Wiesenpilztagung-Dank *PIC*
Liebe alle, auch ich bin zurück von der Wiesenpilztagung und möchte mich auch auf diesem Weg nochmal ganz ganz herzlich bei dir, lieber Peter, bedanken! Toller Ort, tolle Unterkunft mit so hübsch eingstreuten Birken, gutes Essen und so weiter. Und wieder Mal eine so herzlich-liebe Atmosphäre mit euch. Es hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht. Und das alles hat mich über die relativ wenigen Inocyben-nach-dem-Frost wunderbar hinweggetröstet.
Wie vergnügt es neben der Mikroskopiererei usw. täglich zuging, lässt sich für die Nichtteilnehmer aus dem ersten Foto erschließen, das nur eine seeehr geringe Auswahl der konsumierten alkoholhaltigen Flaschen zeigt. Die anderen Flaschen endeten in grauen - beiläufig gesagt, ziemlich großen! - Müllsäcken ;)).
An Inocyben gabs, wie gesagt, leider nicht mehr viele und auch nichts Aufsehenerregendes (und jetzt sage bitte niemand, Inocyben seien ohnehin nie aufsehenerregend...)
Nun die Inocyben: Hier zunächst eine schlichte lacera var. lacera, gefunden in mehreren Aufsammlungen von mehreren Teilnehmern (Harzpilzchen, Robin etc.):
Als nächstes Inocybe (lanuginosa var.) ovatocystis, gefunden vom Jesko im Kiefernwald:
Hier gabs beim Bestimmen erschwerte Bedingungen des Frostes wegen: Die Pilzlein rochen bei mehreren Aufsammlungen (von Robin, Tanja, Bernd und mir) teilweise leicht aasig, und die Stiele schienen anfangs nur oben bereift zu sein. Andererseits fehlten überall, auch bei ganz jungen Fruchtkörpern die für appendiculata typischen Behänge, und der Stiel war überall oben rosalich. Schließlich hat Tanja mir ihre Stelle gezeigt und da waren dann neue nachgewachsen und damit war klar, dass es sich um Inocybe ochroalba handelt - Stiele ganz bereift, die typischen Zystiden und kein Aasgeruch mehr.
Hier Inocybe lacera var. heterospora aus einem anderen Kiefern-Eichen-Birkenwald
Diese hier ist ungewöhnlich. Es handelt sich um Inocybe subtigrina, mit den für sie typischen Mikromerkmalen (meist schmal zulaufenden Zystidenhälsen,recht breiten Wänden, starke KOH-Reaktion und bei allen meinen Aufsammlungen dunkel granulierten Sporen) und dem typischen tigrinierten Hut, aber die Lamellen waren sehr ungewöhnlich olivgelblich gefärbt. Eine solche Form oder Variation hab ich nicht beschrieben gefunden. Ob sie auf den Frost zurückzuführen ist, weiß ich nicht, glaub ich aber nicht, denn die Pilze waren alle in sehr gutem Zustand. Falls also jemand auch so eine Aufsammlung hat, möge er es mir bitte kundtun.
Das hier dürfte Inocybe fuscomarginata sein, gefunden von Hans-Peter, aber die Zystiden waren frostgeschädigt - und daher nur noch bedingt aussagekräftig
Die hier kann ich partout nicht leiden. Ich maaag sie nicht! Inocybe nitidiuscula:
Und das schließlich ist ein hübscher Fund von Robin, der die Pilze unter Pappelblättern ausgrub, wo sie entlang eines alten Fundamentes wuchsen: Inocybe phaeoleuca. Ein (vermutlich aus Lichtmangel unter den Blättern) wenig untypisch helle Hüte, daher hats einen Moment gedauert, sie zu bestimmen.
Soviel dazu.
Liebe Grüße in die Runde und meinen ganz herzlichen Dank an alle, die mich so bereitwillig bei meinen Inocybe-Recherchen mit Exsikkaten und Fotos und Informationen versorgen!
Ditte
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