Grauer Leistling / Totentrompete
Hallo,
auf der Suche nach Herbsttrompeten fand ich eine enorme Menge Graue Leistlinge.
Kann mir jemand etwas zum Speisewert dieser Pilze im Vergleich zur Totentrompete sagen.
Vielen Dank
Mirko
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Hallo,
auf der Suche nach Herbsttrompeten fand ich eine enorme Menge Graue Leistlinge.
Kann mir jemand etwas zum Speisewert dieser Pilze im Vergleich zur Totentrompete sagen.
Vielen Dank
Mirko
Hallo,
der Graue Leistling ist (ich habe ihn ein bisher einziges Mal in den ganzen Jahren gegessen) etwa dem Trompetenpfifferling gleichzusetzen. Also frisch nichts umhauendes. Da er sehr selten ist, sollte man ihn schonen und nicht sammeln.
Die Totentrompete hat als "Trockenpilz" vermutlich ein stärkeres Aroma.
Gruß werner2:
Hallo,
auf der Suche nach Herbsttrompeten fand ich eine enorme Menge Graue
Leistlinge.
Kann mir jemand etwas zum Speisewert dieser Pilze im Vergleich zur
Totentrompete sagen.
Vielen Dank
Mirko
Hallo!
habe vor 2 tagen eine größere menge des starkriechenden L. (c.xanthopus) gefunden - die hüte in olivenöl mit wenig zwiebel u. knoblauch gebraten, gesalzen, gepfeffert u. etwas sahne dazugegeben - das ganze mit spaghetti vermischt - hat ausgezeichnet geschmeckt. auch der typische wald/korbgeruch ist erhalten geblieben. im "gerhardt" wird er geschmacklich gleich wie der trompeten-pfifferling als zähfleischig eingestuft ich finde das nicht.
gruß hans
![[image]](http://members.chello.at/marianne.u.hans.valda/hpfoLeistling01.1.1.jpg)
![[image]](http://members.chello.at/marianne.u.hans.valda/hpfoLeistling02.3.1.jpg)
- kein Text -
Im Rhein-Main-Gebiet und auch in den angrenzenden Mittelgebirgen ist
C. cinereus nur in bestimmten Jahren, und dann auch nur sehr, sehr begrenzt aufzufinden. Er gilt bei uns als ziemlich selten.
In den Roten Listen, z.B. von Baden-Würtemberg und Hessen, wird er in der Gefährdeten-Gruppe 3 geführt, d.h. z.B. "nur in kleinen Beständen bekannt, signifikant zurückgehend oder regional verschwunden" oder "derzeit seltene bis noch nicht seltene Art mit Rückgangtendenz = gefährdet".
Aus diesem Grunde sollte man diese Art nicht mehr sammeln.
Gruß Werner2
hallo pilzfreund!
also ich persönlich finde die totentrompete besser! das habe ich dir aber schon letztes jahr gesagt!
deine oma
Hallo,
in der Roten Liste von Baden Würtemberg ist der "Grauer Leistling" definitiv nicht aufgeführt, s.link:
Woher nimmst Du also Deine Weisheit?
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/nafaweb/berichte/pasw_01/rote07.htm
Gruß
Karl-Heinz
Im Rhein-Main-Gebiet und auch in den angrenzenden Mittelgebirgen ist
C. cinereus nur in bestimmten Jahren, und dann auch nur sehr, sehr begrenzt
aufzufinden. Er gilt bei uns als ziemlich selten.
In den Roten Listen, z.B. von Baden-Würtemberg und Hessen, wird er in der
Gefährdeten-Gruppe 3 geführt, d.h. z.B. "nur in kleinen Beständen
bekannt, signifikant zurückgehend oder regional verschwunden" oder
"derzeit seltene bis noch nicht seltene Art mit Rückgangtendenz =
gefährdet".
Aus diesem Grunde sollte man diese Art nicht mehr sammeln.
Gruß Werner2
Sorry, das war zwar zufällig leider ein Schreibfehler von mir gewesen, denn ich meinte eigentlich die "Rote Liste" von Rheinland-Pfalz"; Seite 15 oben 1. Eintragung.
Aber trotzdem:
Meine "Weisheit" bezüglich des Bundeslandes Baden-Würtembergs stammt u.a aus
"G.J.Krieglsteiner - Die Großpilze Baden-Würtembergs" Band 2 aus dem Jahre 2000, Seite 13" in welchem die Bedrohung dieser Art noch deutlich höher bewertet wird, als in den anderen Bundesländern.
Wortwörtlich: Bestand und Bedrohung für C.cinereus, den "Grauen Leistling"
= G 2 (Grad der Gefährdung) = d.h. "stark gefährdet, seltene Arten mit deutlicher Rückgangtendenz oder Arten, die in Teilgebieten bereits erloschen oder akut vom Aussterben bedroht sind. (nach Gefährdungsgrad in "Die Großpilze B.W. Band 1; Seite 44 oben).
Die von Dir zitierte Liste, welche von Krieglsteiner et. al. seinerzeit ja mit verfasst wurde, stammt aus dem Jahre 1984, und ist daher als überholt anzusehen.
Gruss Werner2
Hallo,
in der Roten Liste von Baden Würtemberg ist der "Grauer Leistling"
definitiv nicht aufgeführt, s.link: Woher nimmst Du also Deine Weisheit?
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/nafaweb/berichte/pasw_01/rote07.htm
Gruß
Karl-Heinz
Hallo hans,
habe vor 2 tagen eine größere menge des starkriechenden L. (c.xanthopus)
gefunden - die hüte in olivenöl mit wenig zwiebel u. knoblauch gebraten,
gesalzen, gepfeffert u. etwas sahne dazugegeben - das ganze mit spaghetti
vermischt - hat ausgezeichnet geschmeckt.
Beneidenswert, leider habe ich keine Stelle für diesen leckeren Pilz.
auch der typische
wald/korbgeruch ist erhalten geblieben. im "gerhardt" wird er
geschmacklich gleich wie der trompeten-pfifferling als zähfleischig
eingestuft ich finde das nicht.
Ich find auch den Trompetenpfifferling in keiner Weise zähfleischig, ich halte ihn sogar für einen ausgesprochen leckeren Speisepilz mit einem ganz eigenen charakteristischem Aroma, ist mir lieber als Pfifferlinge und einer meiner absoluten Favoriten. Naja, Pilzbuchautoren haben halt auch verschiedene Geschmäcker. Der starkduftende Leistling soll aber wohl noch besser sein. Was wirklich zäh wird nach dem Trocknen sind m. E. Totentrompeten, aber das verzeiht ihnen wohl jeder wegen ihres tollen Aromas.
Gruß
Birgit
P.S.: Melde mich demnächst mal ausführlicher per Mail
Den Vergleich Leistlinge vs. Totentrompete finde ich nicht nötig.
In der Küche mache ich das eine mit den einen und das andere mit den
anderen - und BEIDE sind exzellent. Die Wahl entweder oder hat man ohnehin
nur selten, da nehm ich doch einfach als Pragmatiker beides. Einziger
Unterschied: Totentropmpeten sind auch getrocknet eine Delikatesse,
Leistlinge m.E. nur frisch.
Auch finde ich definitiv die Kategorie "zähfleischig" für die Leistlinge nicht
aussagekräftig. Ich finde es prima, wenn im Essen noch was zu beissen ist.
Dann aber noch zum Thema Grauer Leistling/Wohlriechender Leistling/
Trompetenpfifferling und deren Vorkommen in Hessen:
Ich bekenne reumütig, dass ich nach anfänglicher Irritation und
Lektüre mehrerer Bücher aufgehört habe, die genau zu unterscheiden und
dass ich in meinem Revier zwischen Gelnhausen und Bad Orb mit grosser
Begeisterung körbeweise eine der drei oder alle drei Sorten gemischt
nach Hause schleppe. Die Bestände vor allem in jungen Fichtenschonungen
scheinen alljährlich unerschöpflich ... Und im Taunus bin ich auch schon mal auf ähnliche Zustände gestossen.
Wenn es da wirklich Bedenken gibt, bitte ich um Aufklärung, ob es nötig
ist, genauer hinzuschauen und wie ich das ohne Mikroskop am besten auseinander
halte. Wie gesagt, die Bücher waren da nicht sehr hilfreich ...
Bis dann mal wieder, Wolfgang
Hi Wolfgang,
Dann aber noch zum Thema Grauer Leistling/Wohlriechender Leistling/
Trompetenpfifferling und deren Vorkommen in Hessen: Ich bekenne reumütig,
dass ich nach anfänglicher Irritation und
Lektüre mehrerer Bücher aufgehört habe, die genau zu unterscheiden und
dass ich in meinem Revier zwischen Gelnhausen und Bad Orb mit grosser
Begeisterung körbeweise eine der drei oder alle drei Sorten gemischt
nach Hause schleppe. Die Bestände vor allem in jungen Fichtenschonungen
scheinen alljährlich unerschöpflich ... Und im Taunus bin ich auch schon mal
auf ähnliche Zustände gestossen.
Wenn es da wirklich Bedenken gibt, bitte ich um Aufklärung, ob es nötig
ist, genauer hinzuschauen und wie ich das ohne Mikroskop am besten
auseinander
halte. Wie gesagt, die Bücher waren da nicht sehr hilfreich ...
also kurz gesagt: der graue Leistling sieht aus wie ein grauer Trompetenpfifferling mit graubraunem Stiel, also mit Leisten . Der duftende Leistling sieht ähnlich aus in der Farbe wie ein Trompetenpfifferling, hat aber keine Leisten sondern wie die Totentrompete nur RUnzeln und ist meist nicht durchbohrt wie der Trompetenpfifferling. Trompetenpfifferlinge sind gelb bis braun/hellbraun mit gelbem Stiel aber nicht grau und haben Leisten. Eigentlich alles ganz einfach.
Und dann gibts noch nen krausen Leistling, der kann den Trompetenpfifferlingen auch ziemlich ähnlich sehen, hat aber auch keine Leisten
. Na, jetzt ist die Verwirrung komplett?? 
Guten Appetit weiterhin
Birgit
Bis dann mal wieder, Wolfgang