Unbekannter Gartenbewohner *PIC*

Karsten, (vor 5205 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

Unser Garten ist derzeit prächtig übersäht mit folgendem Pilz. Im alter stark schwärzend mit tintlingsartiger Autolysenerscheinung. Eigentlich würde uns der Pilz nicht stören. Da unsere Nachbarn allerdings Kleinkinder haben, welche auch oft bei uns im Garten spielen, würde ich gerne auf Nummer Sicher gehen und die Dinger gegebenenfalls entfernen.

Über ein wenig Bestimmungshilfe würde ich mich sehr freuen:

[image] http://i.imgur.com/MQNqU.jpg

Viele Grüße und vielen Dank
Karsten

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Re: Unbekannter Gartenbewohner

Joschi Siembida ⌂, (vor 5205 Tagen) @ Karsten

Hallo Karsten,

das dürften schwärzende Saftlinge sein.

Gruß Joschi

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Re: Unbekannter Gartenbewohner

Thomas Pruss, (vor 5205 Tagen) @ Karsten

Moin Karsten,
die Schwärzenden Saftlinge sind auch bei uns in Massen aufgetreten. Die sind giftig, aber man stirbt nicht dran. Wir haben auch Kleinkinder hier. Denen haben wir die Pilze gezeigt und erklärt, dass man die nicht essen darf, und gut war es.
Grüßlis
Thomas

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Re: Unbekannter Gartenbewohner

jesko, (vor 5205 Tagen) @ Karsten

Hallo Karsten,

als Pilzfreund und Vater von zwei Kleinkindern würde ich vielleicht folgendermaßen antworten:

1. Es ist der Schwärzende Saftling (Hygrocybe conica sensu lato). Die Art dürfte zumindest roh verzehrt leicht giftig sein. Mehr oder minder giftig sind übrigens auch die meisten "Speisepilze", wenn sie roh verzehrt werden. Für wirklich gefährliche Pilze auf Wiesen würde ich bestimmte Schirmlingsarten (Lepiota) halten.

2. Giftige Blätterpilze sind nicht so giftig, dass etwa nur das kurze Indenmundnehmen eines kleinen Stücks Vergiftungserscheinungen verursachen würde. Auch das Verschlucken eines kleinen Stücks dürfte i.d.R. nicht zu toxikologischen Problemen führen (ich hatte mal einen Fall, wo es "mechanische" Probleme gab). Junge Eltern geraten oft in unnötige Panik, wenn sie ihren Spross auch nur in der Nähe eines Pilzes spielen sehen. Sicherlich ist schon so mancher Kleinkindmagen zu viel ausgepumpt worden.

3. Die im Vergleich zum Fruchtkörperentfernen weitaus bessere Strategie ist sicherlich, den Kindern klarzumachen, dass nichts von dem, was sie so draußen finden, in den Mund gehört. Solange sie das noch nicht verstehen, muss man im Freien die Hand-Mund-Linie ohnehin jede Sekunde überwachen. Diese Strategie halte ich einfach deshalb für besser, weil sie 1. nicht nur gegen Giftpilze schützt und 2. wirkungsvoller umgesetzt werden kann, denn jeden Pilzfruchtkörper (und dazu jede erdenkliche Giftpflanze) vor einem Kind in Sicherheit zu bringen, ist wohl eine Kunst, die niemand kann.

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Danke an alle für die Antworten!

Karsten, (vor 5205 Tagen) @ jesko

Den Kegelhütigen/Schwärzenden Saftling hatte ich schon im Kosmos Führer gefunden, dann aber ausgeschlossen, weil ein Vorkommen dort erst ab August aufgeführt war.

Ich werde die Information mal an die Nachbarseltern weiterleiten.

Vielen Dank!