Nicht verzagen - Gelbfieber fragen ...... *PIC*

wald-pauli, (vor 5113 Tagen)

und das traue ich mich jetzt auch:
In einem unserer Eichenhaine in der Hersbrucker Alb, fand ich vor Tagen diesen Stäubling oder Bovist. Ich hoffe, dass der eine absolute Rarität ist. Wenn nicht, dann bin ich etwas enttäuscht. (Ich möchte auchmal ein aussergewöhnliches Schwammerl finden!) Dieser Pilz stand dort alleine rum - irgenwelche Kollegen seiner Art waren weit und breit nicht zu entdecken.

Gruss vom Wald-Pauli

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Re: Nicht verzagen - Gelbfieber fragen ......

MartinB, (vor 5113 Tagen) @ wald-pauli

ich bin zwar nicht Gelbfieber aber ich muß dich leider enttäuschen...
Für mich ist das Lycoperdon perlatum. Scroll hier mal nach unten:
http://botany.cz/cs/lycoperdon-perlatum/

Herzlich Martin

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Tipp

Gelbfieber, (vor 5113 Tagen) @ wald-pauli

Hallo und guten Tag Wald-Pauli,

tja….wenn du mich schon ansprichst:
Das Pilzchen mit der netzförmigen Struktur deutet m. E. auf Lycoperdon foetidum (nigrescens)

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Tipp

MartinB, (vor 5113 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Ursula,

ich habe jetzt "nur" Pegler et al. 1995 zur Hand. Makroskopisches Merkmal von beiden ist das netzförmige Muster auf dem Peridium aber bei perlatum kommt hinzu "exoperidial spines surrounded by ring of warts" (S. 152). Und genau das sehe ich bei Wald-Paulis Pilz und in dem von mir gezeigten Web-Beispiel.

Grüße
Martin

Hallo und guten Tag Wald-Pauli,
tja….wenn du mich schon ansprichst: Das Pilzchen mit der netzförmigen
Struktur deutet m. E. auf Lycoperdon foetidum (nigrescens)
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Tipp

Gelbfieber, (vor 5113 Tagen) @ MartinB

Hallo und guten Abend Martin,

kann man denn neben den makroskopischen Merkmalen, mikroskopisch was machen um Wald-Pauli eine belastbare Bestimmung zu geben? Nicht das ich deinen Hinweis für „abwegig“ halte ganz im Gegenteil aber ich setzte gern auf makro- und mikroskopische Merkmale bei einer Pilzbestimmung.

Ich setze voraus das ein Beleg vorhanden ist!

Lycoperdon foetidum ist wie die Überschrift sagt lediglich ein Tipp.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Tipp

MartinB, (vor 5113 Tagen) @ Gelbfieber

Nun ja, die mikroskopischen Unterschiede zwischen perlatum und nigrescens sind jetzt nicht sooo bedeutend. die Sporen von nigrescens sind tendenziell etwas größer. Aber noch mal zurück zur Makroskopie. Hier ist das Vergleichsstück von nigrescens von der gleichen Webseite: http://botany.cz/cs/lycoperdon-nigrescens/
Vergleich mal die Warzen. Die haben ja eine völlig andere Struktur. Das Netz auf dem Peridium ist auch eher (recht-)eckig als rundlich. Die verbliebenen Warzen auf Wald-Paulis Exemplar sind auch immer noch weiß, was sie bei nigrescens wohl nicht mehr wären (sonst würde er seinem Namen keine Ehre machen...).

Grüße

Martin

Hallo und guten Abend Martin,
kann man denn neben den makroskopischen Merkmalen, mikroskopisch was machen
um Wald-Pauli eine belastbare Bestimmung zu geben? Nicht das ich deinen
Hinweis für „abwegig“ halte ganz im Gegenteil aber ich setzte gern auf
makro- und mikroskopische Merkmale bei einer Pilzbestimmung.
Ich setze voraus das ein Beleg vorhanden ist!
Lycoperdon foetidum ist wie die Überschrift sagt lediglich ein Tipp.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Tipp

MartinB, (vor 5112 Tagen) @ MartinB

ich vergaß leider zu erwähnen, und hole das jetzt nach, daß uns Wald-Paulis schönes Foto eines eben nicht (wie sonst üblich) frischen Lypercodons diese Diskussion ermöglicht hat. (ist ja auch noch nicht abgeschlossen).
Mal ein "außergewöhnliches Schwammerl" finden ist übrigens nicht sooo schwierig. Bei den Anglern heißt es: "fische dort, wo es "anders" ist." An sogenannten "Extremstandorten" (trocken, feucht, hoch, tief, sauer, basisch etc.) gibt es immer was "besonderes".

Grüße

Martin

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Re: Tipp

Gelbfieber, (vor 5112 Tagen) @ MartinB

Hallo und guten Tag Martin,

also von dieser Webseite passt das natürlich nicht.

Aber ich habe schon oft feststellen müssen das Bilder von einzelnen Webseiten nicht immer ernst zu nehmen sind und auch nicht die oftmals große Spannweite von
Artenvielfalt an Form u. Farben usw. wiedergeben können. Da hatte ich schon Fotos wie Tag u. Nacht von ein u. derselben Art einer Gattung.

Ich widerum habe eine schöne Abbildung im Krieglsteiner Band 2 Seite 145 von Achim Bollmann von Lycoperdon foetidum.
Ich könnte jetzt auch zig Websites anführen, wo die Fotos sehr gut passen.
Halte ich aber für Quatsch da ich gerade mal ein bißchen Studien betrieben hab und feststellen musste, das noch andere Kandidaten ein netzartiges Muster aufweisen u. a. L. pedicellatum, um nur einen zu nennen.
Vielleicht ist der Schlappen auch einfach zu alt um da Wald-Pauli noch eindeutig helfen zu können.
Schön wär ja wenn Wald-Pauli wenigstens noch ein paar Angaben zum Pilz hätte:
So ob der Pilz auf humusreichen Böden vorkommt, ob er leicht sauer ist, Begleitflora ausser den Eichen etc.
Ich lasse mich natürlich auch gern eines besseren belehren aber das das Netz auf dem Peridium mehr (recht-)eckig als rundlich ist, scheint mir nur bei diesem Foto der Website so zu sein.
Gerade las ich sogar das L. perlatum kantige Vertiefungen hinterlässt.........
Vielleicht meldet sich ja noch ein Pilzfreund der einen entscheidenden Hinweis bringen könnte, ansonsten sehe ich da keine Möglichkeit mehr für eine eindeutige Bestimmung.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Tipp

wald-pauli, (vor 5112 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo und guten Tag Martin,
also von dieser Webseite passt das natürlich nicht.
Aber ich habe schon oft feststellen müssen das Bilder von einzelnen Webseiten
nicht immer ernst zu nehmen sind und auch nicht die oftmals große
Spannweite von
Artenvielfalt an Form u. Farben usw. wiedergeben können. Da hatte ich schon
Fotos wie Tag u. Nacht von ein u. derselben Art einer Gattung.
Ich widerum habe eine schöne Abbildung im Krieglsteiner Band 2 Seite 145 von
Achim Bollmann von Lycoperdon foetidum.
Ich könnte jetzt auch zig Websites anführen, wo die Fotos sehr gut passen.
Halte ich aber für Quatsch da ich gerade mal ein bißchen Studien betrieben
hab und feststellen musste, das noch andere Kandidaten ein netzartiges
Muster aufweisen u. a. L. pedicellatum, um nur einen zu nennen.
Vielleicht ist der Schlappen auch einfach zu alt um da Wald-Pauli noch
eindeutig helfen zu können.
Schön wär ja wenn Wald-Pauli wenigstens noch ein paar Angaben zum Pilz hätte:
So ob der Pilz auf humusreichen Böden vorkommt, ob er leicht sauer ist,
Begleitflora ausser den Eichen etc.
Ich lasse mich natürlich auch gern eines besseren belehren aber das das Netz
auf dem Peridium mehr (recht-)eckig als rundlich ist, scheint mir nur bei
diesem Foto der Website so zu sein.
Gerade las ich sogar das L. perlatum kantige Vertiefungen
hinterlässt.........
Vielleicht meldet sich ja noch ein Pilzfreund der einen entscheidenden
Hinweis bringen könnte, ansonsten sehe ich da keine Möglichkeit mehr für
eine eindeutige Bestimmung.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

Hallo Gelbfieber!

Zum Standort noch ein paar Angaben: Der Pilz stand auf einer alten Hutweide unter Stieleichen. In nächster Nähe stehen ein paar Birken und Schlehen. Diese Fläche wird nur einmal im Jahr gemäht, Weidebetrieb gibt es hier nicht mehr. Als Begleitpilze wachsen ein paar Kahle Kremplinge und ein paar Dickblättrige Schwärztäublinge. Und das alles auf Kalkboden. Nachdem die Eichen weit auseinanderstehen, ist die Fläche fast voll besonnt. Nur als Randbemerkung: an der übernächsten Eiche fand ich einen Klapperschwamm mit 58 cm Durchmesser. Zweihundert Meter weiter wuchs an einem Eichenstammfuss ein Riesenporling mit knapp 44 cm Breite. Es war eigentlich ein ausgefüllter "Schwammerltag". Nur ein Eichhase hätte das Pilzglück noch vervollständigt.
Aber wieder zurück zum Lycoperdon: Die Diskussion zwischen Dir und Martin verfolge ich sehr interessiert. Zeigt sie mir doch, dass ich manchmal nicht ganz genau beobachte. Ich werde mich zumindest dahingehend bessern.
Eigentlich wollte ich meine Pilzkenntnisse nur etwas erweitern; aber es ist mir nun klar , dass man mit dem Lernen einfach nicht aufhören kann. Da fällt mir der alte Spruch ein: "Wehret den Anfängen!". Das habe ich nun wohl verpasst - also wird intensiv weiter geforscht. Dabei tauchen soviele Fragen auf, dass ich das Forum tagtäglich mit Fragen und Bildern überschütten könnte.

Gruss und Dankeschön vom Wald-Pauli

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Re: Tipp *PIC*

Peter P., (vor 5112 Tagen) @ wald-pauli

Hallo in die Runde,
Stäublinge sind doch nicht so einfach zu bestimmen, wie ja die Diskussion auch beweist. Nach meinen Erfahrungen kann man einige Arten schon makroskopisch ansprechen, wenn man sie öfter in der Hand hatte, allerdings einige nicht in allen Entwicklungsphasen, da muß dann schon das Mikroskop her. Bei Wald-Paulis Pilz könnte es makroskopisch schon L. perlatum sein. Die Stacheln sind einfach,
eine Netzstruktur bleibt nach deren Abfallen, die Farbe der Peridie in diesem Stadium spricht auch dafür.
Bei der Bitte Wald-Paulis nach Benennung dieser Art holten mich wieder die Fragen Ratsuchender ein, ob der Pilz denn eßbar sei. Und in den Körben liegen Exemplare, gegen die Wald-Paulis Pilz noch jung aussieht. Neulich stand jemand mit riesigen Hasenstäublingen, aus denen eine schwabbelige olivfarbene Masse quoll, vor meiner Tür und wollte wissen, wie man die zubereitet. Er habe zwar gelesen, daß das Innere nicht schwarz sein darf, war sich aber über die Farbe dieser Masse nicht im Klaren. Auf der angehängten Collage sind die drei "Hauptentwicklungsphasen" von L. perl. abgebildet
Gruß Peter P.

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Re: Tipp *PIC*

Peter P., (vor 5112 Tagen) @ Peter P.

Hallo nochmal,
die Diskussion hat mir vor Augen geführt, daß in meinem Fotoarchiv solche Dinge fehlen wie die Stacheln und die Netzstruktur im Makrofoto, z.B. einfache und zusammengefügte Stacheln makroskopisch unterscheiden zu können. Bei den beigefügten Fotos kann man mit etwas Mühe und ein wenig "Esmußsosein" die geteilten Stacheln von L. foetidum und der einfachen von L. perlatum erkennen,
nicht makrofotografiert sondern "grenzgepixelt".
Gruß Peter P.

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