Hallo Michael,
also wenn Du die Möglichkeiten hast, diese Pilze zu trocknen, dann könnte man
das ganze später weiter verfolgen. Dann wäre am besten ein junger und
zumindest ein Stück von einem alten. So einen ganzen Schlappen wirst Du
ohne Dörrgerät nicht getrocknet bekommen.
Was meinst Du mit ,,Dörrgerät": Herd, Umluft, 45°C? -
Also am besten eine mittige
Scheibe (2 cm breit) von so enem alten, wobei Hut und Stiel ruhig getrennt
sein kann. Das läst sich dann meist ganz gut trocknen. Vom jungen am
besten eine Hälfte. Und bitte bei zumindest einem davon soviel
"Wurzel" wie möglich, also komplette Stielbasis möglichst mit
etwas anhängendem Myzel (wenn vorhanden) -> bitte nicht küchenfertig
putzen!
)
Bereits gemacht. Wir waren eben nochmals an der Fundstelle.
Es wäre schön, wenn Du noch testen könntest, ob das gute Stück eine blauende
Hutoberfläche hat.
Weitere Beobachtungen: ob die Oberfläche blaut ist schwierig zu entscheiden. Wir haben das versucht. Es blaute nicht. Man muss dazu sagen dass es innerhalb von 2 Tagen enorm trocken geworden ist (jetzt 25°C, 27% Luftfeuchtigkeit). Könnte also auch daran liegen. Einige der gefundenen Pilze hatten aber eine verletzte Hutoberfläche: Tiere, herabgefallene Äste oder so. Dort war keine Verbläuung zu sehen.
Dafür kann ich sagen, dass die Hutoberfläche ein einheitliches Braun hat, aber an einigen Stellen weinrote Schlieren am Rand da waren. Rot ist die Oberfläche definitiv nicht.
Die Oberfläche der Röhren ist (orange-braun) rot. Die Röhren selber sind unverletzt leuchtend gelb (orange) und blauen sofort, wie das Fleisch des Stiels auch.
Löst man die Röhren ab ist die Haut, an der sei ansetzen, nur ganz leicht rötlich. Den Rest teilen die Bilder neuer Stücke mit, die ich nachher anfange zu bearbeiten (skalieren). Ich weiß bisher nicht wie man mehrere Bilder in eine Antwort einfügt.
Dann kommt noch eine Überraschung: ,,Goldgräber-Pilze"... stay tuned! 
Hier würde das z.B. Jürgen Schreiner bestimmt sich anschauen, oder meine
Wenigkeit, oder beide. Wenn das Material zügig und gut getrocknet wurde,
dann kann man es auch (bei bedarf) zum Sequenzieren nutzen. Ich kann mir
vorstellen, dass es da Interessenten gäbe, wenn sich der Pilz als etwas
besonderes herausstellt.
,,Oder beide" - das liegt an Euch Beiden!