Pilzzucht mit Braunkappen

Pfälzer, (vor 9125 Tagen)

Hallo!

Im April habe ich mir eine Pilzbrut gekauft und in einen Strohballen gesteckt. Es handelte sich um sog. "Braunkappen". Leider habe ich keinen Pilz mit diesem Namen in der Galerie gefunden. Nach einiger Recherche fand ich im Internet einen Pilzzüchter, der der Braunkappe den lateinischen Namen "Stropharia" zugeordnet hat. Unter diesem Namen habe ich in der Galerie 2 Pilze gefunden, u.a. den Rotbraunen Riesenträuschling.

Handelt es sich hier evtl. um die von mir gekaufte Rotkappe?
Wie ist der Speisewert dieses Pilzes zu bewerten?

Nun zu meinem Zuchterfolg:
Wir haben direkt nach dem Erwerb der Impfstäbchen diese in eine Strohballen, der zuvor gewässert wurde, gesteckt. Der Strohballen liegt an einem schattigen Platz im Garten und wurde bei zu großer Hitze regelmäßig gegossen. Trotzdem hat sich partout kein Erfolg (sprich Pilz) einstellen wollen. Aus lauter Verzweiflung bin ich daher mit noch größerer Motivation in den pilzreichen Wochen im September und Oktober durch die Wälder gezogen und habe meine Ernte konventionell eingefahren (zumindest dabei war ich erfolgreich!). Doch siehe da: letzte Woche habe ich bei einem Rundgang durch das Wintergemüse im Garten mal wieder an meinem Strohballen vorbeigekommen und habe tatsächlich einen Pilz entdeckt. Braune Kappe, weißer Stiel - das muß eine der ominösen Braunkappen sein. Leider war er schon etwas zu alt (ca.10cm Hutdurchmesser), um ihn zu testen. Seitdem hat sich aber leider noch kein weiterer Pilz gezeigt. Ich hoffe nun nur, dass ich vor dem großen Frost nochmal was kommt.

Was sind Eure Erfahrungen mit Zuchtpilzen insbes. Braunkappen?
Habe ich die Chance, dass sich evtl. nächstes Jahr noch ein paar Pilze auf dem gelichen Strohballen zeigen?

Hat jemand schon mal Stockschwämmchen gezüchtet?
(die interessieren mich besonders, weil ich es dieses Jahr erstmals gewagt habe, selbstgefundene Stockschwämmchen zu essen (Stichwort Gesäumter Häubling)
und total begeistert war)

Danke+Gruß
Michael

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Re: Pilzanbau

Gottfried, (vor 9125 Tagen) @ Pfälzer

Hallo Michael,
wie Du schon richtig vermutest, sind der Rotbraune Riesenträuschling und die Braunkappe identisch. Was den Geschmack betrifft, so läßt er einige Wünsche offen- allerdings ist das Geschmackssache...!
Ich glaube kaum, daß Du in diesem Jahr noch Braunkappen ernten wirst. Die Haupterntezeit ist nämlich lange vorbei. Aber es besteht Hoffnung, daß sich ab April/ Mai weitere Erntewellen einstellen werden. Decke den Strohballen über Winter locker mit Folie ect. ab, damit das Myzel nicht "ersäuft". Nach meinen Erfahrungen ist der Ertrag wegen der Unwägbarkeiten (Strohqualität/ Witterungseinflüsse) recht unsicher. Die Kultur auf Massivhölzern dagegen ist da fast sicher!

Ich betreibe schon ca. 20 Jahren Stockschwämmchen- Anbau. Wegen des angenehmen Geschmacks fruktifizieren in meinem Garten in jedem Jahr diese Pilze wieder. Ich empfehle den Anbau auf Massivholz von Rotbuche, Birke, Rosskastanie, Weide, Pappel, Linde, Ahorn (bei abnehmender Eignung). Ein Anbau auf Schüttsubstraten, wie Stroh, Sägemehl dgl. ist leider noch nicht gelungen. Weitere Infos zu Kultur- Pilzen in meiner Homepage www.ThumserOnline.de oder über email- Kontakt!

Gruß G.

Hallo!
Im April habe ich mir eine Pilzbrut gekauft und in einen Strohballen
gesteckt. Es handelte sich um sog. "Braunkappen". Leider habe
ich keinen Pilz mit diesem Namen in der Galerie gefunden. Nach einiger
Recherche fand ich im Internet einen Pilzzüchter, der der Braunkappe den
lateinischen Namen "Stropharia" zugeordnet hat. Unter diesem
Namen habe ich in der Galerie 2 Pilze gefunden, u.a. den Rotbraunen
Riesenträuschling.
Handelt es sich hier evtl. um die von mir gekaufte Rotkappe?
Wie ist der Speisewert dieses Pilzes zu bewerten?
Nun zu meinem Zuchterfolg: Wir haben direkt nach dem Erwerb der Impfstäbchen
diese in eine Strohballen, der zuvor gewässert wurde, gesteckt. Der
Strohballen liegt an einem schattigen Platz im Garten und wurde bei zu
großer Hitze regelmäßig gegossen. Trotzdem hat sich partout kein Erfolg
(sprich Pilz) einstellen wollen. Aus lauter Verzweiflung bin ich daher mit
noch größerer Motivation in den pilzreichen Wochen im September und
Oktober durch die Wälder gezogen und habe meine Ernte konventionell
eingefahren (zumindest dabei war ich erfolgreich!). Doch siehe da: letzte
Woche habe ich bei einem Rundgang durch das Wintergemüse im Garten mal
wieder an meinem Strohballen vorbeigekommen und habe tatsächlich einen
Pilz entdeckt. Braune Kappe, weißer Stiel - das muß eine der ominösen
Braunkappen sein. Leider war er schon etwas zu alt (ca.10cm
Hutdurchmesser), um ihn zu testen. Seitdem hat sich aber leider noch kein
weiterer Pilz gezeigt. Ich hoffe nun nur, dass ich vor dem großen Frost
nochmal was kommt.
Was sind Eure Erfahrungen mit Zuchtpilzen insbes. Braunkappen?
Habe ich die Chance, dass sich evtl. nächstes Jahr noch ein paar Pilze auf
dem gelichen Strohballen zeigen?
Hat jemand schon mal Stockschwämmchen gezüchtet?
(die interessieren mich besonders, weil ich es dieses Jahr erstmals gewagt
habe, selbstgefundene Stockschwämmchen zu essen (Stichwort Gesäumter
Häubling)
und total begeistert war)
Danke+Gruß
Michael

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Vielen Dank - hat mir sehr geholfen! *oT*

Pfälzer, (vor 9125 Tagen) @ Gottfried

- kein Text -

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Sra. Zucht auf Holzhächseln

Anno, (vor 9123 Tagen) @ Pfälzer

Ich habe gute Erfahrungen mit der Zucht auf Holzhächseln gemacht.
Dazu wird einfach im Frühling(März-April)frisch gehächseltes Laubholz(funktioniert allerdings auch mit Fichen-Rindenmulch, aber nicht so gut)auf einer weitgehend schattiger Stelle ca. 15 cm hoch aufgeschüttet und mit Stäbchen- oder Holzchnitzelbrut beimpft.
Wärend des Sommers schön feuchtgehalten, im Spätsommer erscheinen dann die ersten Pilze. Im Frühjahr nächsten Jahres kann dann mehr frisches Material dazugeschüttet werden und mit einem Teil des schon besiedelten Substrates vermischt werden.

Ein paar Bilder:

http://www.fungifun.com/gallery/sra/sra1.JPG
http://www.fungifun.com/gallery/sra/sra2.JPG

Anno