Re: Röhrlinge bei Balsampappel

jesko, (vor 5512 Tagen) @ Günter Saar

Hallo Günter,

Populus alba/canescens gibt es leider bei uns sehr selten, da konnte ich
persönlich bisher keine Daten zu Mykorhizapilzen erheben.
Vor 2 Jahren hatte ich gar den Eindruck, man wolle diese Baumarten bei uns
ausrotten,

Dasselbe muss ich auch für unsere Gegend feststellen. Ich bilde mir ein, vor ein paar Jahren auch mal gehört zu haben, dass P. alba als "auwaldfremd" (bezogen auf die Auwälder der Leipziger Tieflandsbucht) bewusst ausgeholzt wird. Das ist für mich auch deshalb unbegreiflich, weil es eigentlich eine typische Art wärmebegünstigter Flussauen - freilich mit mehr südlicher Verbreitung - ist. Mit Blick auf die drohende Klimaerwärmung würde ich die Silberpappeln stehen lassen. Fast jede Stelle mit wenigen Silberpappeln, die etwas offen stehen, ist zudem ein so gut wie sicherer Fundpunkt für Leccinum duriusculum.

Sind die beiden Pappelarten bei Euch verbreiteter oder gar auf den
Rekultivierungsflächen bewußt gepflanzt?

Soweit ich die Rekultivierungsgebiete kenne, wurden nur Espen, Westliche Balsampappeln und Schwarzpappelhybriden angepflanzt.

Übrigens, ich interessiere mich nicht nur für Cortinarien, auch diese von Dir
aus der Zeitnot heraus unbeachtet gebliebenen Hebelomen sind sicher
besonders.

Da werde ich in Zukunft mal etwas genauer hinschauen. Immerhin sind es nicht so viele wie die Inocyben.

Viele Grüße,
Jesko

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