Noch mal Xerocomus cf. bubalinus *PIC*

Toffel, (vor 5494 Tagen)

Hallo,

genau wie Werner von seinem Vereinsfreund schreibt, habe ich gestern vermutlich den gleichen Filzröhrling gefunden. Da ich aber auch nur vermuten kann, starte ich mal ein neues Thema.
Charakteristisch finde ich ja die bunten Farben im Fleisch des Hutes. Außerdem erkennt man die Längsgruben auf dem Stiel, wie sie Nordeloos beschreibt ( http://www.entoloma.nl/html/xerocomusge.html ). Auch die leuchtenden, zur Hutoberseite kontrastierenden Poren sehe ich gegeben. Darüber hinaus ist mir aufgefallen, dass sie oft einen ziemlich gedrungenen Wuchs aufweisen, so dass sie vom Habitus an kleine Stadt-Champignons (Agaricus bitorquis) erinnern. Auch insgesamt besitzen sie einen recht dicken Stiel. (Scheint bei dem Fund von Werners Freund allerdings nicht so richtig zuzutreffen.)
Allerdings zeigt sich in der Basis eine dunkelrote Färbung, die jedoch nur in dem knolligen Anhängsel ausgebreitet ist und nicht punktiert, sondern verwaschen ist. Ich habe das auch schon beim Gemeinen Steinpilz (B. edulis) beobachtet. Womit hängt das zusammen?

Könnte Xerocomus bubalinus hinkommen? Die Art soll ja noch nicht vollständig geklärt sein. Unter welchem Namen könnte man den Fund am besten abspeichern?

Viele Grüße
Toffel

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Re: Noch mal Xerocomus cf. bubalinus

Gábor, (vor 5494 Tagen) @ Toffel

Hallo Toffel,

wenn ich mir diese Punkte nicht nur einbilde in der Stielbasis des rechten Pilzes, wäre das für mich X. communis.

LG, Gábor

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Re: Noch mal Xerocomus cf. bubalinus

Toffel, (vor 5494 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor!

wenn ich mir diese Punkte nicht nur einbilde in der Stielbasis des rechten
Pilzes, wäre das für mich X. communis.

Ja, das Rot... Aber das war nur in diesem verwachsenen Anhängsel. Und dort habe ich es schon öfter, auch bei normalen Rotfüßen (X. chrysenteron) gefunden. Aber das sind eben keine karottenroten Punkte (die ja auch direkt in der Stielbasis zu finden sind), sondern eine homogene dunkelrote Tönung. Ok, das ist auf dem Bild nicht so gut zu erkennen. Rote Verfärbungen in der Stielbasis habe ich auch schon bei Boletus edulis festgestellt. Daher ist mir das nicht ganz geheuer. ;-) Vielleicht kann mir jemand erklären, woher das kommt.

Viele Grüße
Toffel

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Re: Noch mal Xerocomus cf. bubalinus

Ingo, (vor 5491 Tagen) @ Toffel

Hallo Toffel,

die Art scheint evemntuell gerne übersehen bzw. mit X. communis in einen Topf
geworfen zu werden. Mittlerweile wurden auch Kollektionen (Italien)
gefunden, die typisch karrottenfarbene Pünktchen in der Stielbasis hatten.
Es scheint sich da wohl um ein Merkmal zu handeln, welches in der gesamten
Untergruppe vorkommt.
Die Kollegen, die bisher die rotblau färbenden Filzröhrlinge unter X. communis
abgespeichert hatten, werden sich eventuell etwas umorientieren müssen.
Für mich sind das jedenfalls typische Bubalinusse.
Falls Mikroskop bei der Hand, hilf Gernots Tipp aus dem Nachbarthread.

Grüßlis Ingo

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Re: Noch mal Xerocomus cf. bubalinus

Jürgen, (vor 5490 Tagen) @ Ingo

Hallo Toffel,
die Art scheint evemntuell gerne übersehen bzw. mit X. communis in einen Topf
geworfen zu werden. Mittlerweile wurden auch Kollektionen (Italien)
gefunden, die typisch karrottenfarbene Pünktchen in der Stielbasis hatten.
Es scheint sich da wohl um ein Merkmal zu handeln, welches in der gesamten
Untergruppe vorkommt.
Die Kollegen, die bisher die rotblau färbenden Filzröhrlinge unter X.
communis
abgespeichert hatten, werden sich eventuell etwas umorientieren müssen.
Grüßlis Ingo

Hallo Ingo,

wenn die karottenroten Pünktchen und - folgt man der neueren Lieratur - auch die Sporengröße als konstante Trennmerkmale zwischen communis und bubalinus wegfallen, wird's für meinen Geschmack arg arbiträr mit der Zuordnung.

Grüße, Jürgen

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Re: Noch mal Xerocomus cf. bubalinus

Ingo, (vor 5490 Tagen) @ Jürgen

Hallo Ingo,
wenn die karottenroten Pünktchen und - folgt man der neueren Lieratur - auch
die Sporengröße als konstante Trennmerkmale zwischen communis und
bubalinus wegfallen, wird's für meinen Geschmack arg arbiträr mit der
Zuordnung.
Grüße, Jürgen

Hallo Jürgen,

Nach Gelardi scheinen die wesentlichen Trennungsmerkmale eher in der HDS
zu stecken. W. Klofac hatte mich unlängst auch in einer PN darauf aufmerksam gemacht.

Leider habe ich nicht den ganz tollen Zugang zu aktueller Fachliteratur
und kann mit italienischen und französischen Beiträgen auch nicht viel anfangen.
Daher mache ich meine aktuelle Meinung eher an diesen Verfärbungen fest.
Ob X. bubalinus mittlerweile genetisch verifiziert ist, entzieht sich meiner
Kenntnis. Bei communis und rubellus soll die Trennung ja schon nachgewiesen sein.
Was es mit dem ebenfalls rötenden Eichenbegleiter auf sich hat, scheint eine
andere Baustelle zu sein.

Güßlis Ingo