Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *PIC*

braupilz, (vor 5399 Tagen)

Hallo,
verkünde da nichts neues, das Haareis "atmet" ein Myzel aus:

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *PIC*

braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *PIC*

braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *PIC*

braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

manche Coiffeuse würde neidisch werden...

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *PIC*

braupilz, (vor 5399 Tagen) @ braupilz

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Der Juergen, (vor 5398 Tagen) @ braupilz

Hallo Bernd,

ein Panoptikum der gescheitelten und ungescheitelten Frisuren;-) Es ist natürlich genau umgekehrt: Das Mycel (in/auf dem Holz) "atmet" Haareis.

Grüßle
Jürgen

P.S.: Haareis abwischen, und am nächsten Tag noch mal herschauen. Bei gleich bleibender Witterung (um die 0 Grad bei rel. hoher Luffeuchtigkeit) bildet sich am Ast wieder neues Haareis (hab ich ausprobiert).

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

braupilz, (vor 5398 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Bernd,
ein Panoptikum der gescheitelten und ungescheitelten Frisuren;-) Es ist
natürlich genau umgekehrt: Das Mycel (in/auf dem Holz) "atmet"
Haareis.
Grüßle
Jürgen
P.S.: Haareis abwischen, und am nächsten Tag noch mal herschauen. Bei gleich
bleibender Witterung (um die 0 Grad bei rel. hoher Luffeuchtigkeit) bildet
sich am Ast wieder neues Haareis (hab ich ausprobiert).

Hallo Jürgen, dank Dir für die Korrektur. Hatte das, was Du beschrieben hast, auch schon mal erfolgreich ausprobiert.

liebe Grüße, Bernhard

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5398 Tagen) @ braupilz

verkünde da nichts neues, das Haareis "atmet" ein Myzel aus.

Hallo Bernd,

sehr schöne Bilder aus dem Frisiersalon der Natur.

Mit Atmung eines Mycels bist Du aber dem sogenannten biophysikalischen Phänomen der Herren Wagner und Mätzler aufgesessen. http://www.iap.unibe.ch/publications/pub-detail.php?lang=en&id=3152

Meine Meinung zu deren abwegiger Schlußfolgerung habe ich gestern hier im Forum ausführlich geäußert.

Gruß - Schnuffel

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Der Juergen, (vor 5398 Tagen) @ Schnuffel

Hallo

Meine Meinung zu deren abwegiger Schlußfolgerung habe ich gestern hier im
Forum ausführlich geäußert.

Interessante Hypothese, aber ich frage mich, wie sie sich begründet? Soviel ich bisher recherchieren konnte, wurde zum Haareis und deren Bildung einige Versuche vom Physiker Christian Mätzler (Bern, CH) durchgeführt. Sehr interessant ist die Beobachtung, dass der Kern dieser "Eisfäden" aus einer viskosen Mischung von Wasser und typischen Stoffwechselprodukten von Pilzen besteht (Kristallisationskeime). Kurz bevor solche Eisfäden auftauen, kann man diese viskosen Fäden sehen. Ich besitze selbst Fotos diese Phänomens, weil ich seit einiger Zeit diesem Haareis auf der Spur bin. Ich habe auch Fotos gemacht von Pilzfruchtkörpern, auf denen sich direkt Haareis gebildet hat, allerdings nicht in so filigraner Struktur wie auf Holz. Außerdem gibt es Versuche, in denen solche Haareis-Ästchen mit Fungiziden behandelt wurden (oder abgekocht), und danach unter gleichen Witterungsverhältnissen kein Haareis mehr ausgebildet haben. Ich denke mir, dass das schon mit winteraktiven Myzelien zu tun hat. Weitere Beobachtungen werden das sicherlich untermauern.

Grüßle
Jürgen

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *PIC*

Roswitha, (vor 5398 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
ich habe am Sonntag auch Haareis auf jungen Fruchtkörpern der Buckeltramete / Trametes gibbosa gefunden.
Bei der Diskussion zur Entstehung halte ich mich raus.

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Liebe Grüße
Roswitha

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Braupilz, (vor 5396 Tagen) @ Der Juergen

Hallo
Interessante Hypothese, aber ich frage mich, wie sie sich begründet? Soviel
ich bisher recherchieren konnte, wurde zum Haareis und deren Bildung
einige Versuche vom Physiker Christian Mätzler (Bern, CH) durchgeführt.
Sehr interessant ist die Beobachtung, dass der Kern dieser
"Eisfäden" aus einer viskosen Mischung von Wasser und typischen
Stoffwechselprodukten von Pilzen besteht (Kristallisationskeime). Kurz
bevor solche Eisfäden auftauen, kann man diese viskosen Fäden sehen. Ich
besitze selbst Fotos diese Phänomens, weil ich seit einiger Zeit diesem
Haareis auf der Spur bin. Ich habe auch Fotos gemacht von
Pilzfruchtkörpern, auf denen sich direkt Haareis gebildet hat, allerdings
nicht in so filigraner Struktur wie auf Holz. Außerdem gibt es Versuche,
in denen solche Haareis-Ästchen mit Fungiziden behandelt wurden (oder
abgekocht), und danach unter gleichen Witterungsverhältnissen kein Haareis
mehr ausgebildet haben. Ich denke mir, dass das schon mit winteraktiven
Myzelien zu tun hat. Weitere Beobachtungen werden das sicherlich
untermauern.
Grüßle
Jürgen

Hallo Jürgen, Hallo Muffel,
da bin ich jetzt (was für ein Glück für mich) draußen. Würdet Ihr Euch mit mir darüber unterhalten, wo der Zusammenstoß zweier Schiffe stattgefunden hatte, wenn er wie folgt beschrieben wird: "Etwas achterlicher als querab, Bb", könnte ich vielleicht mithalten.
vG, Bernhard

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:-)))

Pfalz-Pilz, (vor 5396 Tagen) @ Braupilz

Hallo Muffel,

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???

Joschi Siembida ⌂, (vor 5396 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo zusammen,

Muffel

also mit Moffels hätt ich auch noch was anfangen können. Aber Muffel sagt mir garnix! :-)

Gruß Joschi

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Der Juergen, (vor 5396 Tagen) @ Braupilz

Hallo Bernhard,

"...wo der Zusammenstoß zweier Schiffe stattgefunden hatte, wenn er wie folgt beschrieben wird: "Etwas achterlicher als querab, Bb"

ich bin mir nicht ganz sicher, was Du damit, äh ... "verdeutlichen" willst *g*, aber wenn es um die Theorien von Haareis und dessen Entstehung geht, hier nochmal ein paar Links:

http://www.iap.unibe.ch/publications/pub-detail.php?lang=en&id=3152
http://www.waldwissen.net/wald/klima/lwf_haareis/index_DE
http://de.wikipedia.org/wiki/Haareis

Kurz zusammengefasst:
Hypothese 1: Haareis entsteht aus Stoffwechselaktivitäten von Pilzmyzelien.
Hypothese 2 (wohl die private Meinung von Schnuffel): Haareis entsteht aus feuchtem Holz (unter Windeinfluss?) ohne Beteiligung von Pilzmyzelien.

Grüßle
Jürgen

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5394 Tagen) @ Braupilz

Hallo Jürgen, Hallo Muffel,
da bin ich jetzt (was für ein Glück für mich) draußen. Würdet Ihr Euch mit
mir darüber unterhalten, wo der Zusammenstoß zweier Schiffe stattgefunden
hatte, wenn er wie folgt beschrieben wird: "Etwas achterlicher als
querab, Bb", könnte ich vielleicht mithalten.

Hallo Bernhard,

ich war glücklicherweise noch nie auf einem Schiff anwesend, das von einem anderen etwas von hinten links gerammt wurde, und kann mich daher nicht mit Dir darüber unterhalten. Das wäre ja auch nur dann interessant, wenn ein Rammbock in Pilzform benutzt worden wäre. ;-))

Gruß - Muffel

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Braupilz, (vor 5394 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Bernhard,
ich war glücklicherweise noch nie auf einem Schiff anwesend, das von einem
anderen etwas von hinten links gerammt wurde, und kann mich daher nicht
mit Dir darüber unterhalten. Das wäre ja auch nur dann interessant, wenn
ein Rammbock in Pilzform benutzt worden wäre. ;-))
Gruß - Muffel

Bingo, hast zwar den "Rammbock" um nur wenige Meter verfehlt eingesetzt, aber wir stoßen mal an mit einem Pilz Deiner Wahl (wobei wir wieder im Forum sind).
vG, Bernhard

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5394 Tagen) @ Der Juergen

... aber wenn es um die Theorien von Haareis und dessen Entstehung
geht, hier nochmal ein paar Links:
http://www.iap.unibe.ch/publications/pub-detail.php?lang=en&id=3152
http://www.waldwissen.net/wald/klima/lwf_haareis/index_DE
http://de.wikipedia.org/wiki/Haareis
Kurz zusammengefasst:
Hypothese 1: Haareis entsteht aus Stoffwechselaktivitäten von Pilzmyzelien.
Hypothese 2 (wohl die private Meinung von Schnuffel): Haareis entsteht aus
feuchtem Holz (unter Windeinfluss?) ohne Beteiligung von Pilzmyzelien.

Hallo Jürgen,

durch die Versuche der Herren Wagner und Mätzler ist die Hypothese 1 in keiner Weise bewiesen. Meine Kritik an deren Schlussfolgerungen und meine Argumente gegen eine Beteiligung von Stoffwechselaktivitäten von Myzelien werde ich (vielleicht morgen) in einer Antwort auf Deinen Beitrag vom 17. Jan. 22:15 Uhr ausführlich darlegen. (Oder sollte ich's lieber bleiben lassen?)
Die Hypothese 2 ist nicht meine private, sondern meine persönliche und hier öffentlich geäußerte Meinung. Eine Beteiligung von Pilzmyzelien habe ich jedoch nie grundsätzlich abgelehnt, sondern halte sie als Lieferant von Kristallisationskeimen durchaus für möglich.

Gruß - Schnuffel

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Der Juergen, (vor 5394 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel,

nur kurz: Ich bin an Deiner Hypothese - oder Deinen Experimenten? - sehr interessiert! Mit "privat" meinte ich, dass Deine Hypothese (Experimente?) wohl noch nicht in einem Print-Medium erschienen ist!?

Grüßle
Jürgen

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5385 Tagen) @ Der Juergen

nur kurz: Ich bin an Deiner Hypothese - oder Deinen Experimenten? - sehr
interessiert! Mit "privat" meinte ich, dass Deine Hypothese
(Experimente?) wohl noch nicht in einem Print-Medium erschienen ist!?

Hallo Jürgen und andere Interessierte,

eigene Versuche zur Bildung von Haareis habe ich noch nicht durchgeführt und habe es vorerst auch nicht vor. Sich eigene Gedanken zu den Versuchen anderer zu machen ist weniger aufwendig. Es war schon immer mein Prinzip, besser 2 Tage nachzudenken und einen geplanten Versuch als ungeeignet zu verwerfen, als in nur 1 Tag diesen Versuch durchzuführen. ;-)) Es schweben mir allerdings schon einige wesentliche Verbesserungen zu den Versuchsbedingungen von Wagner und Mätzler vor, wodurch aussagekräftigere Ergebnisse erzielt werden könnten.

Die These, dass durch Stoffwechselprozesse gebildetes Kohlendioxid-Gas das Wasser aus dem Holz drängt, lehne ich völlig ab. Dies ist, wie in meinem Beitrag vom 16. Jan.2012, 21:41 Uhr schon dargelegt, biophysikalischer Unfug und für die Autoren umso peinlicher, da offenbar beide am Institut für angewandte Physik der Uni Bern arbeiten.
Zur Stützung ihrer These führen die Autoren mehrfach an, dass Haareis nur auf Laubholz wachse. Diese Annahme ist aber noch nicht bis zum Haareis in der Marburger Gegend durchgedrungen, denn es zeigt sich hier hin und wieder auf Fichtenästen. ;-))

Auf keinen Fall ist durch die Versuche bewiesen, dass die Ergebnisse mit den verschiedenen Behandlungsmethoden auf der Abtötung von Pilzmyzelien beruhen. Dass ursprüngliche Bestandteile oder Inhaltsstoffe des Holzes oder durch Pilze daraus erzeugte Abbauprodukte eine Rolle als Lieferant von Kristallisationskeimen spielen, halte ich aber für sehr wahrscheinlich.

Meine Interpretation der Versuchsergebnisse (natürlich subjektiv und nur 1 von mehreren Möglichkeiten) ist nachfolgend ausgeführt:

Hitzeversuche:
Die Ergebnisse lassen sich deuten, wenn man annimmt, dass ein in kaltem Wasser schwer löslicher Stoff für die Bereitstellung von Kristallisationskeimen verantwortlich ist. Bei der Hitzebehandlung wird dieser aus den äußeren Schichten des Holzes völlig herausgelöst und erst im Laufe von Tagen aus den inneren Schichten wieder langsam nachgeliefert.
Dass nach einiger Zeit eine Haareisbildung nicht mehr stattfand, könnte mit einer Erschöpfung dieses Stoffes zusammenhängen oder mit einem Abbau durch das Pilzmyzel. Ganz im Gegensatz zu der Annahme der Autoren, dass das Myzel nur während einer gewissen Zeit aktiv sein kann, würde dies bedeuten, dass der Stoffwechsel des Myzel jetzt erst so richtig in Schwung kommt und den besagten Stoff abbaut.

Fungizidversuche:
Die Ergebnisse zeigen in keiner Weise, dass das Fungizid einen Einfluß auf die Haareisbildung haben muss. Die Beobachtungen könnten allein auf eine hemmende Wirkung von Natronlauge (alkalische Reaktion und dadurch Hemmung der Wirkung von Kristallisationskeimen) auf die Haareisbildung zurückgeführt werden. Während der kurzen Einwirkungszeit von 15 min dringen Fungizid und Natronlauge nur in die äußersten Schichten des Holzes ein und werden beim anschließenden etwa 15-minütigen Wässern wieder weitgehend ausgewaschen. Bei einer Einwirkungszeit von 60 min und 90 min dringen Fungizid und Natronlauge natürlich wesentlich weiter in das Holz ein, so dass sie anschließend nicht völlig ausgewaschen werden und dann wieder nach außen dringen und die Haareisbildung behindern können. Eine Neutralisation der Natronlauge durch das Kohlendioxid der Luft (wieder fast neutrale Reaktion) würde eine Hemmung der Haareisbildung durch Natronlauge langsam wieder aufheben.
Eine Wirkung des Fungizids (außer der Abtötung eines Pilzmyzels) könnte auch in einer oxidativen Zerstörung von Kristallisationskeimen oder einer Vorstufe, aus der sie gebildet werden, gesehen werden.

Alkoholversuch:
Am einfachsten lassen sich die Ergebnisse dieses Versuchs erklären (obwohl die Autoren dafür keine Erklärung hatten):
Bei der Einwirkung des Alkohols ist dieser bis tief in das Holz eingedrungen. Beim anschließenden Wässern wurde dieser nur aus dem Randbereich ausgespült, so daß am 1. Versuchstag kein Alkohol die Haareisbildung verhindern konnte. Erst an den Folgetagen, als der im Innenbereich des Holzes verbliebene Alkohol sich wieder im ganzen Bereich des Holzes verbreitet hatte, war die hemmende Wirkung des Alkohols festzustellen.
Die abtötende Wirkung des Alkohols auf ein Myzel spielt bei diesem Versuch offensichtlich keine Rolle. Ob die Wirkung des Alkohols in der Beeinträchtigung der Wirkung von Kristallisationskeimen besteht oder in der Herabsetzung des Gefrierpunkts des Wassers (2,5 % Alkohol setzen den Gefrierpunkt von Wasser um 1 ° herab) bleibt offen.

Ich hoffe, das war diesmal nicht allzu unverständlich.

Gruß - Schnuffel

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

hansuwe, (vor 5385 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Jürgen und andere Interessierte,
eigene Versuche zur Bildung von Haareis habe ich noch nicht durchgeführt und
habe es vorerst auch nicht vor. Sich eigene Gedanken zu den Versuchen

usw usw.

Ich hoffe, das war diesmal nicht allzu unverständlich.
Gruß - Schnuffel

War super, aber nicht besonders erfolgreich, das Phänomen zu erklären.

Die Ergebnisse der Versuche und Untersuchungen vieler Wissenschaftler und Laien, die Entstehung von Haareis zu erforschen und zu erklären sind sehr interessant. Ein klares Ergebnis blieb bisher aus.
Vielleicht hilft eine theoretische Analyse dynamischer Änderungen der Partialdrücke und der Sublimation von Wasserdampf unter den meteorologischen Bedingungen unter denen Haareis bisher beobachte wurde. Sowie weitere Beobachtungen und Dokumentationen in situ.
Hier sind eher Physiker als Mykologen oder Meteorologen gefragt. Wohl aber eine Zusammenarbeit der Disziplinen.
Iteressant ist, dass bereits Wegener das Phänomen vor langer Zeit beschrieben hatte, es aber im Pilzepilze Forum erst vor einigen Jahren diskutiert wurde, weil man es für Pilze hielt.
Ich kann leider mit meinen rudimentären physikalischen Kenntnissen der Partialdrücke der Luftbestandteile wenig dazu beitragen.
Auf zu weiteren Diskussionen! Vielleicht sind ja ein paar Physiker umd Wetterfuzzis unter den Forumslesern.
Pilzige Grüsse
hansuwe

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Der Juergen, (vor 5384 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel,

nochmal vielen Dank für Deine Mühe, das nochmal alles hier ausgebreitet zu haben. Habs mir, zusammen mit Deinen Originalbeiträge abgespeichert, und werde es mal in einer ruhigen Minute lesen. Dass das nur Hypothesen deinerseits sind, ist Dir aber schon klar?! Mätzler et. al. kann sich da "wenigstens" auf Experimente berufen, und letztlich "zählt" das solange, bis einer mit Gegenexperimenten daherkommt. Reines Nachdenken (so wertvoll das natürlich für alles ist!), so wie es die alten Griechen praktiziert haben, zieht heute in den Naturwissenschaften "koi Wurschdrädle mehr vom Wecka" ... wie man bei uns sagt *g*

Grüßle
Jürgen

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5381 Tagen) @ hansuwe

Hallo Hansuwe!

War super, aber nicht besonders erfolgreich, das Phänomen zu erklären.

Ich bin auch noch nicht ganz zufrieden, aber meine Interpretation der Versuchsergebnisse war, wie deutlich gesagt, natürlich subjektiv und nur eine von mehreren Möglichkeiten, ohne Widerspruch zu den Versuchsergebnissen von Wagner u. Mätzler, die Haareisbildung entgegen deren These (d. h. ohne durch Stoffwechselprozesse eines lebenden Pilzmyzels gebildetes Kohlendioxid-Gas) zu erklären.

Die Ergebnisse der Versuche und Untersuchungen vieler Wissenschaftler und Laien,
die Entstehung von Haareis zu erforschen und zu erklären, sind sehr interessant.
Ein klares Ergebnis blieb bisher aus.

Sehr richtig!

Vielleicht hilft eine theoretische Analyse dynamischer Änderungen der Partialdrücke
und der Sublimation von Wasserdampf unter den meteorologischen Bedingungen,
unter denen Haareis bisher beobachte wurde.

Das wird meiner Meinung nach nicht weiterhelfen. Dass der Wind für die Abführung der Kristallisationswärme wichtig sein kann, habe ich hier im Forum vor fast 5 Jahren schon mal geäußert.

Sowie weitere Beobachtungen und Dokumentationen in situ.

Das schon eher.

Hier sind eher Physiker als Mykologen oder Meteorologen gefragt. Wohl aber eine
Zusammenarbeit der Disziplinen.

Diese sind heutzutage sicher mit wichtigeren Dingen ausgelastet und überlastet, um sich mit solchen Kinkerlitzchen wie Haareis zu beschäftigen.

Interessant ist, dass bereits Wegener das Phänomen vor langer Zeit beschrieben
hatte, es aber im Pilzepilze Forum erst vor einigen Jahren diskutiert wurde, weil
man es für Pilze hielt.
Ich kann leider mit meinen rudimentären physikalischen Kenntnissen der
Partialdrücke der Luftbestandteile wenig dazu beitragen.

Außer der Wasserdampfsättigung spielt sicher kein anderer Partialdruck eine Rolle.

Auf zu weiteren Diskussionen! Vielleicht sind ja ein paar Physiker und Wetterfuzzis
unter den Forumslesern.

Gruß - Schnuffel

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5381 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen!

nochmal vielen Dank für Deine Mühe, das nochmal alles hier ausgebreitet
zu haben. Habs mir, zusammen mit Deinen Originalbeiträgen abgespeichert,
und werde es mal in einer ruhigen Minute lesen. Dass das nur Hypothesen
deinerseits sind, ist Dir aber schon klar?!

Na klar, ich bin doch nicht bescheuert!

Mätzler et. al. kann sich da "wenigstens" auf Experimente berufen, und
letztlich "zählt" das solange, bis einer mit Gegenexperimenten daherkommt.

Wenn das Wetter wieder haareisfreundlicher ist, hoffe ich, mit einigen besser durchdachten Versuchen, das Märchen von der Beteiligung eines lebenden Pilzmyzels ins Reich der Fabel verweisen zu können.

Reines Nachdenken (so wertvoll das natürlich für alles ist!), so wie es die
alten Griechen praktiziert haben, zieht heute in den Naturwissenschaften
"koi Wurschdrädle mehr vom Wecka" ... wie man bei uns sagt *g*

Ein bisschen mehr Nachdenken hätte hier aber Wagner u. Mätzler nicht geschadet.

Gruß - Schnuffel

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze *oT*

Pilzmann, (vor 5380 Tagen) @ Schnuffel

- kein Text -

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Pilzmann, (vor 5380 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Freundinnen und Freunde,

bin alles andere, als die Re-Inkarnation eines Physikers. Möchte hier aber mal das Zauberwort „Re-Sublimation“ in den Ring werfen – die Neigung etlicher chemischer Stoffe, unter bestimmten Bedingungen (vor allem der Temperatur), vom gasförmigen (z. B. Wasserdampf) unter Umgehung des flüssigen Aggregatzustandes (Wasser) direkt in den festen Zustand (Eis) überzugehen. So soll das wohl auch bei der Raureif-Bildung passieren.

Anders als dort entstehen beim Haar-Eis aber wesentlich umfangreichere, meist haarförmige (Name) Eis-Strukturen. Anerkanntermaßen bildet sich das Naturphänomen nur bei leichtem Frost an feuchtem Totholz.

Wie bei unserer Haut an warmen Tagen zu beobachten, sorgt Luftbewegung für Kühlung. Deshalb schwitzen wir ja. Insofern erscheint mir Schnuffels Beobachtung (die ich ebenfalls schon gemacht habe), dass es gern ein wenig windig sein darf, wenn’s anschließend haarig-eisig werden soll, sehr bemerkenswert. Ob nun bei der Haareisbildung nur das Holz „schwitzt“, also Wasser zur Verdampfung über die Oberfläche abgibt, oder die anerkannt große Wasserspeicherkapazität von Pilzen (hier Saprobionten) hilfreich oder Voraussetzung ist, sei hier weiteren Erforschungen anheim gestellt; ebenso die Frage, ob und welcher Kristallisations-Kerne es (insbesondere zur Re-Sublimation) evtl. bedarf.

Die Idee von der vielleicht erforderlichen Anwesenheit der Pilze gebiert eine weitere: Könnte es sein, dass vorhandene Saprobionten ihr Wasser-Reservoir auf die Schnelle ausschwitzen, um bei sich ankündigenden Minusgraden nicht zu „erodieren“? Könnte Haar-Eis dann das Ergebnis eines „Kälteschwitzens“ als lebensrettender Frostschutz sein? Totholz alleine hätte einen solchen Überlebensmechanismus rein begrifflich wohl eher nicht.

Research may continue!
Peter!

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Der Juergen, (vor 5380 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Peter,

sehr interessante Überlegungen zum Haareis. An eine Verwandtschaft zur Entstehung von Rauhreif, dachte ich auch. Bin aber mit der ganzen Materie, vor allem den physikalischen Ursachen, noch nicht vertraut. Eine "Inaktivierung" des Wassers als Frostschutz klingt plausibel - könnte eine Spur sein, die man experimentell oder beobachtender Weise verfolgen kann*. Meine Beobachtungen, was die Witterung anbelangt, bei der man Haareis finden kann ist folgende: Temperatur etwas unter Null - kein subjektives Kälteempfinden --> daher erlebt man Haareis auch als Überraschung! - und Windstill! Ja, ich habe bei Wind noch nie frisches Haareis gefunden. Dass Haareis keinen Wind braucht, zeigen Versuche in Kühlschränken (Mätzler et al).

*= Ich hatte mal eine zarte Haareis-Schicht auf einer vitalen Vuilleminia comedens gefunden (die nicht gefroren war!), und zwar entsprangen die Härchen einer dünnen Eisschicht, die sich auf dem Fruchtkörper befand.

Grüßle
Jürgen

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Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze

Schnuffel, (vor 5379 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen!

sehr interessante Überlegungen zum Haareis. An eine Verwandtschaft zur
Entstehung von Rauhreif, dachte ich auch. Bin aber mit der ganzen Materie,
vor allem den physikalischen Ursachen, noch nicht vertraut.

Die Versuche im Kühlschrank zeigen eindeutig, dass bei der Haareisbildung die von Peter ins Gespräch gebrachte Resublimation überhaupt keine Rolle spielt. Eine Resublimation findet im Kühlschrank an den Kühlflächen und nicht am weniger kalten Holz statt.

Eine "Inaktivierung" des Wassers als Frostschutz klingt plausibel -
könnte eine Spur sein, die man experimentell oder beobachtender Weise
verfolgen kann*.

Da frage ich mich nur, was machen die armen Pilze, wenn's gleich so kalt wird, dass das Wasser im Holz gefriert und kein Haareis gebildet wird?

Meine Beobachtungen, was die Witterung anbelangt, bei der man
Haareis finden kann ist folgende: Temperatur etwas unter Null - kein
subjektives Kälteempfinden --> daher erlebt man Haareis auch als
Überraschung! - und Windstill! Ja, ich habe bei Wind noch nie frisches
Haareis gefunden. Dass Haareis keinen Wind braucht, zeigen Versuche
in Kühlschränken (Mätzler et al).

Die Versuche im Kühlschrank zeigen aber nicht, dass die Haareisbildung generell keinen Wind braucht. Je weniger die Lufttemperatur unter 0° liegt, desto wichtiger ist meiner Meinung nach der Wind, um die bei der Kristallisation freiwerdende Schmelzwärme abzuführen.

*= Ich hatte mal eine zarte Haareis-Schicht auf einer vitalen Vuilleminia
comedens gefunden (die nicht gefroren war!), und zwar entsprangen die
Härchen einer dünnen Eisschicht, die sich auf dem Fruchtkörper befand.

Gruß - Schnuffel