Auch mal einen Copro-Becher *PIC*

Ingo Wagner, (vor 5401 Tagen)

Hallo!

Zitat Nobi von neulich bei Hartmuts Ascobolus albidus:

Die Art gehört sicher zu den häufigsten Vertretern der Gattung Ascobolus, bei
meinen vielen Funden habe ich einen Mittelwert von 24 - 30 x 11 14 µm ermittelt.
Bei allem Respekt vor Francesco Doveri könnte ich mir vorstellen, dass er die
Art wenigstens teilweise mit Ascobolus sacchariferus vermischt. Stutzig macht
da u.a., dass er diese meinen Beobachtungen nach ebenfalls häufige Art nicht
gefunden haben will - was ich mir nicht vorstellen kann.

Ist auf Schaflosung gewachsen, der Größe wegen (bis 1,4mm) hatte ich ja mit A. albidus geliebäugelt, ist aber wie der im letzten Jahr auf Hasen-Köteln gewachsene, nur A. sacchariferus geworden.
Denke ich zumindest, den Brummelen habe ich nicht, und coprophile Becher sind eher Fremdland für mich. Man möge mich also verbessern, sollte ich falsch liegen.

Also meine Version:
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Passt das so ungefähr?

VG Ingo W

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Re: Auch mal einen Copro-Becher

HARZPILZCHEN, (vor 5401 Tagen) @ Ingo Wagner

Lieber Ingo

Nun ist es soweit, einmal zweimal und immer wieder. Bald stapeln sich die Kuddeldosen im Regal. Wundern würde es mich nicht, bei deinen zauberhaften Bildern!

LG Hartmut

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Re: Auch mal einen Copro-Becher

Ingo Wagner, (vor 5401 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut!

Ist ja nicht so, dass ich nicht vorbelastet wäre. Kennst ja inzwischen meinen Pilz-Chef (Peter P.), der kennt sich copro-mäßig bestens aus, und ich weiß, wie schön die Copro-Becher sind.

Problem vons Janze ist, ich war heute eine halbe Stunde im Wald, da war ein Gebiet mit schön viel Faulbaum.
Ich glaube ohne Pyrenos, aber mit Nectria, habe ich auf meinen ca. 8 bis 10 Aststücken ungefähr 12 oder 13 Ascos + Basidiobecher.

Eine doofe, trockene Brombeerranke hatte sich dort auch noch hochgeseilt, und blöderweise war da auch noch ein Lachnum drauf (wahrscheinlich L. morthieri, die normalerweise im Frühling zu wachsen hat).

Keine Ahnung, wer das alles bestimmen soll. Ich bin doch immer so langsam.

VG Ingo W

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OT: zu langsam...

Gábor, (vor 5401 Tagen) @ Ingo Wagner

: Keine Ahnung, wer das alles bestimmen soll. Ich bin doch immer so langsam.
-----

Hallo Ingo,

also auf meinem Grabstein sollte auf keinen Fall eines Tages stehen:
"Er hat sich während der Ausübung seines geliebten Hobbys zu Tode gehetzt"
:-)

Stress gibt es doch schon genug auf der Arbeit...

LG, Gábor

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Re: Auch mal einen Copro-Becher

Peter P., (vor 5401 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo in die Runde,
eigentlich hatte ich ja nicht mehr vor, mich aktiv am Forum zu beteiligen, da mir einiges (in fast allen Pilzforen) suspekt ist. Aber bevor Nobi wieder verwundert nachfragt zu dieser aufwendigen und verdiente Aufmerksamkeit erregenden Fragestellung zu Ascobolus sacchariferus übers Internet und nicht an mich (10 Minuten Fußweg für Ingo) zum Trotz heute meine nicht jedem passende "Wiedergeburt". Ingo W. ist lieber in der virtuellen Welt zuhause und bewegt sich ja dort auch in ganz anderen Klassen. Da entwickelt man dann halt zur realen Welt ein anderes Verhältnis, was nicht nur mir schon Jahre auffällt.
Zum coprophilen Becherling: Schon vor Jahren habe ich Ingo diesen sehr häufigen
Kotling gezeigt und sogar demonstriert, daß man, einige Erfahrung vorausgesetzt, denn Pilz mitunter schon makroskopisch (Stereolupe) mit hoher Wahrscheinlichkeit ansprechen kann, weil er sich eigenartig "rotzig" zieht und daß eine Ursache dafür die verzweigten Paraphysen sein könnten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er das bei seiner Übergenauigkeit nicht mehr weiß. Es kann natürlich auch an seiner selbstgeißelnden "Langsamkeit" liegen, was ich nicht nachvollziehen kann, aber ein mitleidendes "Streichelsmile" tut manchem halt gut. Diese "Hüpfmännchen" kann ich übrigens auch nicht leiden, ich drücke meine Gefühle noch mit Worten, einem Bild o. ä. aus. :-)
Gruß Peter P.

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Re: Auch mal einen Copro-Becher

Ingo Wagner, (vor 5400 Tagen) @ Peter P.

Hallo Peter!

Ingo W. ist lieber in der
virtuellen Welt zuhause und bewegt sich ja dort auch in ganz anderen
Klassen. Da entwickelt man dann halt zur realen Welt ein anderes
Verhältnis, was nicht nur mir schon Jahre auffällt.

Ist halt auch eine bequeme Sache, gebe ich zu.

Zum coprophilen Becherling: Schon vor Jahren habe ich Ingo diesen sehr
häufigen
Kotling gezeigt und sogar demonstriert, daß man, einige Erfahrung
vorausgesetzt, denn Pilz mitunter schon makroskopisch (Stereolupe) mit
hoher Wahrscheinlichkeit ansprechen kann, weil er sich eigenartig
"rotzig" zieht und daß eine Ursache dafür die verzweigten
Paraphysen sein könnten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er das bei
seiner Übergenauigkeit nicht mehr weiß.

Ich habe nicht so oft coprophile unterm Mikro, um mich solcher Feinheiten bei der Bestimmung zu bedienen, fehlen mir die Erfahrungen.
Hätte ich mir alles gemerkt, was du mir im Laufe der Jahre zu den Pilzen erklärt hast, wäre ich ja schon beinahe "Expedde" bei Saftlingen, bei Pyrenos, bei Brandstellenpilze, bei Coprophilen Bechern und Basidios, bei Pezizen und bei sonstwas.

Leider bleibt das bei mir nur dann (eine Zeitlang) hängen, wenn ich mich selbst damit beschäftige. Felix kann mir sonstwas über Täublinge erzählen, die Ditte die schönsten Risspilz-Portraits einstellen und Hias die seltensten Cortinarien vorstellen, keine Chance!

manchem halt gut. Diese "Hüpfmännchen" kann ich übrigens auch
nicht leiden, ich drücke meine Gefühle noch mit Worten, einem Bild o. ä.
aus. :-)

Nicht, dass ich jetzt Smilies sehr verwende, aber manchmal ergibt ein Text mit Smilie einen ganz anderen Sinn als ohne, trotz der gleichen Worte. Ist der Ersatz der Gestik in der "realen Welt".
Gefühle nur mit Worten ausdrücken können, ist mir zwar nicht fremd, steht aber "realweltlich" gesehen auf sehr wackligen Füßen.

Dass ich den Ascobolus im Forum einstellte, war weniger Bestimmungsanfrage (außer es gäbe da was neues an Erkenntnis, was manchmal fix geht und das man dann bei so einer Gelegenheit erfahren könnte).

Nachdem er im Doveri nicht drin ist, hatte ich halt gedacht, ich stelle meine "Weisheiten" ins Netz für den nächsten, der was drüber wissen will.
Umgekehrt freue ich mich auch über Erkenntnisse anderer, wenn ich mal spezielles suche.

Ansonsten fände ich es besser, wenn du mir deinen Missmut per privater E-Mail zukommen lässt, ich kann mir kaum vorstellen, dass deine Einschätzung bezüglich meiner Wenigkeit hier groß jemanden interessiert.

Lach mal wieder und sieh nicht alles so eng!
Ingo W

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Re: Auch mal einen Copro-Becher *PIC*

Nobi, (vor 5400 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

wenn Du mich schon zitierst, möchte ich mich wenigsten mal melden.

Ein schönes Portrait einer Art, die ich ohne zu zögern als Ascobolus sacchariferus ansprechen würde. Wie Peter inzwischen schrieb, mit etwas Erfahrung bereits makroskopisch relativ sicher zu bestimmen.
Gern mehr solche gelungenen Dokumentationen, durchaus auch von Dungbesiedlern.

So, so, da hast Du also auf Faulbaum jede Menge entdeckt, und jetzt zitiere ich Dich zur Abwechslung mal:
"Ich glaube ohne Pyrenos, aber mit Nectria, habe ich auf meinen ca. 8 bis 10 Aststücken ungefähr 12 oder 13 Ascos + Basidiobecher."

Das klingt erst mal nicht schlecht, aber wie findest Du folgendes: Ganz aktuell habe ich auf 1 (in Worten einem!) Hirschköttel (ca. 6cm²) 13 Ascos! 4 Pezizales und 9 Pyrenos, dabei die offensichtlich wirklich seltene Sporormiella affinis mit bis zu 80 µm langen 8 - zelligen Sporen (siehe Bild).

Ich will natürlich nicht verschweigen, dass ich ca. 3 Wochen gebraucht habe, um diese ganzen Arten aus dem Köttel zu locken. Na, hab' ich Dir trotzdem etwas Appetit gemacht?

Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht der Nobi

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Re: Auch mal einen Copro-Becher

Ingo Wagner, (vor 5400 Tagen) @ Nobi

Hallo Nobi!

Das klingt erst mal nicht schlecht, aber wie findest Du folgendes: Ganz
aktuell habe ich auf 1 (in Worten einem!) Hirschköttel (ca. 6cm²) 13
Ascos! 4 Pezizales und 9 Pyrenos, dabei die offensichtlich wirklich
seltene Sporormiella affinis mit bis zu 80 µm langen 8 - zelligen Sporen
(siehe Bild).

Soso, auf einem Hirschköttel.
Mmm, ich glaube, auf so kleinem Raum fällt mir es da jetzt schwer mitzuhalten, selbst, wenn ich dich überzeugen würde, dass ich dann einen Faulbaum-Ast ja auch von Anfang bis Ende der Zersetzung beobachten müsste, was wahrscheinlich etwas länger dauert.
Auch, wenn ich den einsperren würde, wäre es eher hinderlich.

Um also nicht ganz so blamabel dazustehen, versuche ich es anders:

13 Ascos! 4 Pezizales und 9 Pyrenos

Wie, und das alles draußen in freier Wildbahn?

Grins-Smily in Worten
Ingo W