Re: ein Tag auf dem Hammelsberg

Schnuffel, (vor 5435 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut!

Vielen Dank für die vielen Lösungsansätze. Ich hatte eben noch mal geschaut
und kann eigentlich nicht viel Neues bieten, verwechselt in III habe ich
allerdings auch nichts. :O):

Da war aber doch so viel Neues dabei, dass es zur Identifizierung gereicht hat.

Bild unter dem Stereomikroskop, fein watteartig graugrünlich, nicht fest
Nun habe ich etwas abgezupft, ohne den Grund des Holzes zu berühren, um
Fremdfunde auszuschließen.

besteht nur aus septierten Hyphen und Sporen, keine Basidien und auch keine
Ascoschläuche zu entdecken.

die meisten Sporen haben an den Poolenden ein dünnes Anhängsel, das hatte ich
gestern schlecht abgelichtet, vielleicht bringt das etwas weiter.

Die Setulae wiesen schon darauf hin, dass es sich bei den septierten Würstchen um Konidien handelt. Bei der Suche
im Ellis & Ellis unter Hyphomycetes kam ich dann schnell zu Menispora glauca.

die nächsten unmittelbaren Nachbarn sind unbestimmte Pyrenos, vielleicht ist
das die Hauptfruchtform. Die Sporen sind größer, aber auch dreifach septiert
und scheinen auf der Oberfläche fein punktiert zu sein.
Sporen im Filzgewebe (Mittel): 20,3µm x 4,5µm ohne Anhängsel

Passt bestens zu den Angaben im Ellis & Ellis: 18-23 x 4-5 µm.

Sporen im Pyrenomycet (Mittel): 26,2µm x 6,2µm

Die 3-fach septierten Sporen des Pyrenomyceten waren mir von Zignoëlla ovoidea bekannt. Nachdem ich dann noch
ergoogelt hatte, dass Menispora glauca die Anamorphe von Chaetosphaeria (Zignoëlla) ovoidea ist, war alles klar.
Als ich dann stolz meine Erkenntnisse verkünden wollte, war mir Gernot schon längst zuvorgekommen, und ich begab
mich frustriert :-((, aber doch mit dem guten Gefühl, ein Rätsel gelöst zu haben :-)) in die Heia.

Gruß - Schnuffel

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