Eigentlich würde alles stimmen auf den ersten Blick. (Standort auch). Aber
die 5 Schichten unter der Lupe sehe ich kaum. Doch was anderes? (Ein
italienischer kollege tippte auf 'Otidea leporina, den ich aber nicht
kenne) Oder hat jemand bevor ich mein Mikro raus hole, einen Tipp? Was
auch noch möglich ist aus meiner Sicht, ist natürlich Peziza praetervisa,
denn an der Stelle gab es auch etwas verbranntes Holz. Allerdings
verwirrte mich die Farbe, weil ich den Brandstellenbecherling bisher immer
nur sehr dunkel gefunden habe. Danke für Tipps
Guten Abend Matthias
Erst einmal vielen Dank, daß du meiner Bitte nachgekommen bist und mir eine Probe geschickt hast. Da habe ich mich sehr gefreut. Nun habe ich mir den Becherling etwas angeschaut und bin nach HOHMEYER ZfM 52/1 zu folgendem Ergebnis gekommen:
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/1.jpg)
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/2.jpg)
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/3.jpg)
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/4.jpg)
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/5.jpg)
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/6.jpg)
![[image]](/archiv/extern/harzpilzchen/september11/14/7.jpg)
Peziza petersii Berkeley et Curtis 1875 Ungestielter Kohlenbecherling
Ob Peziza praetervisa Bresadola ein Synonym ist, traue ich mir nicht zu beurteilen. Schwieriger scheint die Abgrenzung zu Peziza proteana zu sein. Die hier aufgenommenen Paraphysen besitzen aber bräunlichen Inhalt, auch würde ich die Sporenornamente als "feinen verlängerten manchmal untereinander verbundenen Graten" bezeichnen. Meine Sporenmessung ergab
min 10,4 x 5,3 Q=1,78
max 11,9 x 6,3 Q=2,05
mittel 11,2 x 5,8 Q= 1,92
Deshalb und insgesamt denkt ich, liegt hier Peziza petersii vor, den ich noch nie in der Hand hatte und gefunden habe.
LG Hartmut