Aus der Gegend um Mittenwald *PIC*
Servus Forum,
wir hatten heute ein paar nicht alltägliche Funde, die ich Euch Stück für Stück vorstellen möchte...
Hier Lactarius illyricus, der sich auszubreiten scheint.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225295.jpg)
Hinweise zur Benutzung des Forums | Forum-Archiv | Termine | Umfragen | Pilze Pilze Chat | Pilzgalerie | Lesenswert | Pilze Pilze Pilze
Servus Forum,
wir hatten heute ein paar nicht alltägliche Funde, die ich Euch Stück für Stück vorstellen möchte...
Hier Lactarius illyricus, der sich auszubreiten scheint.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225295.jpg)
Hydnellum geogenium, der Gelbe Korkstacheling
Den hatte ich bisher nur einmal in Tirol und Schweden
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225296.jpg)
Hydnellum geogenium, der Gelbe Korkstacheling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225297.jpg)
Neben Hydnellum suaveolens und Hydnellum caeruleum gab's auch Duftstachelinge.
Hier Phellodon tomentosus, der Becherförmige Duftstacheling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225298.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225299.jpg)
Den hatten wir schon letztes Jahr aus dem Eichelgarten in der Nähe von München.
Er unterscheidet sich von E. queletii durch das Fehlen von Rosatönen auf dem Hut auch bei jungen Fruchtkörpern.
Entoloma kervernii, der Hellbraunschuppige Rötling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225300.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225301.jpg)
Diese Ramaria zeichnet sich besonders durch das schnell rotbraun verfärbende Fleisch aus.
Ramaria testaceoflava
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225303.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225304.jpg)
wir hatten heute ein paar nicht alltägliche Funde, die ich Euch Stück für Stück vorstellen möchte...
Hallo Werner
Vielen Dank für das Zeigen der sehr seltenen Arten. Alles Pilze, die noch auf meiner Wunschliste stehen!
LG Hartmut
Sehr große Fruchtkörper bis ca. 20cm, sehr schnell rötend, und brutal scharf in den Lamellen.
Der Hut ist brauner und fettiger als bei den anderen schwärzenden Täublingen.
Russula acrifolia, der Scharfblättrige Schwärztäubling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225307.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225308.jpg)
Bei diesem Schwärztäubling fiel uns schon im Feld der lachsrosa Schein in den Lamellen auf.
Zusammen mit dem milden Geschmack und dem Schwärzen ohne vorheriges Röten sollte es sich um
Russula anthracina var. insipida handeln.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225312.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225313.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225314.jpg)
Ist das alles vom Kranzberg?
Hydnellum geogenium, der Gelbe Korkstacheling
hallo werner,
toller fund, glückwunsch!
gruss von coco
Nicht direkt vom Kranzberg.
Danke Coco,
den Fund verdanken wir meinem Kollegen J. Reitmeier.
Gruaß, Werner
Die Bestimmung verdanken wir M. Dondl.
Die schon anfangs dunklen Lamellen sind typisch.
Entoloma jubatum, der Rußblättrige Rötling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225323.jpg)
aber trotzdem schön...
Catathelasma imperiale, der Wurzelmöhrling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225324.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225325.jpg)
mensch werner,
was geniale funde ihr münchner uns zeigt, klasse!
den doppelring-trichterling alias hartpilz versuche ich seit 11 jahren wiederzufinden, vergeblich :(
den schöneren namen würzelmöhrling kannte ich bisher nur aus der schweiz. ist das auch der bajuwarische volksname? oder das noch hübschere synonym melkstuhl?
ich hoffe, ihr habt den (köstlichen) jüngling wenigstens angemessen verspeist, erwarte darauf aber keine antwort :)
lg coco
p.s. bei der gelegenheit: bitte richte einen herzlichen gruss von mir aus an euren ivan samt gattin, der mir vor einem jahr eine münchen-reise erspart hat, indem er einen halben tag opferte, ohne mich überhaupt zu kennen.
Griasdi Coco,
den schöneren namen würzelmöhrling kannte ich bisher nur aus der schweiz. ist
das auch der bajuwarische volksname? oder das noch hübschere synonym
melkstuhl?
Wir sagen Wurzelmöhrling dazu.
Melkstuhl hört sich aber auch nicht schlecht an.....
ich hoffe, ihr habt den (köstlichen) jüngling wenigstens angemessen
verspeist, erwarte darauf aber keine antwort :)
o.k, dann antworte ich nicht.
Nein, im Ernst: Er liegt noch bei mir im Kühlschrank, und Herbarisieren wird nichts bringen, da nicht sporenreif.
Gute Idee, ich werd' ihn mal probieren....: lg coco
p.s. bei der gelegenheit: bitte richte einen herzlichen gruss von mir aus an
euren ivan samt gattin, der mir vor einem jahr eine münchen-reise erspart
hat, indem er einen halben tag opferte, ohne mich überhaupt zu kennen.
Der Ivan liest bestimmt mit, er war ja gestern auch dabei.
Gruaß, Werner
Zwei doch recht unterschiedliche Kollektionen eines weissgestiefelten Phlegmatiums mit zylindrisch zugespitzten bzw. leicht knolligen Stielen.
Beide wuchsen getrennt voneinander in einem Fichtenjungholz.
Bei beiden war die Stielbasis weiss, und verfärbte sich nicht irgendwie rosa- o. violettlich.
Beide reagieren mit KOH 20% praktisch gar nicht, weder auf Hut, Knolle o. Fleisch
Der hier passt mit seinem bereiften Hut noch ziemlich gut zu C. claricolor, obwohl die jungen Lamellen deutlich blau waren, und die hutfarben vielleicht etwas freudiger sein könnten.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225339.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225340.jpg)
Der hier war viel kräftiger mit 3cm dicken Stielen.
Der Hut gänzlich fettig und unbereift, die Lamellen ohne Blautöne.
Ich komm' trotzdem bei C. cf. claricolor raus.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225341.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225342.jpg)
Mit dem bräunend-rötenden Saftporling konnte ich im Feld gar nichts anfangen.
Umso interessanter war er natürlich.
Jetzt, nach einem Tag, sind die auf den Fotos noch vorhandenen Rottöne allmählich ins Bräunende übergegangen.
Im Durchnitt lief die Trama noch leicht rosalich an.
Bei meinem makroskopischen Bestimmungsversuch bin ich nun bei Leptoporus mollis hängengeblieben.
Der soll aber sehr selten sein.
Liegender Picea-Stamm und montan(ca. 1050m) würde auch passen.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225344.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225345.jpg)
Früher hätte ich den als Hygrophorus erubescens bestimmt.
Wenn ich aber den Jesko in einem Beitrag vom letzten Jahr richtig verstanden habe, sollen gilbende Erubescentes, die schon von jung an gleichmäßig rosarot gefärbt sind, Hygrophorus fragicolor genannt werden.
Beim Schlüsseln im Gröger kommt dort auch ohne Umschweife hin, woanders, wie z.B. in GpBW geht H. fragicolor in H. persicolor auf.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225347.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225348.jpg)
Hallo Werner. Meine Zustimmung hast du. LG Hartmut
Sehr dünne FK, semipileat mit bis 10mm abstehenden Hutkanten.
Ganzer FK weiß, nicht verfärbend, extrem zäh.
Er ist, wie in der Literatur zu lesen, tatsächlich nicht durchzubeissen.
Poren sehr eng, rundlich.
Er wuchs an der Unterseite eines ca.15cm dicken, liegenden, entrindeten Buchenstammes.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225361.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225362.jpg)
Leider waren die FK noch nicht reif.
Beim Nachreifen im Kühlschrank zeigt sich, dass eine kleine sterile Subgleba im angedeuteten Stielteil vorhanden ist.
Ich hoffe, dass die Gleba noch vollständig ausreift, um die Sporen vergleichen zu können.
Die FK waren klein, bis ca. 18mm breit, rein weiss, und die Exoperidie glatt.
Der Standort, in einer frisch gemähten, moorigen Nasswiese würde passen.
Beim Fotografieren versank ich mit den Knien 10cm im Wasser 
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225383.jpg)
Griasdi Hartmut,
hab schon vom Frank Dämmrich mitgeteilt bekommen, dass es sich sehr wahrscheinlich doch "nur" um Oligoporus fragilis handeln wird.
Beide röten und bräunen dann.
Leptoporus mollis ist schnallenlos, O. fragilis dagen eine schnallentragende Art.
Ist schon eingetütet, und wird bei Gelegenheit angesehen.
Danke für Deine Antwort.
Gruaß, Werner
hätte man auch zu Judasohren sagen können.
Hier sind es aber Gomphus clavatus, Schweinsohren, die zudem auch fast madenfrei waren.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225394.jpg)
Gefunden vom Joe Reitmeier im hohen Gras auf der Buckelwiese.
Makroskopisch kommt C. fumosa wohl am besten hin.
Das Mikroskop wird's zeigen.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225395.jpg)
Wegen der weissen Äste scheint R. botrytis wahrscheinlich.
Aber wohl nur mikroskopisch von R. rubripermanens und R. rubrivanescens zu unterscheiden.
Sie wuchsen unter einer alten Buche am Rand zu einer Buckelwiese, Mykorrhiza zu den etwas entfernten Fichten ist aber auch möglich.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225396.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225397.jpg)
Auffallend ist der glatte Stiel und die weisse Volva mit den Flecken an der Außenseite. (Bild 2)
Gibt's noch andere mehr oder weniger graue Streiflinge, bei denen die Volva so gefleckt ist ?
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225398.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225399.jpg)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225400.jpg)
Auffallend ist der glatte Stiel und die weisse Volva mit den Flecken an der
Außenseite. (Bild 2)
Gibt's noch andere mehr oder weniger graue Streiflinge, bei denen die Volva
so gefleckt ist ?
Hallo Werner,
passt perfekt. Eine häufige Art in den höher gelegenen Nadelwäldern, die sich von "anderen vaginatas" durch die mehr beige Hutfarbe (nie rein grau), den meist zierlichen Wuchs und eben die Ockerflecken (nicht rostbraun) auf der Volva unterscheidet.
beste Grüße,
Andreas
Griasdi Andreas,
besten Dank,
ist eingetütet und wird natürlich noch genauer bestimmt.
An liab'n Gruaß, Werner
hi werner,
mit diesen irgendwie trivial erscheinenden antrodiellen hab ich mir schon ganz schön den bär gemacht. du weisst wahrscheinlich, dass du du die semisupina nur über prüfung von sporengrösse und schnallenexistenz von onychoides unterscheiden kannst und dass jahns nachkommen die genialen pilzbriefe ( http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_10_24.pdf ) bereitgestellt haben.
ich habe bei allen meinen bisherigen aufsammlungen schnallen gefunden und sie als semisupina abgelegt, auf die andere warte ich noch - die passende ökologie hätte ich eigentlich in fahrradweite.
ciao coco
Griasdi coco,
nein, das wusste ich nicht.
obwohl ich schon öfter mal in den Pilzbriefen nachblättere, wenn es um Porlinge geht.
In unseren Buchenwäldern auf den Moränenwällen ist A. hoehnelii recht häufig, wobei mir die sichere Unterscheidung zur (hier nicht vorhandenen ?) nur aus der Literatur gekannten A. semisupina Probleme bereitete.
Die dickeren FK, die spitzwarzige Oberseite und die frisch schöngelben Zuwachskanten gaben mir dann doch Sicherheit.
Deshalb war ich mir jetzt im Feld fast schon sicher diese A. semisupina gefunden zu haben.
Der Fund ist schon eingetütet und wird natürlich nachbestimmt.
Besten Dank für Deine Hilfe und an liab'n Gruaß, Werner
Wegen der weissen Äste scheint R. botrytis wahrscheinlich.
Aber wohl nur mikroskopisch von R. rubripermanens und R. rubrivanescens zu
unterscheiden.
Sie wuchsen unter einer alten Buche am Rand zu einer Buckelwiese, Mykorrhiza
zu den etwas entfernten Fichten ist aber auch möglich.
Servus Werner,
die Melzer-Reaktion war recht stark, deshalb vermute ich eher R. rubripermanens. Aber wie diese Reaktionen zu beurteilen sind, ist mir noch nicht ganz klar. Josef schreibt "blauviolett". Bei dieser Ramaria war die Farbreaktion sofort rotbraun mit violettbraunem Rand und wurde dann innerhalb weniger Minuten tief violettbraun. Im Winter werden wir's dann genau wissen.
Grüße
Hias
Den Fund verdanken wir auch unserem Joe.
C. solis-occasus kam noch in Betracht.
Da weder Stielspitze noch Hutrand auch beim jüngsten der FK keine Blautöne zeigten, sollte es wohl C. laniger sein, oder ?
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225424.jpg)
Servus Werner,
C. laniger kenne ich ohne Violett aus einem nährstoffarmen, sauren Sandkiefernwald mit Fichten (Foto). Bin aber alles andere als ein Telamonien-Experte.
Gruß
Helmut
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic225428.jpg)
im Stielfleisch.
Damit sollte er zur Variecolores-Gruppe gehören.
Gruaß, Werner
Hallo Werner, die angeblich fehlende Laugenreaktion hatte mich schon etwas stutzig gemacht, denn wie irgendwas in Richtung claricolor sehen die Dinger eigentlich nicht aus. Variecolores passt da schon eher, ich würde jedoch auch die varius-Ecke nicht ausschließen, auch wenn die Lamellen nicht blau waren. Jedenfalls mit Sicherheit kein einfacher Kandidat.
Viele Grüße,
Jesko
Hallo Werner,
für die ziemlich kräftigen claricolor aus dem Kalknadelwald mit jung deutlich blauen Lamellen (kenne ich aus dem Trentino auch) gibt es den Namen Cortinarius (claricolor var.) immissus. Was gegebenenfalls die Sequenzierungsergebnisse im Formenkreis claricolor zu diesem Taxon meinen, kann ich leider geraden nicht sagen.
Viele Grüße, Jesko
Hallo Werner,
wenn die Dinger auch gegilbt haben, wüsste ich nicht, welchen Namen ausser Hygrophorus fragicolor man ihnen denn geben sollte. Die Bestimmung würde in diesem Fall aus meiner Sicht absolut in Ordnung gehen. Ich habe vor Jahren in den Sommermonaten oft auf der Alpensüdseite (Kalknadelwald) gesammelt, dort war fragicolor eine relativ häufige und vor allem für einen Hygrophorus recht früh erscheinende Art. Warum soll es den also auf der Aplennordseite in vergleichbaren Habitaten nicht geben? Außerdem hatten wir bei Walter Pätzold (Schwarzwald) auch mal einen fragicolor liegen. Walter war in seiner typischen Art so ehrlich zu sagen: Diesen Schneckling kenne ich nicht.
Was GPBW angeht, davon würde ich mich nicht zu sehr beeinflussen lassen. Da wird teils etwas zu viel gelumpt, zumindest für meinen Geschmack. Außerdem war fragicolor beim Erscheinen des Bands noch eine "junge", bei den Kartierern unbekannte Art, zu der man vermutlich keine Daten hatte. Das mag auch einiges erklären.
Viele Grüße,
Jesko
Hallo Werner,
wenn man laniger und solis-occasus denn trennen will, sollte man sich weniger auf die Blautöne als auf die Sporen verlassen. Ich habe über mehrere Jahre Standorte von solis-occasus beobachten können - da war mal mehr oder weniger bis überhaupt kein Blau. Freilich sehen Eure jung und frisch aus, und man sollte Blau erwarten, wenn es solis-occasus ist. Wenn Ihr auf Kalk unterwegs wart, dann spräche das auch eher für solis-occasus.
Ein weiterer Aspekt des Problems ist, dass laniger und solis-occasus bei der ITS-Analyse, die in den allermeisten Fällen recht zuverlässig ist, was die Abgrenzung einzelner Arten angeht, KEINE getrennten Arten darstellen, dennoch würde ich sie bspw. für Kartierungszwecke einstweilen noch getrennt halten wollen - zusammenwerfen kann man immer, auseinanderfutzeln nimmer.
Fazit: Bei Eurem Fund solltet Ihr Euch mal die Sporen anschauen. Die von Helmut gezeigten Exemplare halte ich für mustergültige laniger.
Viele Grüße,
Jesko
Servus Werner,
Tolle Funde!
Die Rauchgraue Keule nehm ich dir ab!
Meine schauen so aus:
http://www.pilzseite.de/Pilzgalerie/Clavaria/fumosa/FrameSet.htm
LG Rudi
Danke Rudi,
ja, die sehen ganz genauso aus.
Unsere müssen noch mikroskopiert werden.
Aber es wird schon C. fumosa sein.
Gruaß, Werner
Griasdi Jesko,
wenn man laniger und solis-occasus denn trennen will, sollte man sich weniger
auf die Blautöne als auf die Sporen verlassen.
O.k.
Hab in der CFP schon gelesen, dass auch die Sporen differieren.
Wird sowieso noch gecheckt.
Wenn Ihr auf Kalk
unterwegs wart, dann spräche das auch eher für solis-occasus.
Das stimmt allerdings....
Das mit dem Kalk ist in der Gegend zwar so eine Sache.
Man ist natürlich grundsätzlich auf Kalk, trotzdem wachsen z.B. direkt am Wiesenrand Heidelbeeren.
Ein weiterer Aspekt des Problems ist, dass laniger und solis-occasus bei der
ITS-Analyse, die in den allermeisten Fällen recht zuverlässig ist, was die
Abgrenzung einzelner Arten angeht, KEINE getrennten Arten darstellen,
Aha...
dennoch würde ich sie bspw. für Kartierungszwecke einstweilen noch
getrennt halten wollen - zusammenwerfen kann man immer, auseinanderfutzeln
nimmer.
Da bin ich ganz Deiner Meinung.
Fazit: Bei Eurem Fund solltet Ihr Euch mal die Sporen anschauen.
Genauso wird's gemacht.
Die von
Helmut gezeigten Exemplare halte ich für mustergültige laniger.
Da passt dann auch das Habitat viel besser.
Besten Dank und liebe Grüße hiermit auch an den Helmut, Werner
Griasdi Jesko,
danke für die Bestätigung.
D.h. dann, dass man H. fragicolor von H. persicolor nur trennen kann, wenn man des Gilbens wegen eine Kollektion mit alten FK hat.
Nur junge FK sind nicht sicher zuzuordnen.
Gruaß, Werner
Griasdi Jesko,
für die ziemlich kräftigen claricolor aus dem Kalknadelwald mit jung deutlich
blauen Lamellen (kenne ich aus dem Trentino auch) gibt es den Namen
Cortinarius (claricolor var.) immissus. Was gegebenenfalls die
Sequenzierungsergebnisse im Formenkreis claricolor zu diesem Taxon meinen,
kann ich leider geraden nicht sagen.
den hab ich im Phlegmacienband von Moser auch rausgelesen.
Da der aber weder in Online-Kartierung noch im GpBW erwähnt wird, und dort C. claricolor auch blau in den Lamellen haben darf, hab ich mich dem angeschlossen.
Besten Dank,
Gruaß, Werner
Hallo Werner, die angeblich fehlende Laugenreaktion hatte mich schon etwas
stutzig gemacht, denn wie irgendwas in Richtung claricolor sehen die
Dinger eigentlich nicht aus. Variecolores passt da schon eher, ich würde
jedoch auch die varius-Ecke nicht ausschließen, auch wenn die Lamellen
nicht blau waren. Jedenfalls mit Sicherheit kein einfacher Kandidat.
Ja, auch unserem Herrn Garnweidner ist da nicht sonderlich viel dazu eingefallen.
Gruaß, Werner
Hallo Werner,
die Artenliste eines Kartierungsprogramms ist natürlich keine "Autorität" in taxonomischen Fragen. Es ist sehr schwierig, solche Listen zu erstellen, und perfekt ist sicherlich keine. Auch GpBW neigt ja zu weiter gefassten Artkonzepten. Ich würde empfehlen, vorsichtshalber hier noch typische claricolor aus dem Laubwald und die mit den blauen Lamellen aus dem Kalknadelwald getrennt zu halten, würde den Fund also bei claricolor mit der Bemerkung var. immissus kartieren.
Viele Grüße, Jesko
die Artenliste eines Kartierungsprogramms ist natürlich keine
"Autorität" in taxonomischen Fragen. Es ist sehr schwierig,
solche Listen zu erstellen, und perfekt ist sicherlich keine. Auch GpBW
neigt ja zu weiter gefassten Artkonzepten. Ich würde empfehlen,
vorsichtshalber hier noch typische claricolor aus dem Laubwald und die mit
den blauen Lamellen aus dem Kalknadelwald getrennt zu halten, würde den
Fund also bei claricolor mit der Bemerkung var. immissus kartieren.
Genau so mach ich's...
Gruaß, Werner