kaltem Licht, oder rascheres Bildaufnehmen. Ich muß mal schauen ob es dafür einen Hotkey gibt.

Ich habe eben erst angefangen Erfahrungen mit dem Bilderstacken zu sammeln, aber ich denke, daß es keine Ränder geben wird, wenn die Pilze sich nicht bewegen.

Liebe Grüße
Jürgen

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Re: Mittelleichtes Rätsel *PIC*

Jürgen Endres, (vor 5636 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo liebe Rätselfreunde!

Ich dachte mir schon, daß euch das Krabbelgruppenniveau dieser Aufgabe unterfordern würde. Schon nach kürzester Zeit wurden von Dirk und jesko die richtigen Antworten abgeliefert.
Leute! Ich habe euch doch gebeten den anderen auch eine Chance zu lassen... ts,ts,ts.

Dirk konnte sogar den Verlag nennen (rororo):
[image]

Und jesko lag natürlich vollkommen richtig mit den osteuropäischen Gespenstergeschichten.
[image]

Meinen Glückwunsch an euch beide!
Ich kann jetzt schon ankündigen, daß ich es euch das nächste Mal nicht so einfach machen werde. Da wird's dann wirklich knackig!

Vielen Dank auch an die anderen, die den Rätselspaß mitgemacht haben!

Noch einen gemütlichen Schmökerabend wünscht euch
Jürgen

P.S.
Achja, hier noch schnell ein paar Worte zu den Dekorationsartikeln im Vordergrund:

Die wuchsen unter einer Erle, an einem fingerdicken Stöckchen, das senkrecht im dauernassen Grund steckte:
[image]

Das Excipulum endet in Haarbüscheln, die unter dem Mikroskop einen schwarzen Block bilden. Ich denke nicht, daß das einfach nur undurchdringlich viel Masse ist, sondern, daß das irgendwas chemisches ist. Kann mir das jemand erklären, oder sagen wie das Phänomen heisst?
[image]

Asci: Porusreaktion auf Lugol: blau. Haken plus. Sporen etwa 8-10x2-2,5
[image]

Die Parapyhsen überragen die Asci um knapp 15µm.
[image]

Die Haare in Luft. Auflicht, mit einer ähnlichen Konstruktion, wie sie Gabor letztlich gezeigt hat. Vielen Dank für die Idee, Gabor!
[image]

Die Haare in Wasser, Kongorot und Lugol:
[image]

Das passt alles sehr gut zu der cf-Version von Lachnum subvirgineum (Baral 1985), die Ingo auf seiner Webseite zeigt.
Bis auf die Haare. Die sind bei meinem Fund noch kürzer. Anfangs habe ich 50-60µm gemessen. Nachdem ich den entsprechenden Forumsbeitrag vom April 2009 gelesen habe, habe ich nochmal nachgemessen und bin auf 65µm gekommen. Recht viel länger werden sie aber nicht.

Darf ich das trotzdem so als Lachnum subvirgineum speichern? Die Länge der Haare scheint sich bei der Art ja in einem ausgedehnterem Bereich zu bewegen.

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Gábor, (vor 5636 Tagen) @ Jürgen Endres

Die Haare in Luft. Auflicht, mit einer ähnlichen Konstruktion, wie sie Gabor
letztlich gezeigt hat. Vielen Dank für die Idee, Gabor!

---
Hallo Jürgen!

schön, wenn es auch Dich ein wenig zum Herumexperimentieren verleitet hat :-)
Aber wie ich gelesen habe, kam jemand schon früher auf die gleiche Idee.

Dein Lachnum-Foto durch die Stereolupe ist natürlich eine Augenweide.
Ich freue mich schon auf weitere so schöne Aufnahmen von Dir!

LG, Gábor

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Ingo Wagner, (vor 5636 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen!

Das passt alles sehr gut zu der cf-Version von Lachnum subvirgineum (Baral
1985), die Ingo auf seiner Webseite zeigt.
Bis auf die Haare. Die sind bei meinem Fund noch kürzer. Anfangs habe ich
50-60µm gemessen. Nachdem ich den entsprechenden Forumsbeitrag vom April
2009 gelesen habe, habe ich nochmal nachgemessen und bin auf 65µm
gekommen. Recht viel länger werden sie aber nicht.

Dann stehst du vor dem gleichen Problem wie ich. Das cf. habe ich genau aus diesem Grund gesetzt.
Ich denke, eines der wichtigsten Punkte bei der Lachnum-Bestimmung ist die Einschätzung des Inhaltes in Paraphysen/Haare. Ob bei vitalen Apothezien in Wasser mikroskopiert Ansammlungen von gelblichen Vakuolen-Guttulen zu sehen sind oder nicht.
Selbst bei diesbezüglich positiven Becherchen sind diese Inhalte lange nicht in jeder Paraphyse vorhanden.
Auch ein makroskopisches Nichtröten lässt mitunter nicht zweifelsfrei den Schluss zu, dass man es mit "nicht stark lichtbrechenden Vakuolenguttulen" zu tun hat (meist bei weniger frischen Aufsammlungen).

Bei Lachnum virgineum und subvirgineum sind in Wasser betrachtet maximal schemenhaft "schwach lichtbrechende Plasmaguttulen" zu sehen, das ist das, was dann wohl gestresst (z.B. durch Hitze unterm Mikro oder Anfärbemittel) zu Gürtel oder der gefüllten Paraphysenspitze zusammenläuft.

Die Haarmaße bei subvirgineum mit 110 µm im damaligen Zotto-Lachnum-Schlüssel (2005) beziehen sich auf die Flankenhaare.
Aber wie gesagt, ich habe mir bei 2 Aufsammlungen sehr viel Mühe gegeben so lange Haare zu finden und habe es nicht geschafft.

Vielleicht sollte man ja mal in die Originalbeschreibung von 1985 schauen Baral, H.O.; Krieglsteiner, G.J., 1985, Beihefte zur Zeitschrift für Mykologie 6: 83, das ist das Beiheft zur ZfM "Bausteine zu einer Askomyzetenflora in der BRD", ob dort die angegebene Haarlänge ebenso angegeben wird. Leider ist mit der dortigen Notiz unter Lachnum subvirgineum nom. prov. bestimmungstechnisch nicht wirklich was anzufangen. Keine Ahnung, was in der richtigen Diagnose drinsteht bzw. wo die zu finden ist.

Darf ich das trotzdem so als Lachnum subvirgineum speichern? Die Länge der
Haare scheint sich bei der Art ja in einem ausgedehnterem Bereich zu
bewegen.

Das habe ich mir bisher nicht getraut ohne cf., ich bin aber der Meinung, dass du genau das gleiche hast wie ich.
Klaas hatte ihn übrigens letztens auch, hast du gesehen?
Beitrag 204020

VG Ingo W

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Ergänzung

Ingo Wagner, (vor 5636 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo nochmal!

Das Excipulum endet in Haarbüscheln, die unter dem Mikroskop einen schwarzen
Block bilden. Ich denke nicht, daß das einfach nur undurchdringlich viel
Masse ist, sondern, daß das irgendwas chemisches ist. Kann mir das jemand
erklären, oder sagen wie das Phänomen heisst?

Schau dir das mal unter mehr Vergrößerung an! Oder quetsche das Präparat mehr, dann wirst Du sehen, dass das Phänomen verschwindet bzw. nachlässt. Das ist m.M. nach immer dort, wo die inkrustierten Haare dicht beieinander liegen und deshalb die Flüssigkeit nicht hineindringt.
Ich halte das zumindest für nichts chemisches.

VG Ingo W

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Re: Mittelleichtes Rätsel *PIC*

Guy Marson, (vor 5636 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

Dabei verschiebt
sich das Bild regelmäsig nach seitlich. Ich weiss nicht warum.

weil das Bild durch eine Seite, also eines der beiden leicht gekippten Prismen aufgenommen wird! Abhilfe geht nur durch Verwendung eines Systems was absolut gerade Strahlengänge sichert: Kamera, Zusatzoptik auf der optischen Achse, Objekt..

Die Bilder bestehen aus 20-30 Einzelbildern, für deren Aufnahme ich etwa eine
Minute benötige.
Die Ränder in den Bildern entstehen dadurch, daß sich die Pilze während
dieser einen Minute bewegen. Das Problem sind die Wassertröpfchen, die von
der Lampe erhitzt werden und dann irgendeinen Unfug treiben, wie zB
verdunsten oder zusammenfliessen oder abfliessen. Daruch gibt es
Gewichtsumverlagerungen und Bewegungungen.

Richtig erkannt!

Vermeiden könnte ich das vielleicht durch die Verwendung von kaltem Licht,
oder rascheres Bildaufnehmen.

beides hilft. Halogen ist Out, LED ist In (=kalt & hell ;-)

Ich habe eben erst angefangen Erfahrungen mit dem Bilderstacken zu sammeln,
aber ich denke, daß es keine Ränder geben wird, wenn die Pilze sich nicht
bewegen.

ok, diese Bewegungen waren gemeint, nicht der gespiegelte Rand der von beiden, CZM und CZP angelegt wird und der durch Eingabe von "A" sauber weggecroppt wird.. gutgut. Viel Spass beim Stacken!

OT: Peyotl-Blüte aus 2 x 100 Bildern in 40 Sekunden aufgenommen mit einer Ricoh CX1 im "Fokusreihen" Modus, gepaart mit Intervalmodus. Bildbreite = 15mm, Bildtiefe = etwa gleich. Die Aufnahmemethode ist berührungsfrei aber leider nicht(?) geeignet für sehr kleine Pilze.

Ciao,
Guy

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Re: Frage *PIC*

jesko, (vor 5636 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Ursula,

ohne auch nur im Traum daran zu denken, es irgendwie in die Nähe der Qualität Deiner Dokumentationen zu schaffen, will ich hier dennoch mein „Problem“ (es gibt schlimmere!) erläutern. Ich lege ein paar Bilder von Russula- und Lactarius-Sporen bei, die das Ganze illustrieren sollen. Die weißlichen „Ränder“ (jeweils im letzten Bild der Serie gut zu sehen) treten – glaube ich – in jedem Falle auf, wenn man über den optischen Schnitt hinausgeht. Ich bekomme sie aber auch dann nicht vermieden, wenn ich nur in die Nähe des OS gehe. Bei Russula geht es meistens noch, aber besonders kritisch sind stark gratige Lactarius-Sporen. Hier kann ich oft nur einen kleinen Teil der Sporentiefe abbilden, ohne Stackränder zu erzeugen. Die gezeigte Spore ist mit ihren höchsten Graten um 1 μm an sich noch moderat, auch wenn der OS hier Schwierigkeiten bereitet, da aufgrund der Retikulierung immer Grate quer zur Bildebene verlaufen.
Wahrscheinlich liegt es einfach nur daran, dass mehrere Objekte (Teile des Ornaments) übereinander gelagert und dann als diese weißliche Zone dargestellt werden. Da muss man sich vermutlich was anderes einfallen lassen – oder einfach zeichnen!

Viele Grüße aus Leipzig

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ROFL *oT*

Joschi Siembida ⌂, (vor 5636 Tagen) @ 42

- kein Text -

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Re: Frage *PIC*

Gelbfieber, (vor 5635 Tagen) @ jesko

Hallo und guten Abend Jesko,

da ich einen rel. kleinen Monitor habe, musste ich deine Mikrobildchen zunächst etwas verkleinern und um dem „Fehler“ auf die Spur zu kommen und auch etwas aufhellen.

Könnte der Fehler nicht darin liegen, das du zu wenig Ebenen knipst? Oder aber du machst den „Sprung“ vom OS zur nächsten Ebene zu groß. Mir kommt es so vor, als ob dieser helle Rand eine Art Überbrückung zweier Ebenen darstellt. Könnte auch sein, das es an den Einstellungen des Stackprogramms liegt. Um das herauszufinden kann ich dir vorschlagen mir eine Serie von Mikrobildchen per Mail zu schicken die ich dann zusammenfüge. Anhand der Bildchen kann ich auch sehen wie groß du die Ebenensprünge machst.
Anmerkung: Die Mikrobildchen der Russula-Sporen sind m. E. pikobello.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Stackränder *PIC*

jesko, (vor 5635 Tagen) @ Guy Marson

Hallo Guy,

danke auch für diese "Abkürzung". Wie Du inzwischen gesehen hast, hatte ich mit meinem unpräzisen Begriff "Stackränder" etwas anderes gemeint. Zur Illustration ein entsprechender "Stackunfall" bei einem Lachnum, an dem man die "Ränder" überall sieht.
Kompliment für Deine Blüte!

Viele Grüße

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Re: Mittelleichtes Rätsel

jesko, (vor 5635 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Erläuterungen. Ich sehe vor allem, dass viele anscheinend viel mehr Ebenen fotografieren als ich. Jedenfalls sah Dein Lachnum-Bild sehr gut aus, und der "Rand" war ja auch nur an einer ganz kleinen Stelle. Wenn man freilich das Problem schon gehabt hat, dieht man es bei anderen auch sofort.
Mit Spannung erwarte ich Deinen nächsten Bildhintergrund ...

Viele Grüße

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Re: Frage

jesko, (vor 5635 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Ursula,

erst mal vielen Dank, dass Du Dir so viel Zeit für meine Problemchen nimmst. Meistens habe ich in der Tat nicht viele Ebenen, nämlich nur drei oder vier. Die Spörchen sind ja auch nicht sonderlich groß. Wenn ich es mit mehr Ebenen versucht habe, hat das nach meinem Gefühl auch nicht viel am Ergebnis geändert. Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass ich nicht die richtigen Einstellungen habe. Ich bin ja auch nur ein Anfänger.

Viele Grüße und schönen Abend.

PS: Dein Postfach ist groß und Deine Verbindung schnell genug?

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Re: Frage

Gelbfieber, (vor 5635 Tagen) @ jesko

Hallo und guten Abend Jesko,

PS: Dein Postfach ist groß und Deine Verbindung schnell genug?

schick doch die Bildchen nicht in einer Mail sondern auf mehrere verteilt. So kann ich sehen was ankommt ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Stackränder

Der Juergen, (vor 5635 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

ich konnte bei meinen Stack-Versuchen beobachten, dass solche Ränder dann entstehen, wenn die Fotos nicht genügend scharfe Bereiche besitzen. Grund dafür kann eine Überbelichtung sein. Gerade weiße Objekte neigen dazu, an den sehr hellen Stellen keine Bildinformation mehr zu liefern. Sehr "grobkörnige" Fotos (z.B. bei geringer Auflösung) zeigen auch diese "halos".

Eine zweite Ursache sind nicht-kongruente Bilder, die Combine nicht mehr austarieren kann.

Ein drittes Phänomen sind Objekte, die nur auf einem Bild des "Bilderstapels" vorkommen. Das kann zB eine vorbeischwimmende Spore sein. Das bringt die Verarbeitung ganz schön durcheinander. Da entstehen dann die fraktalsten Randstrukturen. Ebenso natürlich, wenn man zwei völlig verschiedene Bilder versucht zu stacken.

Grüßle
Jürgen

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Stack nach Vorgabe *PIC*

Gelbfieber, (vor 5635 Tagen) @ jesko

Hallo und guten Abend Jesko,

nach deinen beiden Vorgaben ist ein Stack in 2 Ebenen problemlos ohne Ränder möglich (siehe Übersicht).

Im Netz liest man hin und wieder die abenteuerlichsten Hinweise, auf mögliche Fehlerquellen beim Stacken aber die für mich naheliegensten Fehler, nämlich Fehler in der Programmbedienung und/oder verwendete schlechte Optik werden ausgelassen! Prinzipiell lassen sich alle Bilder stacken, ob nun helle oder dunkle, konturenscharfe oder nicht so scharfe …… aber eines macht ein Stackprogramm nicht: Aus schlechten Vorgaben ein gutes Gesamtbild!
Schickst du noch Mikrobildchen zum „testen“ oder kann ich Ferien machen?

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Re: Mittelleichtes Rätsel *PIC*

Gábor, (vor 5634 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

einfache Sporenfotos aus 2-3 Einzelbildern können auch leicht per Hand zusammengefügt werden:
[image]

Ganz altes Paintshop 9.
Aufwand ca. 5 min.
Auswahltyp: kreisförmig, Randschärfe: 5 pixel mit antialising.

LG, Gábor

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Re: Stack nach Vorgabe

jesko, (vor 5634 Tagen) @ Gelbfieber

Du hast Dir echt viel Mühe gegeben mit meinen kleinen Bildchen. Und ich sehe, ich kann von Dir noch einiges über Stackprogrammbedienung lernen. Ein paar Originalbilder schicke ich Dir noch, wenn nicht heute, dann morgen. Von Deinen "Ferien" will ich Dich freilich nicht abhalten - war ohnehin alles nur Trockenmaterial (wie sonst bei der derzeitigen Gesamtwetterlage), es ist also keine Gefahr im Verzug.
Schon mal vielen Dank und viele Grüße,
Jesko

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Re: Mittelleichtes Rätsel

jesko, (vor 5634 Tagen) @ Gábor

Sieht gut aus, Gábor. Was man doch noch so alles lernen muss.
Beste Grüße

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Jürgen Endres, (vor 5629 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo!

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Ich denke, eines der wichtigsten Punkte bei der Lachnum-Bestimmung ist die
Einschätzung des Inhaltes in Paraphysen/Haare. Ob bei vitalen Apothezien
in Wasser mikroskopiert Ansammlungen von gelblichen Vakuolen-Guttulen zu
sehen sind oder nicht.

Dann werde ich in Zukunft bewusst auf diese Guttulen achten.

In der ersten Probe, die ich diesmal auf dem Glas hatte, habe ich, glaube ich, Paraphysenspitzen mit Tröpfchen drin gesehen. Allerdings war die Probe ein so groser Klumpen, daß ich's schnell aufgeben habe, was damit anfangen zu wollen und hab einen neuen Versuch gestartet eine dünne Scheibe von einem Fruchtkörper wegzuschneiden.
In den nächsten Proben (dünne Scheiben) waren in den Paraphysen die typischen dünnen Gürtel und Ansammlungen in der Spitze zu sehen. Möglicherweise hat schon die Bewegung beim Scheibenherunterschneiden gereicht um die Guttulen zusammenfliessen zu lassen.
Wie gesagt, das schau ich mir beim nächsten Mal noch genau an.

Das habe ich mir bisher nicht getraut ohne cf., ich bin aber der Meinung,
dass du genau das gleiche hast wie ich.

Gut, dann trau ich mich das auch nicht. Aber gut zu wissen worum es geht ;-)

Klaas hatte ihn übrigens letztens auch, hast du gesehen?
Beitrag 204020

Ja, ich habe da mitgelesen und hatte noch irgendwelche beruhigende Worte bezüglich der Haarlänge schemenhaft im Kopf. Leider konnte ich den Beitrag mit der Suchfunktion nicht mehr finden um es nachzulesen.

Daß es sich bei den schwarzen Flecken um dünne Luftanhaftungen und Einschlüsse handelt, hervorgerufen durch die Rauhheit der Haare, klingt für mich nachvollziehbar und dürfte die richtige Erklärung sein.
Ein weiteres mikroskopisches Mysterium aufgedeckt! Danke Dir!

Liebe Grüsse
Jürgen

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Re: Mittelleichtes Rätsel

Jürgen Endres, (vor 5629 Tagen) @ Guy Marson

Hallo Guy!

weil das Bild durch eine Seite, also eines der beiden leicht gekippten
Prismen aufgenommen wird! Abhilfe geht nur durch Verwendung eines Systems
was absolut gerade Strahlengänge sichert: Kamera, Zusatzoptik auf der
optischen Achse, Objekt..

Ach ja! *kopfklatsch*
Es ist ja eine *Stereo*lupe, also sind beide Sichtlinien geneigt.
Jetzt fällt mir aber auch gleich eine Möglichkeit ein um den Effekt abzumildern: Den Augenabstand auf ein Minimum hindrehen!
Die Seitwärtsbewegung wird beim Stacken zwar weggerechnet, aber das Bild wird mit zunehmender Einzelbildzahl immer kleiner/schmäler.
Ich probier mal aus ob ein kleinerer Augenabstand auch die Ränder verschmälert, die am Ende wegeschnitten werden müssen.
Danke Dir für den Hinweis!

OT: Peyotl-Blüte aus 2 x 100 Bildern in 40 Sekunden aufgenommen mit einer
Ricoh CX1 im "Fokusreihen" Modus, gepaart mit Intervalmodus.
Bildbreite = 15mm, Bildtiefe = etwa gleich. Die Aufnahmemethode ist
berührungsfrei aber leider nicht(?) geeignet für sehr kleine Pilze.

Leider bin ich der letzte Mensch in Europa, der noch keine dieser 3D-Brillen hat. Aber ich bin sicher es die Blüte schaut beeindruckend aus!

Liebe Grüsse
Jürgen