Re: Leccinum cf roseotinctum
Hallo Gernot
Vielen Dank für deine Einschätzung. Von L. chioneum habe ich jetzt noch nie gehört. Ich finde morphologisch unterscheiden sich L. roseotinctum und L. percandidum doch recht stark von L. verspielle. Von Auge schwer zu glauben, dass es sich hier nur um eine sehr plastische Art handelt. Dennoch schenke ich natürlich den Ergebnissen von Den Bakker glauben. Ich glaube kaum, dass sie L. percandidum und L. roseotinctum falsch bestimmt haben (wüsste kaum mit was man sie verwechseln könnte), sogar ich konnte sie ja anscheinend bestimmen
Das Argument der fehlenden Hutschuppen habe ich auch schon gehört, habe deren Abstinenz aber auch schon bei einigen L. versipelle Exemplaren in Schweden (sehr häufig hier) beobachten können.
Gruss Svampskogen
Hallo Svampskogen,
für mich wäre das ein ziemlich typisches Exemplar von Leccinum roseotinctum
(schön hellrosa Hut mit rostfarbenen Flecken, Stiel mit nur schwach
gefärbten Schuppen). Weitere Raufußröhrlinge mit ± schwärzlich
verfärbendem Fleisch und hellem Hut wären L. chioneum und L. percandidum,
welchen du ja auch schon erwähnt hast. L. percandidum soll vor dem
Schwärzen jedoch etwas röten und L. chioneum soll keine so ausgeprägten
Rosatöne am Hut haben (die beiden hab ich jedoch noch nicht selber
gesehen). Auch von L. pseudoscabrum (=L. carpini) gibt es eine hellhütige
Form (f. isabellinum), doch auch bei dieser Form rötet das Fleisch bevor
es schwärzt.
Laut Den Bakker und Noordeloos sind L. roseotinctum und L. percandidum
übrigens nichts anderes als helle Exemplare von L. versipelle.
Schöne Grüße
Gernot