Servus Wolfgang,
ich habe ihn schon gefuttert. Er schmeckt wirklich wie er riecht... nach Juchtenleder. Meines Erachtens also nicht gut. Er gibt eine tief tintenblaue Farbe, wie Tinte, beim Kochen. Sieht also recht "lustig" aus.
Ich könnte ihn mir höchstens als herbe Beilage zu Wild vorstellen, so mit Preiselbeeren, oder ähnlich... :=)
Schleierlinge sind aber allgemein kritisch, weil nicht so recht bekannt ist, in wie vielen und welchen Arten das Nierengift Orellanin ist... also eher: Finger weg!
Der Violette Schleierling ist an und für sich gut an der Farbe und dem frotteartigen Hut und dem kräftigen Juchtenledergeruch erkennbar... aber dennoch: Obacht!
Er ist übrigens "gesund": Der Pilz steckt voller Eisen (im blauen Farbstoff). Das Eisen können wir auch aufnehmen. Der Trockenpilz hat den Eisengehalt eines guten Eisenerzes! Man könnte die Herbarbelege verhütten, aber das nur Nebenbei (hat Arbeitsgruppe Steglich an der LMU München - Orgnaische Chemie - erforscht).
Ciao, Christoph
Hallo!
Hat jemand Erfahrung mit dem Geschmack bzw. der Zubereitungsart des Violetten
Schleierlings?
Bekannte von mir haben am Wochenende mehrere schöne Exemplare davon gefunden.
Wie sieht
es mit einer Verwechslungsgefahr mit dem Lila Dickfuß (cortinarius traganus)
aus?
Danke für Antworten.
Wolfgang