Steinpilzerkennungsprobleme

Uli, (vor 9136 Tagen)

Man sollte es nicht glauben, aber ich weiss manchmal nicht, ob es ein Steinpilz ist, oder was. Wenn noch jemand findet, dass der grosse Kosmos ein gutes pilzbuch ist, aber die Abbildung des Steinpilzes weniger gut gelungen, dann versteht Ihe vielleicht mein Problem. Normale Steinpilze erkenne ich ja wunderbar, aber in letzter Zeit finde ich Röhrlinge, die dicht mit normalaussehenden Steinis zusammenstehen, aber einen eher flachen Hut haben, grünliche Röhren wie ein Maronenröhrling, aber partout nicht blau werden nach dem anfassen oder schneiden, sondern zart Rosa bleiben. Der Abbildung des Steinis im Kosmos kommt er nahe, nur dass der Stiel nicht so extrem ist, eher nur leicht konisch. Habe ich vielleicht ältere Steinis gefunden, wird der Stiel bei älteren eher länger als dick ?? Für Hilfe wäre ich dankbar.

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Re: Steinpilzerkennungsprobleme

Jack.X, (vor 9136 Tagen) @ Uli

Hallo Uli,
also zu deinem Buch kann ich nichts sagen, da ich es nicht kenne. Ich kenne jedoch dein 'Problem'. Alte Steinpilze sehen in der Tat oft aus wie grosse, alte Maronenröhrlinge. Besonders die Röhren ähneln sich in Farbe und Konsistenz. Der Stiel ist bei alten Steinis auch länger als breit, zylindrisch und nicht mehr so knollig wie beim jungen Pilz.
Gruss Jack.X

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Re: Steinpilzerkennungsprobleme

adi rehm, (vor 9136 Tagen) @ Jack.X

Hallo Uli,
also zu deinem Buch kann ich nichts sagen, da ich es nicht kenne. Ich kenne
jedoch dein 'Problem'. Alte Steinpilze sehen in der Tat oft aus wie
grosse, alte Maronenröhrlinge. Besonders die Röhren ähneln sich in Farbe
und Konsistenz. Der Stiel ist bei alten Steinis auch länger als breit,
zylindrisch und nicht mehr so knollig wie beim jungen Pilz.
Gruss Jack.X

hallo, uli,
und wenn du wieder mal einen "steinpilz" mit rosaroten röhren und flachem hut hast, koste ihn, aber ganz vorsichtig! der GALLENRÖHRLING kann dir nämlich über stunden den geschmack vermiesen!
adi

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Jack. X. re.Steinpilzerkennungsprobleme

Uli, (vor 9135 Tagen) @ Jack.X

Hallo Jack, danke für Deinen Tip. Gibt es vielleicht einen eindeutigen Anhaltspunkt, wonach man beweisen könnte, dass ein Steini ein Steini ist oder nicht ? Geruch war gleich, Geschmack war gleich und Steinis färben sich doch auch dicht unter der Huthaut leicht rosa im Schnitt. (Habe bei meinen eindeutigen Steinis jetzt gar nicht so darauf geachtet )

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Re: Steinpilzerkennungsprobleme

Schnapper, (vor 9135 Tagen) @ Uli

Man sollte es nicht glauben, aber ich weiss manchmal nicht, ob es ein
Steinpilz ist, oder was. Wenn noch jemand findet, dass der grosse Kosmos
ein gutes pilzbuch ist, aber die Abbildung des Steinpilzes weniger gut
gelungen, dann versteht Ihe vielleicht mein Problem. Normale Steinpilze
erkenne ich ja wunderbar, aber in letzter Zeit finde ich Röhrlinge, die
dicht mit normalaussehenden Steinis zusammenstehen, aber einen eher
flachen Hut haben, grünliche Röhren wie ein Maronenröhrling, aber partout
nicht blau werden nach dem anfassen oder schneiden, sondern zart Rosa
bleiben. Der Abbildung des Steinis im Kosmos kommt er nahe, nur dass der
Stiel nicht so extrem ist, eher nur leicht konisch. Habe ich vielleicht
ältere Steinis gefunden, wird der Stiel bei älteren eher länger als dick
?? Für Hilfe wäre ich dankbar.

Hi,

hatte das Problem dieses Jahr auch schon. Mehrere Steinpilze auf einen Waldweg, von oben sahen sie absolut gleich aus(brauner Hut, zum Rand hin mit helleren Flecken, wie ausgewaschen) . Beim rausdrehen merkte ich, das zwei davon sich von den anderen drei doch deutlich unterscheiden. Die Röhren waren hellgelb, der Stiel zwar dick, aber doch mehr gerade. Hab in allen Büchern bei mir gesucht, aber nix gefunden, was dem Pilz entsprach. Aber zum Glück gibt es ja diese wunderbare Seite, wo ich auch fündig wurde :).
Bei meinen Funden Tip ich auf Boletus depilatus (Marmorierter Röhrling), schau dir den mal an hier in der Pilzgallerie.

PS: Gehört der Boletus depilatus eigendlich zu den Steinpilzen? sagt der Name boletus das aus? oder ist es 'nur' ein normaler röhrling? (der vorzüglich schmeckte*g*)

http://www.pilzepilze.de/piga/zeige.htm?name=boletus_depilatus

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Boletus depilatus

Birgit, (vor 9135 Tagen) @ Schnapper

Hallo schnapper,

hatte das Problem dieses Jahr auch schon. Mehrere Steinpilze auf einen
Waldweg, von oben sahen sie absolut gleich aus(brauner Hut, zum Rand hin
mit helleren Flecken, wie ausgewaschen) . Beim rausdrehen merkte ich, das
zwei davon sich von den anderen drei doch deutlich unterscheiden. Die
Röhren waren hellgelb, der Stiel zwar dick, aber doch mehr gerade. Hab in
allen Büchern bei mir gesucht, aber nix gefunden, was dem Pilz entsprach.
Aber zum Glück gibt es ja diese wunderbare Seite, wo ich auch fündig wurde

).

Bei meinen Funden Tip ich auf Boletus depilatus (Marmorierter Röhrling),
schau dir den mal an hier in der Pilzgallerie.

B. depilatus (das Bild in der Galerie ist übrigens von mir, im Ammerseegebiet, seinem typischen Verbreitungsgebieet aufgenommen) kommt hauptsächlich, sagen wir mal im süddeutschen Raum vor und da immer noch relativ selten, in anderen Gebieten ist er meines Wissens nach praktisch nicht nachgewiesen, woher kommst du denn? Da er erst seit einigen Jahren als eigene Art geführt wird und früher zusammen mit dem fahlen Röhrling (B. impolitus) zusammengelegt war, gibt es noch keine Verbreitungskarten von ihm. B. depilatus wächst unter Laubbäumen (hauptsächlich Ulme und Hainbuche) auf kalkhaltigen, trockenen Böden, also nicht grad der Standort für "normale" Fichtensteinpilze. Sommersteinpilze hingegen findet man schon in seiner Nachbarschaft. Der Stiel von B. depilatus hat überhaupt kein Netz wie der Steinpilz, ist meist spindelig wurzelnd und die Stielspitze ist intensiv gelb, die Huthaut ist marmoriert und mit kleinen Dellen versehen. Was meinst du jetzt zu deinem FUnd?

Über den Speisewert von B. depilatus ist nix bekannt, da er in der Stielbasis nach Jod riecht (ähnlich wie B. impolitus) geht man wohl davon aus, daß er ähnlich wie B. impolitus nicht so gut ist. Außerdem ist er relativ selten und damit schonenswert. Der von mir abgebildete Pilz wurde allerdings zur Hälfte von mir verzehrt, die anderen Hälfte wurde auf dem Dörrex exsikkiert, und schmeckte mir sehr gut :-) (aber bittschön, ich alleine bin auch nicht signifikant, da ich auch einen Pferdemagen habe)

:PS: Gehört der Boletus depilatus eigendlich zu den Steinpilzen? sagt der Name

boletus das aus? oder ist es 'nur' ein normaler röhrling? (der vorzüglich
schmeckte*g*)

Boletus = Dickröhhrling, die Steinpilze fallen dadrunter, aber auch so Pilze wie die ungenießbaren Schönfußröhlinge und wurzelnden Bitterröhrlinge, aber auch z.B. die Hexenröhrlinge, Purpurröhlinge und der giftige Satansröhrling. B. depilatus wird von einigen Leuten auf Grund der Struktur der Stielrinde in die Nähe der Rauhfußröhrlinge (Leccinum) gestellt.

Gruß

Birgit

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Re: Boletus depilatus

Schnapper, (vor 9135 Tagen) @ Birgit

Hallo schnapper,
B. depilatus (das Bild in der Galerie ist übrigens von mir, im
Ammerseegebiet, seinem typischen Verbreitungsgebieet aufgenommen) kommt
hauptsächlich, sagen wir mal im süddeutschen Raum vor und da immer noch
relativ selten, in anderen Gebieten ist er meines Wissens nach praktisch
nicht nachgewiesen, woher kommst du denn? Da er erst seit einigen Jahren
als eigene Art geführt wird und früher zusammen mit dem fahlen Röhrling
(B. impolitus) zusammengelegt war, gibt es noch keine Verbreitungskarten
von ihm. B. depilatus wächst unter Laubbäumen (hauptsächlich Ulme und
Hainbuche) auf kalkhaltigen, trockenen Böden, also nicht grad der Standort
für "normale" Fichtensteinpilze. Sommersteinpilze hingegen
findet man schon in seiner Nachbarschaft. Der Stiel von B. depilatus hat
überhaupt kein Netz wie der Steinpilz, ist meist spindelig wurzelnd und
die Stielspitze ist intensiv gelb, die Huthaut ist marmoriert und mit
kleinen Dellen versehen. Was meinst du jetzt zu deinem FUnd?
Über den Speisewert von B. depilatus ist nix bekannt, da er in der Stielbasis
nach Jod riecht (ähnlich wie B. impolitus) geht man wohl davon aus, daß er
ähnlich wie B. impolitus nicht so gut ist. Außerdem ist er relativ selten
und damit schonenswert. Der von mir abgebildete Pilz wurde allerdings zur
Hälfte von mir verzehrt, die anderen Hälfte wurde auf dem Dörrex
exsikkiert, und schmeckte mir sehr gut :-) (aber bittschön, ich alleine
bin auch nicht signifikant, da ich auch einen Pferdemagen habe)
Boletus = Dickröhhrling, die Steinpilze fallen dadrunter, aber auch so Pilze
wie die ungenießbaren Schönfußröhlinge und wurzelnden Bitterröhrlinge,
aber auch z.B. die Hexenröhrlinge, Purpurröhlinge und der giftige
Satansröhrling. B. depilatus wird von einigen Leuten auf Grund der
Struktur der Stielrinde in die Nähe der Rauhfußröhrlinge (Leccinum)
gestellt.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit,

thx für die antwort, mittlerweile bin ich mir nun doch nicht mehr sooo sicher :)
der geruch war normal, nich auffällig(glaub ich), ansonsten sah er aus wie auf dem bild. wie gesagt, vom stiel her würds passen, die röhren waren wunderbar hellgelb, haben auf druck auch nicht gebläut. mamoriert war der hut, aber er war nicht oder nicht sehr ausgeprägt gewellt. auch ein noch sehr kleiner pilz hatte schon diese gelben röhren, hellgelb, nicht das gelb oder olive von maronen.
auf jeden fall werde ich nächstes jahr (ich fürchte, dieses jahr werd ich nix mehr finden da) ein foto machen und nochmal hier nachfragen, dann wird eine bestimmung sicher einfacher. gefunden hab ich den pilz nahe hanau, s/w von frankfurt.ach, was mir aufgefallen war, als ich den pilz halbiert hatte, direkt unter der huthaut färbte es sich nach einiger zeit ein wenig rosa/rötlich, nicht viel, vieleicht 1-2mm nur. was gibt es noch für möglichkeiten, einen pilz zu bestimmen?

bye

Rik

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Hübsches Foto von Boletus depilatus

Werner2, (vor 9134 Tagen) @ Birgit

Hallo,

hier noch ein hübsches Foto (Link) von B. depilatus, der übringens nicht zur Steinpilzgruppe (Boletus - Sektion Boletus) zählt. Man kann sehr gut die Stieloberfläche erkennen, die Ähnlichkeiten mit der Gattung Leccinum aufweist.
http://www.br.fgov.be/PUBLIC/IMAGES/boleet.jpg
Gruss Werner2.

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rosa Röhren = kein Steinpilz, sondern Gallen-R.

Karl Keck ⌂, (vor 9135 Tagen) @ Uli

Röhren wie ein Maronenröhrling, aber partout nicht blau werden nach
dem anfassen oder schneiden, sondern zart Rosa bleiben.

Na, wenn die Röhren bzw. Röhrenmündungen "zart rosa" bleiben, dann ist es der Gallen-Röhrling, Tylopilus felleus. Er ist zwar nicht giftig, aber sehr bitter und versaut Dir das ganze Steinpilz-Gericht, wenn Du nur einen dazwischen hast!
Gruß Karl