Pilze in Brandenburg 2012 ?! *PIC*
Hallo Forum,
lange ist es her...! Mal schauen ob es noch klappt mit den Bildern und Buchstaben.
Irgendwie verlief dieses Jahr aus meiner Sicht bisher suboptimal - in mehrfacher Hinsicht.
Egal - belassen wir's bei den Pilzen.
In einigen Teilen Brandenburgs wurde das Jahres-Niederschlagssoll bereits im August erreicht.
Was bringt's aber in der großen Sandbüchse, wenn der ganze Regen im Zeitraum Juni/Juli fällt?!
Verärgerte Urlauber und vereinzelt Gammelpilze. Ich fürchte, in den meisten Regionen hier herrscht
in den Wäldern eben gähnende Leere.
Einzig in Odernähe und in den Grenzregionen zu Sachsen könnte momentan was gehen,
da dort auch im Spätsommer regional der eine oder andere Regenguss herunter rieselte.
Zumindest in "meinen Wäldern" in der Umgebung von Müllrose (Schlaubetal - Lkr. LOS) zeigen
sich seit einer Woche einige Bodenbewohner. Von der Artenvielfalt her kein Vergleich mit den letzten
Jahren. Einige wenige Arten fruchten dafür aber erstaunlich zahlreich.
![[image]](/archiv/extern/ingo/2012/Summer/KW3801.jpg)
Cortinarius mucosus (Heideschleimfuß) z. B. ist beinahe schon Massenpilz.
Andere Typusarten wie Täublinge bringen hier und da einige Grüppchen zustande.
![[image]](/archiv/extern/ingo/2012/Summer/KW3802.jpg)
Russula Xerampelina wie hier im Bild und auch R. badia und R. integra.
Von anderen Arten aus der Sprödblättlerfraktion gibt es eher nur Einzelgänger.
Auch mit den Röhrenpilzen ist es nicht so gut bestellt. Erstaunlicherweise sind Steinpilze
momentan noch am besten vertreten.
![[image]](/archiv/extern/ingo/2012/Summer/KW3803.jpg)
Maronenröhrlinge, Sandröhrlinge, Butterpilze, Filz- und und Kuhröhrlinge sind zwar auch mal
zu sehen, aber eben auch sehr verstreut.
Der Anblick hier im Korb mag zwar nett sein, aber ein Kilo Speisemischung, in drei Stunden
zu zweit erbeutet, waren schon ein gutes Stück Arbeit.
![[image]](/archiv/extern/ingo/2012/Summer/KW3804.jpg)
Ein Frage hätte ich da aber zu einer Steinpilzvarietät, die ganz links im Korb zu sehen ist.
Im Vergleich mit den normalen B. edulis erschien mir die Hutbfärbung schon arg dunkel.
Insgesamt fanden wir zwei Steinpilze mit dieser dunklen Hutfärbung. Im Nachgang hatte ich
das Exemplar aus dem Korb nochmal zum Fototermin gebeten. Liegt dieser Steini noch in der
Variationsbreite von B. edulis oder könnte es sich sogar um B. pinophilus handeln?
![[image]](/archiv/extern/ingo/2012/Summer/KW3805.jpg)
Das wäre nach all den Jahren mal wieder ein interessanter Neufund, auch in Hinsicht Kartierung (Hinweis: reiner Kiefernbestand).
In der Hoffnung auf Regen und Ritterlinge
Grüsslis Ingo
)![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic226503.jpg)