Hi Werner,
ich hab das Ding zwar nicht, habe es mir aber schon in einer Bibliothek
ausführlich angeschaut. Und das Ergebnis war: Lass die Finger davon. Die
Fotos sind teilweise dermaßen mies dass einem
die Tränen kommen. Für das viele Geld eigentlich eine Schande.
Für DM 1200 gibts viel besseres zu kaufen (z.B. Pilze
der Schweiz, Cetto, Dähnke, Cortinarius Flora Photographica, usw.)
Georg
Also, so total kann man das Opus doch nicht verurteilen, insbesondere nicht die Bilder der Aphyllos und die vielen Fotos von Hausknecht in den jüngeren Folgen. Außerdem sind die Bilder alle mit Exsikkaten belegt und die Pilze von einem (bzw. jetzt zwei) weltweit anerkannten Blätterpilz-Spezialisten bestimmt (was man bei den von Georg zitierten Alternativen nicht in jedem Fall sagen kann). Was hilft mir ein wunderschönes Foto, wenn ich mir mühsam in Rezensionen zusammensuchen muss, wie der dargestellte Pilz nun - vermutlich - wirklich heißt? Selbstverständlich ist es ein Jammer, dass ein Haufen dieser Bilder bei jedem Amateur als Ausschussware aus der Diasammlung geflogen bzw. gar nicht erst reingekommen wäre. Trotzdem: Allein schon die Fülle der Arten ist inzwischen beeindruckend. Manchmal ist der Moser/Jülich auch die "letzte Hoffnung", gerade in solchen Riesengattungen wie Cortinarius... Da hat man sich stundenlang mit einem Problemfund herumgeschlagen und blättert dann, bevor einem die Augen zufallen, noch mal erschlafft den MJ durch - und plötzlich weckt einen eine Tafel wieder auf, die dem eigenen Fund verdammt ähnlich sieht. Die Folge? Man geht noch eine Stunde später ins Bett, weil man sich nun von neuem auf die Suche macht - nämlich nach anständigen Beschreibungen, die einem vielleicht doch noch weiterhelfen!
Thilo